Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2013)

12 | Baureportage 
MITTWOCH 
29. MAI 2013 
Liechtensteinische Kraftwerke 
Im alten Riet 17, 9494 Schaan, Liechtenstein 
Telefon + 423 236 01 11, 
lkw@lkw.li, 
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Als Verantwortliche für sämtliche Bauingenieur- und 
Vermessungsarbeiten bedanken wir uns bei der Bauherrschaft für 
den anspruchsvollen Auftrag und das in uns gesetzte Vertrauen. 
Büro Schaan: 
Im Rietle 13 
9494 Schaan 
Tel. +423 237 60 10 
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9492 Eschen 
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«Als Prämisse sollten die beiden Gebäude 
unmissverständlich als ‹Geschwister› erkennbar sein» 
Die Herausforderung der an Bar- 
getze+Partner gestellten Aufgabe 
zeigte sich bereits in den ersten 
Besprechungen vom November 
2009, als der Generalunternehmer 
Annagh Est. aus Schaan an uns 
herantrat und einen Überbau- 
ungsplan auf der nun bebauten 
Parzelle in Auftrag gab. 
Nach diversen Gesprächen mit der Stabs- 
stelle für Landesplanung, der Kommissi- 
on 17ter und dem ehemaligen Hochbau- 
amt (heute Amt für Bau und Infrastruk- 
tur) wurde bald klar, dass auch die unmit- 
telbar benachbarten Parzellen in das 
Überbauungsplanverfahren integriert 
werden sollen. Dabei musste einerseits 
auf die unmittelbare Nachbarschaft ge- 
achtet werden, andererseits waren Nut- 
zungen wie Büroflächen und Wohnungen 
auf der Parzelle zu planen. Im Weiteren 
war ein Auftakt für eine gesamtheitliche 
strassenbegleitende Gestaltung der Zoll- 
strasse gewünscht, in welcher anstelle 
des heutigen Trottoirs ein kombinierter 
Fuss- und Radweg integriert ist. Die Lö- 
sung bot sich mit einem parallel zur Zoll- 
strasse stehenden Dienstleistungsgebäu- 
de und einem in zweiter Reihe und um 90 
Grad zum Bürogebäude abgedreht ste- 
hendem Wohngebäude. Durch die zuei- 
nander versetzte Stellung der beiden Ge- 
bäude erhalten die privaten Freiräume 
beim Wohngebäude einen optimalen 
Schutz vor Lärm und Einsehbarkeit von 
der Zollstrasse her. Eine gemeinsame 
Tiefgarageneinfahrt von der Zollstrasse 
aus wurde so angelegt, dass sie auch für 
die im Überbauungsplanverfahren invol- 
vierten Nachbarn bei einer späteren Bau- 
tätigkeit genutzt werden kann und diese 
dannzumal keine eigene Einfahrt bauen 
müssen. 
Architektonische Ausbildung 
Die vorhandene Parzelle wurde vorwie- 
gend als Parkierungsfläche genutzt. An- 
stelle der ursprünglichen Bebauung mit 
einem zum Lagerschuppen umgenutzten 
Stall, einem alten Bienenhaus und sechs 
Garagenboxen wurden zwei unabhängi- 
ge Gebäude auf einem gemeinsamen Un- 
tergeschoss geplant. Als Prämisse sollten 
die beiden Gebäude unmissverständlich 
als «Geschwister» erkennbar sein. Den- 
noch musste mit der Gestaltung auch der 
unterschiedlichen Nutzung Rechnung 
getragen werden. Die Lösung fand sich 
in der Gleichbehandlung der Fenster und 
deren Einfassungen, der Gestaltung der 
Eingangsbereiche sowie der Ausgestal- 
tung der Balkongeländer beim Wohnge- 
bäude, welche allesamt in einem einheit- 
lichen Perlbeige ausgeführt wurden. Die 
repräsentative Fassade des Bürogebäu- 
des ist aus dem Naturstein «Monza Sil- 
ver» erstellt, welcher an der Südseite des 
Simplons abgebaut und von Vertretern 
des Generalunternehmers und des Archi- 
tekten gemeinsam vor Ort ausgesucht 
wurde. Das Wohngebäude andererseits 
wurde mit einer hinterlüfteten Eternitfas- 
sade versehen, welche Farbe und Teilung 
des Natursteines aufnimmt und zusam- 
men mit den Fenstern und der Ausbil- 
dung des Eingangsbereiches nicht als 
Zwilling, aber als kleine Schwester des 
Bürogebäudes erkennbar bleibt. Auch bei 
der Materialisierung in den Innenräumen 
wurde auf dieses Ziel hingearbeitet. Ge- 
länder in den Treppenhäusern, kerami- 
sche Wand- und Bodenbeläge, Farbe der 
Wände und Decken sowie weitere De- 
tails wurden in beiden Häusern baugleich 
ausgeführt. 
