Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

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DONNERSTAG 
24. OKTOBER 2019 
Landesspital 
Spitalneubau 
ein Muss! 
Liebe Wählerinnen und Wähler 
Mit Stolz dürfen wir festhalten, dass 
wir in den letzten Jahrzehnten 
Sportanlagen, Gemeindesäle, Feuer- 
wehrdepots etc. etc. gebaut haben, 
die jedem Vergleich weit über die 
Landesgrenzen hinaus standhalten. 
Jetzt stehen wir vor dem äusserst 
wichtigen Entscheid, ob wir ein 
neues Landesspital bauen sollen 
oder nicht. Gewisse Kräfte versu- 
chen mit allen Mitteln, diesen Neu- 
bau zu verhindern. Für mich ist das 
reiner Populismus und wirklich un- 
verantwortlich. Mit einem Nein le- 
gen wir unser Gesundheitswesen 
mehr oder weniger in fremde Hän- 
de und werden abhängig! Das kann 
und darf nicht sein! Ein Umbau des 
alten Spitals ist unrealistisch und 
für die Mitarbeiterinnen und Mitar- 
beiter und insbesondere für die Pa- 
tienten, unzumutbar. Gesundheit ist 
unser höchstes Gut, das gilt es zu 
hegen und zu pflegen und dafür die 
Verantwortung zu übernehmen. 
Deshalb ist ein neues Landesspital 
ein Muss, gehen wir an die Urne 
und unterstützen den Neubau mit 
einem klaren Ja. 
David Vogt, 
Rheinstrasse 54, Balzers 
Busverbindung von 
Vaduz nach Sevelen 
Die Behauptung von Hans Frommelt 
betreffend den Standort und die Er- 
reichbarkeit geht völlig an der Reali- 
tät vorbei. Herr Frommelt ist wohl 
nicht vertraut und kein regelmässi- 
ger Verkehrsteilnehmer des ÖV. Ich 
empfehle einen Blick in den aktuel- 
len LIEmobil-Fahrplan auf die Linie 
24. Dort besteht bereits heute ein 
täglicher Takt via «Rheinparkt Stad- 
tion» Richtung Sevelen, der bei Be- 
darf sicherlich ausgebaut werden 
kann. Bitte bei den Fakten bleiben 
und nicht anderen Unehrlichkeit 
oder Verzerrung von Tatsachen vor- 
werfen. 
Ingeborg Frick, 
Tröxlegass 21, Schaan 
DU-Unwahrheiten 
sind eine Frechheit 
Wenn ich einige Leserbriefe usw. le- 
se, dann stellen sich bei mir alle 
Haare auf. Die Unwahrheiten, die 
von der DU publiziert werden, finde 
ich eine Frechheit. Jeder mit gesun- 
dem Menschenverstand weiss, dass 
diese Artikel und Leserbriefe nur 
der Angstmacherei dienen und da- 
zu führen sollen, Verwirrung zu 
stiften. 
Unser Landesspital bietet schon 
heute sehr viel an. Zum Beispiel: 
24-Stunden-Notfall für Jung und Alt, 
7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. 
Diverse Sprechstunden von Chirur- 
gie, Orthopädie, Wundmanage- 
ment, Endoskopie, Radiologie, 
Pneumologie, Angiologie, TCM, 
Neurochirurgie, Onkologie, Anäs- 
thesie – um nur ein paar zu nennen. 
Der Start der Akut-Geriatrie und 
der Aufbau der IMCU-Station läuft. 
Die Subvention für das Landesspital 
liegt bei 5 bis 6 Millionen pro Jahr. 
Im Vergleich dazu wird die Univer- 
sität Liechtenstein mit 15 Millionen 
pro Jahr subventioniert! Und an 
wem verdient das Land Liechten- 
stein mehr? 
Das Landesspital kooperierte im- 
mer schon mit den umliegenden 
Spitälern, das wird auch so bleiben, 
auch mit dem viel genannten Spital 
Grabs. 
Natürlich sind 72 Millionen Franken 
ein enormer Betrag. Da wir ein 
staatliches Spital sind (und nicht 
wie Schiers in privaten Händen) 
müssen andere Kriterien wie u. a. 
Erdbebensicherheit und Energie- 
standard erfüllt werden. 
Die Ausgaben, die das Landesspital 
in letzter Zeit getätigt hat und auch 
in nächster Zeit tätigen muss, sind 
Renovierungsarbeiten, die notwen- 
dig sind, um den Betrieb am Laufen 
halten zu können. Die Bausubstanz 
ist in die Jahre gekommen, das hat 
eine externe Firma mit Experten 
bestätigt. Es scheint, dass die Wei- 
terverwendung zum Beispiel für Al- 
terswohnungen nicht infrage 
kommt. 
Nun frage ich mich schon – für ein 
Spital, dass die Grundversorgung 
des Landes sichert, sollte es rei- 
chen, aber für andere Zwecke ist 
die Bausubstanz zu schlecht? 
Claudia Frommelt, 
Bühelstrasse 21 b, Triesenberg 
Und wer trägt die 
Verantwortung? 
