Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2019)

Auf dem Rhein 
110 Meter langes 
Frachtschiff  rammt 
Ruderboot bei Basel 
GRENZACH-WYHLEN Auf dem Rhein 
bei Basel sind am Dienstag zwei Ru- 
derer von einem Frachtschiff erfasst 
und überfahren worden. Die Män- 
ner konnten rechtzeitig geborgen 
werden. Sie erlitten einen Schock, 
kamen aber ohne grössere Blessuren 
davon. Es entstand Schaden von 
rund 4500 Franken. Ereignet hat 
sich das Unglück um circa acht Uhr 
früh bei Rhein-Kilometer 162 auf Hö- 
he von Grenzach-Wyhlen/Muttenz, 
wie das Polizeipräsidium Freiburg 
mitteilte. Die beiden Ruderer im Al- 
ter von 52 und 53 Jahren waren 
rheinabwärts unterwegs, das Fracht- 
schiff befand sich auf Bergfahrt. 
Nach Angaben der deutschen Polizei 
machte das 110 Meter lange, 11,5 Me- 
ter breite Frachtschiff mit einer 
Tragkraft von 2600 Tonnen nur 
durch kurzes Hupen auf sich auf- 
merksam. Kurz darauf stiess es mit 
dem Ruderboot zusammen und zog 
die beiden Ruderer unter sich. (sda) 
Für ihre Kinder 
US-Promis sollen 
renommierte Unis 
bestochen haben 
BOSTON Um ihre Kinder etwa in Yale 
oder Stanford zu platzieren, sollen 
Dutzende Prominente und andere 
wohlhabende Eltern diese und weite- 
re Colleges und Universitäten in den 
USA bestochen haben. Unter den fast 
50 mutmasslichen Tätern seien ne- 
ben Firmenchefs und einem Mode- 
designer auch Schauspielerin Felici- 
ty Huffman, bekannt aus der TV-Se- 
rie «Desperate Housewives». Auch 
Lori Loughlin, bekannt aus der Sit- 
com «Full House», ist auf der Liste. 
Staatsanwalt Andrew Lelling kündig- 
te die Anklage in Boston am Dienstag 
an. Die Fälle reichen demnach bis ins 
Jahr 2011 zurück.   (sda/dpa) 
Wieder ausgespuckt 
Taucher landet im 
Maul eines Wals 
PORT ELIZABETH Ein Taucher hat den 
Aufenthalt im Maul eines Wals vor 
der Küste Südafrikas überlebt. Der 
51-jährige Deutsche war beim Filmen 
eines Fischschwarms in das Maul ei- 
nes Wals geraten. «Ich fühlte etwas 
Druck um die Hüfte und wusste so- 
fort, was passierte», schildert er den 
Vorfall, der sich vor der Küste des 
südafrikanischen Orts Port Elisabeth 
ereignete. «Der Wal verschluckte 
mich aus Versehen zusammen mit sei- 
ner Hauptmahlzeit, den Sardinen», 
sagte der Taucher. Seine Erfahrung 
im Maul des Wals sei eine Sache von 
Sekunden gewesen, nicht vergleich- 
bar mit den drei Tagen, welche Jona in 
der biblischen Erzählung im Magen 
eines Wales verbrachte.   (sda/afp) 
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13. MÄRZ 2019 
Tierschutz 
Vermeintlich hilfl ose 
Jungtiere bitte nicht 
einfach mitnehmen 
Ein Feldhasen-Baby sitzt auf 
einer Decke im Westküstenpark in 
Schleswig-Holstein. Spaziergänger 
hatten das ungefähr zwei Wochen 
alte Tier gefunden und in den 
Tierpark gebracht. Schleswig-Hol- 
steins Landestierschutzbeauftrag- 
te warnt nun davor, vermeintlich 
hilfl ose Jungtiere mitzunehmen. 
(Text/Foto: RM) 
Square Kilometre Array 
Weg frei für grösstes 
Teleskop der Welt 
ROM Mit einem gigantischen Netz- 
werk von Parabolspiegeln und Anten- 
nen wollen Wissenschaftler so tief 
ins Universum blicken wie nie zuvor. 
Die Gründungsmitglieder haben nun 
mit einem Vertrag den Weg für das 
Projekt der Superlative frei gemacht. 
