Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2013)

Squash 
NLB-Damen heute 
auf Sieg eingestellt 
VADUZ In der Nationalliga B (Rück- 
runde der besten sieben Mannschaf- 
ten) gastieren die Damen des SRC 
Vaduz heute (19.30 Uhr) bei Uster III. 
Dabei ist das SRCV-Trio Petrina Da- 
vey, Nicole Betchem und Nicole Eis- 
ler gegen das Schlusslicht klarer Fa- 
vorit. «Wir sind auf allen drei Positi- 
onen auf Sieg eingestellt», gibt Bet- 
chem die Marschroute unmissver- 
ständlich vor. (rob) 
Rad 
Contador-Aussage 
am 22. Februar 
MADRID Im Prozess gegen Doping- 
Arzt Eufemiano Fuentes wird der 
zweifache Tour-de-France-Sieger Al- 
berto Contador am 22. Februar als 
Zeuge aussagen. Das höchste Madri- 
der Gericht gab bekannt, dass Con- 
tador persönlich erscheinen und 
nicht – wie ursprünglich geplant – 
per Videokonferenz vernommen 
werde. Contador gehörte 2006 dem 
Liberty-Seguros-Team von Manolo 
Saiz, einem der Angeklagten, an. 
Der 30-jährige Spanier war in einem 
anderen Verfahren 2012 wegen der 
Einnahme von Clenbuterol bei der 
Tour de France 2010 rückwirkend 
für zwei Jahre gesperrt worden. Seit 
dem 6. August 2012 ist er wieder 
startberechtigt. Ende Januar feierte 
er bei der Tour de San Luis in Argen- 
tinien seinen ersten Etappen-Sieg in 
diesem Jahr. (si) 
Rad: Rennen im Ausland 
Oman-Rundfahrt. 1. Etappe, Al Musannah – Sul- 
tan Qaboos University (162 km): 1. Marcel Kittel 
(De) 4:04:59. 2. Davide Appollonio (It). 3. Nacer 
Bouhanni (Fr). 4. Alexander Kristoff (No). 5. Tom 
Boonen (Be). 6. Taylor Phinney (USA). – Ferner: 
43. Grégory Rast (Sz). 45. Fabian Cancellara (Sz). 
59. Alberto Contador (Sp). 64. Pirmin Lang (Sz). 
66. Michael Schär (Sz). 67. Jonathan Fumeaux 
(Sz). 70. Martin Elmiger (Sz). 84. Johann Tschopp 
(Sz). 85. Cadel Evans (Au). 93. Reto Hollenstein 
(Sz), alle gleiche Zeit. 138. Bradley Wiggins (Gb) 
1:21 zurück. 
18 | Sport 
DIENSTAG 
12. FEBRUAR 2013 
Eggenberger bereits in guter Form: 
FL-Golfer stellt Platzrekord ein 
Golf Liechtensteins Topgol- 
fer Mathias Eggenberger zeigt 
zu Beginn des Jahres, dass 
er in blendender Verfassung 
ist. Seine Resultate an zwei 
Turnieren in Dubai lassen 
den Schaaner zuversichtlich 
in die neue Saison gehen. 
Nachdem 
er an der Universi- 
tät im schottischen Stirling 
seine letzte Prüfung im 
Fach «Sport» abgelegt hat- 
te, ging es für Mathias Eggenberger 
sogleich mit der Universitätsmann- 
schaft nach Dubai. Neben täglichem 
Training von 7.30 Uhr morgens 
(Fitness Training) bis abends 9.00 
Uhr (Mental Training) bestritten 
die Spieler der Universitätsmann- 
schaft auch zwei Turniere, das Yas 
Links Amateur Open und die Al Ain 
Open Championship. Zwischen die- 
sen beiden Turnieren besuchte die 
Mannschaft das Turnier der Europe- 
an-Tour in Dubai. Beim ersten Tur- 
nier auf dem Yas-Links-Golf-Course 
spielte Eggenberger brilliantes Golf. 
