Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

MITTWOCH 
29. MAI 2019 | null 
Gestern habe ich mir auf einer 
Auktion für 250'000 Franken 
einen Papagei ersteigert. 
250'000 Franken? 
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Ja, so viel wollte 
ich eigentlich 
nicht ausgeben. 
Was glaubst Du 
denn, wer ständig 
mitgeboten hat ... 
Kann der Papagei 
wenigstens sprechen? 
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Versicherungen 
Junge zahlen mehr 
ZÜRICH Junge Autofahrer weisen mit 
Abstand das höchste Verkehrsun- 
fallrisiko unter der Schweizer Bevöl- 
kerung auf. Kein Wunder bezahlen 
sie für dieselben Versicherungsleis- 
tungen deutlich höhere Prämien als 
ältere Semester. Für gewisse Leis- 
tungen müssen sie gar fünfmal mehr 
auf den Tisch legen, wie eine Studie 
des Vergleichsportals Bonus.ch 
zeigt. Die höchsten Prämienunter- 
schiede fand das Portal bei der Kolli- 
sionskaskoversicherung, welche 
Schäden am Auto des Versicherungs- 
nehmers deckt, die von ihm verur- 
sacht wurden. Im Durchschnitt zahlt 
ein 18 Jahre alter Fahrer 3,2 Mal 
mehr als ein Autofahrer mittleren 
Alters. Die Aufschläge variieren je 
nach Anbieter zwischen 63 Prozent 
und 356 Prozent.  (awp/sda) 
Herbert Ospelt Anstalt 
Ospelt dankt dem 
 Landtagspräsidium 
BENDERN Die Familie Ospelt, der Ver- 
waltungsrat und die Geschäftslei- 
tung danken dem Präsidium des 
Liechtensteiner Landtags und dem 
Präsidium des Grossen Rates des 
Kantons Graubünden ganz herzlich 
für den Besuch der Ospelt Gruppe 
und das grosse Interesse an unse- 
rem Unternehmen. Es war uns eine 
grosse Ehre, Sie in unseren Räum- 
lichkeiten empfangen haben zu dür- 
fen.   (pr) 
Präsidien Grosser Rat Graubünden und Liechtensteinischer Landtag bei 
Ospelt. (Foto: ZVG) 
In der Vernehmlassung 
ISG vor Abänderung 
VADUZ Die Regierung hat den Ver- 
nehmlassungsbericht betreffend die 
Abänderung des Gesetzes über die 
Durchführung Internationaler Sank- 
tionen (ISG) sowie die Abänderung 
weiterer Gesetze verabschiedet. Das 
ISG bzw. die basierend darauf erlas- 
senen Zwangsmassnahmen enthalte- 
nen Regelungen über die für den 
Vollzug von Zwangsmassnahmen zu- 
ständigen Behörden. Der Bericht 
kann bei der Regierungskanzlei oder 
über www.rk.llv.li bezogen werden. 
Die Frist endet am 26. Juni.  (ikr/red) 
Staatliche elektronische 
Identifi kationslösung (eID) 
Pläne Eine der grossen Herausforderungen bei allen elektronischen Geschäftsvorgängen ist 
die eindeutige Identifizierung der Beteiligten. Dies soll künftig einfacher möglich sein. 
In 
Liechtenstein stehen heute 
für den Geschäftsverkehr mit 
den Behörden die Systeme lilog 
und lisign zur Verfügung. «Als 
Voraussetzung für die Bereitstellung 
künftiger benutzerfreundlicher E- 
Government-Anwendungen, zeigte 
sich der Bedarf nach einer moder- 
nen, über die Landesverwaltung hi- 
naus anwendbaren und europaweit 
konformen Identifi kationslösung», 
teilte die Regierung gestern mit. Sie 
hat entschieden, die bisherigen Sys- 
teme lilog und lisign abzulösen und 
eine neue sichere und gleichzeitig 
benutzerfreundliche Identifi kations- 
lösung zu beschaff en. 
Komfortable Nutzung 
Zu diesem Zweck wurde entschie- 
den, die Vergabe des Auftrages für 
die Realisierung und Einführung ei- 
ner elektronischen Identifikation 
(eID) an die Firma European Trust 
Services GmbH aus Wien vergeben. 
Diesem Entscheid ist eine europa- 
weite Ausschreibung gemäss dem 
Gesetz über das Öffentliche Auf- 
tragswesen vorangegangen. Die po- 
tenziellen Lieferanten der Lösung 
hatten eine Vielzahl von sicherheits- 
technischen Anforderungen und 
Vorgaben im Bereich der Benutzer- 
freundlichkeit zu erfüllen. Es wurde 
vorausgesetzt, dass auf zusätzliche 
Geräte oder Karten verzichtet wird 
und das System über die gängigen 
mobilen Betriebssysteme Android 
und iOS verfügbar sein muss. 
