Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

Fussball 
Rückspiele der Europa- 
League-Vorqualifikation 
Während der FC Vaduz erst 
kommenden Donnerstag bei 
Breidablik Kopavogur in die 
Europa-League-Qualifikation 
eingreift, finden heute die 
Rückspiele der Vor-Quali 
statt. Insgesamt sechs Parti- 
en von San Marino über 
Gibraltar, die Färöer und 
Nordirland stehen dabei auf 
dem Programm. 
Olympia 
Olympiastadion 
ist fast fertig 
TOKIO Japans Nationalstadion für 
die Olympischen Spiele im kom- 
menden Jahr in Tokio ist fast fer- 
tig. Fünf Monate vor dem Ab- 
schluss der Arbeiten sind 90 Pro- 
zent der Mehrzweckarena gebaut. 
Eine Einweihungsfeier ist für den 
21. Dezember geplant. Das Äusse- 
re des umgerechnet mehr als 1,2 
Milliarden Euro teuren Stadions, 
wo im kommenden Jahr die Eröff- 
nungs- und die Abschlussfeier der 
Olympischen Spiele und der Pa- 
ralympics stattfinden, ist so gut 
wie fertiggestellt. Der Rasen soll 
Mitte des Monats gelegt werden, 
die Laufbahnen werden im Au- 
gust und September installiert. 
Mit dem Bau des Stadions war im 
Dezember 2016 begonnen wor- 
den. Von den 60 000 dauerhaf- 
ten Sitzplätzen sind bereits 
45 000 fertig. Nach den Spielen 
2020 wird die Kapazität auf 
68 000 Sitzplätze erweitert. (sda) 
www.volksblatt.li 
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DONNERSTAG 
4. JULI 2019 
Heute 
Heisses Rennen am Norisring: 
Wohlwend peilt erneut Podest an 
Motorsport Nächste Run- 
de für Fabienne Wohlwend 
(21) in der «Formel W». In 
Nürnberg geht es morgen auf 
den berühmt-berüchtigten 
Norisring. Es ist der einzige 
Stadtkurs im Rennkalender 
der W-Series. 
VON JAN STÄRKER 
Für Wohlwend aber nichts neues. 
Denn vor zwei Jahren fuhr sie im 
Rahmen des Audi-TT-Cups schon 
einmal in Nürnberg, kennt also die 
Strecke. «Somit habe ich schon fast 
Heimvorteil», muss Wohlwend la- 
chen. «Es ist eine spezielle Strecke, 
da wir auf normalen Strassen fah- 
ren. Zudem ist es sehr eng am Noris- 
ring. Das konnte ich schon beim TT- 
Cup feststellen. Einzig schade ist, 
dass die Strecke so kurz ist. Dafür 
gibt es mega viele Bodenwellen, die 
Strecke ist sehr unruhig. Und anstatt 
Auslaufzonen kommt an den Seiten 
gleich die Mauer. Da muss man ext- 
rem aufpassen. Ich sehe es aber als 
Vorteil, dass ich schon in Nürnberg 
gefahren bin.» Vor allem auch, da sie 
neben der Polin Gosia Rdest die ein- 
zige W-Series-Pilotin ist, die schon 
Norisringerfahrung hat. 
Besonders fürs Qualifying am Sams- 
tagmorgen (8.50 Uhr) hat Wohlwend 
aber leichte Bedenken. Denn es wer- 
den auf relativ kleiner Fläche viele 
Autos auf der Strecke sein. «Das 
wird sehr schwierig, eine freie Run- 
de zu bekommen. Aber trotzdem 
freue ich mich total, da es auf jeden 
Fall viel Aktion geben wird, und die 
Rundenzeiten werden bei einer 
Fahrtzeit von rund 52 Sekunden eng 
beieinander sein.» 
Hitze könnte zum Problem werden 
Wie fast jedes Jahr müssen die Racer 
am Norisring mit hohen Temperatu- 
ren rechnen. Für Samstagnachmit- 
tag, wenn das halbstündige Rennen 
stattfindet, werden Temperaturen 
von 32 Grad Celsius vorhergesagt. 
«Nachdem ich ja einen geschlosse- 
nen Wagen aus der Ferrari-Challenge 
gewohnt bin, finde ich es gut, dass es 
im offenen Formel-Wagen doch luf- 
tet», grinst Wohlwend. «In Misano 
hat man schon gemerkt, dass es kör- 
perlich noch anstrengender wird, 
wenn es heiss ist. Da hatten ein paar 
Kolleginnen gegen Rennende doch 
etwas Mühe mit der Konzentration. 
Doch gerade das ist in Nürnberg sehr 
wichtig, da die Strecke keinen Fehler 
erlaubt und man schnell in der Mau- 
er hängt. Zudem konnte man auf der 
Strecke in Misano auch mal neben 
die Strecke kommen, da es dort ge- 
nügend Auslaufzonen gibt. Da 
kommt am Norisring die Enge auch 
noch erschwerend hinzu.» 
Wieder aufs Podium 
Nach dem 3. Platz vor vier Wochen in 
Misano, ihrem ersten Podestplatz in 
der W-Series, will Wohlwend nun in 
Nürnberg nachlegen – und wenn es 
geht, auch näher an die beiden Füh- 
renden der Gesamtwertung, Jamie 
Chadwick (GBR) und Beitske Visser 
(NED), heranrücken. «Die beiden 
sind schon weit weg, müssten schon 
Ausfälle haben, damit ich noch mal 
rankomme. Aber ich will auf jeden 
Fall auf den 3. Platz im Gesamtklas- 
sement kommen. Das sind derzeit 
nur sechs Punkte Rückstand», so die 
Schellenbergerin. «Und nach dem 
Podest in Misano und dem vorrü- 
cken auf Platz 5 will ich in Nürnberg 
nachlegen und mindestens wieder 
auf das Podium kommen.» 
