Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2013)

SAMSTAG 
26. JANUAR 2013 
15 Sport 
Langlauf 
Dritter WM-Einsatz für 
Philipp Hälg in Liberec 
Nach dem Sprint (Rang 41) 
und den 15 km Skating 
(Rang 62) steht für Philipp 
Hälg heute an der U23-WM 
im tschechischen Liberec der 
dritte Einsatz auf dem Pro- 
gramm. Zur Austragung 
kommt der Skiathlon (15 km 
klasssisch und 15 km in der 
freien Technik). 
Heute 
Basketball 
Nowitzki nicht 
am All-Star-Game 
HOUSTON Der Deutsche Dirk No- 
witzki ist erstmals nach elf Jah- 
ren nicht für das All-Star-Game 
der NBA nominiert worden, das 
am 17. Februar in Houston über 
die Bühne gehen wird. Weder die 
Fans noch die NBA-Trainer wähl- 
ten den 34-jährigen Forward der 
Dallas Mavericks ins Team der 
Western Conference, das von Ke- 
vin Durant von Oklahoma City 
Thunder angeführt wird. Erst- 
mals mit dabei ist der Franzose 
Joakim Noah von den Chicago 
Bulls. (si) 
Motorsport 
Timo Glock 
wechselt in die DTM 
MÜNCHEN Timo Glock tritt in der 
kommenden Saison für BMW in 
der DTM, dem Deutschen Tou- 
renwagen-Masters, an. Glock, der 
91 Grand Prix in der Formel 1 be- 
stritten hatte, kehrt somit zum 
ehemaligen Arbeitgeber zurück 
und soll bei BMW einen Dreijah- 
resvertrag erhalten; bereits 2007 
war er als Testfahrer bei BMW in 
der Formel 1 angestellt. Anfang 
der Woche hatte der 30-jährige 
Deutsche seinen «einvernehmli- 
chen» Abschied vom Formel- 
1-Rennstall Marussia trotz laufen- 
dem Vertrag erklärt. Angeblich 
kostete Glock das Team zu viel 
Geld. (si) 
Fussball 
AC Milan holt 
Cristian Zaccardo 
MAILAND Die AC Milan hat Cristi- 
an Zaccardo verpflichtet. Der 
31-jährige Verteidiger wechselt 
im Tausch gegen den Algerier 
Djamel Mesbah vom FC Parma zu 
den Rossoneri. Zaccardo stand 
2006 in der Weltmeistermann- 
schaft Italiens. (si) 
Theofanis Gekas 
in die Türkei 
AKHISAR Der frühere Bundesliga- 
Torschützenkönig Theofanis 
Gekas hat einen neuen Verein 
gefunden. Der 32-jährige Grie- 
che, der seinen Vertrag beim spa- 
nischen Europa-League-Teilneh- 
mer Levante im November aus 
persönlichen Gründen aufgelöst 
hatte, unterschrieb bis Sommer 
2014 beim türkischen Aufsteiger 
Akhisar Belediyespor. (si) 
www.volksblatt.li 
Punktejagd im Duett: Nigg und 
Weirather in Maribor im Einsatz 
Ski alpin Dass Tina Wei- 
rather den Weltcup-Riesen- 
slalom in Maribor (Slo) ab- 
solvieren wird, stand ausser 
Frage. Nicht so der Einsatz 
von Slalom-Spezialistin Mari- 
na Nigg. Zwei erfreulich ver- 
laufene FIS-Rennen in Gaal 
(Ö) liessen die Gamprinerin 
nun aber grünes Licht geben. 
VON OLIVER BECK 
Im Rahmen ihrer fortwährenden Su- 
che nach dem berühmten Schalter, 
den man doch einfach nur mal um- 
legen müsste, verschlug es Marina 
Nigg zuletzt nach Österreich. Nahe 
ihrer liechtensteinischen Heimat, in 
Schruns, wurde sie noch nicht so 
recht fündig. Nach zwei Europacup- 
Slaloms stand ein Ausfall und ein 32. 
Rang zu Buche. Erbaulich ist anders. 
Wie das etwa, was ihr einige Tage 
später im steirischen Gaal glückte. 
Den einen FIS-Slalom entschied die 
Gamprinerin mit 0,11 Sekunden Vor- 
sprung auf die US-Amerikanerin Me- 
gan McJames für sich, im anderen 
belegte sie den vierten Platz. Auch 
wenn sie, wie Nigg danach berichte- 
te, im zweiten Rennen «auf den fal- 
schen Ski gesetzt» hatte, war den 
beiden Bewerben eines gemeinsam: 
«Unter dem fahrerischen Aspekt wa- 
ren das die vier besten Läufe, die ich 
in dieser Saison gezeigt habe.» 
