Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2013)

20 | Veranstaltungen 
DONNERSTAG 
10. JANUAR 2013 
Besucherrekorde 
Relevanz von 
Museen ungebrochen 
LONDON Über Besucherrekorde im 
vergangenen Jahr dürfen sich die 
Londoner Tate Modern und die drei 
Frankfurter Kunstmuseen Schirn, 
Städel und Liebieghaus freuen. Die 
Tate Modern zog 5,3 Millionen Besu- 
cher an – 9,5 Prozent mehr als 2011. 
Eine Ausstellung zu Damien Hirst 
liessen sich 463 000 Interessierte 
nicht entgehen. Auch die Tate Bri- 
tain legte zu: 4,3 Prozent auf 1,53 
Millionen Besucher. In Frankfurt 
betrug die Gesamtzahl der Besu- 
cher der Kunstmuseen Schirn, Stä- 
del und Liebieghaus mehr als eine 
Million, wie aus einem Communi- 
qué vom Montag hervorgeht. Laut 
Direktor Max Hollein spiegelt dieses 
Ergebnis «Lebendigkeit und unge- 
brochene Relevanz» der drei Insti- 
tutionen wider. Die Schirn Kunst- 
halle konnte die rund 479 000 Be- 
sucher etwa mit Ausstellungen zu 
Edvard Munch oder Jeff Koons anlo- 
cken. Das Städel Museum eröffnete 
2012 einen Erweiterungsbau für Ge- 
genwartskunst.   (sda) 
120 000 Besucher in 
der Stiftsbibliothek 
ST. GALLEN Die Stiftsbibliothek St. 
Gallen hat im vergangenen Jahr 
knapp 120 000 Besucher gezählt. 
Das waren 7,7 Prozent mehr als 
2011. Als Publikumsmagnet erwies 
sich die Ausstellung zum Gallus-Ju- 
biläum. Neben der Stiftsbibliothek 
war auch die Gallus-Kapelle im 
Stiftsbezirk während sieben Mona- 
ten für das Publikum geöffnet. Gut 
34 000 Personen besuchten die Ka- 
pelle, die normalerweise nicht öf- 
fentlich zugänglich ist.   (sda/red) 
Sprungbrett In der kurzen 
Frühjahrssaison werden 
wieder einige Liechtensteiner 
Spezialitäten und internatio- 
nale Leckerbissen im Schlöss- 
lekeller präsentiert. 
VON RETO ÖHRI 
Der Grund, weshalb die Frühjahrs- 
saison bereits am 19. April endet, ist 
in den Vorbereitungen für das 
10-Jahr-Jubiläum des Schlösslekel- 
lers zu suchen, das in der Saison 
2013/14 gefeiert wird. Die Brüder In- 
go und Mathias Ospelt gaben sich 
aber hinsichtlich Jubiläumspro- 
gramm noch wortkarg: «Es kommt 
nur das auf die Bühne, was wir un- 
bedingt wollen.» Nicht, dass damit 
das Frühlingsprogramm völlig in 
den Schatten hätte gestellt werden 
können, aber es weckt Erwartungen. 
Januar bis April im Keller 
Den Auftakt macht am 17. Januar 
Martina Morger, deren Alter Ego 
Leia Luke sich in ihrer ersten Aus- 
stellung mit dem Körper und der 
Umwelt auseinandersetzt. Tags dar- 
auf steht mit «Fünferrocken» das 
Abtanzen für Fünf Stutz auf dem 
Programm. Auf Kerngeschäfte Kaba- 
rett und Theater wird dann mit dem 
Programm von Storm und Störmer 
eingespurt. Im Februar werden mit 
dem «Wahlnachmittag» Spiele, Spass 
und Analysen rund um die Land- 
tagswahl geboten. Sobald die Wahl- 
lokale am Wahlsonntag schliessen, 
wird die Grossleinwand im Schlöss- 
lekeller in Szene gerückt. Weiter 
geht es am 8. Februar in altbekann- 
ter Manier mit dem SchlössleTV – 
die multimediale Show mit Mathias 
Ospelt und Marco Schädler. Im März 
wird der Chor Divertimento wieder 
zu Gast sein. Die Herren werden in 
gewohnter Manier die Landeszeitun- 
gen unter die Lupe nehmen. Karim 
Slama tritt am 8. März auf. Ansons- 
ten ist der Mäzr reserviert für die 
Theater-Karussell-Vorstellungen. 