«Grosser Mehrwert im Alltag 
Die eID ist dafür konzipiert, im Aus- 
tausch zwischen natürlichen Perso- 
nen, Unternehmen sowie den Behör- 
den effizient und zuverlässig Klar- 
heit über die Identität der Beteilig- 
ten zu schaffen. «Sie wird in vielen 
Bereichen des täglichen Lebens für 
einen spürbaren Sicherheits- und 
Komfortgewinn sorgen», schreibt 
die Regierung. Für Geschäfte, die 
bis dato den Papierweg oder gar die 
persönliche Präsenz der Involvier- 
ten erforderte, werde die eID neue 
Perspektiven in Sachen Kunden- 
freundlichkeit eröffnen. Die offe- 
rierte Lösung der Firma European 
Trust Services GmbH – eine gemein- 
same Gesellschaft der Österreichi- 
schen Staatsdruckerei und der 
CRYPTAS International GmbH – ha- 
be sich als das wirtschaftlich güns- 
tigste Angebot erwiesen. «Neben 
dem Preis waren weitere qualitative 
und technische Zuschlagskriterien 
ausschlaggebend. Die angebotene 
Lösung basiert auf der von der Ös- 
terreichischen Staatsdruckerei ent- 
wickelten Lösung «MIA – My Identity 
App», schreibt die Regierung. «Mit 
dieser Lösung werden wir für die in 
der E-Government-Strategie und in 
der Digitalen Agenda enthaltenen 
Vorhaben eine wichtige Umset- 
zungsgrundlage schaffen. Ich freue 
mich darauf, die eID und erste An- 
wendungen Anfang des nächsten 
Jahres der Bevölkerung und der 
Wirtschaft präsentieren zu können», 
wird Regierungschef Adrian Hasler 
in der Aussendung zitiert.  (ikr/red). 
www.volksblatt.li 
Exporte geraten im April etwas 
ins Stocken – Importe nehmen zu 
Verlangsamt Der Schwei- 
zer Aussenhandel hat sich im 
April uneinheitlich gezeigt. 
Zum ersten Mal im laufenden 
Jahr sind die Exporte im Ver- 
gleich zum Vormonat etwas 
zurückgegangen, wogegen 
die Importe zugenommen 
haben. Der Handel verbleibt 
aber insgesamt auf einem gu- 
ten Niveau mit einem soliden 
Haushaltsüberschuss. 
Die Exporte sanken im Vergleich 
zum Vormonat auf saison- und preis- 
bereinigter Basis um 0,6 Prozent auf 
knapp 19 Milliarden Franken. Es ist 
das erste Minus im laufenden Jahr 
nach drei positiven Monaten im ers- 
ten Quartal. Seit dem Tiefstand im 
September 2018 zeige sich insgesamt 
ein Aufwärtstrend, der sich gegen 
Ende hin etwas verlangsamt habe, 
zeigte sich die Zollverwaltung (EZV) 
in einer Mitteilung vom Dienstag 
gleichwohl zuversichtlich. Etwas ge- 
stottert hat der Exportmotor insbe- 
sondere in der chemisch-pharma- 
zeutischen Industrie, mit einem An- 
teil von knapp 50 Prozent der wich- 
tigste Sektor. Die Ausfuhren sanken 
hier gegenüber März um gut 2 Pro- 
zent auf noch 9,1 Milliarden Fran- 
ken. Laut EZV war dafür insbeson- 
dere eine geringere Menge an expor- 
tierten immunologischen Produkten 
verantwortlich. 
Starke Nachfrage nach teuren Uhren 
Rückläufig entwickelte sich auch die 
Uhrenindustrie, der drittwichtigste 
Sektor nach Warengruppen. So wur- 
den wertmässig knapp 4 Prozent we- 
niger Uhren ins Ausland verkauft als 
im Monat zuvor; vergleicht man mit 
dem April des Vorjahres ergab sich 
ein Minus von unter einem Prozent. 
Der Exportanteil der Uhren liegt mit 
1,76 Milliarden knapp unter 10 Pro- 
zent des Gesamtkuchens. Nimmt 
man die Zahl der verkauften Uhren 
zum Massstab, war das Minus zum 
Vormonat um einiges deutlicher. Die 
Konkurrenz bedrängte die hiesigen 
Uhrmacher aber vor allem in den 
günstigeren Segmenten; das grösste 
Minus resultierte denn auch bei der 
billigsten Kategorie der Uhren unter 
200 Franken. Im teuersten Segment 
der Zeitnehmer über 3000 Franken 
nahmen die Exporte dagegen auch 
im April zu, sodass der Rückgang bei 
den billigeren Exemplaren wertmä- 
ssig zu einem guten Teil aufgefangen 
wurde. Auffallend war die starke 
Entwicklung in den Märkten Num- 
mer zwei und drei, USA und Japan, 
wo die Exporte im April um knapp 
17 bzw. gut 21 Prozent anzogen. Auch 
der fünftwichtigste Markt, Singapur, 
fragte um rund 19 Prozent mehr Uh- 
ren nach. In Hongkong und China, 
den Märkten Nummer eins und vier, 
resultierten dagegen Rückgänge im 
mittleren einstelligen Prozentbe- 
reich. Innerhalb Europas war die 
Nachfrage nach Schweizer Uhren 
insbesondere im Süden schwach. 
Moderat tiefer waren die Exporte 
auch im zweitwichtigsten Warenseg- 
ment Maschinen und Elektronik 
oder auch im Bereich Präzisionsinst- 
rumente, wozu etwa medizinische 
Instrumente oder mechanische 
Mess-, Prüf- und Regelapparate zäh- 
len. Mehr Lieferungen ins Ausland 
gab es etwa in den Bereichen Metal- 
le, Fahrzeuge (+13  %) oder insbeson- 
dere in der Luft- und Raumfahrt (+41 
%). Dass dies im Zusammenhang mit 
einzelnen Grossaufträgen für die 
Schweizer Industrie im Zusammen- 
hang stehen könnte, mochte die EZV 
auf Anfrage von AWP nicht bestäti- 
gen. Beispielsweise könnte auch der 
Verkauf eines gebrauchten Gross- 
raumflugzeugs stark ins Gewicht fal- 
len, hiess es dort. Auf der Importsei- 
te nahmen die Aktivitäten im April 
dagegen zu. Positiv wirkte sich hier 
die Entwicklung in Asien aus (+7,6 
%), wogegen aus Europa und Nord- 
amerika leicht weniger eingeführt 
wurde als noch im März.  (awp/sda)
	        

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