Der Yas-Links-Golfplatz ist der am 
schwierigsten klassierte Golfplatz in 
den Vereinigten Arabischen Emira- 
ten. Er ist noch zwei Schläge schwie- 
riger eingestuft, als der Golfplatz 
Weissensberg am Bodensee. 
Platzrekord beim ersten Turnier 
Eggenberger spielte am ersten Tag 
ein Bogey (ein Schlag über der 
Lochvorgabe), neun Birdies (ein 
Schlag unter der Lochvorgabe) und 
stellte mit 64 Schlägen den Platzre- 
kord von Retief Goosen, dem südaf- 
rikanischen Weltklassespieler und 
zweifachen US-Open-Gewinner, 
ein. Mit entsprechendem Druck 
ging es deshalb in den zweiten Tag. 
Eggenberger konnte bei Regen und 
starkem Wind nicht an sein Ergeb- 
nis vom Vortag anknüpfen und 
wurde schliesslich geteilter Zweiter 
mit zwei Schlägen Rückstand. «Ir- 
gendwie habe ich heute meinen 
schlechten Tag eingezogen. Ich war 
mental nicht auf der Höhe und ha- 
be wirklich blöde Fehler gemacht, 
die ein Spieler meiner Leistungs- 
stärke eigentlich nicht machen soll- 
te», war der Kommentar eines 
sichtlich enttäuschten Eggenber- 
gers nach dem zweiten Tag. Nach 
acht unter spielte er vier über, was 
einer Differenz von zwölf Schlägen 
auf demselben Platz entsprach. 
Flugmeilen als Motivation 
Das zweite Turnier fand im Al Ain 
Golfclub statt. Eggenberger hatte 
sich von seiner Enttäuschung erholt 
und spielte am ersten Tag zwei un- 
ter, wobei ihn das unnötige Bogey 
auf dem 18. Loch etwas ärgerte. Da- 
mit war er aber im Spitzenfeld der 
100 teilnehmenden Golfer, die so- 
wohl aus der Region als auch aus Eu- 
ropa stammten, und zuversichtlich 
gestimmt für den zweiten Tag. «Wir 
haben in Orlando und auch hier in 
Dubai sehr gut trainieren können. 
Ich habe mich auch an meine neuen 
Schläger gewöhnt und fühle mich 
sehr wohl, was bisher Anfang der 
Saison nie so der Fall gewesen ist», 
bemerkte er weiter. Am zweiten Tag 
fand er zu seiner guten Form zurück 
und konnte sich wiederum steigern. 
Nachdem er sich auf dem 16. Loch 
noch ein Double Bogey einfing – der 
Ball aus dem Bunker landete im 
Wasser – konnte er sich mit einer 
Runde von 5 unter Par auf dem Par- 
72-Platz doch noch den Sieg mit zwei 
Schlägen Vorsprung sichern. Dem 
Sieger winkten 40 000 Flugmeilen, 
die Eggenberger wegen seiner vielen 
Flugreisen zu Golfturnieren sicher 
gut gebrauchen kann. Damit verbes- 
serte der junge Schaaner Golfer sein 
Handicap auf +3.7. Ein Wermutstrop- 
fen ist lediglich, dass die beiden 
Turniere nicht für das World-Ran- 
king zählen. Dort werden nur Tur- 
niere berücksichtigt, welche über 54 
Löcher gespielt werden. 
Nächste Woche fliegt Eggenberger 
mit drei seiner Mannschaftskollegen 
nach Los Angeles, wo sie von der 
Stanford University, in der Tiger 
Woods studierte, als einzige auslän- 
dische Mannschaft zum Finale der 
amerikanischen Universitätsmeister- 
schaften eingeladen wurden. (pd) 
Mathias Eggenberger freut sich über den Turniersieg in Dubai. (Foto: ZVG) 
Golf 
Brandt Snedeker 
bleibt im Hoch 
PEBBLE BEACH Der Amerikaner 
Brandt Snedeker (Foto) ist der beste 
Golfprofi der letzten vier Monate. Er 
gewann am Wochenende überlegen 
das mit 6,5 Millionen Dollar dotierte 
Turnier in Pebble Beach. In der 
Weltrangliste verbesserte er sich 
von der 6. an die 4. Stelle. 
