Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2013)

Heute 
Verbund Südostschweiz 
Fr. 2.00 
9 771812601006 
60016 
Inhalt 
Inland 2–9 
Politik 10 
Wirtschaft 11–16 
Sport 17–21 
Kultur 25+27 
Kino/Wetter 29 
TV 30+31 
International 32 
www.volksblatt.li 
Austausch Die «Freunde Sy- 
riens» treffen sich in Istanbul 
mit US-Aussenminister Kerry. 
Anhörung Berlusconi muss 
einmal mehr wegen Steuer- 
betrugs vor Gericht aussagen. 
Fotogalerien Auch heute 
finden Sie Fotogalerien zu 
aktuellen Veranstaltungen in 
Liechtenstein und Umge- 
bung im Media Center auf 
www.volksblatt.li. 
«Zukunftswerkstatt» 
Vom Träumen zum Tun 
Interessierte sind von 19 bis 21 
Uhr in den Kleinen SAL in 
Schaan eingeladen, um zu er- 
fahren, wie man eine gemein- 
same, positive und zukunftsfä- 
hige Gemeinschaft im Rheintal 
gestalten könnte. Hierfür wird 
die eigens eingerichtete 
Homepage vorgestellt, die zu 
einem interaktiven Austausch 
beitragen soll. Im Anschluss 
folgt ein Apéro mit musikali- 
scher Untermalung durch «The 
Flying Lobsters». 
volksblatt.li 
6° 2° 
Wetter Nach nass- 
kaltem Beginn 
Wetterberuhigung. 
Seite 29 
Kälteeinbruch 
Hochwasser- und 
Lawinengefahr steigt 
BERN Der massive Kälteeinbruch hat 
die Hochwasser- und Lawinengefahr 
ansteigen lassen. Die Bundesstellen 
warnten vor einer mässigen Hochwas- 
sergefahr an Aare, Thur und Rhein so- 
wie im Mittel- und Südtessin. Die Lawi- 
nengefahr stieg noch einmal markant 
an. Im Naturgefahrenbulletin des Bun- 
des vom Freitagmittag wurde vor star- 
kem Schneefall bis Samstagabend in 
Teilen des Oberwallis, dem zentralen 
Alpenraum, dem Oberengadin und 
dem Puschlav gewarnt. Mit starkem Re- 
gen wurde auf der Alpennordseite, im 
Rhônetal, im Engadin und vor allem im 
Tessin gerechnet. Ursache ist eine soge- 
nannte Gegenstromlage, die sich laut 
Meteonews am Freitag über dem Al- 
penraum eingestellt hat. Dabei wehen 
in grosser Höhe Winde aus südlichen 
Richtungen und in Bodennähe Winde 
aus nördlichen Richtungen. (sda) 
Die Tageszeitung        für Liechtenstein 
Samstag, 20. April 2013 
136. Jahrgang Nr. 89 
Bauboom und hohe 
Grundstückspreise 
Wie steht es um den 
Immobilienmarkt in 
Liechtenstein? 
3 
«Die vielen schönen 
Momente überwiegen» 
Ex-Judo-Nationaltrainer 
Hansjakob Schädler im 
grossen Interview. 
19 
Frisch restaurierte Rheinberger-Orgel 
Pepi Frommelt im Interview 
«Eine planerische 
Meisterleistung» 
27 
www.kleininserate.li 
Der neue Liechtensteiner 
TV-Sender 
Kann empfangen werden über die 
Kabelnetze der Telecom Liechten- 
stein Kanal 40, TV-Com, Rii-Seez- 
Net und weltweit via Livestream 
auf www.tv1.li. 
Bostoner Anschlag 
SWAT-Teams 
durchsuchen Häuser 
Auf der Suche nach dem 
zweiten, überlebenden 
Verdächtigen, Dzhokhar 
Zarnajew, wurden in 
Boston und Umgebung 
zahlreiche Wohnhäuser 
durchsucht. Der Bruder 
des Flüchtigen, Tamerlan 
Zarnajew, wurde bereits 
von der Polizei erschos- 
sen. (Foto: EPA) 
Seite 10 
Gesundheitsminister Pedrazzini: 
Neubau Spital schwer fi nanzierbar 
Amtsantritt Die Bevölkerung hat zwar den Neubau des Landesspitals abgelehnt, dennoch mussten notwendige Renovati- 
onen finanziert werden. Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini ist bezüglich einer Neuauflage des Projekts indes skeptisch. 
VON JOHANNES MATTIVI 
Das bestehende Gebäude könne 
nicht mehr ewig als Landesspital ge- 
nutzt werden, macht Gesundheits- 
minister Pedrazzini im «Volksblatt»- 
Interview die nach wie vor unbefrie- 
digende Lage klar. Das Land müsse 
sich Gedanken über die Zeit danach 
machen. «Gleichzeitig müssen wir 
uns aber vor Augen halten, dass kei- 
ne der denkbaren Varianten gratis 
zu haben sein wird. Investitionspro- 
jekte werden es in dieser Legislatur- 
periode jedoch angesichts der Fi- 
nanzlage des Staates schwer haben», 
weist der Gesundheitsminister auf 
die anhaltende Budgetknappheit 
hin. Das betreffe ganz besonders die 
Projektierung eines neuen Landes- 
spitals, die zudem vor dem Hinter- 
grund der negativen Volksabstim- 
mung betrachtet werden müsse. 