Sieben Staaten haben ein Abkommen 
zur Realisierung des grössten Radio- 
teleskops der Welt unterzeichnet. Ei- 
ne zwischenstaatliche Organisation 
soll nun für die Auslieferung und für 
den Betrieb des Square Kilometre Ar- 
ray (SKA) zuständig sein. Es wird 
künftig die grösste Wissenschaftsein- 
richtung weltweit sein, die geplante 
Infrastruktur reicht über drei Konti- 
nente auf der Nord- und Südhalbku- 
gel. Zwei Beobachtungsnetzwerke 
mit Hunderten Parabolspiegeln und 
Tausenden Einzelantennen sollen 
sich den Planungen zufolge über 
Hunderte Kilometer in Australien 
und Südafrika erstrecken.  (sda/dpa) 
Zu guter Letzt 
Deutsches Klopapier 
an Buckingham- 
Palast geschickt 
DÜSSELDORF Ein deutscher Klopa- 
pierhersteller hat eine riesige Ladung 
Toilettenpapier als Hilfslieferung an 
den königlichen Buckingham-Palast 
in London geschickt. Das Düsseldor- 
fer Unternehmen reagierte damit PR- 
trächtig auf Medienberichte von ei- 
ner drohenden Klopapierkrise durch 
den Brexit. Der Lastwagen mit 1440 
Rollen sei bereits unterwegs und wer- 
de voraussichtlich am Mittwoch ein- 
treffen, sagte eine Unternehmens- 
sprecherin. Grossbritannien soll bri- 
tischen Medienberichten zufolge sei- 
nen überdurchschnittlich grossen 
Bedarf an Toilettenpapier überwie- 
gend durch Importe decken. Sollte es 
im Fall eines harten Brexits zu Ver- 
sorgungsengpässen kommen, könnte 
den Engländern schon nach wenigen 
Tagen das Klopapier ausgehen, wur- 
de in Artikeln orakelt.  (sda/dpa) 
Auch in der Schweiz erhält die 
Boeing 737 MAX 8 Flugverbot 
Abgestürzt Die Europä- 
ische Agentur für Flugsicher- 
heit EASA hat am Dienstag ab 
19 Uhr alle Flüge für Boeing- 
Flugzeuge vom Typ 737 MAX 
8 suspendiert. Das Verbot gilt 
auch für die Schweiz, wie das 
Bundesamt für Zivilluftfahrt 
(Bazl) mitteilte. 
Fast 
40 Prozent der bislang 
weltweit eingesetzten Bo- 
eing 737 MAX heben dem 
Branchendienst Flightglobal 
zufolge vorübergehend nicht mehr 
ab, darunter knapp 100 Maschinen 
im grössten Markt China. Weltweit 
nutzen Fluggesellschaften über 350 
Maschinen des Typs. Einige Länder 
und Airlines warten noch auf die 
Ergebnisse der Unfallermittlungen 
und die offi  ziellen Empfehlungen 
von Boeing. In der Schweiz sei kein 
Flugzeug dieses Typs immatriku- 
liert, teilte das Bundesamt für Zivil- 
luftfahrt (Bazl) auf Anfrage mit. Im 
Schweizer Luftraum gebe es ledig- 
lich zwei oder drei Flüge pro Monat 
von Maschinen des Typs Boeing 737 
MAX durch ausländische Gesell- 
schaften. Trotzdem sperrte auch 
die Schweiz ihren Luftraum für den 
Flugzeugtyp, da die Europäische 
Agentur für Flugsicherheit EASA alle 
Flüge für die B 737 MAX suspendier- 
te, wie das Bazl auf Twitter schrieb. 
«Ähnlichkeiten» zwischen Abstürzen 
In den für Boeing wichtigen Märkten 
China und Indonesien dürfen heimi- 
sche Airlines die 737 MAX 8 schon 
seit Montag nicht mehr einsetzen. 