Zusatzrennen in Assen 
Beim nächsten Rennen in zwei Wo- 
chen in Assen (NED) gibt es neben 
dem normalen Trainings-, Qualify- 
ing- und Renn-Programm zusätzlich 
am Sonntag ein weiteres Rennen der 
Damen. Allerdings zählt das nicht 
für die Gesamtwertung und dient 
nur zur Übung. 
Fabienne Wohlwend (links, Nr. 5) will auch am Norisring in der Formel W ganz vorne dabei sein und auf Platz 3 der Gesamtwertung vorrücken. (Foto: ZVG) 
DIE «FORMEL W» AM NORISRING 
NÜRNBERG Für die DTM ist das 
Rennen am Norisring jedes Jahr 
das Saisonhighlight. Aufgrund 
der Stadtstrecke auch «fränki- 
sches Monaco» genannt, geht es 
bei keinem Rennen enger zu. Das 
werden auch die Damen der W- 
Series auf dem nur 2,3 km langen, 
sehr unebenen Stadtkurs zu spü- 
ren bekommen. Statt Auslaufzo- 
nen, wie auf «normalen» Renn- 
strecken, wartet in Nürnberg die 
Mauer oder Leitplanke. Für alle 
Fahrerinnen eine besondere Her- 
ausforderung. (jts) 
Das Programm der W-Series am Norisring 
Freitag, 5. Juli 
Freies Training 10.45 bis 11.30 
und 14.45 bis 15.30 
Samstag, 6. Juli 
Qualifying 8.50 bis 9.15 
Rennen 16.10 bis 16.43 
Trainings, Qualifying und Rennen kann man 
auf der Facebook-Seite «@wseriesracing» 
live mitverfolgen. 
Rennen im fränkischen Monaco 
Baseball 
Mets beenden 
Yankee-Serie 
NEW YORK Die Rekordserie der 
New York Yankees in der Major 
League Baseball (MLB) von 31 
Spielen in Folge mit mindestens 
einem Homerun ist vorbei. Aus- 
gerechnet im Stadtderby bei den 
New York Mets blieben die 
«Bronx Bombers» erstmals seit 
dem 25. Mai und dem Spiel in 
Kansas City ohne Homerun. Zwar 
gelangen den Yankees im 3. In- 
ning zwei Runs gegen Mets-Star- 
ter Zack Wheeler, anschliessend 
hatte der MLB-Rekordchampion 
aber keine Chance gegen die 
Werfer der Mets und bleib beim 
2:4 ohne weitere Punkte. Die 
Yankees bleiben trotz der Nieder- 
lage aber weiterhin auf dem 1. 
Platz der American League vor 
Minnesota und Houston. (jts) 
Liechtensteiner Quartett gerüstet 
Universiade Mit der Eröffnungsfeier fiel gestern der Startschuss zur Universiade in Neapel. 
Ein Schwimmer, ein Judoka und zwei Tennisspieler vertreten ab heute Liechtensteins Farben. 
VON MANUEL MOSER 
Es ist alles angerichtet für spannen- 
de Wettkämpfe in Neapel. Beim welt- 
weit grössten polysportiven Anlass 
nach den Olympischen Sommerspie- 
len sind auch vier heimische Sport- 
ler mit dabei. Judoka Raphael 
Schwendinger, Schwimmer Patrick 
Vetsch sowie die beiden Tennis- 
cracks Robin Forster und Christian 
Meier werden in den kommenden 
Tagen im Einsatz stehen. Begleitet 
wird das vierköpfige Team von Judo- 
trainer Holger Scheele sowie Patrick 
Maier als Head of Delegation. Fors- 
ter, Meier und Vetsch werden von 
den Trainern des Schweizer Teams 
betreut. Während Vetsch direkt aus 
dem Trainingslager bereits am 
Montag anreiste, sind mittlerweile 
auch die anderen drei Athleten in 
Neapel, wo sie auf einem Kreuz- 
fahrtschiff im Hafen untergebracht 
sind, angekommen. «Mit dem Orga- 
nisatorischen läuft es noch nicht 
ganz optimal, bis zum Start der 
Wettkämpfe wird das aber sicher», 
meinte Patrick Maier. 
Erstes Highlight 
Ein erstes Highlight für die FL-Dele- 
gation gab es dabei bereits gestern 
Abend mit der grossen Eröffnungs- 
feier. Daneben standen aber weitere 
Sachen auf dem Programm. Die Ten- 
nisspieler Forster/Meier, die sowohl 
im Einzel wie auch im Doppel spie- 
len, absolvierten ihre ersten Trai- 
nings, für Judoka Schwendinger 
stand das Wiegen auf dem Pro- 
gramm. Wann genau die FL-Athleten 
im Einsatz stehen, sei derzeit noch 
nicht bekannt, wie Maier erklärte. 
«Aber die Athleten sind bereit und 
freuen sich auf die Wettkämpfe.» Die 
besten Chancen auf einen Exploit 
dürfte dabei Schwendinger haben. 
«Für Vetsch und die Tenniscracks 
wird es schwierig, da die Konkurenz 
schon sehr stark ist.» 
Raphael Schwendinger, der direkt von den European Games aus Minsk kommt, 
rechnet sich gute Chancen gegen die internationale Konkurrenz aus. (Foto: MZ)
	        

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