Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2013)

DONNERSTAG 
25. APRIL 2013 
27 Kultur 
Josef Schädler: Geboren 11. April 1930 – von uns gegangen am 13. Mai 2012: 
Gedenk-Ausstellung 
Künstler Josef Schädler 
Ort: St. Theodul, Landstrasse 4, 9497 Triesenberg / Fürstentum Liechtenstein 
Dienstag, 23. April – Freitag, 26. April 16.00 Uhr – 20.00 Uhr 
Schlusstag, Samstag, 27. April 10.30 Uhr –  17.00 Uhr 
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TAK-Foyer 
«Überhaupt» – 
Theater in einem Akt 
Ab 18.30 Uhr lädt das Pro- 
jekt Lebensraum zum ersten 
Themenabend mit veganem 
Essen und anschliessender 
Theateraufführung ein. An- 
meldungen über info@ 
lebensraum.in. 
Heute 
2012: Verantwortliche des 
Kunstmusuems zufrieden 
Rückblick Vier grosse Ausstellungen, zahlreiche in- und ausländische Kooperationen, knapp 
18 000 Besucher und die Erweiterung der Sammlung prägten das Jahr 2012 im Kunstmuseum. 
VON SEBASTIAN GOOP 
Die Verantwortlichen des Kunstmu- 
seums Liechtenstein präsentierten 
am Mittwoch ihren Jahresrückblick 
2012. Stiftungsratspräsident Johan- 
nes Matt, Direktor Friedemann 
Malsch, der kaufmännische Leiter 
Thomas Soraperra und Kuratorin 
Christiane Meyer-Stoll zeigten sich 
dabei durchwegs zufrieden mit ei- 
nem aus ihrer Sicht äusserst erfolg- 
reichen Museumsjahr. 
Vier erfolgreiche Ausstellungen – da- 
runter jene von Bojan Sarcevic und 
die Retrospektive  «Günter Fruhtrunk. 
Farbe Rythmus Existenz» seien High- 
lights des vergangenen Jahres gewe- 
sen. Genannt wurden in diesem Zu- 
sammenhang auch eine Einladung aus 
Weimar, im Zuge derer die Arte-pove- 
ra-Sammlung des Kunstmusuems am 
Kunstfest Weimar gezeigt wurde. 
Ebenso sei es dank privaten Spendern 
gelungen, die Sammlung in unter- 
schiedlichen Bereichen um wichtige 
Werke zu ergänzen. 
Thomas Soraperra bezeichnete auch 
die inländischen Kooperationen, dar- 
unter Projekte mit TAK, Literaturhaus 
und Filmclub sowie ein Schulprojekt 
im Rahmen von «300 Jahre Oberland», 
als «für das Kunstmusuem wichtig 
und wertvoll». Das Musuem habe im 
2012 knapp 18 000 Besucher angezo- 
gen und unter anderem 65 Begleitver- 
anstaltungen, 6 Vernissagen im Haus 
und 39 Kooperationsveranstaltungen 
durchgeführt. 
Befragung wird durchgeführt 
Stiftungsratspräsident Johannes 
Matt wies auf eine ab 29. April lau- 
fende telefonische Befragung in der 
Region hin, welche die Erhebung 
von Basisdaten anstrebe. Ziel sei es, 
das Leistungsangebot des Kunstmu- 
seums zielgruppenspezifischer fas- 
sen zu können. Es gelte, den Kon- 
takt mit der liechtensteinischen Be- 
völkerung weiter zu verstärken. Die 
Befragung wird von der «Stiftung 
Freunde des Kunstmuseums Liech- 
tenstein» finanziert. 
Einen TV-Beitrag zum Thema sehen Sie ab 
heute um 19 Uhr im aktuellen Programm von 
TV1. Dieses wird stündlich wiederholt. 
Blickten gemeinsam auf das Museumsjahr 2012 zurück: Kuratorin Christiane Meyer-Stoll, Stiftungsratspräsident Johan- 
nes Matt, Direktor Friedemann Malsch, der kaufmännische Leiter Thomas Soraperra und Kommunikationsverantwortli- 
che Melanie Büchel (hintere Reihe von links). (Foto: Michael Zanghellini) 
www.volksblatt.li 
In Eschen und Buchs 
Frühjahrskonzert 
des OLW 
ESCHEN/BUCHS Beim Früh- 
jahrskonzert des Orchesters 
Liechtenstein-Werdenberg (OLW) 
am kommenden Sonntag, den 28. 
