Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2013)

Heute 
Alpine WM Tina Weirather für 
Spezialabfahrt zuversichtlich 
SCHLADMING An der alpinen Ski-WM 
in Schladming (Ö) stehen am Wo- 
chenende zwei Höhepunkte an. Heu- 
te werden die Medaillen in der Spe- 
zialabfahrt der Männer vergeben. 
Dieser Entscheidung wird mit gros- 
ser Spannung entgegengefiebert. 
Die Podestanwärter kommen aus 
verschiedensten Ländern, in der bis- 
herigen Saison trugen sich in sechs 
Abfahrten fünf Fahrer in die Sieger- 
listen ein. Die Ausgangslage ist so of- 
fen, wie lange nicht mehr. 
Aus Liechtensteiner Sicht heisst es 
morgen Sonntag: Daumen drücken. 
Tina Weirather startet in der Spezi- 
alabfahrt der Frauen. Obwohl die 
Weltmeisterschaft in der Steiermark 
bisher für das LSV-Ass mit dem 
Ausfall im Super-G und dem 
Sturz im ersten Abfahrtstrai- 
ning nicht optimal verlaufen ist, 
geht sie zuversichtlich ins Ren- 
nen. Gestern fuhr sie in der Abfahrt 
zur Super-Kombination auf Platz 23, 
konnte aber ihrer Fahrt 
dennoch Positives abge- 
winnen: «Ich finde, dass 
ich einen guten Job ge- 
macht habe und weiss auch, 
was ich für das Rennen 
besser machen muss», 
erklärte die 23-Jährige 
im Zielraum. (rob/mp) 
Seiten 16 und 17 
Tina Weirather ist 
bereit für die 
WM-Spezialabfahrt 
am Sonntag. (Foto: VMH) 
Nach erstem Abtasten: FBP 
entscheidet am 20. Februar 
Gespräche VU, DU und 
Freie Liste: In dieser Reihen- 
folge trafen sich mögliche 
Koalitionspartner gestern zu 
ersten Sondierungsgesprä- 
chen mit der FBP. 
VON MICHAEL BENVENUTI 
Über die Inhalte der jeweils rund 
einstündigen Gespräche wurde zwi- 
schen den Parteien und Gruppierun- 
gen Stillschweigen vereinbart. Nur 
so viel verrieten sie in einer gemein- 
sam verfassten Medienmitteilung: 
«Da es sich um Sondierungsgesprä- 
che handelte, wurden bei den Tref- 
fen keine konkreten Inhalte bespro- 
chen. Vielmehr wurde das Wahler- 
gebnis diskutiert und anschliessend 
die Vorstellungen bezüglich einer 
allfälligen zukünftigen Zusammen- 
arbeit in Regierung und Landtag 
ausgetauscht.» Die Treffen seien in 
freundschaftlich-sachlicher Atmos- 
phäre geführt worden «und waren 
durchweg sehr interessant».   
FBP berät nun intern 
Für die FBP, die aus der Landtags- 
wahl am Sonntag als stärkste Kraft 
hervorgegangen war, nahmen Par- 
teipräsident Alexander Batliner, Re- 
gierungschefkandidat Adrian Hasler 
und Vizepräsident Oberland Elmar 
Kindle an den Sondierungsgesprä- 
chen teil. Die VU-Delegation bestand 
aus Parteipräsident Jakob Büchel, 
Regierungschefkandidat Thomas 
Zwiefelhofer und dem Landtagsab- 
geordneten Christoph Wenaweser. 
Die Abordnung der Liste DU bildeten 
deren Gründer Harry Quaderer, der 
Landtagsabgeordnete Pio Schurti 
und der stellvertretende Landtags- 
abgeordnete Peter Wachter; seitens 
der Freien Liste kamen Parteipräsi- 
dent Wolfgang Marxer, Regierungs- 
chefkandidat Pepo Frick sowie das 
Präsidiumsmitglied Georg Kauf- 
mann zu den Gesprächen. 
Die Bürgerpartei berät nun zuerst 
intern und wird nach den Semester- 
ferien eine erste Entscheidung tref- 
fen. Am 18. Februar befasst sich das 
FBP-Präsidium mit den Sondierungs- 
gesprächen, am 20. Februar be- 
schliesst dann der Landesvorstand, 
mit wem die FBP konkrete Koaliti- 
onsverhandlungen aufnehmen wird. 
«Wir werden die Öffentlichkeit über 
die weiteren Schritte transparent in- 
formieren», versprach Alexander 
Batliner gestern. 
Wie berichtet, sprach sich der VU- 
Parteivorstand am Donnerstag mit 
grosser Mehrheit für «eine politische 
Zusammenarbeit aus, sofern die Er- 
gebnisse der Sondierungsgespräche 
und allfälliger Koalitionsverhandlun- 
gen dafür eine Perspektive bieten». 
Nur 2 der rund 60 Anwesenden wa- 
ren für den Gang in die Oppositon. 
Trafen sich gestern zu ersten Sondierungsgesprächen: FBP-Präsident Alexander Batliner, FBP-Regierungschefkandidat 
Adrian Hasler, VU-Präsident Jakob Büchel, VU-Spitzenkandidat Thomas Zwiefelhofer, FL-Präsident Wolfgang Marxer, 
FL-Regierungschefkandidat Pepo Frick sowie Harry Quaderer und Pio Schurti von DU. (Foto: Michael Zanghellini) 
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Proteste Tausende Men- 
schen sind bereits gestern in 
Ägypten aus Protest gegen 
den islamistischen Staats- 
chef Mohammed Mursi auf 
die Strasse gegangen. 
