Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

SAMSTAG 
15. JUNI 2019 | null 
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Über 200 Einsatzfl üge im ersten Halbjahr 
Luftrettung Innerhalb des ersten Halbjahrs gingen bei der neuen Basis der 
AP3-Luftrettung 
knapp 230 Alarmmeldungen ein. Besonders bei Unfällen 
musste die Luftrettung oft ausrücken. Dies teilte die Geschäftsleitung bei einer Pressekonferenz anlässlich des anstehenden «Tags der offenen Basis» mit. 
VON MICHAEL WANGER 
Noch 
bevor die 
AP3-Luft- 
rettung am 15. Dezember 
2018 ihre neue Basis beim 
Heliport Balzers bezogen 
hatte (das «Volksblatt» berichtete), 
wurden bereits die ersten kritischen 
Stimmen laut. Zum einen würde 
durch die Stationierung eines Ret- 
tungshubschraubers der Fluglärm 
drastisch zunehmen, zum anderen 
gebe es absolut keinen Bedarf für 
eine solche Basis in Liechtenstein. 
Die Zahlen des ersten Halbjahres 
scheinen aber besonders letzteren 
Kritikpunkt zu widerlegen: Zwi- 
schen dem 15. Dezember und dem 
31. Mai seien beim Standort Balzers 
227 Alarme eingegangen. Der neue 
Rettungshubschrauber «Christoph 
Liechtenstein» sei zu 216 Einsätzen 
ausgerückt. Dies teilte Jürg Fleisch- 
mann, Gesellschafter der AP3-Luft- 
rettung, an einer Pressekonferenz 
am Freitag mit. «Dass 227 Alarme 
eingegangen sind, aber nur 216 Ein- 
sätze gefl ogen wurden, rührt daher, 
dass elf Flüge im Verlauf des Ein- 
satzes storniert werden mussten. So 
zum Beispiel, wenn ein Rettungs- 
dienst bereits vor uns vor Ort war», 
sagt Fleischmann. 
Die Sorge vieler Anwohner, dass be- 
sonders in der Nacht der Fluglärm 
zunehmen würde, habe sich laut 
Fleischmann auch nicht wirklich be- 
wahrheitet. Zwar sei der Rettungs- 
hubschrauber der 
AP3-Luftrettung 
einer der wenigen, die auch Nacht- 
einsätze fliegen können, doch rund 
80 Prozent aller geflogenen Einsätze 
hätten tagsüber stattgefunden. «Wir 
fühlen uns in Liechtenstein sehr gut 
aufgehoben», sagte Christian Müller- 
Ramcke, Geschäftsführer der AP3- 
Luftrettung. Inzwischen komme der 
neue Stützpunkt des Rettungshub- 
schraubers auch bei der Bevölke- 
rung gut an. 
Jeder zweite Einsatz wegen Unfällen 
Laut der Halbjahresstatistik der AP3- 
Luftrettung standen rund 56 Pro- 
zent aller Rettungsflüge mit Unfäl- 
len in Verbindung. Etwa ein Drittel 
aller Alarme betrafen Krankheitsfäl- 
le, wie beispielsweise ein plötzlicher 
Hirnschlag. Bei knapp 5 Prozent al- 
ler Flüge transportierte der Ret- 
tungshubschrauber Organe und nur 
bei einem von hundert Flügen han- 
delte es sich um einen Suchflug. 
Da «Christoph Liechtenstein» laut 
Fleischmann in vier Ländern im Ein- 
satz stand, flog der Hubschrauber 
dementsprechend auch eine Fülle 
von verschiedenen Krankenhäusern 
an. Das Kantonsspital Graubünden 
führt die Statistik mit 59 eingefloge- 
nen Patienten an. 41 Patienten kamen 
ins Kantonsspital St. Gallen und 18 
ins Spital Grabs. Nur sechs gerettete 
Personen lud der Hubschrauber im 
Landeskrankenhaus Feldkirch ab. 
Jürg Fleischmann betonte, dass 
dank der neuen Basis des AP3-Ret- 
tungshubschraubers im vergange- 
nen halben Jahr zahlreiche Leben 
gerettet werden konnten. «Ich erin- 
nere mich an den zweiten Einsatz. 
Diesen mussten wir an Weihnachten 
fliegen», erzählte Fleischmann. «Ein 
dreijähriges Mädchen hatte einen 
Atemstillstand. Einige Wochen nach 
dem Rettungsflug kam die Mutter 
mit dem Mädchen bei uns vorbei 
und bedankte sich für unseren Ein- 
satz. Wir seien sehr schnell vor Ort 
gewesen und hätten das schlimmst 
Vorstellbare abgewendet», so 
Fleischmann. Dieser Dank gelte aber 
nicht nur der Luftrettung sondern 
allen beteiligten Parteien, die den 
neuen Standort in Balzers erst er- 
möglichten. Darunter der Besitzer 
des Heliports, David Vogt, und das 
Wartungsteam der Swiss Helicopter 
Maintenance AG, das den Rettungs- 
hubschrauber rund um die Uhr ein- 
satzbereit hält. 
Generell funktioniere die Zusam- 
menarbeit zwischen den im Heliport 
Balzers stationierten Heli-Unterneh- 
men sehr gut. Interessierte haben 
heute die Gelegenheit dazu, sich vor 
Ort über die dort ansässigen Unter- 
nehmen zu informieren. 
Heute: «Tag der offenen Basis» 
Im Heliport Balzers sind neben der 
AP3-Luftrettung 
und der Wartungs- 
einheit Swiss Helicopter Mainte- 
nance AG noch vier weitere Unter- 
nehmen untergebracht. Darunter 
Firmen, die sich auf Transport-, 
Schulungs- und Operationsflüge 
spezialisiert haben. Die Hangars 
und Räumlichkeiten sind heute für 
alle Interessierten kostenlos zu- 
gänglich. 
Die Geschäftsleiter der Heli-Unternehmen beim Heliport Balzers von links: Hansruedi Amrhein, Renato Giezendanner, An- 
dreas Meier, David Vogt, Christian Müller-Ramcke, Jürg Fleischmann und Fred Uckermann. (Foto: Michael Zanghellini) 
Übersicht 
«Tag der offenen Basis» 
am Heliport Balzers 
Wann: 
Samstag, den 15. Juni, von 10 bis 
17 Uhr 
Wo: 
Heliport Balzers; Schifflände 2; 
Balzers 
Programm: 
Öffentliche Rundflüge; De- 
monstration einer Windenrettung der 
AP3-Luftrettung, 
Helikoptersimulator; «Kin- 
der lernen Retten» (spielerische Schulung); 
Helikopterhüpfburg; Malwettbewerb, Kin- 
derschminken; Festwirtschaft
	        

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