Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

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DONNERSTAG 
7. NOVEMBER 2019 
3x2 Tickets für «Bodyguard - Das Musical» 
Ab Oktober 2019 geht die aufwändige deutsche Inszenierung 
zum ersten Mal auf grosse Tournee. Freuen Sie sich auf 16 über- 
wältigende Songs, darunter natürlich „I Will Always Love You“ 
und erleben Sie ein aktuelles Bühnenereignis der Extraklasse. 
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für je zwei Tickets unter volksblatt.li/vorteilsclub teilnehmen. 
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Die Musikanten aus Liechtenstein und der Region begeisterten 
Jahreskonzert der 2-Länder-Musikanten 
TRÜBBACH Bei der Einweihungsfeier 
eines selbst gebauten Flugzeugs im 
Sommer ergab sich das Motto des 
diesjährigen Jahreskonzerts der 
2-Länder-Musikanten fast von selbst. 
Nach rund zehn Jahren Arbeit konn- 
ten die beiden Bandmitglieder Peter 
Fässler und Andreas Zogg endlich 
ihr Werk mit Flugvorführungen und 
einem Konzert ihrer 2-Länder-Musi- 
kanten feiern. Das Motto «die 2lm 
hebt ab» war geboren und dieses 
war am letzten Samstag in der voll 
besetzten Turnhalle des Oberstufen- 
zentrums Seidenbaum in Trübbach 
allgegenwärtig. 
An einem vergnüglichen Nachmittag 
bastelten die Mitglieder der Band ge- 
meinsam Flugzeuge aus Salzteig und 
aus Notenblättern sowie viele ande- 
re Schmuckstücke, die zu einer wun- 
derbaren Dekoration zusammenge- 
stellt wurden. Die einladende Deko- 
ration stimmte die Besucher denn 
auch bestens auf «Schöne Stunden 
mit Musik», zugleich der Titel des Er- 
öffnungsstücks des Konzerts, ein. 
Danach hob die 18-köpfige Band ab. 
Wie bei den 2-Länder-Musikanten 
üblich, wurde feine Unterhaltungs- 
musik in grosser Breite, von der Pol- 
ka, über Schlager, Evergreens bis zu 
Big Band Sound gespielt. Hans Köp- 
pel führte mit viel Witz und Charme 
durch das Programm. 
Bekannte Melodien – und Gesang 
Der Funke sprang sofort, das Publi- 
kum war begeistert und die Musiker, 
unter der Leitung ihres Dirigenten 
und Schlagzeugers Jan Köpfli, ge- 
nossen das Musizieren offensichtlich 
in vollen Zügen. Die Vorträge der 
ambitionierten Amateure aus Liech- 
tenstein und der angrenzenden 
Schweiz waren ein Genuss. Zahlrei- 
che Solis in den Stücken «Klarinet- 
tenperlen», «Louis Armstrong Med- 
ley», «The way we were» und «Stran- 
ger on the shore» boten besondere 
Farbtupfer im Programm. Sehr über- 
zeugten die Gesangsnummern «Hit 
the road Jack», «Thank you for the 
music» und «What a wonderful 
world» mit Heike Klöpping und Hans 
Köppel. Auch die auf tschechisch ge- 
sungene Borsicka-Polka mit Kathrin 
Fischer und Christoph Helbling kam 
sehr gut an. Eine befreundete Tsche- 
chin brachte beiden vorgängig die 
Aussprache des Liedtextes bei. 
Ein ganz besonderer Höhepunkt 
und eine grosse Freude für die Band 
war dieses Jahr der Auftritt des 
Trompeters Beda Hidber. Er hat die 
2-Länder-Musikanten früher diri- 
giert und mit ihnen auch eine CD 
mit lauter Eigenkompositionen für 
die Band eingespielt. Begleitet durch 
Bandmitglieder und dem am Saxo- 
fon improvisierenden Heinz Jaindl 
spielte er virtuose und schöne Soli 
in «You are my sunshine» und der Ei- 
genkomposition «Flying box in the 
air». 
Dass die Band nicht nur musika- 
lisch, sondern auch menschlich gut 
harmoniert, betonte Präsidentin 
Cornelia Lüchinger auf ihre sympa- 
thische Art. Mit den Worten «Du 
magst uns – wir mögen dich» und 
Pralinen wurde ihr danach für ihre 
tolle Arbeit gedankt. 
Mit dem Stück «Danggä und uf Wie- 
derluege» verabschiedete sich die 
Band vorerst. Nach drei Zugaben 
war dann das bestens gelungene 
Konzert zu Ende.   (eps) 
Die 2-Länder-Musikanten überzeugten das Publikum beim Jahreskonzert – Hier 
Heinz Jaindl am Saxofon und Dirigent Jan Köpfl i am Schlagzeug. (Foto: ZVG) 
Für alle ab sieben Jahren 
Theater: Auf den 
Spuren des Glücks 
SCHAAN Eine Zeitreise für alle 
Glückssuchenden ab sieben Jahren 
unternimmt die Cie. Freaks und 
Fremde aus Dresden in ihrem poe- 
tisch-fantastischen Theaterstück 
«GLÜCK – Eine kurze Geschichte der 
Menschheit» im TAK. 
