Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2013)

SAMSTAG 
9. FEBRUAR 2013 
23 Kultur 
Bad Ragaz 
«Next Generation» 
mit Zigeunerfeuer 
Drei junge Solisten konzer- 
tieren um 20.30 Uhr im Kur- 
saal des Grand Resort unter 
dem Titel «Zigeunerfeuer». 
Fabriggli Buchs 
Slam Poetry in seiner 
ganzen Vielfalt 
Um 20 Uhr sinniert der erst 
20 Jahre junge Laurin Buser 
im Fabriggli über seine eige- 
ne Generation. 
Heute 
Berlinale 
Gordon-Levitt 
mit eigenem Film 
BERLIN Er spielt den Präsidenten- 
sohn in Steven Spielbergs «Lincoln»- 
Biografie und den jungen Polizisten 
John Blake im Batman-Film «The 
Dark Knight Rises»: Jetzt kommt 
Joseph Gordon-Levitt mit einem ei- 
genen Film in die Kinos – und hat da- 
bei auch die Hauptrolle. «Ich habe 
lange gekämpft, um einen Spielfilm 
zu drehen», sagte der amerikani- 
sche Schauspieler am Freitag bei der 
Vorstellung von «Don Jon’s Addic- 
tion» in der Reihe Panorama Special 
der Berlinale. Gordon-Levitt hat es 
sich für die Rolle nicht leicht ge- 
macht: Er spielt einen jungen Mann, 
der zwischen seiner Sucht nach In- 
ternetpornos und der realen Liebe 
in eine Lebenskrise gerät – aller- 
dings erst als ihn seine Freundin 
Barbara (Scarlett Johansson) auf fri- 
scher Tat ertappt. Den Wert von Be- 
ziehungen entdeckt «Don Jon» Mar- 
tello erst in der Beziehung zu seiner 
älteren Freundin Esther (Julianne 
Moore). Beide Schauspielerinnen 
seien von dem Drehbuch begeistert 
gewesen und hätten bald zugesagt. 
«Ich finde, Julianne ist eine der 
grössten Schauspielerinnen über- 
haupt, und Scarlett war meine 
Traumbesetzung.» Disco, Sex, Inter- 
net, Fitnessstudio, Kirche – Martel- 
los Leben läuft immer in den glei- 
chen Bahnen. «Ich wollte ein schwie- 
riges Thema leicht angehen», sagte 
Gordon-Levitt über die Komödie, die 
im italienischen Milieu von Newark 
bei New York spielt.   (sda) 
Das Vergehen der Zeit 
Lyrik Die Künstler Erika Kronabitter, Arno Oehri und Denise Kronabitter präsentierten gestern Abend in der Galerie Domus 
in Schaan eine Klang- und Wortperformance unter dem Titel «Das Vergehen der Zeit». 
VON HARTMUT NEUHAUS 
«Vergehen ist alles, alles wächst um 
zu vergehen», erläuterte die Vorarl- 
berger Schriftstellerin Erika Krona- 
bitter in einem Interview ihr Werk 
«Decodierung der Dekaden». Um 
«das Vergehen der Zeit» handelte 
sich gestern Abend die künstleri- 
sche Klang- und Wortperformance 
der drei Künstler. In seinen einlei- 
tenden Worten freute sich Arno 
Oehri, der momentan in der Galerie 
Domus seine Werke unter dem Titel 
«Das Vergehen der Zeit (Möglich- 
keitsfelder)»  ausstellt, dass die be- 
kannte europäische Schriftstellerin 
Erika Kronabitter in ihrem neusten 
Werk auch zwei Lyrik-Stücke zum 
Thema «Vergänglichkeit» in Anleh- 
nung an seine Bilderreihe in ihrem 
neuesten Werk geschrieben hat. 
Vielfältige Kunst 
Am gestrigen Anlass konnten die 
zahlreich erschienenen Besucher 
Kunst in dreifacher Weise erleben. 