Fotogalerien Auch heute 
finden Sie Fotogalerien zu 
aktuellen Veranstaltungen in 
Liechtenstein und Umge- 
bung im Media Center auf 
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Närrisches Treiben 
Fasnachtswochenende 
in Liechtenstein 
Man muss es fast nicht er- 
wähnen, aber die Fasnacht 
erreicht an diesem Wochen- 
ende ihren Höhepunkt mit 
der Gemeinde Schaan im 
Mittelpunkt. Heute ab 19 Uhr 
Monsterkonzert im Zentrum. 
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Wetter Aus vielen 
Wolken fällt zeit- 
weise Schnee. 
Seite 25 
Kommentar 
VU: Plötzlich sind 
die anderen schuld 
Dass 
Parteien nach Wahlnie- 
derlagen versuchen, das 
Ergebnis schönzureden, ist 
nachvollziehbar. Wie die 
VU nun aber versucht, sich aus der 
Verantwortung zu stehlen, ist schon 
sehr befremdlich. Schuld an der his- 
torischen Pleite soll plötzlich der 
frühere Parteipräsident Adolf Heeb 
sein, weil er die VU im Sommer 2011 
in «desolatem Zustand» hinterlassen 
hat, wie das «Vaterland» gestern 
schrieb. Als Heeb das Amt vor ein- 
einhalb Jahren an Jakob Büchel 
übergab, sprach Letzterer hingegen 
noch davon, auf «ein gutes Erbe» zu- 
rückgreifen zu können.   
Dass die «desolate» VU unter Heeb 
die Absolute bei den Landtagswah- 
len 2009 holte und bei den Gemein- 
deratswahlen 2011 stark abschnitt, 
ist der VU-Postille keine Zeile mehr 
wert. Umgekehrt wird ausgerechnet 
der jetzige VU-Präsident Büchel als 
Garant der Erneuerung und der in- 
nerparteilichen Harmonie darge- 
stellt. Das Vorgehen der VU ist nicht 
nur ein offensichtliches Verleugnen 
der Tatsachen, es offenbart auch 
den Stil der Union: Für Niederlagen 
werden grundsätzlich andere ver- 
antwortlich gemacht. 
Wie unglaubwürdig die VU ist, zeigt 
auch das Beispiel von Marcus Rick: 
Nachdem Jakob Büchel wochenlang 
behauptet hatte, dass bei der VU 
personelle Entscheide erst nach der 
Wahl gefällt würden, bestätigte 
Rick nun, dass sein Verzicht als Re- 
gierungsrat im Fall einer Wahlnie- 
derlage längst beschlossene Sache 
war. Als zuverlässiger Partner einer 
möglichen Grossen Koalition hat 
sich die VU mit diesem Verhalten je- 
denfalls nicht aufgedrängt. 
mbenvenuti@volksblatt.li 
MICHAEL BENVENUTI 
Zuwanderung 
Immer mehr zieht 
es in die Schweiz 
BERN Die Attraktivität der Schweiz 
bleibt für Ausländer ungebrochen: 
Ende des vergangenen Jahres haben 
1,825 Millionen Menschen ohne 
Schweizer Pass dauerhaft in der 
Schweiz gelebt. Das ist wie schon im 
Vorjahr ein Anstieg um 3 Prozent ge- 
genüber dem vorhergehenden Jahr. 
Die ausländische Bevölkerung wuchs 
im Laufe des Jahres unter dem Strich 
um 53 000 Personen, wie aus der 
Ausländerstatistik des Bundesamtes 
für Migration hervorgeht. Der Zu- 
wachs der ausländischen Wohnbe- 
völkerung ist hauptsächlich auf die 
Einwanderung aus EU-Ländern zu- 
rückzuführen, deren Bürger von ei- 
ner erleichterten Einwanderung pro- 
fitieren. Die Zahl der Menschen aus 
den 27 EU-Staaten sowie den EFTA- 
Staaten hat um 4,1 Prozent auf 1,2 
Millionen zugenommen.  (sda) 
www.volksblatt.li 
Die Tageszeitung        für Liechtenstein 
Samstag, 9. Februar 2013 
136. Jahrgang Nr. 32 
Acht strategische 
Ziele formuliert 
Bildungsstrategie 
hat bereits zahlreiche 
Hürden genommen. 
3 
Druck auf Schweizer 
Arbeitsmarkt steigt 
Die Arbeitslosenquote 
steigt wegen saisonaler 
Effekte leicht an. 
11 
Kurz vor dem Rückrundenstart 
Entscheidung ist gefallen 
Oliver Klaus, die neue 
Nummer 1 beim FCV 
15 
Einzigartiges Web-TV von volksblatt.li: 
Aktuelle Filmbeiträge zu Politik, Wirtschaft, 
Sport und Kultur 
«D’Röfi 
s» rocken 
die Schaaner Industrie 
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Zitat des Tages 
«Ich hätte nie gedacht, 
dass ich eine Zahnbürste 
brauchen würde.» 
DALIA GRYBAUSKAITE 
LITAUENS STAATSPRÄSIDENTIN 
NACH DEM  EU-GIPFEL
	        

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