Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2013)

28 | Sport 
DONNERSTAG 
28. MÄRZ 2013 
Rad 
Sieg für Sprinter 
Mark Cavendish 
KOKSIJDE Mark Cavendish gewann 
die zweite Etappe der «Drei Tage 
von De Panne». Der Brite setzte sich 
nach 204 km von Oudenaarde nach 
Koksijde im Massenspurt gegen die 
beiden Italiener Elia Viviani und 
Francesco Chicchi durch. Der Fran- 
zose Arnaud Démare übernahm das 
Weisse Trikot des Gesamtführenden 
von Peter Sagan (Slowakei, der weni- 
ge Kilometer vor dem Ziel abgehängt 
wurde. (si) 
Olympische Spiele 
Polen und Slowakei 
wollen Olympia 2022 
KRAKAU Polen und die Slowakei wol- 
len 2022 gemeinsam die Olympi- 
schen Winterspiele ausrichten. Dies 
gaben sie am Mittwoch offiziell be- 
kannt. Hauptaustragungsort wäre 
Krakau (Pol), der Grossteil der Wett- 
bewerbe im Ski alpin würde im Ge- 
biet um die slowakische Industrie- 
metropole Poprad ausgetragen. (si) 
Formel 1 
Webber muss zu 
Saisonende gehen 
SALZBURG Das Red-Bull-Team hat 
sich der «Bild» zufolge wohl endgül- 
tig für eine Trennung von Mark Web- 
ber nach Saisonende entschieden. 
Der Australier solle keinen neuen 
Vertrag mehr be- 
kommen, berich- 
tete das Blatt ges- 
tern. Nachdem Se- 
bastian Vettel zu- 
letzt in Malaysia 
gegen die Anwei- 
sung des Teams 
Webber noch den 
Sieg entrissen hat- 
te, gilt das ohne- 
hin schwierige Verhältnis der beiden 
als zerstört. Ein Abschied Webbers 
zum Jahresende wäre aber ohnehin 
keine Überraschung. Der 36-Jährige 
ist der älteste Pilot im aktuellen Feld 
und hatte zuletzt stets nur noch Ein- 
jahresverträge bei Red Bull bekom- 
men. Schon in der Vorsaison stand 
Webber beim Weltmeisterteam vor 
dem Aus. Red Bull sprach mit dem 
Engländer Lewis Hamilton über ei- 
nen Wechsel. Letztlich verlängerte 
der Rennstall aber noch einmal 
Webbers Kontrakt, auch weil poten- 
zielle Nachfolger aus dem eigenen 
Nachwuchs noch nicht stark genug 
erschienen. Als erster Anwärter auf 
Webbers Cockpit gilt schon länger 
sein Landsmann Daniel Ricciardo. 
Der 23-Jährige fährt seine zweite Sai- 
son beim Red-Bull-Schwesterteam 
Toro Rosso und soll sich dort für ei- 
nen Aufstieg empfehlen. (id) 
Ski alpin 
Tatverdächtiger 
wurde ermittelt 
STUTTGART Nach der per E-Mail ver- 
schickten Morddrohung gegen Welt- 
cup-Gesamtsiegerin Tina Maze hat 
die Kriminalpolizei im deutschen 
Bundesland Baden-Württemberg ei- 
nen 35-jährigen Tatverdächtigen er- 
mittelt und gegen ihn ein Verfahren 
eingeleitet. Aufgrund der strafbaren 
Handlung, die sich Anfang März in 
Garmisch-Partenkirchen ereignet 
hatte, wurde die Slowenin temporär 
unter Personenschutz gestellt. Ge- 
mäss aktuellem Ermittlungsstand 
haben sich keine Erkenntnisse erge- 
ben, dass der Mann seine Drohung 
in die Tat umsetzen wollte. (si) 
Eisschnelllauf 
Legende Andersen 
ist verstorben 
OSLO Die Eisschnelllauf-Legende 
Hjalmar Andersen ist im Alter von 
90 Jahren verstorben. Andersen hat- 
te sich 1952 in seinem Heimatland 
Norwegen mit drei Goldmedaillen 
zum erfolgreichsten Athleten der 
Olympischen Winterspiele von Oslo 
gekürt. (si) 
Aufstiegsspiele für Galinadamen 
Volleyball Die zweite Damen-Mannschaft des VBC Galina gewann die 2. Liga und sicherte sich somit den Regionalmeisterti- 
tel. Heute steigt im Schaaner Resch das erste Aufstiegsspiel für die 1. Liga. Die jungen Galinesinnen empfangen Einsiedeln. 
Zu 
Saisonbeginn war ledig- 
lich das Ziel, möglichst viele 
gute Ergebnisse zu erzielen, 
denn das jüngste Team der 
Liga besteht als einzige Mannschaft 
nur aus Jugendspielerinnen. So war 
keine genaue Prognose über den 
Saisonverlauf möglich. Das Durch- 
schnittsalter des Teams betrug zu 
Saisonbeginn gerade einmal 16,8 
Jahre. Schnell gewöhnten sich die 
jungen Liechtensteinerinnen aber 
an die raue Luft in der höchsten re- 
gionalen Liga. In der Hinrunde gab 
es nur eine einzige Niederlage, alle 
anderen Spiele waren zwar um- 
kämpft, aber am Ende ging immer 
wieder Galina als Sieger vom Platz. 