Chinas Behörde für zivile Luftfahrt 
stellte «Ähnlichkeiten» zwischen 
dem Unfall vom Sonntag und dem 
Absturz im Oktober fest. Der Flugbe- 
trieb werde erst wieder aufgenom- 
men, wenn Boeing die nötigen Mass- 
nahmen zur Flugsicherheit bestätigt 
habe. Auch Südkorea und die Mon- 
golei forderten ihre heimischen Air- 
lines auf, die 737 MAX 8 nicht mehr 
einzusetzen. Einige Unternehmen 
erklärten bereits selber, auf Flüge 
mit Maschinen des betroffenen Typs 
zu verzichten. «Wir kennen die Un- 
fallursache nicht, lassen Teile unse- 
rer Flotte aber als Sicherheitsmass- 
nahme am Boden», teilte Ethiopian 
Airlines mit. Auch die südafrikani- 
sche Comair, die Cayman Airways, 
die brasilianische Gol Airlines und 
die Aeromexico lassen 737 MAX 8 
vorerst nicht mehr starten. Argenti- 
niens Vorzeige-Airline Aerolinas Ar- 
gentinas setzt Flüge mit seinen fünf 
737 MAX 8 ebenfalls aus. Zuvor hat- 
ten sich Piloten geweigert, mit dem 
Modell zu starten. 
Für «flugtauglich» erklärt 
Am Sonntag war in Äthiopien eine 
Boeing 737 MAX 8 der Fluggesell- 
schaft Ethiopian Airlines kurz nach 
dem Start in Addis Abeba abgestürzt. 
Dabei waren alle 149 Passagiere und 
acht Besatzungsmitglieder ums Le- 
ben gekommen. Bereits Ende Okto- 
ber war in Indonesien ebenfalls kurz 
nach dem Abheben eine neue Ma- 
schine dieses Typs der Lion Air abge- 
stürzt. Die US-Flugaufsichtsbehörde 
FAA forderte von Boeing, angekün- 
digte konzeptionelle Änderungen bis 
April umzusetzen, erklärte den Flug- 
zeugtyp aber für flugtauglich. Die Er- 
mittlungen hätten erst begonnen und 
bislang lägen keine Informationen 
vor, die Schritte erforderlich machen 
würden, hiess es in einer Mitteilung 
der Behörde.  (sda/dpa/afp/apa) 
Muss in vielen Ländern vorerst auf dem Boden bleiben: Das Flugzeug 737 MAX 8 von Boeing. (Archivfoto: RM) 
«Susanna»-Mordprozess 
Angeklagter gesteht Tötung von 14-Jähriger 
WIESBADEN Im Wiesbadener Mord- 
prozess gegen den 22-jährigen Ali B. 
hat der Angeklagte die Tötung der 
14-jährigen Susanna F. aus Mainz ge- 
standen. Er habe das Mädchen im 
Sitzen erwürgt, sagte B. am Dienstag 
vor dem Landgericht in der hessi- 
schen Landeshauptstadt. Er wisse 
allerdings nicht, wie dies habe ge- 
schehen können. Die ihm ebenfalls 
vorgeworfene Vergewaltigung Su- 
sannas stritt der aus dem Irak stam- 
mende Flüchtling weiterhin ab. Es 
habe einvernehmlichen Sex gege- 
ben, sagte er. Im Anschluss sei Su- 
sanna auf dem Rückweg gestürzt. 
Sie sei sauer und laut geworden und 
habe mit der Polizei gedroht. Dar- 
aufhin sei ihm schwarz vor Augen 
geworden, und er habe das Mädchen 
getötet. Susannas Leiche war An- 
fang Juni 2018 – zwei Wochen nach 
dem Verschwinden des Mädchens – 
gefunden worden. B. gestand bereits 
in den Vernehmungen die Tötung 
des Mädchens, bestritt jedoch eine 
Vergewaltigung. Er hatte sich kurz 
nach der Tat mit seiner Familie in 
den Irak abgesetzt. Dort wurde er 
von kurdischen Sicherheitskräften 
festgenommen und zurück nach 
Deutschland gebracht.   (sda/dpa) 
Der Angeklagte vor Gericht. (Fotos: RM) Proteste vor dem Justizzentrum. 
Nach Absturz 
Bundesamt verbietet 
Ju-Air kommerzielle 
Passagierfl üge 
BERN Die Ju-Air wird definitiv nicht 
mehr mit bezahlenden Passagieren 
abheben können. Das Bundesamt 
für Zivilluftfahrt (BAZL) entzieht 
dem Verein mit seinen historischen 
Maschinen die Genehmigung für 
kommerzielle Passagierflüge. Wei- 
terhin anbieten kann Ju-Air Passa- 
gierflüge für die Vereinsmitglieder 
im privaten Rahmen, wie das BAZL 
am Dienstag mitteilt. Damit will das 
Amt den Angaben zufolge den Wei- 
terbetrieb auch grösserer histori- 
scher Flugzeuge ermöglichen. (sda)
	        

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