Trainingsleistungen bestätigt 
Endlich gelang es der 28-Jährigen, 
die Handbremse, von der in der Ver- 
gangenheit so oft die Rede gewesen 
war, spürbar zu lösen. Erstmals 
konnte sie nach einem Ernstkampf 
konstatieren, die Trainingsleistun- 
gen umgesetzt zu haben. Der Ein- 
wand, dass es sich dabei «nur» um 
zwei FIS-Rennen gehandelt habe, ist 
schnell relativiert. Schon früher in 
dieser Saison hatte Marina Nigg ihr 
Glück bei FIS-Bewerben versucht – 
damals noch ohne Erfolg. Ein neun- 
ter Platz in Zinal (Sz) Mitte Novem- 
ber war das höchste der Gefühle ge- 
wesen. Will heissen: Wenn der 
Wurm drin ist, dann ist er das unge- 
achtet des Leistungslevels der jewei- 
ligen Veranstaltung. Die Herausfor- 
derung per se verändert sich nicht. 
Die Rahmenbedingungen, unter de- 
nen man antritt, freilich schon. In 
Gaal konnte Marina Nigg mit Start- 
nummern – und damit einhergehend 
auf Pisten – antreten, von denen sie 
im Welt- aber auch im Europacup 
derzeit nur träumen kann. «Das war 
für mich schon wichtig», sagt sie. 
So der so: Nigg hat aus der Chance 
einen Ertrag nahe am Optimum her- 
ausgeholt. Und sie hat dadurch Mut 
geschöpft. Vor ihrem Trip in die Stei- 
ermark hatte sie einen Start im kom- 
menden Weltcupslalom in Maribor 
noch offen gelassen. Nun steht fest, 
dass sie dem slowenischen Ski-Mek- 
ka einen Besuch abstatten wird. Als 
Rennfahrerin wohlgemerkt. «Wenn 
das in Gaal nicht so gut geklappt hät- 
te, wäre ein Start wenig sinnvoll ge- 
wesen», meint Nigg. So aber stelle 
sich die Situation ganz anders dar. 
In ihren Worten wie in der Tonalität 
ihrer Stimme gibt sich, wenn auch 
sachte, etwas Neues zu erkennen. 
Marina Nigg hat in Gaal ein Stück- 
chen Zuversicht zurückgewonnen. 
Ihre Ziele bleiben dessen ungeachtet 
bescheiden. Schritt für Schritt hofft 
sie voranzukommen. Mit dem lang 
ersehnten Wind im Rücken soll ihr in 
Maribor einfach nur das gelingen, 
was in der Steiermark endlich klapp- 
te: «Ich werde erneut versuchen, das 
umzusetzen, was ich kann.» 
Nicht die ganz grossen Erwartungen 
Ganz ähnlich sieht es Tina Wei- 
rather, die an gleicher Stätte bereits 
heute im Riesenslalom gefordert ist. 
Sie wolle einfach ihr Bestes geben 
und mit Spass an die Sache herange- 
hen, liess sie aus Hinterreit (Ö) ver- 
lauten. Schon am Dienstag hatte die 
Planknerin dort ihre Zelte aufge- 
schlagen, um sich nach dem Speed- 
Wochenende in Cortina (It) schnellst- 
möglich wieder auf den kürzeren 
Latten heimisch zu fühlen. Ihre Zu- 
rückhaltung lässt es erahnen: So 
richtig ist das noch nicht der Fall. 
«Ich arbeite hart, bin auf dem richti- 
gen Weg, aber ich habe einfach noch 
etwas Mühe.» Deswegen seien ihre 
Erwartungen für Maribor auch nicht 
allzu hoch. Zum zweiten Mal nach 
ihrem 27. Platz am Semmering in die 
Punkte zu fahren, hätte aber schon 
was. Natürlich, so Weirather, hoffe 
sie trotz relativ hoher Startnummer 
auf eine Qualifikation für den zwei- 
ten Lauf. «Und vielleicht könnte ich 
mich dort dann noch um ein paar 
Positionen verbessern.» 
