Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

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15. JUNI 2019 
Zwei FL-Vereine am Eidgenössischen Turnfest 
Turnen Das Eidgenössische Turnfest in Aarau ist am Donnerstagabend mit einer 90-minütigen, farbenprächtigen Show er- 
öff net worden. Aarau erwartet an diesem und am nächsten Wochenende zum grössten Breitensportanlass der Schweiz fast 
70 000 Turnerinnen und Turner. Mit dabei sind mit dem TV Balzers und dem TV Schaan auch zwei Vereine aus Liechtenstein. 
Das Eidgenössische Turnfest, der 
grösste polysportive Anlass, findet 
alle sechs Jahre statt. Bereits zum 
siebten Mal ist Aarau Austragungs- 
ort. Das erste Eidgenössische Turn- 
fest wurde am 24. April 1832 in Aar- 
au zur Gründung des Schweizeri- 
schen Turnverbandes abgehalten. 
Die weiteren Feste in Aarau fanden 
1843, 1857, 1882, 1932 und 1972 statt. 
Erstes Highlight des Grossanlasses 
war dabei die Eröffnungsshow am 
Donnerstagabend unter dem Motto 
«Welcome» erinnerte ein wenig an 
Eröffnungsfeiern von Olympischen 
Spielen oder Weltmeisterschaften. 
In bunter Folge wurden Show-Ele- 
mente wie Gesang, Musik, Tanz und 
Turndarbietungen durcheinander- 
gewirbelt. 
Der sportliche Höhepunkt des nur 
alle sechs Jahre stattfindenden Fes- 
tes ist der Mehrkampf der Kunsttur- 
ner, der am Samstagabend in der 
Kunsteisbahn Aarau über die Bühne 
geht. «Aus sportlicher Sicht ist es 
nicht der wichtigste Wettkampf des 
Jahres», sagte Oliver Hegi bereits zu 
Beginn der Saison. «Aber ein solch 
riesiges Fest nur für das Turnen gibt 
es selten. Ich freue mich extrem.» 
Während am ersten Wochenende 
auch die Jugend- und Einzelwett- 
kämpfe über die Bühne gehen, steht 
das zweite Wochenende dann im 
Zeichen der Vereinswettkämpfe, an 
denen gut 40 000 Turner und Tur- 
nerinnen teilnehmen. 
TV Balzers und TV Schaan dabei 
Sowohl dieses, wie auch nächstes 
Wochenende werden die Wettkämp- 
fe dabei auch mit Liechtensteiner 
Beteiligung über die Bühne gehen. 
An den Einzelwettkämpfen, die über 
dieses Wochenende stattfinden, ge- 
hen insgesamt 16 Turnerinnen und 
Turner des Turnvereins Balzers an 
den Start. In verschiedenen Katego- 
rien kämpfen die heimischen Sport- 
ler dabei um gute Platzierungen. 
Noch mehr FL-Power gibt es dann 
am zweiten Wochenende, wenn die 
Vereinswettkämpfe der Aktiven, der 
Frauen, Männer und Senioren auf 
dem Programm stehen. Denn so- 
wohl der TV Balzers wie auch der TV 
Schaan wird im Vereinswettkampf 
mitmischen. 
Neben den Wettkämpfen bieten die 
Veranstalter den rund 150 000 er- 
warteten Besuchern auch ein attrak- 
tives Rahmenprogramm. Da wären 
beispielsweise die beiden Auftritte 
des National Danish Performance 
Teams am ersten Wochenende sowie 
die Turnfest-Show «Follow our Passi- 
on», die am zweiten Wochenende im 
Programm steht. Zum Abschluss fin- 
det am Sonntag, den 23. Juni, das 
Faustball-Länderspiel zwischen der 
Schweiz und Weltmeister Deutsch- 
land statt, das auch ein Test im Hin- 
blick auf die WM Mitte August in Win- 
terthur ist. Beendet wird das ETF2019 
mit der Schlussfeier «Finalissima» im 
Stadion Brügglifeld.   (mm/sda) 
Das Eidgenössische Turnfest in Aarau ist mit einer 90-minütigen, farbenprächtigen Show eröff net worden. (Foto: Keystone) 
«Ich möchte zurück zu dem 
Selbstvertrauen, das ich schon hatte» 
Ski alpin Ohne Fleiss kein Preis. Tina Weirather steckt schon wieder mitten in der Vorbereitung auf die kommende Saison. 
