Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

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26. SEPTEMBER 2019 
Sein neuer Gedichtband 
Autor Klaus Merz 
liest aus «fi rma» 
SCHAAN Im Literaturhaus Liechten- 
stein liest morgen Freitag mit Klaus 
Merz einer der bedeutendsten Ge- 
genwartslyriker. «Fast dämmert es 
schon unter den hohen / Bäumen 
der Badeanstalt, die ihre Kronen mit 
/ den nahen Friedhofsbäumen ver- 
schränken.» Laut Roman Bucheli ist 
Klaus Merz «der Zenmeister des Bei- 
läufigen und Unauffälligen». Schö- 
ner und eindringlicher zeigt er es 
selten als in diesen ersten Zeilen sei- 
nes neuen Gedichtbandes «firma». 
Klaus Merz, geboren 1945 in Aarau, ist 
im aargauischen Menziken aufge- 
wachsen. Nach der Sekundarlehrer- 
ausbildung hatte er ein Teilpensum 
für Sprache und Kultur an einer Höhe- 
ren Fachschule inne. Merz lebt – un- 
terbrochen durch längere Auslandauf- 
enthalte – seit Jahren als freier Schrift- 
steller in Unterkulm. Er wurde für 
sein Werk vielfach ausgezeichnet, un- 
ter anderem mit dem Gottfried-Keller- 
und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. 
Zuletzt erschienen seine Werkausga- 
be in 7 Bänden und 2019 sein neuer 
Prosa- und Lyrikband «firma». (eps) 
Lesung von Klaus Merz 
  Was: Aus dem neuen Gedichtsband «firma». 
  Wann: Freitag, den 27. September, 20 Uhr 
  Wo: Literaturhaus, Poststrasse 23, Schaan 
  Weitere Informationen: www.literaturhaus.li 
Wenn’s faucht und raucht 
und stinkt und kracht! 
Orchester Liechtenstein-Werdenberg (OLW) 
Herbstkonzert mit Tschaikowsky und Rachmaninow 
VADUZ/FLUMS Die junge Geigerin Ari- 
ana Puhar spielt das Violinkonzert 
von Peter I. Tschaikowsky mit dem 
Orchester Liechtenstein-Werden- 
berg OLW. Das Orchester hat sich die 
Förderung junger Musiktalente aus 
der Region zur Aufgabe gemacht. 
Den jungen Musikstudenten wird so- 
mit die Möglichkeit geboten, mit ei- 
nem symphonischen Orchester so- 
listisch aufzutreten und Bühnener- 
fahrung zu sammeln. 
Die liechtensteinisch-schweizeri- 
sche Nachwuchsgeigerin Ariana 
Puhar wurde 1999 in Grabs geboren 
und wuchs in Buchs-Sevelen auf. Sie 
erhielt ihren ersten Violinunterricht 
mit 5 Jahren an der Liechtensteini- 
schen Musikschule. Es ist ihr erstes 
Engagement mit dem OLW und sie 
spielt das Violinkonzert von Peter I. 
Tschaikowsky. Tschaikowsky 
schrieb das Konzert im März und 
April des Jahres 1878 in Clarens, ei- 
nem am Genfersee gelegenen Win- 
zerort. Dort erholte sich Tschai- 
kowsky von Depressionen und ei- 
nem schweren Nervenzusammen- 
bruch. Die positive Wirkung seines 
Aufenthaltes schlug sich im Konzert 
nieder, in welchem sich neu gewon- 
nene Lebensfreude manifestierte. 
Seit September 2017 ist Ariana Schü- 
lerin am Carl Philip Emanuel Bach 
Musikgymnasium in Berlin und 
Jungstudentin in der Violinklasse 
von Prof. Nora Chastain an der Uni- 
versität der Künste (UdK). Sie ge- 
wann bereits zahlreiche erste Preise 
und Auszeichnungen an nationalen 
und internationalen Musikwettbe- 
werben. Als Solistin trat Ariana erst- 
mals 2008 mit dem Orchester Ton- 
art-Sinfonietta Hohenems auf, da- 
nach folgten viele solistische Auftrit- 
te in Liechtenstein, Schweiz, Öster- 
reich, Deutschland, Portugal und 
Slowenien. 
Bunter Strauss an Melodien 
Um einen fröhlichen Auftakt in das 
Herbstkonzert zu garantieren, wird 
zu Beginn des Konzertes der Faust- 
Walzer von Charles Gounod aus der 
Oper «Margarethe» gespielt. Nach 
der Pause erklingt von Sergej Rach- 
maninov aus der 2. Symphonie der 1. 
Satz. Im Herbstkonzert 2018 spielte 
das Orchester Liechtenstein-Wer- 
denberg bereits aus derselben Sym- 
phonie die Sätze 2 und 3. Der grosse 
Erfolg spornte den Dirigenten sowie 
die Musikerinnen und Musiker dazu 
an, für dieses Herbstkonzert den 
ersten Satz einzustudieren. 
1941 komponierte Aram Katchaturi- 
an die Bühnenmusik zum Theater- 
stück «Maskerade», 1944 extrahierte 
er fünf Sätze aus diesem Bühnen- 
werk, um daraus eine symphonische 
Suite abzuwandeln. Um Sie be- 
schwingt in den Sonntag zu ent- 
lassen, spielen wir für Sie das 1. 
