Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2013)

14 | Sport 
MONTAG 
27. MAI 2013 
Fussball 
Schweiz, Super League 
34. Runde 
Lausanne-Sport – Luzern 3:0 (1:0) 
Sion – Thun 0:1 (0:0) 
St. Gallen – Servette 4:1 (2:0) 
Young Boys – Zürich 2:4 (1:2) 
Grasshoppers – Basel 1:0 (0:0) 
 1. Basel 34 59:31 66 
 2. Grasshoppers 34 42:30 63 
 3. St. Gallen 34 53:33 59 
 4. Zürich 34 58:44 52 
 5. Thun 34 42:42 47 
 6. Sion 34 36:50 45 
 7. Young Boys 34 46:47 42 
 8. Luzern 34 35:49 36 
 9. Lausanne-Sport 34 28:47 30 
10. Servette 34 29:55 26 
Restprogramm. 35. Runde. Mittwoch, 29. Mai, 
20.30 Uhr: Lausanne-Sport – Servette Genf, Lu- 
zern – Sion, St. Gallen – Grasshoppers, Young 
Boys – Basel, FC Zürich – Thun. – 36. Runde. 
Samstag, 1. Juni, 20.30 Uhr: Basel – St. Gallen, 
Grasshoppers – Lausanne-Sport, Servette Genf – 
Luzern, Sion – FC Zürich, Thun – Young Boys. 
Schweiz, 1. Liga Promotion 
30. und letzte Runde 
Schaffhausen – YF Juventus Zürich 2:1 
Brühl St. Gallen – Basel II 1:5 
Delémont – Stade Nyonnais 0:1 
Fribourg – Sion II 3:2 
Kriens – Breitenrain Bern 1:2 
Old Boys Basel – Tuggen 3:5 
Yverdon – St. Gallen II 0:5 
Zürich II – Etoile Carouge 3:3 
 1. Schaffhausen * 30 75:29 68 
 2. Basel II 30 81:38 68 
 3. YF Juventus Zürich 30 75:29 66 
 4. Sion II 30 57:39 50 
 5. Tuggen 30 59:55 47 
 6. Zürich II 30 58:49 44 
 7. Kriens 30 54:49 44 
 8. Delémont 30 40:43 38 
 9. Old Boys Basel 30 42:48 37 
10. Stade Nyonnais 30 43:51 33 
11. Breitenrain Bern 30 40:63 33 
12. Brühl St. Gallen 30 40:56 32 
13. St. Gallen II 30 44:61 32 
14. Etoile Carouge 30 35:54 32 
15. Fribourg ** 30 38:57 31 
16. Yverdon ** 30 25:85 11 
* = Aufstieg in die Challenge League 
** = Abstieg in die 1. Liga Classic 
Österreich, Bundesliga 
36. und letzte Runde 
Mattersburg – Admira Wacker Mödling 0:1 
Rapid Wien – Ried   3:0 
Salzburg – Austria Wien 3:0 
Wolfsberg – Wacker Innsbruck 2:3 
Sturm Graz – Wiener Neustadt   0:3 
 1. Austria Wien 36 84:31 82 
 2. Salzburg 36 91:39 77 
 3. Rapid Wien 36 57:39 57 
 4. Sturm Graz 36 49:56 48 
 5. Wolfsberg 36 53:56 47 
 6. Ried 36 60:59 46 
 7. Wiener Neustadt 36 32:60 36 
 8. Wacker Innsbruck 36 41:75 36 
 9. Admira Wacker Mödling 36 47:68 35 
10. Mattersburg 36 36:67 35 
Schottland, Cupfi nal 
Celtic Glasgow – Hibernian Edinburgh 3:0 (2:0) 
Bemerkungen: Celtic zum 36. Mal Sieger im 
schottischen Cup. Erster Double-Gewinn seit 
2007. 
Schweden, Cupfi nal 
D. Stockholm – IFK Göteborg 1:3 n.P. (0:1, 1:1) 
Bemerkung: 6. Cupsieg für IKF Göteborg. 
Portugal, Cupfi nal 
Benfica Lissabon – Victoria Guimarães 1:2 (1:0) 
Bemerkung: Erster Cupsieg für Victoria Gui- 
marães. 
