Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

null 
null 
20. JULI 2019 
Auskuriert ins nächste Rennwochenende: 
Luca Bruggmann startet in der Westschweiz 
Motocross Verletzungen, 
Stürze und technische De- 
fekte liessen die bisherige 
Saison für Luca Bruggmann 
zu einem Abnützungkampf 
verkommen. Mit frischen 
Kräften will der 23-Jährige 
in Broc, dem vierten Rennen 
in der Schweizer Inter-MX1- 
Klasse, nun endlich «einen 
guten Tag haben und den 
Flow finden», wie er sagt. 
VON MANUEL MOSER 
Zu 
beneiden war Liechten- 
steins Motocrosser Luca 
Bruggmann in den letzten 
Monaten nicht. Nach seinem 
Wechsel in die Inter-MX1-Klasse, wo 
mit leistungsstärkeren Maschinen 
gefahren wird, lief bisher noch kaum 
ein Rennen so, wie er sich das vorge- 
stellt oder gewünscht hatte. Stürze, 
technische Defekte und auch Brüche 
oder andere Verletzungen brems- 
ten «Bruggi» aus und sorgten dafür, 
dass es auch die im Vorfeld der Sai- 
son angepeilten Podiumsplätze noch 
nicht gab. Als bestes Ergebnis steht 
ein vierter Rang im ersten Rennlauf 
in Frauenfeld zu Buche – ausgerech- 
net dort, wo er sich anschliessend 
den Bruch des Mittelhandknochens 
zuzog. Runterziehen lässt sich der 
Oberländer, der seit diesem Jahr in 
Lettland wohnt und trainiert, aber 
nicht. Schon oft betonte er, dass 
solche Verletzungen «einfach zum 
Sport gehören.» 
Zwei Rennen als Training 
Seit seinem letzten Einsatz in der 
Schweizer Meisterschaft in Cosso- 
nay ist mittlerweile ein guter Monat 
vergangen, die Nachwehen von den 
Verletzungen im Knie und der Hand 
überstanden. «Es ist alles auskuriert 
und ich kann voll angreifen», bestä- 
tigt Bruggmann. 
Auf das anstehende Rennen, das er- 
neut in der Westschweiz, genauer 
gesagt in Broc im Kanton Freiburg 
stattfindet, hat sich der FL-Racer 
aber intensiv vorbereitet. «Ich war 
etliche Stunden auf der Rennstrecke 
und hab zudem in Lettland und Est- 
land zu Trainingszwecken noch 
zwei Rennen bestritten.» Aber auch 
dort sei nicht alles einwandfrei ge- 
laufen. «Der Speed war zwar, wie in 
allen anderen Rennen, da. Dennoch 
hatte ich wieder mit kleineren Prob- 
lemen zu kämpfen», hält er fest. 
Diese «Pechsträhne», wenn man so 
will, möchte der heimische Moto- 
crosser am Sonntag in Broc nun end- 
lich hinter sich lassen. Allerdings 
sind für ihn als Zwölfter in der Ge- 
samtwertung die Topplatzierungen 
drei Rennen vor Schluss wohl ausser 
Reichweite. Dessen ist er sich aber 
bewusst. «Ja hinsichtlich der Meis- 
tersschaft ist es wohl gelaufen», sagt 
er. Und dennoch ist es wichtig, jetzt 
auch mal abzuliefern: «Ich muss ein- 
fach mal einen guten Tag erwischen, 
den Flow finden und dann kommt 
der Rest, sprich die guten Resultate, 
von ganz alleine», fügt er optimis- 
tisch hinzu. 
Danach wieder Pause 
Nach dem Rennen in Broc gibt es eine 
weitere einmonatige Pause in der 
Schweizer Meisterschaft. Nächster 
Halt im Titelrennen – der vorletzte in 
dieser Saison – ist dann am 17./18. Au- 
gust in Linden im Kanton Bern, bevor 
zum Abschluss in Malters der Saison- 
abschluss folgt (7./8. September). 