Stück aus der Suite, den Walzer Mas- 
kerade. (pr) 
KONZERTTERMINE 
Sonntag, den 29. September: 
- 10.30 Uhr: Vaduzer Saal, Vaduz 
- 18.00 Uhr, Flumserei, Flums 
Weitere Informationen auf www.olw.li 
Ein Talent aus der 
Region: Als Solistin 
wird Ariana Puhar 
an der Geige und 
unter dem Dirigat 
von Stefan Susana 
spielen. (Foto: ZVG) 
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Liest morgen: Klaus Merz. (Foto: ZVG) 
Wissenschaftlich Als 
skurriler Professor mit der 
Einstein-Frisur beglückte 
der Comedian Konrad Stö- 
ckel das vorwiegend junge 
Publikum im TAK mit einer 
hinreissenden Comedy-Wis- 
senschafts-Show. 
Nachdem 
er eine Luftballon- 
schlange verschluckt hatte, 
begann Stöckel seine Show 
«Wenn’s stinkt und kracht, 
ist’s Wissenschaft» mit Sicherheits- 
hinweisen. Alle im Saal sollten wis- 
sen, was zu tun war, falls es zu einer 
Katastrophe kommt. Ein Chemiela- 
bor mit diversesten Gasbehältern, 
Brennern, Feuerlöschern, Laubblä- 
sern, Klosettpapierrollen und weite- 
ren Dingen für den täglichen Bedarf 
füllte die Bühne. Angesichts des wir- 
ren Sammelsuriums mussten selbst 
Optimisten alle Unwägbarkeiten in 
Betracht ziehen. 
Erklärungen des Professors 
Es ist alles gut abgelaufen in TAK. 
Der gewitzte Hamburger verstand 
es, Zuschauer als Bühnenassistentin- 
nen oder als Feuerwehrleute mitein- 
zubeziehen, was die tatsächlich 
«grossgeschriebene» Sicherheit 
enorm erhöhte. Stöckel brachte aus- 
reichend Konfetti als Aufmunterer 
und Angsthemmer zum Einsatz und 
lieferte mit beachtlichem Drive eine 
kurzweilige Show, bei der viel La- 
chen und Staunen für heitere Lernef- 
fekte sorgte. Nebst einer Staubexplo- 
sion, meterhohen Bierfontänen und 
bühnenfrischem Stickstoff–Fruchteis 
demonstrierte der hardrockende 
Professor, wie man mittels dem 
Schalldruck einer E-Bass-Gitarre ei- 
ne Kerzenflamme auslöschen kann. 
Wissenschaft live erleben 
Die Neigung des Duschvorhangs, 
sich dem genässten Körper anzu- 
nähern und anzukleben, erklärte 
der «Professor» mit dem Bernoulli- 
Effekt, den er anhand von Klosettpa- 
pierrollen demonstrierte, die von ei- 
ner Batterie von Laubbläsern über 
das Publikum im Saal abgewickelt 
wurden. Nach der Pause und der 
Verkostung der Stickstoff-Glace 
sorgten eindrückliche Knalleffekte 
für helle Wachheit am vorgerückten 
Abend. So die Knaller beim Abfeu- 
ern der mit Wasserstoff gefüllten 
Ballonreihe, dann die Explosion der 
«Bombe», einer mit Stickstoff gefüll- 
ten Mineralflasche und schliesslich 
die Verpuffung des Wasser-Stickstoff- 
Gemisches im grossen Blechfass. Al- 
les verbunden mit der Aufdeckung 
der dahinterliegenden wissenschaft- 
lichen Fakten. Die mit der Verpuf- 
fung verbundenen Nebelschwaden 
verhüllten letztendlich Bühne und 
Zuschauerraum, sodass sich Stöckel 
in weiser Voraussicht bereits vor dem 
knallvollen Experiment vom Publi- 
kum verabschiedete. Allerdings stand 
er nach der Show im TAK-Foyer den 
begeisterten Jugendlichen für nebel- 
freie Selfies zur Verfügung.   (hs) 
Für das Feuer in seiner Show hatte Konrad Stöckel zur Sicherheit die Zuschauer-Feuerwehr zur Seite. (Foto: Paul Trummer) 
Kleiner Ort, grosses Theater 
«BUS» von Café Fuerte 
SCHAAN Die Theatergruppe «Café Fu- 
erte» hat sich auf Theater an beson- 
deren Orten spezialisiert. Ihre neuste 
Produktion «BUS» beschäftigt sich, 
schonungslos aber unterhaltsam, mit 
unserem Mobilitätsverhalten und 
seinen Folgen – und spielt nahelie- 
genderweise in einem Linienbus. 
Nach Vorstellungen in Vorarlberg 
und im Appenzell kommt das Stück 
für 40 Zuschauer, viele Figuren und 
einen Schauspieler auch vor das TAK. 
«BUS» ist Kabarett, Weltverbesse- 
rung und Unfug, ein Abgesang an 
die automobile Ära, eine Zukunftsvi- 
sion und ein gemeinsames Erlebnis. 
Denn, wenn der Karren feststeckt, 
müssen alle ran. Wir sitzen schliess- 
lich alle im selben Bus.   (eps) 
TAK Schauspiel 
  Was: «BUS» von Tobias Fend – Café Fuerte 
  Wann: Mittwoch, 2. und 23. Oktober, 20.09 Uhr 
  Wo: TAK-Vorplatz, Schaan 
  Tickets und Infos: Telefon +423 237 59 69, 
Mail an vorverkauf@tak.li und auf www.tak.li 
Ein Linienbus ist die Bühne. (Foto: ZVG) 
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Herbstkonzerte 2019 
Stefan Susana dirigiert 
Werke von Tschaikowsky, Gounod, 
Rachmaninov und Khachaturian 
Solistin: Ariana Puhar, Violine 
So 29. September 2019 
10.30 Uhr, Vaduzersaal, Vaduz 
18.00 Uhr, Flumserei, Flums 
www.olw.li   Eintritt frei Kollekte
	        

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