Zukunft der AHV sichern 
Weitere Sorgenkinder für den neuen 
Gesundheitsminister sind die AHV 
und die Kranken- 
versicherung. Bei- 
de Versicherungs- 
systeme sind nicht 
selbsttragend. 
Das Gesundheits- 
wesen verschlingt 
derzeit rund 90 
Millionen Franken Steuergelder pro 
Jahr, die AHV braucht über 50 Milli- 
onen Franken Subventionen. Der 
Staat muss nun aber sparen und so 
hat der Landtag in der letzten Legis- 
laturperiode bereits einige Pflöcke 
zur Reduktion der Staatsbeiträge 
eingeschlagen. Die konkrete Ausge- 
staltung der Massnahmen werde 
aber keine leichte Aufgabe, ist Pe- 
drazzini sicher. Zumal das derzeitige 
Umlagesystem in der AHV in den 
kommenden Jahr- 
zehnten aufgrund 
der demografi- 
schen Entwick- 
lung an ihre Gren- 
zen stossen wer- 
de. Die Alterspy- 
ramide beginnt 
sich umzudrehen. Immer mehr älte- 
ren Menschen, die dank Medizin 
und Wohlstand ein immer höheres 
Lebensalter erreichen, stehen ab- 
nehmende Kinderzahlen gegenüber. 
Spätestens wenn die geburtenstar- 
ken Jahrgänge ihre Pension antre- 
ten, wird das Transfersystem in arge 
Probleme geraten. 
System grundsätzlich robust 
«Grundsätzlich ist zu sagen, dass un- 
ser System der Altersvorsorge mit- 
tels AHV, betrieblicher Pensionskas- 
se und persönlichen Ersparnissen 
an sich recht robust ist», möchte der 
Gesundheitsminister nicht allzu 
sehr schwarzmalen. Problematisch 
werde es jedoch für Personen, die 
auf keine Pensionskasse oder auf ei- 
ne stabile Ehe als Wirtschaftsge- 
meinschaft zurückgreifen könnten. 
Auch von Patchwork-Familien werde 
ein höheres Mass an Eigenverant- 
wortung verlangt. Seite 5 
«Bei den anstehenden 
Umbauten im Landesspital 
wird jeder Rappen zweimal 
umgedreht.» 
MAURO PEDRAZZINI 
MINISTER FÜR GESELLSCHAFT 
Sicherheit erhöhen Fahren mit 
Licht am Tag soll Pflicht werden 
VADUZ Anfang 2014 soll in der 
Schweiz das zweite «Via sicura»-Pa- 
ket für mehr Verkehrssicherheit in 
Kraft treten. Darin enthalten ist 
auch die Lichtpflicht am Tag. Laut 
der Motorfahrzeugkontrolle (MFK) 
wird Liechtenstein aufgrund eines 
fast identen Strassenverkehrsgeset- 
zes wahrscheinlich mitziehen, sollte 
diese Massnahme in der Schweiz tat- 
sächlich beschlossen werden. 
Mit Licht am Tag werden Fahrzeuge 
von vorn besser wahrgenommen. 
«Dieser Vorteil kommt besonders 
Motorradfahrern zugute, die auf- 
grund ihrer kleineren Silhouette oft 
schlechter gesehen werden», sagt 
Gerhard Negele von der MFK. Fah- 
ren jedoch die Autos auch mit Licht 
am Tag, geht dies auf Kosten der Mo- 
torradfahrer, ist er überzeugt. Die 
Umsetzung dieser Massnahme sei je- 
doch zu 90 Prozent sehr wahr- 
scheinlich. Bei der Bestrafung sei 
Liechtenstein jedoch meist etwas ku- 
lanter als die Schweiz, die bei einem 
Verstoss gegen die neue Pflicht eine 
Busse von 40 Franken vorsieht.   (sb) 
Die Schweiz will die Lichtpfl icht ab 
2014 einführen. (Foto: RM) 
www.volksblatt.li 
Zitat des Tages 
«Die Verhandlungen sind 
beendet, wir haben einen 
Text, den beide Seiten 
paraphiert haben.» 
CATHERINE ASHTON 
EU-AUSSENBEAUFTRAGTE ZUM KOSOVO- 
SERBIEN-KONFLIKT 
Seite 10 
Einzigartiges Web-TV von volksblatt.li: 
Aktuelle Filmbeiträge zu Politik, Wirtschaft, 
Sport und Kultur 
«Humor Sapiens» zu 
Gast im SAL Schaan 
Web-TV www.volksblatt.li
	        

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