Fussball Schweiz 
Schaff hausen in der 
Challenge League 
SCHAFFHAUSEN Nach zwei Jahren in 
der 1. Liga wird der FC Schaffhausen 
ab der nächsten Saison wieder der 
Challenge League angehören. Die 
Munotstädter, die von Maurizio Jaco- 
bacci trainiert werden, sicherten 
sich den Aufstieg in die zweithöchs- 
te Spielklasse dank einem 2:1-Heim- 
sieg in der dramatischen «Finalissi- 
ma» gegen den direkten Konkurren- 
ten YF Juventus. Dank diesem Erfolg 
gelang es dem FCS in der 30. und 
letzten Runde der 1. Liga Promotion, 
die Zürcher zu überholen. YF Juven- 
tus hätte auf der Breite ein Unent- 
schieden gereicht, um vorn zu blei- 
ben. Dieser Klub hätte aber noch Li- 
zenzauflagen erfüllen müssen, um 
den Sprung in die Challenge League 
tatsächlich zu schaffen. Zum Auf- 
stiegshelden für den FC Schaffhau- 
sen avancierte am frühen Samstag- 
abend Patrick Rossini. Der 25-jähri- 
ge Stürmer erzielte die zwei Tore 
seiner Equipe. Sowohl in der ersten 
als auch in der zweiten Hälfte traf er 
in der Nachspielzeit. Nach seinem 
2:1 in der 91. Minute kam es auf dem 
Rasen zu tumultartigen Szenen und 
Rudelbildungen. Die Gäste liessen 
gegen Ende der Partie ihrem Frust 
freien Lauf. (si) 
Ngamukol schoss GC ins Glück 
Fussball Der Kampf um den Schweizer Meistertitel ist wieder offen. Die Grasshoppers siegten in einem in der Schlussphase 
turbulenten Spitzenspiel der 34. Runde gegen Basel dank eines Treffers von Anatole Ngamukol in der 94. Minute 1:0. 
VON CHRISTIAN FINKBEINER, ZÜRICH 
Der 
Franzose verwertete 
nach einer Flanke von 
Frank Feltscher die Kopf- 
ballvorlage von Shkelzen 
Gashi zum 1:0 und machte damit 
die Meisterschaft in extremis noch 
einmal spannend, nachdem Sekun- 
den zuvor auf der Gegenseite Marco 
Streller den Basler Meisterball leicht- 
fertig vergeben hatte. Er habe viel im 
Fussball erlebt, aber dies übertreff e 
alles, sagte FCB-Trainer Murat Yakin 
nach dem Spiel. Sein Gegenüber Uli 
Forte sprach von einem «verrückten 
Spiel». Die Zürcher schafften es 
trotz einer keinesfalls überzeugen- 
den Leistung zum zweiten Mal in- 
nerhalb von sechs Tagen und dem 
Sieg am Pfingstmontag im Cupfinal 
im Penaltyschiessen in Bern, dem 
FCB die Suppe zu versalzen. Zum 
16. Meistertitel, dem achten seit der 
Jahrtausendwende und dem vierten 
in Serie, hatten die Basler zwar theo- 
retisch einen Sieg im Letzigrund ge- 
braucht, ein Remis hätte die Meister- 
schaft aber ebenfalls entschieden, 
da Basel gegenüber dem Rekord- 
meister aus Zürich über die deutlich 
bessere Tordifferenz verfügt. 
Der Treffer der Zürcher in der letz- 
ten Minute der Nachspielzeit hatte 
sich nicht angekündigt, stellte aber 
den Spielverlauf auf den Kopf, nach- 
dem die Gäste zuvor das bessere von 
zwei mässigen Teams gewesen wa- 
ren. Zum tragischen Helden auf Bas- 
ler Seite avancierte Marco Streller. 
Vor Ngamukols Schuss ins Glück hat- 
te der FCB-Captain drei hochkaräti- 
ge Chancen vergeben. In der 81. Mi- 
nute und in der 88. Minute scheiter- 
te Streller – jeweils ideal lanciert von 
Valentin Stocker – am glänzend re- 
agierenden Roman Bürki im Zürcher 
Tor. Und in der 93. Minute zog der 
FCB-Stürmer nach einem Prellball 
allein auf Bürki los, legte den Ball 
aber quer zum eingewechselten Mo- 
hamed Salah, anstatt selbst zu schie- 
ssen. 
