Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

Donnerstag, 21. März 2019 
142. Jahrgang Nr. 55 
Heute 
Verlag: Liechtensteiner Volksblatt AG, Im alten Riet 103, 9494 Schaan, Telefon +423 237 51 51, Fax +423 237 51 66, verlag@volksblatt.li; Täglich aktuelle Nachrichten: www.volksblatt.li 
Inserate: Telefon +423 237 51 51, inserate@volksblatt.li; Aboservice: Telefon +423 237 51 41, abo@volksblatt.li; Redaktion: Telefon +423 237 51 61, Fax +423 237 51 55, redaktion@volksblatt.li 
Klimastreik Aurelia Frick 
begrüsst die Schülerproteste 
VADUZ Aussenministerin Aurelia 
Frick spricht sich für die weltweiten 
Klimaproteste von Schülern (#Fri- 
daysForFuture) aus. Das sagte sie am 
Mittwoch auf einer Veranstaltung in 
Vaduz. Die Fakten über die Klimaer- 
wärmung seien längst bekannt. 
«Aber die Tatsache, dass Tausende 
junge Menschen sich entschieden ha- 
ben, auf die Strasse zu gehen, und 
uns – mich als Politikerin – verant- 
wortlich machen, hat bei mir noch 
mals etwas ausgelöst. Darum sage ich 
diesen jungen Leuten: Danke!» Sie sei 
überzeugt, die Proteste seien auch 
notwendig, denn die Politik müsse 
mehr tun. Ihre Generation habe die 
Welt in einem besseren Zustand 
übernommen, als sie diese der künf- 
tigen Generation übergeben könne. 
«Wir müssen einen besseren Dialog 
führen, einen offeneren Dialog. Dar- 
um begrüsse ich es, wenn die Jugend 
auf die Strasse geht. Mich persönlich 
hat dies aufgerüttelt», sagte Frick. 
Die Veranstaltung drehte sich eigent- 
lich um die Aussenpolitik Liechten- 
steins. Dabei war auch eine Klasse 
des Gymnasiums im Publikum, die 
zu Fricks Überraschung keine 
«schwierigen Fragen zum Klima» 
stellte. Dies übernahm daraufhin ein 
erwachsener Zuhörer. Schülerprotes- 
te hat es in Liechtenstein bislang 
nicht gegeben. Allerdings gibt es seit 
März eine Klimaorganisation am 
Gymnasium. Streik nach dem Vorbild 
der Schwedin Greta Thunberg, sehen 
die Initianten jedoch nur als «letzten 
Ausweg» (das «Volksblatt» berichtete 
gestern). Fricks Regierungskollegin, 
Umweltministerin Dominique Hasler, 
hatte kürzlich an einer Infoveranstal- 
tung am Gymi gesagt, sie sei «stolz», 
dass die Schüler in Liechtenstein 
nicht demonstrieren. (ds)   Seite 7 
Langlauf 
Rücktritt von Vögeli 
und Biedermann 
TRIESENBERG Nach etlichen Jahren in 
der Loipe kehren die beiden Liech- 
tensteiner Langläufer Martin Vögeli 
und Michael Biedermann dem Spit- 
zensport den Rücken. Seite 21 
Nach Masernfall 
Amt gibt vorsichtig 
Entwarnung 
SCHAAN Nach der Masernerkrankung 
eines Kindes des Kinderheimes Ga- 
mander sollten sich jene Personen, 
die sich am Freitagnachmittag im 
Hallenbad Triesen aufgehalten ha- 
ben, beim Amt für Gesundheit mel- 
den. Ärztin Marina Jamnicki Abegg 
bestätigte auf «Volksblatt»-Anfrage, 
dass das Amt einige Anrufe erhalten 
habe. Alle Personen seien jedoch ge- 
impft, was die hohe Durchimpfungs- 
rate in Liechtenstein bestätige. Auch 
die einheimischen Betreuer sowie 
ein Grossteil der Heimkinder seien 
geimpft. Aktuell werde noch der 
Impfstatus aller gleichzeitig anwe- 
senden Schulkinder aus Triesen eru- 
iert. Jamnicki gibt aber bereits vor- 
sichtig Entwarnung: «Dem an Ma- 
sern erkrankten Kind geht es wieder 
gut und bisher ist kein zweiter Fall 
aufgetreten.»   (sb) 
Die Tageszeitung        für Liechtenstein 
Die Regierung gibt ein 
digitales Versprechen 
Digitale Agenda mit 
vielen Massnahmen 
und Zielen vorgestellt. 
3 
Nun entscheidet der 
Parteitag der FBP 
Der Landesvorstand 
nominiert Marcus Vogt 
als Parteipräsidenten. 
5 
23Martin 
Büchel ist zurück 
Knöchelverletzung überstanden 
«Jungfräulich ist der 
Knöchel nicht mehr» 
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Vortrag in Mauren 
«Morgen sind wir 
vielleicht Deutsche!» 
Über den gescheiterten NS- 
Putschversuch in Liechten- 
stein vor 80 Jahren referiert   
Peter Geiger im Senioren- 
Kolleg um 14.20 Uhr im 
 Zuschg-Saal in Schaanwald. 