Über Weihnachten wurden die Ziele 
neu defi niert. Diese Neuorientierung 
kam aber nicht etwa vom Trainer- 
gespann Demmer/Hodzic, nein, die 
jungen Galinesinnen selbst gaben 
nun das Ziel Meisterschaft aus. 
Jeder Sieg hart erarbeitet 
Dass sich dieses Ziel nicht sehr leicht 
umsetzen liess, zeigte nun jede ein- 
zelne Partie. Gegen die drei Tabel- 
lenletzten aus Chur, Jona und Bad 
Ragaz konnte man leichte Siege ein- 
fahren, aber jedes andere Spiel for- 
derte den Galinesinnen alles ab. Und 
gegen den Lokalrivalen Volley Mau- 
ren-Eschen setzte es dann die erste 
Heimniederlage. Mit 2:3 zog man 
den Kürzeren und die jungen Wil- 
den zeigten zum ersten Mal in der 
Saison Nerven. Direkt danach ging 
es zum Meisterschaftsfavoriten aus 
Untervaz, den man auswärts mit 3:2 
besiegen konnte, wonach man wie- 
der auf die Gewinnerstrasse einbog. 
Danach konnte man wiederum 3:2 
gegen March siegen und steuerte auf 
die beiden Endspiele gegen Bonaduz 
und Rätia zu. Beide Teams wollten 
den Regionalmeistertitel und sind 
weitaus erfahrener als die Galina- 
girls. In beiden Matches zeigten das 
Nachwuchsteam des VBC Galina 
sein bestes Volleyball und gewann 
sie beide mit 3:1. Damit sicherte man 
sich einen Spieltag vor Saisonende 
die Meisterschaft. Die Niederlage am 
letzten Spieltag gegen Näfels spielte 
dann keine Rolle mehr. Trainer Marc 
Demmer zeigte sich dementspre- 
chend zufrieden: «Dieses Jahr war 
die Qualität der Teams in der Liga so 
hoch wie nie. In den letzten Jahren 
gab es immer eine Zweiklassenge- 
sellschaft, aber heuer waren fast alle 
Spiele hart umkämpft. Deshalb ist 
dieser Titel, auch wegen des Alters 
meines Teams, hoch einzustufen.» 
Spielerinnen und Trainer mussten 
nicht lange überlegen, um sich dafür 
zu entscheiden, nun auch die Auf- 
stiegsspiele in Angriff zu nehmen. 
Der Aufstieg wäre der nächste logi- 
sche Schritt des Teams. Allerdings 
gilt es davor noch zwei sehr hohe 
Hürden zu überspringen. Zunächst 
spielt man zu Hause gegen den VBC 
Einsiedeln. Dieses Team ist dem 
VBC Galina noch bestens bekannt. 
Vor zwei Jahren gewannen sie gegen 
die Galinesinnen das Aufstiegsspiel 
3:2 und stiegen in die 1. Liga auf. 
Dort traf man in der vorletzten Sai- 
son auf das damalige Meisterteam 
des VBC Galina. Einsiedeln war da- 
bei in der gesamten Saison das einzi- 
ge Team, welches Galina in einen 
fünften Satz zwingen konnte und ih- 
nen so den einzigen Punktverlust 
der gesamten Saison zufügten. Jetzt 
will man direkt wieder in die 1. Liga 
aufsteigen und wird sicher nicht 
leicht zu besiegen sein. Der zweite 
Gegner wird der STV St. Gallen sein, 
der mit Vehemenz zurück in die na- 
tionalen Ligen drängt. 
Heute erstes Aufstiegsspiel 
Das erste Aufstiegsspiel findet am 
heutigen Donnerstag um 20.30 Uhr 
im Resch in Schaan statt. Einsiedeln 
ist bekannt dafür, lautstarke Unter- 
stützung auch mit zu den Auswärts- 
spielen mitzubringen. Deshalb hofft 
man auf Liechtensteiner Seite auf 
ebenso lautstarke Fans. (md) 
Die jungen Galinadamen spielen um den Aufstieg in die 1. Liga, heute gehts gegen Einsiedeln los. (Foto: ZVG) 
In Malbun wird um FIS-Punkte gefahren – 
Herren und Damen bestreiten je zwei Slaloms 
Ski alpin In Malbun wird 
am Freitag und Samstag 
nochmals um FIS-Punkte 
gekämpft. Der LSV ist bei den 
Slaloms mit drei Damen und 
fünf Herren vertreten. 
In Malbun steigt in den nächsten Ta- 
gen nochmals ein absoluter Höhe- 
punkt der alpinen Skisaison. Morgen 
Freitag und am Samstag kommen 
auf der Rennpiste Hochegg jeweils 
zwei Slaloms für Damen und Herren 
zur Austragung. Und der Veranstal- 
ter, der Liechtensteinische Skiver- 
band um OK-Präsident Kondrad 
Schädler kann ein ansehnliches Teil- 
nehmerfeld vermelden. «Der aktuel- 
le Meldestand liegt bei 87 Damen 
und 73 Herren», so Konrad Schädler. 