Basel kontrollierte das Spiel 
Ein Basler Erfolg vor 17 100 Zuschau- 
ern wäre eher verdient gewesen. Die 
Gäste hatten von Beginn an die Initi- 
ative ergriffen, störten die Grasshop- 
pers bereits bei deren Spielauslö- 
sung und stellten damit die Zürcher 
vor erhebliche Probleme. Bereits 
nach fünf Minuten wäre der FCB bei- 
nahe für seine gute Startphase be- 
lohnt worden, als Stocker allein aufs 
Tor ziehen konnte und Bürki ausstei- 
gen liess, mit seinem Abschluss aber 
an dem vor der Torlinie postierten 
Milan Vilotic scheiterte. Auch in der 
Folge kontrollierten die Basler das 
Geschehen, Torchancen blieben al- 
lerdings bis zur turbulenten Schluss- 
phase Mangelware. 
Die Zürcher waren in ihrem Spiel 
der letzten Chance lange nicht in der 
Lage, den Titelverteidiger ernsthaft 
herauszufordern. In der Offensive 
agierten sie harmlos, einzig Izet Ha- 
jrovic vermochte vereinzelt etwas 
für Unruhe in der Basler Defensive 
zu sorgen. Die lange Zeit einzige 
nennenswerte Chance für die Grass- 
hoppers bot sich dem Brasilianer 
Willian Rocha, der zu den Schwächs- 
ten im GC-Ensemble gehörte, als die- 
ser nach einer Freistoss-Flanke von 
Steven Zuber aus bester Position 
zum Kopfball kam, diesen aber deut- 
lich über das Tor setzte (26.). 
Nächster Matchball am Mittwoch 
Für Unterhaltung sorgten über weite 
Strecken der Partie nicht Strafraum- 
szenen, sondern viele Zweikämpfe 
und Duelle im Mittelfeld. Schieds- 
richter Sascha Kever legte die Re- 
geln allerdings grosszügig aus und 
sanktionierte mehrere Fouls und 
Unsportlichkeiten anstatt mit einer 
Verwarnung oder einer Ermahnung. 
Und in der 56. Minute hätte er nach 
einer rüden Attacke von hinten von 
Fabian Frei an Hajrovic den Basler 
zwingend vom Platz stellen müssen. 
Dank dem ersten Sieg in der Meister- 
schaft gegen Basel seit Dezember 
2010 und nach neun sieglosen Spie- 
len verkürzten die Grasshoppers 
den Rückstand in der Tabelle auf 
den Leader zwei Runden vor Schluss 
auf drei Punkte – und wahrten den 
Vorsprung von vier Zählern auf St. 
Gallen vor dem Direktduell in der 
AFG-Arena. Den Baslern bietet sich 
am Mittwoch in Bern gegen die 
Young Boys der nächste Matchball. 
«Wir müssen cool bleiben. Wir ha- 
ben noch immer alles in den eigenen 
Händen», sagte Yakin. Ähnlich sah 
es Forte, für den die Sicherung der 
Teilnahme an der Champions- 
League-Qualifikation noch immer 
oberste Priorität geniesst. «Aber na- 
türlich wollen wir jetzt auch Meister 
werden», so der 39-jährige Zürcher. 
Anatole Ngamukol erzielte in der Nachspielzeit den 1:0-Siegtreff er für die Grasshoppers gegen Basel. (Foto: Keystone) 
Neymar wechselt nach Barcelona 
Fussball Brasiliens Jungstar 
Neymar wird heute einen 
Fünfjahresvertrag beim FC 
Barcelona unterschreiben. 
Das berichtete der 21-Jährige 
am Samstagabend über den 
Kurznachrichtendienst Twit- 
ter. Auch sein Stammclub FC 
Santos und Barça bestätigten 
den Deal. 