13° 0° 
Wetter Ganztags 
sonnig und am 
 Nachmittag mild. 
Seite 30 
Verbund Südostschweiz 
Fr. 2.50 
9 771812601006 
40012 
Inhalt 
Inland 2–14 
Ausland 16 
Wirtschaft 17–20 
Sport 21–26 
Kultur 27+29 
Kino/Wetter 30 
TV 31 
Panorama 32 
www.volksblatt.li 
Inland Im Fürstentum leben 
seit Ende des vergangenen 
Jahres 38 380 Menschen. 
Die Gemeinde mit dem pro- 
zentual grössten Zuwachs ist 
2018 Planken. Schaan hinge- 
gen weist einen Rückgang 
der Bevölkerung auf. Seite 2 
Sport Der SRC Vaduz hat 
sich bereits für die Play-offs 
qualifiziert und kann das 
letzte Spiel des Grunddurch- 
gangs gegen die Grasshop- 
pers locker angehen. Seite 22 
Auktion Morgen Freitag, am 
22. März, startet die grosse 
«Volksblatt»-Online-Auktion 
auf auktion.volksblatt.li. Wel- 
che Schnäppchen es dabei 
zu ergattern gibt und wie 
man mitbieten kann, erfah- 
ren Sie im heute beiliegen- 
den Sonderbund. 
Special Olympics 
Erfolgreiche 
letzte Einsätze 
An den Weltspielen in 
Abu Dhabi und Dubai 
wurden gestern die 
Wettkämpfe beendet. 
Auch am letzten Tag 
gab es sowohl bei den 
Schwimm-Cracks (Fo- 
to) als auch bei den 
Tennis-Akteuren wei- 
tere Medaillen für Spe- 
cial Olympics Liech- 
tenstein. In Summe 
heimsten SOLie 15 Po- 
destplätze ein. (Foto: 
ZVG)  
Seite 22 
In Schaan regt sich Widerstand 
gegen das geplante Spielcasino 
Einsprache Fast täglich 
werden Pläne zu neuen Spiel- 
casinos bekannt. In Schaan 
gibt es nun seitens der Anrai- 
ner Widerstand – sie sorgen 
sich um ihre Lebensqualität. 
VON SILVIA BÖHLER 
An der Zollstrasse in Schaan soll ein 
neues Spielcasino entstehen, derzeit 
ist das Verfahren für die Baubewilli- 
gung im Gange. Die Anrainer sind 
mit der Entstehung eines Casinos in 
ihrer unmittelbaren Nachbarschaft 
aber alles andere als einverstanden. 
Sie sorgen sich um ihre Lebensquali- 
tät. Neben der bereits vorhandenen, 
hohen Verkehrsbelastung erwarten 
die Bürger mit dem Betrieb eines 
Casinos eine unzumutbare Lärmbe- 
lästigung. «Wir befinden uns in ei- 
ner Wohn- und Gewerbezone. Es 
kann nicht sein, dass hier nun ein 
Casino entsteht, das bis um vier Uhr 
morgens geöffnet hat», tut ein Nach- 
bar, der namentlich nicht genannt 
werden will, seine Meinung kund. Er 
und weitere Anrainer sind besorgt, 
dass mit einem Spielbetrieb bis in 
die frühen Morgenstunden die 
nächtliche Ruhe deutlich gestört 
sein wird. «Wenn ständig Leute am 
Haus vorbeigehen, kann man doch 
nicht schlafen.» In einer reinen Ge- 
werbezone sei ein Casino kein Prob- 
lem. In einer Wohn- und Gewerbezo- 
ne hingegen sehr wohl. 
Anrainer setzten sich zur Wehr 
Das Bauprojekt ist seit Längerem aus- 
gesteckt, ein entsprechendes Gesuch 
beim Amt für Bau und Infrastruktur 
(ABI) eingereicht. «Derzeit werden 
Geschosshöhe, Abstände und so wei- 
ter seitens der Gemeinde geprüft», 
erläutert Vorsteher Daniel Hilti. Um 
eine positive Baubewilligung zu er- 
halten, sind aber weitere Stellen invol- 
viert und auch die betroffenen Nach- 
barn dürfen sich am Bewilligungsver- 
fahren beteiligen. Die Anrainer der 
Zollstrasse hatten bereits Einsicht in 
die Baupläne. Gegen den Bau des Ge- 
bäudes haben sie nichts einzuwen- 
den, dass auf zwei Etagen aber ein 
Casino Platz finden soll, finden sie 
nicht richtig: «Es wurden falsche 
Aussagen gemacht, von Büros und 
Gewerbebetrieben war die Rede, aber 
nicht von einem Casino.» Insgesamt 
vier Parteien haben deshalb die Mög- 
lichkeit ergriffen und Einsprache ge- 
gen das geplante Casino eingereicht. 
Sie wünschen sich, dass auch ihre In- 
teressen berücksichtigt werden. 
Die Bauherrenschaft wird durch die 
Axalo Immobilien AG vertreten, sie 
wollte mit Verweis auf das laufende 
Verfahren keine Stellung nehmen.
	        

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