Bei den Damen werden insgesamt 
neun Nationen vertreten sein und 
bei den Herren sogar deren elf. 
Liechtenstein stellt ein Kontingent 
von acht Athleten Athletinnen. Die 
FL-Damen werden von Marina Nigg 
angeführt. Das Trio vervollständi- 
gen Joana Frick und Anna-Laura 
Bühler. Bei den Herren kämpfen Ni- 
co Gauer, Simon Heeb, Alexander 
Hilzinger, Manuel Hug und Marco 
Pfiffner um die begehrten FIS-Punk- 
te. Die meisten Aktiven stellt das 
Nachbarland Schweiz, das bei den 
Damen und Herren jeweils 30 
Starter/-innen gemeldet hat. 
An beiden Tagen (Freitag und Sams- 
tag) kommen auf der Piste Hochegg 
jeweils ein Damen- und Herren-Ren- 
nen zur Austragung. Die genauen 
Startzeiten werden nach der heuti- 
gen Mannschaftsführersitzung be- 
kannt gegeben. (rob) 
LSV-Weltcupläuferin Marina Nigg ist in Malbun mit von der Partie. (Foto: VMH) 
Ski alpin 
Platzer wird Frauentrainer 
BERN Der Südtiroler Roland Platzer 
(34) erhält bei Swiss-Ski wie erwar- 
tet eine neue Aufgabe. Der bisherige 
Abfahrtstrainer der Männer über- 
nimmt in der Frauen-Equipe die Ver- 
antwortung für die Gruppe der Kom- 
biniererinnen. 
Mit Platzers Wechsel ist die erste 
vom neuen Männer-Cheftrainer Wal- 
ter Hlebayna angekündigte Rochade 
vollzogen. Der Österreicher hatte 
seine Absicht, sich nach einem neu- 
en Coach für die Speedspezialisten 
umzusehen, zu Beginn der Woche 
publik gemacht. Das Ende von Plat- 
zers bisheriger, erst im vergangenen 
Frühjahr begonnenen Tätigkeit hat- 
te sich schon vor Hlebaynas Äusse- 
rung abgezeichnet. Der ruhige Ar- 
beiter Platzer sah sich vielerorts mit 
dem Vorwurf konfrontiert, der Auf- 
gabe nicht gewachsen zu sein. 
Ein alter Weggefährte 
Im Trainerstab des Frauenteams 
wird Platzer einen alten Weggefähr- 
ten als «Chef» haben, dessen Nach- 
folger er zuletzt war. Mit Hans Flat- 
scher hat er bei den Männern wäh- 
rend sechs Jahren eng zusammenge- 
arbeitet. «Ich kenne Roland sehr gut 
und weiss, wo seine Stärken liegen. 
Ich möchte ihn in einer ähnlichen 
Funktion einsetzen, wie wir das frü- 
her bei den Männern gemacht ha- 
ben.» Damals stand Flatscher den 
Abfahrern vor und Platzer war Trai- 
ner der Kombi-Gruppe. (si) 
Ski alpin 
LSV-Athleten auf Achse 
PREMYSLOV/SPLÜGEN Die Herren des 
Liechtensteinischen Skiverbands 
(LSV) weilten wenige Tage vor den 
Heimrennen in Malbun (siehe Be- 
richt oben) noch immer in Tschechi- 
en, um ihre FIS-Punktekonten abzu- 
bauen. In Premyslov stellten sie sich 
dieser Aufgabe am Dienstag in ei- 
nem Riesenslalom, tags darauf in ei- 
nem Slalom. Den Stangenparcours 
am Mittwoch bewältigte Simon Heeb 
von allen LSV-Läufern am schnells- 
ten. Mit knapp drei Sekunden Rück- 
stand auf Sieger Andrienko (Russ) 
klassierte er sich auf Rang 13. Nico 
Gauer und Manuel Hug folgten auf 
den Plätzen 39 und 41. Alexander 
Hilzinger schied aus, Marco Pfiffner 
trat zum 2. Lauf nicht mehr an. 
Im Riesenslalom war Letzterer mit 
Rang 26 noch für das LSV-Topergeb- 
nis besorgt gewesen. Alexander Hil- 
zinger landete auf Rang 36, Manuel 
Hug, der als einziger Liechtensteiner 
an beiden Tagen eine Klassierung 
herausfahren konnte, beendete das 
Rennen als 38. Nicht ins Ziel schaffte 
es Nico Gauer. Simon Heeb verzich- 
tete auf den 2. Durchgang. 
Bühler und Frick in Splügen 
Zwei LSV-Damen verschlug es der- 
weil nach Splügen (Sz), wo ein FIS- 
Riesenslalom ausgetragen wurde. 
Anna-Laura Bühler belegte in der 
Endwertung den 19. Platz, Joana 
Frick fand sich vier Positionen wei- 
ter hinten wieder. (bo)
	        

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