Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2013)

Heute 
Gefährlicher Neuschnee Viele 
Unfälle auf den Strassen 
BERN Im Schweizer Mittelland hat es 
in der Nacht auf Dienstag weiter ge- 
schneit. Entsprechend schwierig wa- 
ren die Verhältnisse im Strassenver- 
kehr. Besonders in der Region Bern, 
aber auch anderswo, kam es zu Un- 
fällen. Bern und Genf erhielten in 
der Nacht nach Angaben von Meteo- 
Schweiz 11 Zentimeter Neuschnee, 
Zürich und Basel 4 Zentimeter, St. 
Gallen 3 Zentimeter. Die Schnee- 
fälle hielten vielerorts auch am 
Dienstagmorgen an. Bei den 
meisten Verkehrsunfällen 
blieb es bei Blechschäden, 
wie die Berner Kan- 
tonspolizei am Vormit- 
tag mitteilte. In Bern, 
Ersigen, Leissigen, 
Gwatt und Lyss 
wurden insge- 
samt neun Perso- 
nen verletzt und 
mussten ins Spital gebracht werden. 
In Schmidigen bei Walterswil geriet 
am Montagabend ein Auto in einer 
Kurve auf die Gegenfahrbahn und 
stiess mit einem entgegenkommen- 
den Wagen zusammen. Die 
insgesamt sieben Insassen der 
beiden Fahrzeuge, darunter 
drei Kinder, mussten mit 
leichten bis mittelschweren 
Verletzungen hospitali- 
siert werden. Eis- und 
schneebedeckte Stras- 
sen auch im Kanton 
Aargau: Zwischen 
Montagabend und 
Dienstagmorgen 
gingen bei der Kan- 
tonspolizei rund 
ein Dutzend Unfall- 
meldungen ein. 
Verletzte gab es 
aber keine. (sda) 
Verbund Südostschweiz 
Fr. 2.00 
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30007 
Inhalt 
Nachrichten 2–7 
Politik 8 
Wirtschaft 9–12 
Sport 13–18 
Kultur 19+20 
Kino/Wetter 22 
TV 23 
International 24 
www.volksblatt.li 
Enthüllung Auf einer Me- 
dienkonferenz im Liechten- 
stein Center wird eine 
Skulptur anlässlich des 
150-jährigen Bestehens der 
Harmoniemusik Triesen 
enthüllt. 
Fotogalerien Auch heute 
finden Sie Fotogalerien zu 
aktuellen Veranstaltungen in 
Liechtenstein und Umge- 
bung im Media Center auf 
www.volksblatt.li 
Neues Filmprojekt 
Liechtensteins 
Geschichte im Film 
Die Produktionsfirma JK-En- 
tertainment will in Kürze mit 
den Dreharbeiten für einen 
Dokumentarfilm über Liech- 
tensteins Geschichte begin- 
nen. Details dazu will Jürgen 
Kindle heute präsentieren. 
volksblatt.li 
-1° -4° 
Wetter Bei veränderli- 
cher Bewölkung gibt 
es noch einige Schnee- 
flocken. Seite 22 
Kostenexplosion 
Spital Glarus kämpft 
mit Spitalfinanzierung 
GLARUS Die Anfang 2012 in Kraft ge- 
setzte neue Spitalfinanzierung hat im 
Falle des Kantons Glarus die Kosten 
für die ausserkantonalen Behandlun- 
gen fast verdoppelt. Der Aufwand stieg 
von 8,5 auf 15 Millionen Franken. 13,7 
Millionen Franken betrugen die Nach- 
tragskredite und Kreditüberschreitun- 
gen im Kanton Glarus im letzten Jahr 
insgesamt. Wie aus den am Dienstag 
von der Kantonsregierung veröffentli- 
chen Zahlen hervorgeht, entfallen da- 
von allein 5 Millionen Franken auf die 
ausserkantonalen Hospitalisationen. 
Laut Regierungsangaben bestanden 
bei der Budgetierung der ausserkanto- 
nalen Spitalbehandlungen mit freier 
Spitalwahl wenig gesicherte Anhalts- 
punkte. Die These einer stärkeren Be- 
lastung der Kantone zugunsten der 
Krankenkassen habe sich bewahrhei- 
tet, schreibt die Regierung. (sda) 
Die Tageszeitung        für Liechtenstein 
Mittwoch, 13. Februar 2013 
136. Jahrgang Nr. 35 
Pferdefleischskandal 
zieht weite Kreise 
Coop nimmt Lasagne 
der Eigenmarke 
aus den Regalen. 
3 
Die fünfte Jahreszeit 
ist nun wieder vorbei 
Mit dem Finale Furioso 
ist in Triesenberg die 
Fasnacht beerdigt worden. 
5 
Starker Auftritt im Teambewerb 
LSV-Quartett überzeugt bei WM 
Nigg und Co. unterlagen 
den USA knapp 2:3 
13 
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Aktuelle Filmbeiträge zu Politik, Wirtschaft, 
Sport und Kultur 
Verschneites Finale 
Furioso in Triesenberg 
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Liechtensteins 
Exporte steigen 
Aussenhandel Im vergangenen Jahr wurde etwas mehr 
exportiert als im Jahr zuvor. Eigentlich ein Grund zur Freu- 
de. Doch wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. 
