Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

DONNERSTAG 
18. APRIL 2019 | null 
FBP Schaan 
«Einblick in ...» Raum- 
entwicklung Liechtenstein 
Wann 
Dienstag, 7. Mai, 19 Uhr 
Wo 
SAL, Schaan 
Was 
Gestalten statt nur geschehen 
lassen – Die neue Studie der 
Stiftung Zukunft.li: Wir laden 
euch zu unserer Informati- 
onsveranstaltung ein. «Ein- 
blick in ...» ist eine Veranstal- 
tungsreihe über Strategien in 
unserer Gemeinde und Liech- 
tenstein, um künftige Ent- 
wicklungen zu gestalten. Un- 
ser Referent: Peter Beck, Stif- 
tung Zukunft.li. 
FBP Senioren 
Besichtigung des Recycling 
Centers Josef Elkuch AG 
Wann 
Dienstag, 14. Mai, 
14 bis 16 Uhr 
Wo 
Recycling Center Josef Elkuch 
AG, Brühlgasse 8, Eschen 
Was 
Besichtigung des Recycling 
Centers mit den dazugehöri- 
gen Tätigkeiten. 
Im Anschluss an die Führung 
wird ein Apéro offeriert. 
Weiteres 
Gutes Schuhwerk erforder- 
lich. Aus organisatorischen 
Gründen wird um Anmeldung 
unter 237 79 40 oder an 
info@fbp.li gebeten. Anzahl 
der Teilnehmer beschränkt. 
Kontakt 
E-Mail: info@fbp.li 
Internet: www.fbp.li 
LIECHTENSTEIN 
FBP-TERMINE 
Wenn 
ein Pistenfahrzeug 
während des Pistenbe- 
triebes eingesetzt wird, 
müssen entsprechende 
Sicherungsmassnahmen zum Schutz 
der Pistenbenützer getroffen wer- 
den. Es besteht ein besonderes Ge- 
fahrenpotenzial, insbesonders bei 
schmalen Pisten. Auch eine kurzfris- 
tige Absperrung der Piste könnte er- 
forderlich sein. 
www.anwaltspartner.com 
Rechtstipp 
Einsatz eines Pisten- 
fahrzeugs während 
des Pistenbetriebs 
REINHARD PITSCHMANN 
RECHTSANWALT, 
LIECHTENSTEIN / ÖSTERREICH 
ePaper.volksblatt.li 
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Graubünden investiert 
20 Millionen in die 
Waldbrandprävention 
Weitsicht Wie die kantonalen Behörden am Mittwoch 
mitteilten, ist die Investition von 20 Millionen Franken 
nötig, um in Zukunft gut aufgestellt zu sein. 
Die Gefahr von Waldbränden steigt 
mit den höheren Temperaturen, die 
durch den Klimawandel bedingt 
sind. Der Kanton Graubünden berei- 
tet sich auf diesen Wandel vor und 
investiert in den nächsten zehn Jahr 
20 Millionen Franken in die Wald- 
brandprävention. 
Grundlage für die stärkere Beach- 
tung der Gefahr von brennenden 
Wäldern bildet der Bericht namens 
«Waldbrandprävention 2030». Wie 
die kantonalen Behörden am Mitt- 
woch mitteilten, ist die Investition 
von 20 Millionen Franken nötig, um 
in Zukunft gut aufgestellt zu sein. 
Investiert wird in die Löschinfra- 
struktur und in Verbesserungen der 
Organisation sowie der Informati- 
on. Konkret sollen 66 neue Lösch- 
wasserbecken erstellt sowie 8 schon 
bestehende Wasserentnahmestellen 
ausgebaut werden. Zudem sollen 
Stützpunkte mit zusätzlichem Mate- 
rial zur Feuerbekämpfung bestückt 
werden. 
Von Menschen verursacht 
In Graubünden gibt es zehn bis 
zwanzig Waldbrände jährlich. Die 
Klimaentwicklung der vergangenen 
Jahre erhärtet laut Behördenanga- 
ben die Annahme, wonach sich Tro- 
ckenperioden häufen werden. 
Der Grossbrand zum Jahreswechsel 
2016/17 bei Soazza im Misox konnte 
dank der bereits ausgebauten Lösch- 
infrastruktur sowie dank gut ausge- 
bildeten Akteuren nach wenigen Ta- 
gen unter Kontrolle gebracht werden. 
Gerade der extrem trockene Sommer 
2018 habe eindrücklich gezeigt, dass 
mit der Waldbrandgefährdung in Zu- 
kunft zu rechnen sei. 
Drei Viertel aller Waldbrände wer- 
den Behördenangaben zufolge von 
Menschen verursacht. Deshalb habe 
die Information über die Waldbrand- 
gefahr und über das richtige Verhal- 
ten bei Trockenheit einen stark prä- 
ventiven Charakter, hiess es. In Zu- 
kunft werde der Waldbrandpräventi- 
on noch mehr Beachtung geschenkt, 
um flächendeckend, rechtzeitig, in- 
haltlich einfach und verständlich zu 
informieren.   (sda) 
Grossbrand bei Soazza im Misox (2016/2017). (Foto: Keystone/TI Press/G. Putzu) 
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Hasler: «Sich einbringen ist besser, 
als die Faust im Sack zu machen» 
Bürgergespräch Regie- 
rungschef Adrian Hasler 
stellte sich im Technopark 
in Vaduz den brennendsten 
Fragen der Liechtensteiner 
Bevölkerung. 