Warum suchen die Menschen von je- 
her nach dem Glück und was soll das 
überhaupt sein? Macht Geld viel- 
leicht doch glücklich? Wärme, Ge- 
meinschaft oder Geschwindigkeit? 
Ans Ende der Welt reisen oder findet 
doch alles nur in unserem Kopf 
statt? Was immer am Ende der Vor- 
stellung gefunden wird, wir teilen es 
mit allen! Denn geteiltes Glück soll 
sich ja angeblich verdoppeln.   
Inspiriert von Yuval Noah Hararis 
«Eine kurze Geschichte der Mensch- 
heit» starten die Performer und Pup- 
penspieler Sabine Köhler und Heiki 
Ikkola gemeinsam mit dem Musiker 
Frieder Zimmermann einen Thea- 
terdiskurs und rasen mit dem stau- 
nenden Publikum spielend durch 
die Geschichte der Menschheit. 
Im Rahmen des Familiennachmit- 
tags können sich ab 15 Uhr Jung und 
Alt gleichermassen ihre ganz per- 
sönlichen Gedanken über das 
«Glück» machen und sich spielerisch 
auf das Stück im TAK bei Kaffee und 
Kuchen einstimmen.   (eps) 
TAK Figurentheater/Schauspiel 7+ 
 Wer: Cie. Freaks und Fremde, Dresden 
 Wann: Sonntag, den 10. November, 16 Uhr, 
Familiennachmittag ab 15 Uhr 
 Wo: TAK, Schaan 
 Tickets und Infos: Telefon +423 237 59 69, 
Mail an vorverkauf@tak.li oder www.tak.li 
Am Sonntag im TAK: Theater für die 
ganze Familie. (Foto: ZVG) 
IBK 
Jugendjury Förderpreis Kultur 
VADUZ Damit junge Erwachsene eine Chance haben, auch ihre Sicht in 
die Förderpreisverleihung der Internationalen Bodensee-Konferenz 
einzubringen, wurde für 2019 erstmals eine zusätzliche Jury eingesetzt. 
In dieser Jugendjury waren hauptsächlich junge Talente vertreten, die 
bereits im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig sind. Nach einge- 
hender Diskussion fand die Jugendjury unter den 18 Nominierten in der 
Sparte «Interpretation zeitgenössischer Musik» mit der Pianistin Simo- 
ne Keller (nominiert vom Kanton Thurgau) ihre Preisträgerin. Der Preis 
der Jugendjury ist mit 5000 Schweizer Franken dotiert. Die Jugendjury 
von (links): Moritz Huemer (Fürstentum Liechtenstein), Christian Zatta 
(Zürich), Johannes Herzog (Thurgau), Anna Zimmermann (Vorarlberg) 
und Philipp Deiss (Baden-Württemberg). (Text: ikr; Foto: ZVG) 
 «Rocketman» mit Herz und Humor: Elton Johns berührender Rückblick 
«Ich. Elton John. Die Autobiografie» 
VON WERNER HERPELL, DPA 
BERLIN Wenn der schrillste Superstar 
der Popgeschichte seine Autobiografie 
vorlegt, sind die Erwartungen hoch. 
Elton John erfüllt sie in einem 500-sei- 
tigen Lebensrückblick. Er geht mit sei- 
nen Schwächen offen um – und 
wächst dem Leser eng ans Herz. 
Er scheint es noch immer nicht ganz 
fassen zu können. Dass ein eigentlich 
schüchterner, dicklicher, früh zur 
Glatze neigender, schwuler Mann wie 
er einer der grössten Popstars der 
Welt werden konnte. Elton John, 72, 
blickt in seiner nun auch auf Deutsch 
erschienenen Autobiografie staunend 
auf ein Leben zurück, das im gänz- 
lich unglamourösen Städtchen Pin- 
ner bei London begann und einen 
aufregenden Verlauf mit weltweiter 
Beliebtheit und mehr als 300 Millio- 
nen verkauften Tonträgern nahm. 
Der britische Pianist, Sänger und 
Komponist spart in «Ich. Elton John» 
wenig aus – weder typische Rockmu- 
siker-Exzesse noch Krisen, Krankhei- 
ten und Verluste oder Charakter- 
schwächen wie Jähzorn, Launenhaf- 
tigkeit, Geltungsbedürfnis und 
selbstzerstörerische Suchtneigun- 
gen. Die guten Seiten des Reginald 
Kenneth Dwight, der sich Ende der 
60er den Künstlernamen Elton John 
gab, glänzen gerade dadurch umso 
intensiver: seine Menschenliebe und 
Empathie für Schwächere, seine Fä- 
higkeit zur Selbstkritik – und die 
ewige Liebe zur Musik. 