Erika Kronabitter las aus ihrem 
Werk «Decodierung der Dekaden» 
vor, während Arno Oehri mithilfe 
eines elektronischen Loop- und 
Hallgerätes und verschiedenen Inst- 
rumenten den Klangteppich bzw. 
die Klangfelder lieferte. Perfekt da- 
zu integriert waren die Percussion 
und Vokaleinlagen von Denise Kro- 
nabitter. Je nach Lyrik-Text ent- 
stand so eine Stimmung, die die 
hinterlassenen Eindrücke noch ver- 
stärkte. Der Anlass fand in der Mit- 
te der Galerie statt, umrahmt von 
den Bildern von Arno Oehri. Der 
Künstler experimentierte in seinen 
jüngsten Werken hauptsächlich mit 
Wasser, so war es beim Trocknen 
der Bilder der Zeit überlassen, wie 
das Bild dann schlussendlich aus- 
sieht. 
Genauso machten die Künstler es 
gestern Abend, denn Arno Oehri 
betonte, dass sie die ganze Klang- 
und Wortperformance nie geübt 
oder einstudiert hätten, alle Geräu- 
sche und Abläufe seien improvi- 
siert. 
Decodierung der Dekaden 
Erika Kronabitter ist eine «Allround- 
Künstlerin». Sie beschäftigt sich mit 
Lyrik, Prosa, Videokunst, Konzept- 
kunst, Malerei, Grafik und Foto- 
Kunst. Diese Vielfältigkeit kommt 
auch in ihrem 6. Gedichtband «De- 
codierung der Dekaden» zum Vor- 
schein. Die manchmal lustigen, trau- 
rigen und schockierenden Lyrik-Stü- 
cke zeigen den Rhythmus des Le- 
bens, das Auf- und Abbewegen, die 
Wellen und die Ereignisse, die jeden 
Menschen treffen. Nach dem Ereig- 
nis ist etwas anderes möglich als 
vorher. In einem Zyklus von fünf De- 
kaden entwickelte die Autorin einen 
Kontext zu Themen wie Zagen, Fra- 
gen, Sagen, Gewalt und Mut. Erika 
Kronabitter erhielt 2011 den Theo- 
dor Körnerpreis. In einem Interview 
erklärte die Künstlerin, dass man 
sich mit den Themen in ihrem neu- 
esten Werk auseinandersetzen und 
beschäftigen müsse. Man müsse sie 
zerpflücken. Ein Apéro, spendiert 
von der Gemeinde Schaan, rundete 
den gelungenen Anlass ab. 
Präsentierten Kunst in dreifacher Weise: Arno Oehri sowie Erika und Denise Kronabitter. (Foto: Nils Vollmar) 
www.volksblatt.li 
Landesmuseum 
Ferienworkshop 
im Museum 
VADUZ Das Liechtensteinische 
Landesmuseum bietet in den 
Sportferien am Mittwoch, 13. Fe- 
bruar, und am Donnerstag, 14. 
Februar, jeweils von 14 bis 17 Uhr 
einen Ferienworkshop für Kinder 
von 9 bis 12 Jahren zur Sonder- 
ausstellung «Matheliebe». In ei- 
nem ersten Teil wird gemeinsam 
die Ausstellung besucht. Dabei 
stehen neben wenigen Zahlen 
und Formeln vor allem die spie- 
lerischen Aufgaben im Zentrum: 
Wie funktioniert der Turm von 
Hanoi? Wie haben die Baumeis- 
ter in der Antike ein Dreieck be- 
rechnet? Was steckt hinter dem 
«Friend»? Welche Form hat ei- 
gentlich ein Fussball? Anschlies- 
send wird im Werkraum des Lan- 
desmuseum mit Laubsäge und 
Holz das Spiel «Tangram» herge- 
stellt. Die Kosten betragen 5 
Franken pro Kind. Wegen der be- 
grenzten Platzzahl wird um An- 
meldung gebeten. (pd) 
Kontakt: Liechtensteinisches Landes- 
museum, lic. phil. Sabina Braun (Bildung 
und Vermittlung); T +423 239 68 26, 
www.landesmuseum.li 
Ticketverlosung 
Wegbereiter 
des Grunge 
ZÜRICH Zusammen mit Genre-Iko- 
nen wie den Pixies und Sonic 
Youth gilt Dinosaur Jr. als Wegbe- 
reiter von Bands wie Nirvana 
oder der Grunge Musik im Allge- 
meinen. Der grosse Durchbruch, 
wie sie ihre Nachfolger erleben, 
blieb Dinosaur Jr. leider ver- 
wehrt. 1994 löste sich die Forma- 
tion auf. 2005 haben sich J. Ma- 
scis, Lou Barlow und Murph wie- 
der zusammengerauft, Alben auf- 
genommen und sind auch wieder 
auf Tour. Das neueste Werk mit 
dem klingenden Namen «I Bet On 
Sky» ist im September des letzten 
Jahres erschienen. Am 14. Febru- 
ar stehen die Ikonen des frühen 
Indie-Rock auf der Bühne des 
Plaza in Zürich. (pd/jg) 
Das «Liechtensteiner Volksblatt» verlost 
für das Konzert von Dinosaur Jr. im Plaza, 
Zürich, vom 14. Februar, 1 x 2 Tickets. Ein- 
fach eine E-Mail an jgauer@volksblatt.li mit 
dem Betreff  «Dinosaur» senden. Einsende- 
schluss ist der 10. Februar. Der Rechtsweg 
ist ausgeschlossen. 