April 2013, erklingt frühlingshaf- 
te, stimmungsvolle Klassik. Mu- 
sik der grossen Meister Mozart, 
Beethoven, Strauss, Dvorak und 
Gounod steht auf dem Pro- 
gramm. Mit dem Gagliano-Trio 
stehen gleich drei Solisten auf 
dem Podium, von denen Payam 
Taghadossi bereits von drei Jah- 
ren mit dem OLW zusammen als 
virtuoser Cellist zu bewundern 
war. Das OLW hat sich während 
seines 36-jährigen Bestehens zu 
einem beachtlichen Klangkörper 
entwickelt und freut sich über 
zahlreichen Besuch. Alle Musik- 
freunde sind herzlich eingeladen. 
Der Eintritt ist frei, es wird eine 
Kollekte veranstaltet. (pd) 
OLW-Frühjahrskonzert: Sonntag, 28. 
April, unter der Leitung von Stefan Susana; 
Solisten: Gagliano Trio. Auff ührungszeiten: 
11 Uhr, Matinée-Konzert im Gemeindesaal 
Eschen. 19 Uhr: Konzert in der Evange- 
lischen Kirche in Buchs. 
Woodstock-Legende 
Richie Havens 
gestorben 
WASHINGTON Der US-Folk-Sänger 
Richie Havens, der durch seinen 
Auftritt beim Woodstock-Festival 
1969 weltberühmt wurde, ist tot. 
Havens sei am Montag im Alter 
von 72 Jahren in seinem Haus in 
New Jersey an einem Herzinfarkt 
gestorben, teilte seine Agentur 
Roots mit. Der Afroamerikaner 
hatte das Woodstock-Festival mit 
seiner Interpretation des Songs 
«Motherly Child» eröffnet und da- 
mit begeistert. Havens habe «eine 
der bemerkenswertesten Stim- 
men der populären Musik ge- 
habt», erklärte die Agentur Roots. 
Gitarrenspiel gewürdigt 
«Sein flammender, ergreifender 
und bewegender Gesangsstil ist 
einzigartig und zeitlos.» Das 
Branchenmagazin «Billboard» 
würdigte in einer Reaktion auf 
den Tod des Musikers sein «cha- 
rakteristisch intensives, rhythmi- 
sches» Gitarrenspiel und seine 
«gefühlvolle» Cover-Versionen be- 
kannter Lieder. Sein Song «Mo- 
therly Child», der auch unter 
dem Namen «Freedom» bekannt 
ist, ist einer von zahlreichen Co- 
ver-Songs, die er von grossen 
Hits spielte. (sda/afp) 
Jazz-Day-Festival in 13 Schweizer Städten 
Konzerte Am 30. April 
ist Internationaler Tag des 
Jazz. Diesen zelebrieren 24 
Konzertveranstalter in 13 
Schweizer Städten als Jazz- 
Day-Festival. 
Pianist Jean-Paul Brodbeck in Basel, 
Saxer Domenic Landolf in Chur und 
das Bläserinnen-Oktett X-Elle im 
Swissjazzorama Uster: Die Schwei- 
zer Jazzszene ist aktiv, vielseitig und 
omnipräsent. Und das nationale Li- 
ne-up vom 30. April kann durchaus 
als Normalfall gelten. Dennoch ste- 
hen manche Konzerte dieses Abends 
unter dem Label «Jazz-Day-Festival». 
Dahinter steckt Thomas Schicker. 
«Ende 2011 hat die UNESCO den 30. 
April zum International Jazz Day 
ausgerufen», erklärt der Zürcher 
Jazzfan. Er war fasziniert von der 
Tatsache, dass der Jazz fortan jähr- 
lich als Kulturerbe gefeiert und in 
diesem Zusammenhang aktiv zeleb- 
riert werden sollte. Spontan lancier- 
te er deshalb das Jazz-Day-Festival, 
das 2012 mit 3 Veranstaltern in Zü- 
rich erstmals stattgefunden hat. 
Mehr Aufmerksamkeit für Jazz 
Ein Jahr später sind es 24 Veranstal- 
ter in 13 Städten der ganzen Schweiz, 
die zu Konzerten laden. Darunter fin- 
den sich namhafte Bühnen wie das 
Moods in Zürich, Bird’s Eye in Basel 
oder die Chorus in Lausanne. Aber 
auch Clubs, wo das junge und aktuel- 
le Jazzschaffen stattfindet wie der So- 
narraum im Berner progr, die Jazz- 
kantine in Luzern oder die Werkstatt 
für Improvisierte Musik WIM in Zü- 
rich. «Der Jazz Day lenkt die Auf- 
merksamkeit auf die Musik der im- 
provisatorischen Kreation», erhofft 
sich Jonas Labhart von der WIM. Ent- 
sprechend ist das dortige Programm 
mit den beiden jungen Bands Lunatic 
Toys und Gamra, die «für improvisa- 
torische Überraschungen sorgen 
werden», so Labhart. 