Natürlich ist die Autobiografie eines 
Superstars, der mit fast allen Gross- 
en aus Rock und Pop zumindest zeit- 
weise Kontakt hatte, eine Fundgru- 
be. Elton John zeichnet – assistiert 
vom «Guardian»-Kritiker Alexis Pet- 
ridis – viele höchst amüsante, aussa- 
gekräftige Mini-Porträts von Famili- 
enmitgliedern und Kollegen. Seine 
notorisch streitsüchtige Mutter, Mi- 
chael Jackson («nicht mehr alle Tas- 
sen im Schrank»), Keith Richards 
und Tina Turner kommen nicht so 
gut weg – Kurzzeit-Ehefrau Renate 
Blauel, John Lennon und Freddie 
Mercury dafür umso besser. 
Grandiose Verwechslung 
Dass manche Erinnerungen durch 
seine Kokain- und Alkoholsucht der 
70er und 80er leicht umnebelt sein 
könnten, deutet Elton John an. Auch 
dass er hin und wieder «ein klitze- 
kleines bisschen» übertreibe – und 
sowieso eine alte Klatschtante sei. 
Aber man hat nie den Eindruck, hier 
nur unrealistische oder wichtigtueri- 
sche Schnurren eines Exzentrikers 
aufgetischt zu bekommen. 
Am lustigsten liest sich eine Garten- 
fest-Episode: «Es war bereits später 
am Abend, ich schwebte und stand 
völlig neben mir, als ein verwahrlost 
aussehender Typ, den ich nicht er- 
kannte, auf die Party kam. Wer zur 
Hölle war das? Es musste ein Ange- 
stellter sein, ein Gärtner. Ich ver- 
langte, lautstark zu wissen, was der 
Gärtner sich dabei dachte, sich ei- 
nen Drink zu genehmigen. Es gab ei- 
nen Moment entsetzten Schwei- 
gens.» Der «Gärtner» ist Bob Dylan. 
Daraufhin sagt George Harrison dem 
bedröhnten Party-Gastgeber: «Elton, 
ich bin der festen Überzeugung, du 
solltest es mit dem guten alten Mar- 
schierpulver etwas langsamer ange- 
hen lassen.» 1990 begibt sich der 
Star dann in einen Drogenentzug – 
die kürzlich mit viel Erfolg in den 
 Kinos gelaufene Film-Biografie 
 «Rocketman» baut daraus ihre 
 spektakuläre Rahmenhandlung. 
Bericht eines Neubeginns 
Es gibt viel trockenen, verschmitzten 
Humor in «Ich. Elton John» – aber 
auch etliche tief berührende Kapitel, 
die für den so fehlbaren Protagonisten 
mit dem Brillen-Tick einnehmen: sein 
Liebeskummer nach der ersten Dauer- 
beziehung zum Musikmanager John 
Reid; die Künstler-Partnerschaft mit 
dem genialen Textschreiber Bernie 
Taupin; die Freundschaft mit Prinzes- 
sin Diana, für deren Trauerfeier er 
1997 «Candle In The Wind» mit verän- 
dertem Text sang (bis heute der gröss- 
te Single-Hit der Pophistorie). 
Noch eindrucksvoller als jeden 
Chart erfolg, jedes schrille Bühnen- 
Outfit, jede Promiparty und alle 
Schattenseiten schildert Elton John 
das unermüdliches Engagement für 
HIV-Infizierte und Aidskranke. Fast 
eine halbe Milliarde Dollar hat seine 
Aids-Stiftung seit ihrer Gründung 
1992 gesammelt. Der Musiker erzählt 
davon voller Begeisterung, aber oh- 
ne Selbstbeweihräucherung. 
Seit fast 30 Jahren ist Elton John nun 
«clean», seit 25 Jahren führt er eine 
Lebenspartnerschaft (und seit 2014 
eine Ehe) mit David Furnish. Was 
der «Rocketman»-Film nur im Ab- 
spann erwähnt, wird in der Autobio- 
grafie zum ausführlichen Bericht ei- 
nes Neubeginns. Dass sich das Paar 
einen Kinderwunsch erfüllen konnte 
– man gönnt es diesem lange durchs 
Leben taumelnden, warmherzigen 
Künstler von Herzen. 
Humorvoll, un- 
terhaltsam 
und tief bewe- 
gend – Elton 
Johns Autobi- 
ografie nimmt 
einen mit auf 
eine intime 
Reise mit einer 
lebenden Le- 
gende. 
Hardcover mit Schutzumschlag, 
496 Seiten, 15,0 x 22,7 cm 
mit 24 S. Bildteil 
ISBN: 978-3-453-20292-4
	        

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