VON HOLGER FRANKE 
Liechtensteins Exportmotor läuft 
rund. Zumindest im Grossen und 
Ganzen. Trotz schwieriger globaler 
Konjunkturlage, trotz europäischer 
Schuldenkrise und trotz der daraus 
resultierenden Frankenstärke ex- 
portierten Liech- 
tensteins Unter- 
nehmen im vergan- 
gen Jahr Waren 
und Dienstleistun- 
gen im Wert von 
rund 3,4 Milliar- 
den Franken. Wie 
aus den Daten der Eidgenössischen 
Zollverwaltung, die das Amt Statis- 
tik in Vaduz publiziert hat, hervor- 
geht, ist dies ein Zuwachs von im- 
merhin 1,2 Prozent gegenüber dem 
Jahr 2011. 
Frankenstärke zeigt sich deutlich 
Trotz dieses durchaus erfreulichen 
Ergebnisses bleibt der wehmütige 
Blick in die Vergangenheit: «Das 
Vorkrisenniveau ist bei den Expor- 
ten wertmässig noch lange nicht er- 
reicht: 2008 exportierten wir für 4,2 
Milliarden Franken und liegen 2012 
‹erst› bei 3,4 Milliarden Franken», 
verdeutlicht Christian Hausmann, 
Leiter des Amtes für Volkswirt- 
schaft, gegenüber dem «Volksblatt». 
Besonders auffällig: Die kumulierte 
Menge der exportierten Güter liegt 
fast 10 Prozent über dem Wert des 
Jahres 2011. Unter dem Strich steht 
aber nur ein vergleichsweise mage- 
res Wertwachstum von 1,2 Prozent. 
Dennoch: Aus volkswirtschaftlicher 
Sicht bleibt das Jahr 2012 positiv in 
der Erinnerung. «Man darf hocher- 
freut über die Exportleistung unse- 
res Werkplatzes sein, der es in die- 
ser schwierigen Zeit geschafft hat, 
sich zu behaupten und der nach wie 
vor sehr konkurrenzfähig ist», so 
Hausmann. Und dies dürfte sich 
auszahlen: Man könne davon aus- 
gehen, dass sich das Bruttoinlands- 
produkt erhöhen werde. Zudem 
dürften positive Auswirkungen auf 
das Steuersubstrat erhofft werden, 
fasst der Leiter des Amtes für Volks- 
wirtschaft die möglichen positiven 
Konsequenzen des 
Ergebnisses zu- 
sammen. 
Beim Blick auf die 
Abnehmer liech- 
tensteinischer Gü- 
ter und Dienst- 
leistungen zeigt 
sich weitestgehend das ge- 
wohnte Bild. Allerdings spie- 
gelt sich auch die schwierige 
Situation auf den Welt- 
märkten wieder. Nach 
wie vor ist Europa die 
wichtigste Region für 
Liechtensteins Unter- 
nehmen, wenngleich 
hier ein Minus von 3,3 
Prozent verbucht werden 
muss. Abgesehen von der 
Schweiz, die naturgemäss zoll- 
technisch nicht erfasst wird, ist 
Deutschland der wichtigste Part- 
ner. Fast ein Viertel des liechten- 
steinischen Gesamtexportes findet 
in der Bundesrepublik seine Abneh- 
mer – minimal weniger als im Jahr 
zuvor. Deutlicher fallen die Einbus- 
sen bei den weiteren wichtigsten 
Handelspartnern aus: Österreich 
schlägt mit –10 Prozent zu Buche, 
Italien mit –17 Prozent. Auf der an- 
deren Seite fällt unter anderem 
Frankreich mit einem Plus von 2,8 
Prozent auf. Die Exporte nach Asi- 
en blieben mit einem Minus von 1,1 
Prozent relativ stabil. Deutliche Zu- 
wächse wurde auf dem nordameri- 
kanischen Kontinent verzeichnet – 
allen voran in den USA mit einem 
Plus von fast 25 Prozent. 
LIECHTENSTEINS BEDEUTENDSTE EXPORTPARTNER 
Europa insgesamt: 2,04 Mrd Franken 
Deutschland   799 Mio. Franken 
Österreich   324 Mio. Franken 
Frankreich 295 Mio. Franken 
Italien   128 Mio. Franken 
Amerika insgesamt:   638 Mio. Franken 
USA   472 Mio. Franken 
Asien insgesamt:   619 Mio. Franken 
VR China   158 Mio. Franken 
Japan 65 Mio. Franken 
Hongkong   63 Mio. Franken 
Taiwan   56 Mio. Franken 
Afrika insgesamt:  38 Mio. Franken 
Südafrika   20. Mio Franken 
(Zahlen gerundet. Quelle: Amt für Volkswirtschaft) 
Europa bleibt für den Export am wichtigsten 
Liechtensteins Exporte sind im Jahr 2012 um 1,2 Prozent auf 3,4 Mrd. Franken 
gestiegen. Die Importe sanken im Wert, stiegen aber in der Menge. (Foto: SSI) 
«Im vergangenen Jahr 
hat der Werkplatz 
der Krise getrotzt.» 
CHRISTIAN HAUSMANN 
LEITER AMT FÜR VOLKSWIRTSCHAFT 
www.volksblatt.li 
Zitat des Tages 
«Ich bin bereit, Herrn 
Chatib in jeder auslän- 
dischen Stadt zu treff en, 
in die ich reisen kann, um 
über Vorbereitungen für 
einen nationalen Dialog 
zu diskutieren.» 
ALI HAIDAR 
SYRISCHER MINISTER FÜR NATIONALE 
AUSSÖHNUNG ZUM VORSCHLAG EINES 
MINISTERS, OPPOSITIONSFÜHRER AHMED 
MOAS AL-CHATIB IN GENF ZU EINEM GE- 
SPRÄCH ZU TREFFEN. 
Seite 8 www.kleininserate.li
	        

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