Erste Schritte im Kleintheater 
Das Kleintheater, das Liechtenstei- 
ner Talenten die Möglichkeit bietet, 
Bühnenerfahrung zu sammeln, ko- 
operiert auch mit dem TAK Theater 
Liechtenstein. Ein gutes Beispiel da- 
für ist die Ruggeller Kabarettistin 
Jutta Hoop. Am 15. Februar zieht Al- 
bi Büchel im TAK mit seiner Varieté- 
Show «Wir sind Zauberfuzzis» nach. 
Eine weitere Produktion, die der 
Schlösslekeller nicht mit seinem 
Programm konkurrenziert, ist «Das 
Fest», welches vom Theater Karus- 
sell produziert wird und am 1. März 
Premiere feiern wird. Im April gilt es 
mit Sarah Hakenberg aus München 
und Heinz de Specht zwei weitere 
Programmpunkte im Schlösslekeller 
zu erkunden. 
Neue Lounge 
Monica Bortolotti freute sich mit ih- 
ren Kollegen der Liechensteinischen 
Landesbank und den Vertretern des 
Schlösslekeller-Teams, die neue 
Lounge im Eingangsbereich des 
Schlösslekellers zu präsentieren: 
«Wir wollen nicht mit vielen Logos 
präsent sein. Wir möchten zu der At- 
mosphäre beitragen.» Bereits seit 
drei Jahren ist die Neugestaltung an- 
gedacht und konnte nun endlich 
umgesetzt werden. 
An der Pressekonferenz im Schlösslekeller (v.l.): Martin Heutschi (LLB), Ingo 
Ospelt, Mathias Ospelt, Monica Bortolotti (LLB), Hubert Müller (LLB). (Foto: ZVG) 
Frühlingsprogramm wurde 
im Schlösslekeller präsentiert 
Jubiläumskonzert 
«50 Jahre Musikschule» 
Tonangebend Den Auftakt 
zum Jubiläumsjahr der Liech- 
tensteinischen Musikschule   
bildet das Eröffnungskonzert 
am Sonntag, den 20. Januar 
2013, um 17 Uhr im SAL in 
Schaan. 
Dort 
erwartet Sie ein viel- 
seitiges Orchesterkonzert, 
an dem neben jungen he- 
rausragenden Solisten der 
Musikschule ein aus Lehrpersonen, 
Schülern und Ehemaligen formiertes 
Orchester unter anderem eine Jubi- 
läumskomposition auff ühren wird. 
Grösste Bildungsinstitution 
In diesem Jahr kann die Liechten- 
steinische Musikschule ihr 50-jähri- 
ges Jubiläum feiern. Am 22. April 
1963 wurde der Schulbetrieb mit 345 
Schülern aufgenommen. Heute ist 
die Musikschule mit über 2650 Schü- 
lerinnen und Schülern die grösste 
Bildungseinrichtung in Liechten- 
stein. Gemäss der Vision «Liechten- 
steinische Musikschule, die musika- 
lische Bildungs- und Begegnungs- 
stätte – Offen Aktiv Kreativ» haben 
sich in den letzten Monaten die 
Lehrpersonen, der Stiftungsrat und 
die Direktion intensiv mit der Ge- 
staltung dieses Jubiläums befasst. 