Stilistisch lässt das Jazz-Day-Festival 
den Veranstaltern jede Freiheit. So 
kann in Aarau das ambitioniert agie- 
rende Pianotrio von Stefan Aeby 
spielen, während im Zürcher Mehr- 
spur Club die Big Band der Zürcher 
Hochschule der Künste ZHdK an- 
tritt. Im Berner Bejazz, in der Fri- 
bourger Spirale oder dem Genfer 
Club Sud des Alpes gibt es Jam-Sessi- 
ons, und im Rahmen des traditionell 
ausgerichteten Jazzfestivals Bern 
gastiert der legendäre Gitarrist Phi- 
lip Catherine im beswingten Ma- 
rians Jazzroom. 
Pläne für 2014 
Das Jazz-Day-Festival soll zu einem 
weiteren panhelvetischen Festival 
werden. «Diverse Veranstalter ha- 
ben für 2014 schon zugesagt», weiss 
Thomas Schicker. Auch der dem- 
nächst abtretende Moods-Chef Reto 
Bühler gibt dem Festival Chancen, 
wünscht sich aber bessere Struktu- 
ren. «Gut wäre ein festes Festival-Ko- 
mitee, das auch für die Programmie- 
rung zuständig ist.»  (sda) 
Malsch: «Sehr 
erfolgreiches 
Jahr 2012» 
«Volksblatt»: Wie bewerten Sie das 
Musuemsjahr 2012? 
Friedemann Malsch: Wir haben ein 
sehr erfolgreiches Jahr hinter uns. 
2012 war nach den Jahren 2000 und 
2006 das Jahr, in dem wir am meisten 
Kunst erwerben konnten. Vor allen 
Dingen dank Zuwendungen von priva- 
ter Seite – Mit der Unterstützung der 
«Stiftung Freunde des Kunstmuseums 
Liechtenstein» und der «Gerda 
Techow gemeinnützige Stiftung» 
konnten wir etwa ein grosses Werk- 
konvolut des Künstlers Matt Mullican 
und Werke von Pino Pascali ankaufen. 
Welches waren für Sie die High- 
lights im Jahr 2012?   
Ein grosses Highlight war die Arte-po- 
vera-Ausstellung in Weimar auf Einla- 
dung des Kunstfestes Weimar. Im 
Haus hatten wir die Bojan-Sarcevic- 
Ausstellung, in guter Erinnerung wird 
auch die Günter-Fruhtrunk-Ausstel- 
lung bleiben. Insgesamt konnten wir 
etwas offerieren, das sehr anspruchs- 
voll war, aber auch unterhaltsam. 
Das Kunstmuseum wird zu einem 
grossen Teil über Staatsbeiträge fi- 
nanziert, diese betrugen bislang 
knapp 3,7 Millionen Franken und 
werden 2013 gekürzt. Ein Problem? 
Es ist vollkommen klar, dass auch wir 
in der aktuellen Situation mit weniger 
auskommen müssen. Wir werden 
75 000 Franken weniger erhalten, im 
2014 erfolgt eine weitere Kürzung. 
Für anspruchsvolle Projekte, gerade 
auch in Zusammenhang mit grossen 
Namen, wird es natürlich nicht einfa- 
cher. Aber wir stel- 
len uns dar- 
auf ein. 
Friedemann 
Malsch, Direktor 
des Kunstmu- 
seums. (Foto: 
Trummer) 
Wagner-Museum Luzern 
Feiern zu Wagners 
200. Geburtstag 
LUZERN Am 22. Mai jährt sich der Ge- 
burtstag Richard Wagners zum 200. 
Mal. Das Richard-Wagner-Museum 
Luzern veranstaltet deshalb in die- 
sem Sommer Konzerte, Theater, 
Klangerlebnisse und Führungen. Zu 
Ehren des berühmten, 1813 in Leipzig 
geborenen Bewohners führt es ver- 
schiedene Veranstaltungen durch. 
Bis Ende November ist im Park um 
das Museum die «Klanginsel Trib- 
schen» zu hören. Andres Bosshard 
gestaltete die Klänge nach Werken 
von Wagner. Im Mai und Juni gibt es 
anlässlich des Kammermusikfests 
Tribschen sieben Konzerte. Das Figu- 
rentheater Petruschka spielt im Au- 
gust und September im Pavillon Trib- 
schenhorn für Kinder den «fliegen- 
den Holländer». Die Theaterkids in- 
szenieren Ende Mai/Anfang Juni «Ri- 
chard Wagner Sagenhaft».   (sda)
	        

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