Der 32-jährige Sonnyboy aus Nash- 
ville begann die Saison 2013 mit 
zwei zweiten Plätzen hinter Tiger 
Woods respektive Phil Mickelson, 
nachdem er im Oktober ebenfalls im 
Rahmen der US PGA Tour die Tour 
Championship und die Gesamtwer- 
tung des FedEx-Cups gewonnen hat- 
te. Auf dem weltberühmten, pitto- 
resken Platz von Pebble Beach an 
der kalifornischen Küste südlich von 
San Francisco war Snedeker eine 
Klasse für sich. Er erspielte sich bei 
seinem insgesamt fünften Tour-Sieg 
einen Vorsprung von drei Schlägen 
auf den ersten Verfolger, den Ameri- 
kaner Chris Kirk, und durfte am En- 
de einen Check über 1,17 Millionen 
Dollar entgegennehmen.   (si) 
Pebble Beach/Monterey, Kalifornien. US PGA 
Tour (6,5 Mio. Dollar/3 Plätze/Par-Total 286): 1. 
Brandt Snedeker (USA) 267 (66/68/68/65). 2. 
Chris Kirk (USA) 269. 3. Kevin Stadler (USA), Jim- 
my Walker (USA) und James Hahn (USA) je 272. – 
Ferner: 9. Retief Goosen (SA) 275. 26. Webb Sim- 
pson (USA) 279. 30. Jim Furyk (USA) 281. 46. Lee 
Westwood (Eng) 283. 50. Mike Weir (Ka) und Vi- 
jay Singh (Fidschi) je 284. 60. Phil Mickelson 
(USA) 285. 
Auf der Suche nach dem «alten» Nadal: 
Knie bestand beim Comeback ersten Härtetest 
Tennis Lange hat man auf der ATP-Tour auf Rafael Nadal gewartet, nach sieben Monaten ist er endlich wieder zurück. Für 
den Spanier war das Turnier in Viña del Mar vor allem ein Test für sein lädiertes Knie. Ganz der Alte ist er noch nicht. 
VON MURIEL FIECHTER OBERHOLZER 
Zwei Punkte fehlten Rafael Nadal 
zum Titel beim Sandplatz-Turnier in 
Chile. Auf seiner Lieblingsunterlage 
hätte der Spanier vor seiner Verlet- 
zungspause die Partie wohl kompro- 
misslos beendet. Nun aber verlor er 
in knapp drei Stunden gegen die 
Nummer 73 der Welt, Horacio Zebal- 
los, 7:6 (7:2), 6:7 (6:8), 4:6. 
Der Argentinier, der 
mit 27 Jahren sein 
erstes ATP-Tur- 
nier gewann, 
ist erst der 
dritte Spie- 
ler, der Na- 
dal in ei- 
nem Sand- 
platz-Fina- 
le bezwin- 
gen konn- 
te. Vorher 
hatten das 
nur Novak Djo- 
kovic (Madrid 
und Rom 2011) sowie 
Roger Federer (Ham- 
burg 2007 und Madrid 
2009) geschafft. 
Seine fünfte Niederlage im 41. Final 
auf Sand dürfte Nadal zwar ge- 
wurmt, nicht aber sonderlich beun- 
ruhigt haben. Zum einen bestritt der 
26-Jährige erstmals seit dem 28. Juni 
2012 und seiner Zweitrunden-Nie- 
derlage in Wimbledon wieder ein 
Turnier auf der ATP-Tour. Zum an- 
deren war der Einsatz in Viña del 
Mar vor allem ein Test für das linke 
Knie. «Für mich ist es schon ein 
Sieg, hier das Finale erreicht zu ha- 
ben», sagte Nadal. «Ich spielte mit 
dem, was ich habe und derzeit liegt 
einfach nicht mehr drin.» Dass sein 
Knie sieben Spiele im Einzel und 
Doppel innerhalb von sechs Tagen 
ausgehalten habe, erleichterte den 
Spanier besonders. 