Ein ausgeklügeltes Haustechnikkonzept 
mit Grundwasserwärmepumpe, Photo- 
voltaikanlagen und kontrollierter 
Lüftung erlauben die Klimatisierung des 
Bürogebäudes. Die Minergie-Zertifizie- 
rung des Wohngebäudes und die Miner- 
gie-P-Zertifizierung des Bürogebäudes 
versprechen einen nachhaltigen Umgang 
mit Energieressourcen und tiefe Be- 
triebskosten für die Nutzer. 
Nutzungen 
Im Bürogebäude an der Zollstrasse 2 
wurden Büroflächen für ein Anwalts-und 
Treuhandbüro verwirklicht, welches von 
Beginn an als Mieter bekannt war. Die 
beinahe 1400 
m2 
Bruttogeschossfläche 
sind in einen Kundenbereich (Erdge- 
schoss), in Bürobereiche (1. und 2. Ober- 
geschoss) sowie Aufenthaltsbereich für 
Mitarbeiter, interne Besprechungszim- 
mer sowie Reserveflächen unterteilt (3. 
Obergschoss). In der Tiefgarage befinden 
sich 46 Einstellplätze, von welchen 33 
für das Bürogebäude und 13 für das 
Wohngebäude reserviert sind. 
Die Zusammenarbeit mit dem Mieter für 
den Ausbau der Mieterflächen brachte 
auch den Kontakt zu Martin Walch aus 
Planken, welcher für die Kunst am Bau 
beziehungsweise am Fenster verantwort- 
lich zeichnet. Seine unkompliziert Art 
und die sehr angenehme Zusammenar- 
beit ergaben in Summe die diversen 
künstlerischen Akzente, die auch im In- 
neren des Gebäudes immer wieder in Er- 
scheinung treten. 
Dank 
Es ist uns ein Anliegen, allen Beteiligten 
einen grossen Dank auszusprechen. Ei- 
nerseits natürlich dem Generalunterneh- 
mer Annagh Est., Schaan, für den erteil- 
ten Auftrag, andererseits der Verwaltung 
Confida AG, Vaduz, für die gute Zusam- 
menarbeit bei der Übergabe der Gebäu- 
de. Bei einem Bauvorhaben mit solch ge- 
drängtem Terminrahmen –von der Be- 
willigung des Überbauungsplanes bis zur 
Übergabe der Gebäude verstrichen ledig- 
lich 20 Monate –ist es nie einfach, alle 
Bedürfnisse und Anliegen friktionsfrei 
unter einen Hut zu bringen. Aber es wur- 
de immer eine Lösung gesucht und ge- 
funden, hinter welcher alle Beteiligten 
stehen können. 
Lichtdurchflutete Räumlichkeiten: Büroräume im zweiten Stock. Bild Daniel Schwendener 
Bargetze + Partner 
Silvio Tescari 
dipl. Architekt FH und Projektleiter 
Kurze Bauphase: Das Bürohaus wurde in 20 Monaten fertiggestellt. Bild Martin Walch
	        

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