Im Jahr 2011 wurde ein Neubau für 
83 Millionen Franken (80 Betten) 
abgelehnt. Nun soll es möglich sein, 
mit einem Verpflichtungskredit von 
72,5 Millionen Franken ein neues 
Spital mit 40 Betten zu bauen. Man 
kann nur ahnen, was aus einem 
80-Betten-Landesspital geworden 
wäre. Ein Grand-Casino Vaduz? 
Was den Leuten doch immer wieder 
sauer aufstösst: Man richtet mit der 
grossen Kelle an und wenn dann al- 
les schiefläuft, darf der Steuer- und 
in diesem Falle auch der Prämien- 
zahler die Suppe auslöffeln. Für die 
angerichteten Millionenverluste 
übernimmt dann auf einmal keiner 
der Verantwortlichen mehr die Ver- 
antwortung. Unternehmertum mit 
Staatsgarantie nennt sich das. 
Werden die Herren Pedrazzini und 
Ritter für Millionenverluste gerade- 
stehen? Wohl kaum. 
Sollen Sie uns doch erklären, was 
passiert, wenn wir wieder in eine 
Millionenfalle tappen. 
Es spricht zu viel dagegen, darum 
Nein. 
Die Unabhängigen (DU) 
Landesbibliothek 
Tut um Gottes willen 
etwas Tapferes 
Aus Anlass des 300. Geburtstags des 
Fürstentums Liechtenstein im Jahre 
2019 soll am Schlosshang zwischen 
Engländerbau und Landesmuseum, 
wo früher die Landesbibliothek 
stand, ein architektonisch attrakti- 
ver 300 Dezimeter hoher Kultur- 
turm errichtet werden, in welchem 
auch die Landesbibliothek unterge- 
bracht wäre. Die liechtensteinische 
Nationalbibliothek erhielte so inter- 
nationale Beachtung. 2019/2020 
sollte für dieses Jahrhundertprojekt 
ein internationaler Wettbewerb aus- 
geschrieben werden. 
Robert Allgäuer, 
Gänsenbach 17, Mauren 
Klimadebatte 
Kälte 2 
Nachdem wir nun also beim neuen 
«Weiss»-Magazin das Staunen neu 
lernen durften, hier noch etwas Ta- 
cheles. Vor allem die Aussage: Der 
Klimawandel stellt eine Bedrohung 
dar und wirke sich negativ auf un- 
sere Umwelt und damit unser Le- 
ben aus, ist doch sehr bemerkens- 
wert für eine Partei, welche sich zu- 
traut, Regierungsverantwortung zu 
übernehmen. Deshalb noch einmal 
für die Wähler der Freien Liste: Der 
Klimawandel ist eine ganz natürli- 
che Angelegenheit. Den gab es im- 
mer, den gibt es immer und den 
wird es immer geben. Mal wird es 
kälter, dann wieder wärmer. Im Mo- 
ment beginnt es wieder kälter zu 
werden. Der menschengemachte 
Anteil ist dabei verschwindend. 
Wenn man die Forschungen der vie- 
len «politisch nicht instrumentali- 
sierten Wissenschaftler» studiert, 
ist er sogar vernachlässigbar. Da 
schwätzt man den Menschen ein, 
das 2-Grad-Ziel müsse erreicht wer- 
den, um die Apokalypse abzuwen- 
den. Südlich der Alpen ist es bereits 
seit Millionen von Jahren ein paar 
Grad wärmer als hier und dort le- 
ben erstaunlicherweise immer noch 
Mensch und Tier. Wenn sich Er- 
wachsene von schulschwänzenden 
Kindern vor sich hertreiben lassen 
wie Dümmlinge, dürfen die sich 
nicht wundern, wenn sie morgen 
tatsächlich schon alle mausetot 
sind. Auf dieser Reise ins 
C02-Nir- 
wana ohne Wiederkehr sollten sie 
aber noch auf den Weg mitnehmen, 
dass wenn wir morgen möglicher- 
weise alle futsch sind, das 
C02 
überhaupt keine Schuld trifft. Es ist 
diese inquisitorische Begriffsver- 
zwickung zwischen Umweltschutz 
und Klimawandel, die uns vernich- 
ten wird. Umweltschutz wäre das 
Gebot. Es gibt kaum mehr Insekten, 
immer weniger Vögel, Bienen sind 
am Verschwinden, das Artenster- 
ben ist in seiner Endphase ange- 
kommen, die Meere sind überfischt, 
in der Tiermast gärt die nächste 
hartnäckige Spanische Grippe, Pes- 
tizide haben bereits in uns aller 
Blutbahnen einen festen Platz, die 
Spermienqualität junger Männer 
lässt sich auch mit Gretaschul- 
schwänzen nicht verbessern usw. 