Neymar, der in 221 Spielen im San- 
tos-Trikot 137 Tore erzielt hat, wird 
Anfang Juni nach Barcelona fliegen. 
Der Transfer zum spanischen Meis- 
ter soll nach unbestätigten Berich- 
ten für 35 Millionen Euro vereinbart 
worden sein. Der Brasilianer soll von 
seinem neuen Verein um die sieben 
Millionen Euro im Jahr erhalten und 
die elf Sponsoren behalten dürfen, 
mit denen er bislang Verträge ge- 
schlossen hat. «Meine Familie und 
Freunde kennen meine Entschei- 
dung schon», schrieb Neymar, des- 
sen Vertrag im kommenden Jahr 
ausgelaufen wäre. «Ich möchte den 
Santos-Fans für diese neun unglaub- 
lichen Jahre danken. Meine Gefühle 
für den Club und die Fans werden 
sich nie ändern.» 
Santos hatte am Freitag bekannt ge- 
geben, dass man einem Transfer sei- 
nes Jungstars zustimme und ihn zwi- 
schen zwei Angeboten wählen lasse. 
Neben Barça soll auch dessen gros- 
ser Rivale Real Madrid Interesse an 
Neymar gezeigt haben und nach bra- 
silianischen Medienberichten sogar 
mehr geboten haben als der FC Bar- 
celona. Schon in den Jahren zuvor 
hatte es immer wieder Anfragen von 
europäischen Spitzenclubs gegeben, 
doch Santos hatte bisher alle Ange- 
bote stets zurückgewiesen. 
Gegen den brasilianischen Trend 
«Nachdem wir seit 2010 eine Reihe 
von Angeboten in Millionenhöhe zu- 
rückgewiesen haben und uns damit 
gegen den brasilianischen Trend ge- 
stellt haben, seine besten Talente 
rasch zu verkaufen, hat der FC San- 
tos den Verhandlungen nun zuge- 
stimmt», hiess es seitens des Clubs. 
«Santos lässt Neymar ziehen, nach- 
dem alle Versuche unternommen 
wurden, ihn so lange wie möglich in 
Brasilien zu halten.» 
Bei seinem neuen Club soll der Bra- 
silianer ein gefährliches Duo mit Li- 
onel Messi, dem vierfachen Welt- 
fussballer des Jahres, bilden. Mit 
dieser Südamerika-Traumkombina- 
tion will Barcelona, das heuer zwar 
überlegen Meister in der Primera Di- 
vison geworden war, in der Champi- 
ons League aber im Halbfinale schei- 
terte, auch auf internationalem Par- 
kett wieder für Furore sorgen. (id) Neymar geht zu Barca. (Foto: VMH) 
Fussball Italien 
Lazio rettet die 
Saison mit Cupsieg 
ROM Lazio Rom hat das wichtigste 
Römer Derby der Geschichte gewon- 
nen. Das Team von Vladimir Petko- 
vic siegte im Cupfinal gegen die AS 
Roma 1:0. Das entscheidende Tor 
schoss Senad Lulic nach 71 Minuten. 
Der Bosnier kam nach einer un- 
glücklichen Intervention von Roma- 
Goalie Bogdan Lobont drei Meter 
vor dem Tor unverhofft an den Ball 
und konnte einschieben. In der Se- 
rie A hat Lulic in dieser Saison nur 
einen Treffer erzielt. 
Sechster Cupsieg 
Während die Laziali die Saison mit 
dem sechste Cupsieg retteten, steht 
die AS Roma wiederum mit leeren 
Händen da. Als Sechste der Liga ver- 
passte sie mit der Final-Niederlage 
zum zweiten Mal in Folge den Euro- 
pacup. In einem umkämpften und in- 
tensiven, spielerisch jedoch schwa- 
chen Derby war die Roma nicht 
schlechter als der Gegner, hatte aller- 
dings weniger Glück. Zwei Minuten 
nach dem 1:0 flog der Ball nach ei- 
nem Freistoss von Totti an die Latte 
des Lazio-Tores. Ihm blieb in seinem 
37. Derby ein Erfolg verwehrt. So wie 
der gesamten AS Roma in den Stadt- 
Duellen seit über zwei Jahren. (si)
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.