Luca Bruggmann musste sich in den letzten Wochen mit verschiedenen Verletzungen herumschlagen, nun ist er wieder bereit, um anzugreifen. (Foto: ZVG) 
RESULTATE 
Schweizer Meisterschaft MX Open 
Bruggmanns bisherige Resultate 
Wohlen Plätze 5 und 18 
Frauenfeld Plätze 4 und 10 
Muri Plätze 20 und 12 
Cossonay Platz 23* 
Bemerkung: *= Den zweiten Rennlauf 
konnte Bruggmann aufgrund einer Verlet- 
zung nicht mehr bestreiten. 
Gesamtwertung 
1. Cyrill Scheiwiller (Obfelden, Yamaha) 
144 Punkte. 2. Andy Baumgartner (Ro- 
manshorn, KTM) 138. 3. Valentin Guillod 
(Môtier-Vully, Honda) 128. – Ferner: 12. 
Luca Bruggmann (Triesen, Yamaha) 59. 
Weitere Infos auf www.swissmoto.org 
Liechtensteins Daviscup-Team spielt um Rang drei 
Tennis Beim Daviscup-Turnier der Europagruppe 4 in San Marino unterlagen die FL-Tenniscracks zum Abschluss im Pool A dem Favoriten Zypern klar mit 
0:3. In der Tabelle gab es aber trotzdem den starken zweiten Platz. Nun geht es heute gegen Malta (Zweiter im Pool B) um den dritten Schlussrang. 
VON ROBERT BRÜSTLE 
Im letzten Spiel im Pool A bekamen 
es die Liechtensteiner gestern mit 
dem haushohen Favoriten Zypern zu 
tun. Angesichts der «mission impos- 
sible» änderte Coach Jösy Banzer die 
Aufstellung. So durfte im Einzel, ne- 
ben Vital Leuch, Robin Forster ran 
und das Doppel bildeten Forster und 
Christian Meier. Timo Kranz erhielt 
eine Ruhepause. «Gegen die profes- 
sionellen Zyprioten war klar, dass es 
für uns nicht viel zu holen gibt», so 
Banzer. «Deshalb erhielten Robin 
Forster und Christian Meier die 
Chance, weitere Spielpraxis auf der 
internationalen Bühne zu sam- 
meln.» Und die Südeuropäer wur- 
den ihrer Favoritenrolle gerecht. 
Forster unterlag Menelaos Efsta- 
thiou mit 0:6, 1:6 und Leuch unter- 
lag Petros Chrysochos mit 1:6, 3:6. 
Das Duo Forster/Meier musste sich 
Segis Kyratzis und Eleftherios Neos 
mit 0:6, 1:6 geschlagen geben. 
Diese einkalkulierte Niederlage 
schmälert aber nicht die zuvor ge- 
zeigten guten Leistungen beim Tur- 
nier der Europagruppe 4 in San Mari- 
no. Die Liechtensteiner setzten sich 
gegen Albanien mit 3:0 durch und 
rangen danach auch Island mit 2:1 
nieder. Zum Auftakt setzte es eine 
bittere 1:2-Niederlage gegen Armeni- 
en. Die Entscheidung in dieser Par- 
tie fiel im abschliessenden Doppel 
erst im Tiebreak des dritten Satzes 
zu Ungunsten des FL-Duos Timo 
Kranz und Vital Leuch (8:10). «Den 
Sieg gegen Albanien hatten wir uns 
schon ausgerechnet. Dass wir aber 
auch Island bezwingen konnten, 
war schon stark», berichtet Jösy 
Banzer, der hinzufügt: «Das Spiel ge- 
gen Armenien ärgert mich schon 
noch ein wenig. Wir waren ganz 
knapp am Sieg. Insgesamt haben wir 
bisher ein gutes Daviscup-Turnier 
gespielt.» 