Alles Dinge, die wir gut ändern 
könnten. Das Dumme ist nur, man 
kann damit keine Steuern eintrei- 
ben. Dafür bietet sich der Klima- 
wandel an und wer wird gegen 
eine 
C02-Steuer 
aufmucken wollen, 
wenn er doch damit die Welt retten 
kann. Und wer wird nicht den Poli- 
tiker wählen, der verspricht, das 
Klima gründlich und nachhaltig zu 
retten, ihm also die ganze Verant- 
wortung abnimmt? Und wer wird 
sich nicht jubelnd begeistern lassen 
und mit der Meute bellen, wenn läs- 
tige Leugner des menschengemach- 
ten Klimawandels auf den Scheiter- 
haufen geworfen und verbrannt 
werden? 
Jo Schädler, 
Eschnerstrasse 64, Bendern 
In eigener Sache 
Hinweis zu Leser- 
briefen und Foren 
Da auch unsere Rubrik «Leserbrie- 
fe» einer Planung bedarf, bitten wir 
unsere Leser, sich möglichst kurz 
zu halten und als Limite eine maxi- 
male Anzahl von 2500 Zeichen (in- 
klusive Leerzeichen) zu respektie- 
ren. Die Redaktion behält es sich 
vor, Zuschriften nicht zu publizie- 
ren und kann darüber keine Korres- 
pondenz führen. Wir bitten darum, 
uns die Leserbriefe – inklusive der 
vollen Anschrift des Unterzeichners 
– bis spätestens 16 Uhr zukommen 
zu lassen. Für die Rubrik «Forum» 
gilt, die 3000-Zeichen-Marke nicht 
zu überschreiten. 
redaktion@volksblatt.li 
LESERMEINUNGEN/FORUMSBEITRAG 
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WOHIN? www.fritig.li 
Der 
Oberste Gerichtshof hat 
entschieden, dass Lenker 
von öffentlichen Verkehrs- 
mitteln nicht gezwunge- 
nermassen mit der Abfahrt solange 
zuwarten müssen, bis alle Fahrgäste 
ihre Plätze eingenommen haben. 
Vielmehr dürfen die Lenker damit 
rechnen, dass die Fahrgäste die zur 
Eigensicherung nötigen Vorkehrun- 
gen treffen werden. In einem Anlass- 
fall hat eine ältere Dame den Halte- 
griff an der Stange gelöst. Gerade in 
diesem Moment musste der Busfah- 
rer verkehrsbedingt stark bremsen, 
wodurch die Dame zu Sturz kam 
und sich verletzt. Die betreffende 
Dame begehrte Schadenersatz und 
ist in allen Instanzen erfolglos ge- 
blieben. Es ist klargestellt, dass je- 
der Fahrgast im allgemeinen Kraft- 
fahrlinienverkehr sich selbst im 
Fahrzeug dauernd festen Halt zu 
verschaffen hat. Dies hindert jedoch 
nicht Schadenersatzansprüche, 
wenn der Lenker des öffentlichen 
Verkehrsmittels rücksichtslos und 
fahrlässig entsprechende Vollbrem- 
sungen einleitet und dadurch Gäste 
schädigt. 
www.anwaltspartner.com 
Rechtstipp 
Jeder Bus-Fahrgast 
muss sich festhalten 
DR. REINHARD PITSCHMANN 
RECHTSANWALT, 
LIECHTENSTEIN / ÖSTERREICH 
DU – Die Unabhängigen 
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Liechtenstein-Institut 
Vortrag «Natur 
und Mensch» 
TRIESENBERG Der Vortrag «Natur und 
Mensch» von Heiner Schlegel findet 
heute um 19 Uhr im Vereinshaus 
Triesenberg statt, nicht wie ange- 
kündigt im Haus St. Theodul. Das 
Vereinshaus ist über den Dorfplatz 
Triesenberg zugänglich. Vortragsbe- 
ginn ist um 19 Uhr, alle Interessier- 
ten sind herzlich eingeladen.   (eps) 
Mehr dazu auf www.liechtenstein-institut.li 
Zapfenstreich 
Juristische Schale 
aus Föhrenzapfen 
TRIESEN Ein wenig Körpereinsatz 
braucht es schon, um eine Schale 
nur aus einheimischen Zapfen zu er- 
halten. Das Ergebnis kann sich alle- 
weil sehen lassen. Je nach Wunsch 
entsteht eine grössere oder etwas 
kleinere puristische Schale, die mit 
oder ohne Schmuck an jedem Platz 
ein Hingucker ist. Egal ob drinnen 
oder im geschützten Aussenbereich. 
Der Kurs 2E04 unter der Leitung 
von Susanne Eggenberger findet am 
Montag, den 4. November, um 14 
Uhr im Dachraum von Wohnen für 
Senioren in Triesen statt. Mit Voran- 
meldung. Anmeldung und Auskunft 
bei der Stein Egerta (Telefonnum- 
mer: 232 48 22; E-Mail-Adresse: in- 
fo@stein egerta.li).   (pr) 
www.volksblatt.li 
Blühend am 
jungen Rhein 
Nachhaltige Beiträge zu 
Klimaschutz und Biodiversität. 
Ausgabe 29 
des «Weiss»- 
Magazins em- 
pörte manchen 
«Volksblatt»- 
Leser. (Faksimile: 
Freie Liste)
	        

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