Entstanden ist unter dem Jahresmot- 
to «tonangebend» ein vielfältiges 
und buntes Jubiläumsprogramm, 
das alle Schülerinnen und Schüler 
mit einbezieht, alle Altersgruppen 
als Mitwirkende oder als Besucher 
anspricht und Brücken zu anderen 
Bildungs- und Kulturstätten des Lan- 
des schlägt. 
Zeitdokument Jubiläumsbroschüre 
Mit einer umfassenden Publikation 
gibt die Musikschule zu ihrem 50. 
Geburtstag ein interessantes und le- 
senswertes Zeitdokument heraus, 
welches an diesem Abend präsen- 
tiert wird. Die Jubiläumsbroschüre 
dokumentiert einerseits die Entste- 
hung, Geschichte und Entwicklung 
der Bildungseinrichtung und stellt 
ihr Personal, ihre Organe sowie mu- 
sikschulnahe Organisationen vor. 
Zum anderen kommen darin zahl- 
reiche Menschen zu Wort, welche 
aus ihrer persönlichen Sicht zum Ju- 
biläum der Musikschule Stellung 
nehmen. Nicht zuletzt beschäftigt 
sich ein wesentlicher Teil der Publi- 
kation mit dem Thema «Musikschule 
heute und morgen». 
Platzkarten reservieren 
Gern reserviert das Sekretariat der 
Musikschule für Sie die gewünschte 
Anzahl Platzkarten, welche unter 
der Telefonnummer +423 235 03 30 
vorbestellt werden können. Der Ein- 
tritt ist frei (Kollekte). Die Vertreter 
der Musikschule freuen sich sehr, 
den Auftakt zum Jubiläumsjahr ge- 
meinsam mit Ihnen zu begehen. 
Das genaue Konzertprogramm und weitere 
Infos fi nden Sie unter www.musikschule.li 
Noemie Frick und Jeff rey Meier sind zwei der am Jubiläumskonzert auftretenden Musikschüler. (Fotos: ZVG) 
TAK 
Musikalische Lesung mit Król 
SCHAAN Der japanische Autor Haruki 
Murakami hat kurzfristig über sei- 
nen amerikanischen Verlag weltweit 
jede Form von dramaturgisch aufbe- 
reiteten Lesungen seiner Romane 
untersagt. Das betrifft auch die Le- 
sung aus dem Roman zu «Gefährli- 
che Geliebte». Um die geplante Ver- 
anstaltung nicht komplett absagen 
zu müssen, hat sich der Schauspieler 
Joachim Król entschieden, den Er- 
folgsroman «Seide» von Alessandro 
Baricco als szenische Lesung mit 
Jazz-Musik zu präsentieren. 
Mischung aus Erotik und Exotik 
Bariccos Meisterwerk «Seide» ist ei- 
ne Geschichte voller Sehnsucht, ver- 
fasst in einer poetischen, romanti- 
schen Sprache, die der Erzählung 
mit ihrer vorherrschenden Melan- 
cholie und ihrer Mischung aus Ero- 
tik und der geheimnisvollen Exotik 
Japans eine ganz besondere Stim- 
mung und Ausstrahlung verleihen. 
Joachim Król, einer der versiertes- 
ten und nuancenreichsten Charak- 
terdarsteller der deutschen Theater-, 
Film- und Fernsehlandschaft, ist Ga- 
rant dafür, den richtigen Ton zu tref- 
fen für diese bewegende Parabel auf 
die Liebe und die Sehnsucht nach 
ihr, auf die Utopie und auf das Glück. 