Es fehlen noch Trainingswochen 
Nadal wählte für sein Comeback ein 
ATP-250-Turnier, die tiefste Katego- 
rie auf der ATP-Tour. Gegner wie Fe- 
derico Delbonis (ATP 128), Daniel Gi- 
meno-Traver (64) oder Jérémy Char- 
dy (26) waren sicherlich keine allzu 
hohen Hürden auf dem Weg ins End- 
spiel. Der Fakt, dass der Mallorqui- 
ner in Viña del Mar bis zum Final 
keinen Satz verlor und seinen Ser- 
vice nur im allerersten Aufschlag- 
spiel des Turniers abgab, weckt 
Hoffnungen, dass der aktuelle 
Weltranglisten-Fünfte bald wieder 
das Triumvirat Djokovic/Federer/ 
Murray aufmischen wird. 
Er selbst dämpft die zu euphori- 
schen Stimmen: «Meine Reaktion 
auf dem Platz ist noch nicht diesel- 
be. Ausserdem fehlt mir noch Kraft 
und Energie in den Beinen, um 
die Bälle besser zu vertei- 
len», analysierte Nadal seine 
Handicaps. Tennis spielen 
könne er immer noch, es 
fehlten ihm aber noch 
mehrere Trainingswochen 
und Spielpraxis. Das linke 
Knie, an welchem er am 
Hoffa-Kastert-Syndrom 
erkrankt war, ist noch 
nicht ganz schmerzfrei. 
«An manchen Tagen ist 
es gut, an anderen wird 
es schlechter», gab Na- 
dal zu. «Das beeinflusst 
eben auch meine Ta- 
gesform.» 
Mit langsamen Schritten will sich 
Nadal wieder an sein altes Niveau 
herantasten. Die nächsten beiden 
Turniere wird Rafael Nadal eben- 
falls auf Sand bestreiten. Diese Wo- 
che spielt er beim ATP-250-Turnier 
in São Paulo, bevor beim 500-Tur- 
nier in Acapulco (Mex) der erste 
Härtetest mit möglichen Gegnern 
wie Titelverteidiger David Ferrer 
(ATP 4), Nicolas Almagro (11) oder 
Stanislas Wawrinka (17) erfolgt. 
Nach den beiden (Hartplatz-)Masters 
1000 in Indian Wells und Miami, die 
für sein Knie eine besondere Belas- 
tung sein werden, kehrt Nadal auf 
europäischen Sand zurück. Geplant 
sind Einsätze in Monte Carlo, Barce- 
lona und Rom. 
Hauptziel: 8. French-Open-Titel 
Das Hauptziel der ehemaligen Welt- 
nummer 1 ist das French Open vom 
26. Mai bis 9. Juni, wo er seinen ach- 
ten Titel – den zwölften an einem 
Grand-Slam-Turnier insgesamt – an- 
strebt. In der französischen Haupt- 
stadt Paris feierte Rafael Nadal sei- 
nen bislang letzten Turniersieg und 
dort hat er seit 2005 nur eine einzi- 
ge Partie verloren. Roland Garros 
soll seine lange, verletzungsbeding- 
te Durststrecke beenden und ihm 
dabei helfen, wieder ganz der Alte 
zu werden. 
Diese Woche startet 
Rafael Nadal am ATP- 
Turnier von São Paulo 
(Br), wo er wiederum 
in der Einzel- und Dop- 
pelkonkurrenz antreten 
wird. (Foto: VMH) 
RESULTATE 
Viña del Mar (Chile). ATP-Turnier (410 200 
Dollar/Sand). Einzel, Final: Horacio Ze- 
ballos (Arg) s. Rafael Nadal (Sp/1) 6:7 
(2:7), 7:6 (8:6), 6:4. 
Doppel, Final: Paolo Lorenzi/Potito Stara- 
ce (It) s. Juan Monaco/Rafael Nadal (Arg/ 
Sp) 6:2, 6:4.
	        

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