Für die LSV-Athletin wäre solches 
mit einer gewissen Genugtuung ver- 
bunden. Bei ihrem einzigen Start in 
Maribor, 2008, schickte sich die da- 
mals 19-Jährige an, nach ausgeheil- 
tem Kreuzbandriss ein furioses 
Comeback hinzulegen. Als 19. des 
ersten Durchgangs war sie auch im 
zweiten Lauf stark unterwegs, stürz- 
te aber beim zweitletzten Tor. «Für 
mich brach damals eine Welt zusam- 
men», erinnert sie sich noch lebhaft 
an jenen Moment. Heute darf es ger- 
ne anders kommen. 
Marina Nigg (grosses Foto) und Tina Weirather vertreten Liechtenstein am Wochenende in Maribor. (Fotos: VMH) 
WELTCUPPROGRAMM 
Frauen in Maribor 
Samstag, 26. Januar 
Riesenslalom 1. Lauf 10.00 Uhr 
Riesenslalom 2. Lauf 13.15 Uhr 
Sonntag, 27. Januar 
Slalom 1. Lauf 9.15 Uhr 
Slalom 2. Lauf 12.15 Uhr 
Hujara straft Innerhofer ab 
Ski alpin Der Italiener Christof Innerhofer wurde in Kitzbühel von FIS-Renndirektor Günter 
Hujara an der Mannschaftsführersitzung abgestraft. 
Der Südtiroler musste sich für seine 
heftige Kritik entschuldigen, mit der 
er gestern Freitag die Funktionäre 
der Jury eingedeckt hatte. 
Innerhofer war im Abschlusstrai- 
ning vom Donnerstag gestürzt, hatte 
die Fahrt aber verbotenerweise fort- 
gesetzt. Für dieses Vergehen war er 
in der Startliste für die Abfahrt auf 
die Position nach Nummer 45 zu- 
rückversetzt worden. Am Freitag 
behauptete Innerhofer, der stell- 
vertretende Renndirektor Helmut 
Schmalzl habe ihn entsprechend an- 
gewiesen. «Es ist beschämend. Ich 
habe die Anweisungen befolgt und 
bin dafür bestraft worden», hatte er 
nach dem Super-G in einem Inter- 
view des österreichischen Fernse- 
hens gesagt. Die Strafe bezeichnete 
er als «Frechheit», einige Funktionä- 
re bezichtigte er der «Lüge». «Wenn 
die Verantwortlichen nicht wissen, 
was sie mir sagen sollen, müssen sie 
bestraft werden, nicht ich», sagte In- 
nerhofer. «Sie sollen die Konse- 
quenzen tragen, nicht ich.» 
Die FIS leitete ein Verfahren gegen 
Innerhofer ein. Hujara, der nach 
Innerhofers Kritik mit einer anony- 
men Mail der primitiven Sorte einge- 
deckt worden war, drohte Innerhofer 
Konsequenzen an, die bis zum Li- 
zenzentzug gehen könnten. Sollte er 
sich hingegen entschuldigen, würde 
sich die Jury für ihn einsetzen. Der- 
art unter Druck gesetzt, erklärte In- 
nerhofer: «Ich entschuldige mich 
für jedes Wort und bei jedem, den 
ich angegriffen ha- 
be. Ich kann nur 
sagen, dass es 
mir leid tut. 
Ich war ein- 
fach emotio- 
nal aufge- 
wühlt.» (si) 
Christof Innerhofer wurde 
abgestraft. (Foto: VMH) 
Rad 
Boonen verschiebt 
den Saisonstart 
SCHAAN Der Belgier Tom Boonen (32) 
hat nach seiner Ellbogen-Operation 
den für die Katar-Rundfahrt (3. bis 8. 
Februar) geplanten Saisonauftakt ver- 
schoben. «Ich bin noch zu müde. Ich 
will mich erst zu 100 Prozent erholen, 
dann werde ich sehen, was die beste 
Vorbereitung für die Klassiker ist», 
sagte der Weltmeister von 2005. Boo- 
nen, einer der Hauptkonkurrenten 
von Fabian Cancellara bei den Klassi- 
kern, war am Sonntag wegen einer 
Infektion operiert worden, nachdem 
sich eine bei einem Trainingssturz er- 
littene Schnittwunde entzündet hat- 
te. Am Donnerstag wurde er aus dem 
Spital entlassen. Boonen hatte 2012 
binnen 17 Tagen die Frühjahrs-Klassi- 
ker E3-Preis Harelbeke, Gent-Wevel- 
gem, Flandern-Rundfahrt und Paris- 
Roubaix gewonnen und damit Rad- 
sport-Geschichte geschrieben. (si)
	        

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