Die Geschichte des südfranzösi- 
schen Seidenhändlers Hervé Jon- 
cour ist eine berührende Parabel auf 
die Liebe. Auf einer seiner Reisen 
begegnet er in Japan einer rätselhaf- 
ten Schönheit, die seine Leiden- 
schaft entfacht. Jahr für Jahr zieht es 
ihn seitdem, unter ständig wachsen- 
den Gefahren, ins Land der aufge- 
henden Sonne. Dem studierten Phi- 
losophen und Musikwissenschaftler 
Baricco, geboren 1958 in Turin, ge- 
lang mit diesem Roman Mitte der 
1990er-Jahre der internationale 
Durchbruch. Die anrührende Lie- 
besgeschichte stürmte die Bestsel- 
lerlisten, wurde in rund 30 Spra- 
chen übersetzt und liess Baricco zu 
einem der grossen europäischen Ge- 
genwartsautoren werden. 
Mini-Kabarett mit Jutta Hoop 
In der neuen Genossenschafts- 
Lounge kann man Künstler/-innen 
kennenlernen, mit Theatermitarbei- 
ter/-innen plaudern und erfahren, 
was Jutta Hoop gerade wieder beim 
LIEmobil fahren mitgehört hat. Sie 
wissen noch nicht, ob Sie Genossen- 
schafter/-in werden wollen? Hier 
können Sie es herausfinden. 
Happy Valley, 11. Januar, 20.09 Uhr 
Joachim Król und das South Of The Border Jazz- 
trio (In Kooperation mit der Tangente Eschen); Le- 
sung aus Alessandro Bariccos Roman «Seide» 
Fr, 11. Januar, 
Jutta Hoop, 11. Januar, 18.30 Uhr 
Fr, 11. Januar 2013, um 18.30 Uhr im TAK-Foyer 
Infos und Karten unter der Telefonnummer 
+423 237 59 69 oder per E-Mail:  vorverkauf@ 
tak.li oder www.tak.li 
Vor Joachim Król wird Jutta Hoop morgen Freitag im TAK gastieren. (Fotos:ZVG) 
Theater Karussell 
«Das Fest» wird im 
Schlössle aufgeführt 
VADUZ Der erfolgreiche Geschäfts- 
mann und Hotelier Helge Klingen- 
feldt feiert seinen 60. Geburtstag. 
Und alle sind der Einladung auf sei- 
nen Landsitz nachgekommen: 
Freunde und Bekannte und seine 
drei Kinder Christian, Helene und 
Michael. Obwohl die Beerdigung sei- 
ner Tochter Linda, die sich völlig 
überraschend das Leben nahm, erst 
kurze Zeit zurückliegt, beginnt der 
Abend nach den Ritualen wohl eines 
jeden Familienfestes: Begrüssung, 
Gespräche, Essen. Der älteste Sohn 
Christian hält die erste Tischrede; er 
gibt ihr den merkwürdigen Titel «Pa- 
pa nimmt sein Bad». Christian nutzt 
das Geburtstagsfest seines Vaters, 
um ein streng gehütetes und unter- 
drücktes Familiengeheimnis zu lüf- 
ten. Schmerzhaft kommt etwas ans 
Licht, was jeder wusste und alle vor- 
einander verborgen hielten. Zuneh- 
mend gerät das Fest aus den Fugen. 
Die Besetzung für dieses Stück ver- 
eint Theaterprofis, Nachwuchs- 
schauspielkräfte und ambitionierte 
Theateramateure aus Liechtenstein 
und der Region. 
Hassler, Konrad und Biedermann 
Neben Thomas Hassler als Jubilar 
Klingenfeldt spielen Andi Konrad und 
Nicolas Biedermann seine beiden Söh- 
ne. Daneben bekannte Gesichter aus 
dem Karussellteam wie Heide Mayer- 
Heimböck, Margrit Knecht, Jessica 
Matzig, Hanno Dreher, Gottfried Ler- 
cher und Christa Tauern sowie neue 
Darsteller wie Jack Griss, Rita From- 
melt, Hilde Pauritsch, Arno Brändle, 
Patrick Keller und Edmond Louise. 
Premiere ist am 1. März 2013, um 20 Uhr im 
Bankettsaal des Hotels Schlössle in Vaduz. ANZEIGE
	        

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