Derzeit ist die intensive Konditionsphase angesagt. «Bis Mitte Juli liegt die Priorität zu 100 Prozent im Fitnesstraining.» 
VON ROBERT BRÜSTLE 
In 
der kommenden Saison 2019/20 
steht kein Grossanlass wie Olym- 
pische Spiele oder Weltmeister- 
schaft an. Damit kann sich Tina 
Weirather voll auf den Weltcup kon- 
zentrieren. Und wie schon im Vor- 
jahr wird sich das Liechtensteiner 
Aushängeschild in Sachen Skisport 
auch heuer voll auf die Speeddiszi- 
plinen konzentrieren – mit einem 
neuen Trainer. Mathias Briker 
heisst der neue Damencheftrainer 
beim Liechtensteinischen Skiver- 
band (LSV) und arbeitet seit Mai mit 
Weirather zusammen. Briker löste 
Karlheiz «Charly» Pichler, der diese 
Funktion die letzten beiden Jahre 
innehatte, ab. Von diesem Wechsel 
erhofft sich Tina Weirather, für die 
die letzte Saison nicht ganz wunsch- 
gemäss verlief, frischen Wind in ih- 
rem Betreuerteam: «Ich freue mich 
auf neue Inputs und Blickwinkel. 
Mathias war selber aktiv und ich 
bin überzeugt, dass wir ein starkes 
Team werden», sagte die 30-jährige 
Planknerin bei der Bekanntgabe des 
neuen Trainers im März. 
Nun steckt Tina Weirather schon 
wieder voll in der Vorbereitung auf 
die neue Skisaison. Im nachstehen- 
den Kurzinterview mit dem «Volks- 
blatt» gibt die LSV-Topläuferin Aus- 
kunft über den derzeitigen Trai- 
ningsstand, was noch alles geplant 
ist und einiges mehr. 
«Volksblatt»: Wie läuft die Vorberei- 
tung auf die neue Saison? 
Tina Weirather: Es läuft sehr gut. 
Derzeit ist die intensive Konditions- 
phase, mit vier bis sechs Stunden 
Training pro Tag im Rotor Team. Ich 
konnte schon gute Fortschritte er- 
zielen und hoffe, es geht so weiter. 
Hast du dich schon mit deinem neu- 
en Trainer Mathias Briker ausge- 
tauscht? 
Ja, er war bereits im letzten Skitrai- 
ning dabei und wir haben schon ei- 
nige Sitzungen über Ziele, Planung 
und neue Ideen gehabt. 
Wie sieht dein Programm in den 
nächsten Wochen und Monaten aus? 
Bis Mitte Juli liegt die Priorität zu 
100 Prozent beim Fitnesstraining. 
Mitte Juli geht es dann nach Zermatt 
und im August nach Chile zum 
Schneetraining. 
Wie schauen deine Ziele für die 
kommende Saison ohne Olympia 
oder Weltmeisterschaft aus? 
Ich möchte zurück zu dem Selbst- 
vertrauen, das ich schon hatte. Die- 
se Leichtigkeit und Selbstverständ- 
lichkeit muss ich mir über den Som- 
mer und Herbst wieder Stück für 
Stück erarbeiten. 
Wie schaut es bezüglich Riesensla- 
lom aus? Schnallst du die RTL-Skier 
wieder einmal an, oder konzent- 
rierst du dich wie in der Vorsaison 
voll auf die Speeddisziplinen? 
Ich konzentriere mich wieder auf 
die Speeddisziplinen. Aber um dort 
erfolgreich zu sein, muss ich extrem 
viel Riesenslalom trainieren, und 
auch mit einer Intensität, als ob ich 
mich für die Rennen vorbereite. 