Dinosaur Jr. gastieren im Plaza in 
Zürich. (Foto: ZVG) 
«Ohr-Geld Rio»in der Tangente 
Legendär Am Samstag, den 16. Februar, gastiert um 20.15 Uhr die österreichische Band 
«Ohr-Geld Rio» in der Tangente in Eschen. 
«Ohr-Geld Rio», das sind Herwig 
Gradischnig (ts), Erwin Schmidt 
(Hammond B3), Christian Havel 
(git), Daniel Nösig (tp) und Mario 
Gonzi (dr). Die fünf Musiker zählen, 
ob mit ihren eigenen Projekten oder 
als gefragte «sidemen», zu den her- 
ausragenden und umtriebigsten Per- 
sönlichkeiten der österreichischen 
Jazzszene. Mit der Band «Ohr-Geld 
Rio» huldigen sie der legendären 
Hammond Orgel. Groove, Jazz, Boo- 
galoo und Blues im typischen Sound 
der Sechziger, die fetten Bässe der 
Hammond, zwei «jazzy» Horns, a 
«funky» Guitare und some «nasty» 
Drums. 
Abgeklärt und stilsicher 
Gradischnig zählt zu den herausra- 
genden Komponenten der enorm 
umtriebigen Jazzszene Wiens. Sein 
ausgefüllter, emphatischer Sound 
lässt keinen Zweifel an seiner Ent- 
schlossenheit. Ungemein abgeklärt 
und stilsicher besticht er mit Beweg- 
lichkeit und Biss. Ihm scheints dort 
am wohlsten zu sein, wo Tradition 
und Moderne sich kreuzen und der 
Jazz zeitlos wird. 
Erwin Schmidt unterrichtet an der 
Musikuni Wien und ebenso an der 
Uni Graz. Er ist harmonisch wohl 
der feinste Hammond-B3-Spieler. 
Christian Havel begann 1992 seine 
Lehrtätigkeit im «Vienna Konserva- 
torium» (Jazzgitarre, Ensembles, 
Improvisation), seit 1995 ist er als 
Dozent bei diversen Jazzworkshops 
tätig und hat mit vielen internatio- 
nalen Musikern der Jazz-Szene ge- 
spielt. Daniel Nösig erhielt im Mai 
2000 das «Master of Music»-Diplom 
am Royal Conservatory in Den Haag 
(NL) bei Erik Vloeimanns und Ack 
van Rooyen. Seit 2011 ist er Lehrbe- 
auftragter für Jazz Trompete am 
Landeskonservatorium in Kärnten. 
Seit 1999 ist Mario Gonzi Schlagzeu- 
ger des internationalen «Vienna Art 
Orchestra». Auf unzähligen Sessions 
spielte er mit Musikern wie Freddie 
Hubbard, Wynton Marsalis, Dewey 
Redmann, Reggie Workman, Joe 
Lovano, David Liebman, Bob Moo- 
ver uva. Er erhielt im Jahr 2001 den 
Koller Jazz Preis als «Sideman des 
Jahres».   (pd) 
Weitere Informationen auf www.tangente.li 
Es ist eine feste Grösse in der enorm umtriebigen Jazzszene Wiens und gastiert 
kommenden Samstag in Eschen: Das Quintett «Ohr-Geld Rio». (Foto: ZVG) ANZEIGE
	        

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