VON HANNES MATT 
Blockchain, 
Gemeindewahlen, 
seine Zukunft als Regie- 
rungschef, die Casinofrage, 
Gesundheitsdemos, Rhein- 
dammsperrung oder das 300-Jahr- 
Jubiläum: Eine Vielzahl an brisanten 
Themen wurde gestern beim Bürger- 
gespräch des Regierungschefs aufge- 
griff en. 
So würde es beim Thema Blockchain 
weiter vorangehen, wie Adrian Has- 
ler auf die erste Frage antwortete – 
auch wenn dies in der Bevölkerung 
nicht so wahrgenommen werde. Im 
Juni-Landtag soll das Blockchain-Ge- 
setz in den Landtag kommen. Der 
Ansatz Liechtensteins, sich der neu- 
en Entwicklung offen zu zeigen – und 
ihr nicht mit Skepsis zu begegnen – 
würde in immer mehr Ländern The- 
ma. «Liechtenstein ist in der interna- 
tionalen Szene auf jeden Fall ein Be- 
griff», betonte der Re- 
gierungschef. «Und 
wir haben noch einen 
grossen Vorsprung.» 
Er beschrieb das 
Blockchain-Gesetz 
als den Bau eines 
«Strassennetzes», auf dem schlussend- 
lich verschiedene «Fahrzeuge» fah- 
ren könnten. Welche Geschäftsideen 
das sein werden, habe man bewusst 
nicht festlegen wollen. Das würden 
die Unternehmen entscheiden. 
Die Wahlen als «starkes Signal» 
Mit Blick auf die abgeschlossenen 
Gemeindewahlen freute sich Adrian 
Hasler über den Erfolg der Frauen: 
«Ein ganz starkes Signal», so der Re- 
gierungschef. «Nun heisst es, weite- 
re Anstrengungen in diese Richtung 
zu unternehmen.» Von einer Quote 
nahm er jedoch Abstand: «Diese 
brauchts nicht. Davon bin ich schon 
immer ein klarer Gegner gewesen.» 
Keine klare Antwort gabs wiederm 
auf die Frage, ob er erneut als Regie- 
rungschef kandidie- 
ren wird – trotz 
mehrmaligem Nach- 
haken durch Mode- 
ratorin Petra Matt. 
Hasler möchte mit ei- 
ner Entscheidung 
noch warten: «Jetzt schon Wahl- 
kampf betreiben? Nein, danke, ich 
konzentriere mich lieber auf meine 
Aufgaben als Regierungschef.» 
Beim Thema «Wie viele Casinos ver- 
trägt Liechtenstein» könne er die 
Sorgen in der Bevölkerung indes gut 
verstehen. «Auch ich will nicht, dass 
Liechtenstein ein Casino-Land ist», 
sagte Hasler. «Jetzt jedoch plötzlich 
die gesetzlichen Grundlagen abzuän- 
dern, würde die Rechtsstaatlichkeit 
Liechtensteins infrage stellen. Das 
muss man sich gut überlegen und die 
Möglichkeiten sorgsam prüfen.» 
Deutliche Worte gabs dann wieder, 
als der Regierungschef auf die Pro- 
teste gegen die hohen Gesundheits- 
kosten angesprochen wurde. «In die- 
sem Fall habe ich mich mit der Argu- 
mentation der Demonstranten sehr 
schwergetan», so Hasler. «Sie haben 
diese wohl von der Schweiz abge- 
schrieben. Bei uns sprechen die Fak- 
ten eine ganz andere Sprache.» 
«Zum Reden brauchts zwei» 
So seien die Prämien zuletzt kons- 
tant geblieben, die eigentliche Belas- 
tung für eine vierköpfige Familie mit 
5000 Franken im Jahr sogar fast 
doppelt so tief 
wie in der 
Schweiz. Zudem 
zahle der Staat 
fast 70 Millionen 
Franken jährlich 
in das Gesund- 
heitssystem ein. 
Da von einem Rückzug des Staats zu 
sprechen, sei unseriös. «Auch dass 
die Demonstranten noch nicht auf 
das Gesprächsangebot des Gesund- 
heitsministers reagiert haben», wie 
Hasler auf die kurzen Wege im Land 
verwies. «Es gibt viele Möglichkei- 
ten, mit den Entscheidungsträgern 
in Kontakt zu treten. Zum Reden 
brauchts jedoch immer zwei.» 
Dass sich die Bevölkerung grundsätz- 
lich einbringt, hält er dennoch für 
sehr wichtig – etwa mit Blick auf die 
Sperrung des Rheindamms in Vaduz: 
«Das ist viel besser, als einfach die 
Faust im Sack zu machen.» Auf Kritik 
über den Jubiläumsanlasses im Janu- 
ar verwies er auf die anspruchsvolle 
Planung. Die Bevölkerung habe 
durchaus teilneh- 
men dürfen: So 
seien nicht nur 
300 der 450 Plätze 
im SAL in der Be- 
völkerung verlost 
worden – auch die 
Wanderer seien 
danach in den SAL eingeladen wor- 
den: «Ein wirklich schöner Anlass», 
so Hasler. Und es gebe mit Blick auf 
die kommenden noch viel zu feiern. 
Moderatorin Petra Matt mit Regierungschef Adrian Hasler beim Bürgergespräch. Scannen Sie dieses Foto mit der Xtend- 
App, um zu sehen, wie der Regierungschef auf die Casinofrage antwortet. (Foto: Michael Zanghellini) 
«Ich bin ein klarer 
Gegner von Quoten.» 
ADRIAN HASLER 
REGIERUNGSCHEF 
«Die Demonstranten haben 
wohl von der Schweiz 
abgeschrieben.» 
ADRIAN HASLER REGIERUNGSCHEF
	        

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