Im Pool A setzte sich Zypern ganz 
klar durch, gewann alle Partien mit 
3:0. Dahinter ging es aber ganz 
knapp zu und her. Liechtenstein, Ar- 
menien und Island kamen auf je- 
weils zwei Siege und zwei Niederla- 
gen. Alle drei hatten in Sachen Spiel- 
gewinnen zudem ein 6:6 aufzuwei- 
sen und auch der direkte Vergleich 
dieser drei Teams war identisch. Je- 
der hatte eine 1:2-Niederlage und ei- 
nen 2:1-Sieg zu Buche stehen. So 
musste das Satzverhältnis über die 
Platzierungen entscheiden. Und hier 
hatte Liechtenstein die Nase vorn 
und belegte hinter Zypern den zwei- 
ten Rang vor Island, Armenien und 
Albanien. 
«Platz drei wäre super» 
Damit spielen die FL-Cracks heute 
um den dritten Schlussrang. Gegner 
ist Malta, das im Pool B hinter Irland 
den zweiten Platz belegte. «Dass wir 
um den dritten Rang spielen ist su- 
per. Mehr war angesichts der star- 
ken Zyprioten nicht möglich», so 
Banzer, der zum heutigen Spiel 
meint: «Die Malteser kennen wir von 
den Kleinstaatenspielen ganz gut. 
Das wird eine offene und ausgegli- 
chene Angelegenheit. Die Partie 
könnte sehr lange dauern. Wir wer- 
den uns auf jeden Fall nochmals voll 
reinhängen. Der dritte Platz wäre 
ein toller Abschluss.» Die Einzel 
werden gegen Malta Timo Kranz und 
Vital Leuch bestreiten. Falls die Par- 
tie danach noch nicht entschieden 
ist, wird dieses Duo auch das Doppel 
spielen. Banzer: «Ansonsten dürfen 
Robin Forster und Christian Meier 
nochmals internationale Luft 
schnuppern.» 
Um den Turniersieg in der Euro- 
pagruppe 4 spielen Zypern und Ir- 
land. Wer schlussendlich aber in die 
Europagruppe 3 aufsteigt, entschei- 
det sich erst im September. Dann wer- 
den die Europa/Afrika-Gruppe 1 und 
2 gespielt. Hier kommt es darauf an, 
von welchem Kontinent die Absteiger 
kommen. Das hat dann entscheiden- 
de Auswirkungen auf die unteren 
Gruppen. Möglich sind ein oder zwei 
Aufsteiger sowie gar keiner. 
Liechtensteins Daviscup-Team: Christian Meier, Timo Kranz, Vital Leuch, Robin Forster und Coach Jösy Banzer. (Foto: ZVG) 
EUROPAGRUPPE 4 
Pool A 
Liechtenstein – Zypern 0:3 
Einzel: Robin Forster – Menelaos Efsta- 
thiou 0:6, 1:6. Vital Leuch – Petros Chryso- 
chos 1:6, 3:6. 
Doppel: Robin Forster/Christian Meier – 
Sergis Kyratzis/Eleftherios Neos 0:6, 1:6. 
Bereits gespielt 
Liechtenstein – Armenien 1:2 
Liechtenstein – Albanien 3:0 
Liechtenstein – Island 2:1 
Schlussrangliste 
1. Zypern, 2. Liechtenstein, 3. Island, 4. Ar- 
menien, 5. Albanien. 
Pool B 
Schlussrangliste 
1. Irland, 2. Malta, 3. San Marino, 4. Koso- 
vo, 5. Andorra. 
Klassierungsspiele heute 
Um Platz 1: Zypern – Irland 
Um Platz 3: Liechtenstein – Malta 
Um Platz 5: Island – San Marino 
Um Platz 7: Armenien – Kosovo 
Um Platz 9: Albanien – Andorra
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.