Tina Weirather ist derzeit in der intensiven Konditionsphase, mit vier bis sechs 
Stunden Training pro Tag im Rotor Team. (Fotos: Michael Zanghellini) 
UNICEF-BOTSCHAFTERIN 
Mit ganzem Herzen 
hinter gutem Zweck 
UNICEF Schweiz und Liechtenstein 
veranstaltet heute die sportliche 
Spendenaktion «Cycling for Child- 
ren». Der Fahrrad-Event findet im 
Zürcher Oberland rund um den Grei- 
fensee statt. Die Spenden fliessen in 
UNICEF-Programme zur Senkung der 
weltweiten Kindersterblichkeit. Pro- 
minente Persönlichkeiten wie Tina 
Weirather, die seit Januar UNICEF- 
Botschafterin ist, unterstützen die Ak- 
tion. «Ich freue mich sehr, schliesslich 
habe ich extra für diesen Anlass trai- 
niert ... Es wird Spass machen, und ich 
stehe mit ganzem Herzen hinter dem 
guten Zweck», freut sich Weirather 
auf ihren ersten «offiziellen» Einsatz 
als UNICEF-Botschafterin. (rob) 
Dominic Thiem sagt 
Teilnahme in Halle ab 
HALLE French-Open-Finalist Dominic 
Thiem wird am nächste Woche be- 
ginnenden Rasenturnier in Halle 
nicht am Start stehen. Der Österrei- 
cher zog sich vom Vorbereitungstur- 
nier für die Championships in Wim- 
bledon (1. bis 14. Juli) zurück, wie 
der Veranstalter bekannt gab. Als 
Grund für den Rückzug nannte 
Thiem, der im Final des French 
Open am vergangenen Sonntag ge- 
gen Rafael Nadal in vier Sätzen un- 
terlegen war, einen «Erschöpfungs- 
zustand». Zuvor hatte bereits der Ja- 
paner Kei Nishikori seine Teilnahme 
in Halle abgesagt. Rekordsieger Ro- 
ger Federer, der vergangenes Jahr 
im Final dem Kroaten Borna Coric 
unterlegen war, peilt am Rasentur- 
nier in Nordrhein-Westfalen seinen 
zehnten Titel an.   (sda) 
Motorrad 
Tom Lüthi mit 
Tagesbestzeit 
MONTMELÓ Tom Lüthi liess sich am 
ersten Trainingstag zum Grand Prix 
von Katalonien die Moto2-Bestzeit 
notieren. Die Abstände auf dem Cir- 
cuit de Barcelona-Catalunya sind 
aber sehr gering. Hinter dem Berner 
klassierten sich 20 weitere Fahrer in- 
nerhalb einer Sekunde. Die Konkur- 
renz ist dem WM-Dritten aus dem 
Emmental eng auf den Fersen. Der 
Katalane Alex Marquez, der die letz- 
ten zwei Grands Prix in Le Mans und 
Mugello und 2017 auch in Montmeló 
schon gewonnen hat, büsste in sei- 
ner engeren Heimat als Tageszweiter 
nur 0,060 Sekunden auf Lüthi ein. 
Der WM-Leader Lorenzo Baldassar- 
ri, obwohl nur Neunter am Freitag, 
liegt keine drei Zehntel zurück. 
Schon in den ersten Trainingsminu- 
ten war Tom Lüthi rund eine halbe 
Sekunde schneller als bei den wenig 
verheissungsvollen Testfahrten vor 
drei Wochen auf derselben Strecke. 
Der Berner hatte Montmeló mit eini- 
gen Fragezeichen im Gepäck verlas- 
sen. Danach in Mugello, wo er als 
Dritter auf dem Podest stand, stell- 
ten sich bezüglich der Abstimmung 
der Kalex deutliche Fortschritte ein. 
«Der Grundspeed stimmt auch hier. 
Doch für eine schnelle Runde muss 
ich recht viel Risiko nehmen. Was 
ich auf der Strecke aber so sehe, geht 
das den Konkurrenten ähnlich», ana- 
lysierte Lüthi, der für den GP von Ka- 
talonien am Sonntag zumindest auf 
einen Podestplatz hoffen darf.   (sda) 
Tennis 
Von Deichmann 
ausgeschieden 
PREROV Nach den erfolgreichen Auf- 
taktspielen gegen die Serbin Bojana 
Marinkovic (WTA 732) und die Chile- 
nin Barbara Gatica (WTA 570) kam 
für Kathinka von Deichmann (WTA 
257, Foto) am mit 25 000 Dollar do- 
tiertem ITF-Turnier im tschechi- 
schen Prerov im Viertelfinale das 
Aus. Die Vaduzerin unterlag Elitsa 
Kostova (WTA 231) nach drei um- 
kämpften Sätzen. Von Deichmann 
konnte den ersten Satz mit 7:6 für 
sich entscheiden. Doch die Bulgarin 
kämpfte sich zurück ins Spiel und 
gewann den zweiten Satz mit 6:3. Im 
dritten Satz musste sich Liechten- 
steins Nummer 1 dann mit 4:6 ge- 
schlagen geben und verpasste damit 
den Halbfinaleinzug.   (rob)
	        

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