Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2013)

8 | Inland 
MITTWOCH 
20. FEBRUAR 2013 
Hilcona: 
Fleischskandal 
hat bittere Folgen 
Konsequenz Die Konsumenten sind entsetzt über den 
Pferdefleisch-Betrug und haben das Vertrauen in Fertigpro- 
dukte verloren. Hilcona reagiert mit Schweizer Rindfleisch. 
VON SILVIA BÖHLER 
Seit 
vergangenem Freitag ist 
klar, dass die Hilcona Pferde- 
fl eisch in ihren Produkten 
verarbeitet hat. Das Unter- 
nehmen weist jegliche Schuld von 
sich und gibt in einer Mitteilung be- 
kannt, dass «lediglich Rohwaren 
und Zutaten zugekauft werden». Das 
Fleisch stamme vom deutschen 
Fleischlieferanten Vossko, der wie- 
derum schiebt die Schuld auf wei- 
tere Händler. Wer das Pferdefl eisch 
als Rindfl eisch deklariert hat, ist 
nach wie vor off en; nur mühsam 
kommt Licht in das Netz aus 
europäischen Produzenten, Liefe- 
ranten und Händlern. «Der globali- 
sierte Wirtschaftsraum bedingt eine 
gewisse Undurchsichtigkeit, umso 
mehr sollten verarbeitende Betriebe 
ihre Qualitätskontrollen verschär- 
fen», ist Daniel Huber vom Amt für 
Lebensmittelkontrolle überzeugt. 
Das Amt wurde vergangenen Freitag 
informiert und nahm drei Stichpro- 
ben, in einer davon wurde ein Anteil 
an Pferdefl eisch festgestellt. «Die 
weiteren Ergebnisse liegen noch 
nicht vor», so Huber. Pferdefl eisch 
sei wie Rindfl eisch sehr dunkel und 
mit blossem Auge nicht unbedingt 
zu unterscheiden. Die Firma Hilcona 
kaufte den Rohstoff  vorgekocht ein, 
was einen Nachweis von Pferde- 
fl eisch zudem erschwerte. 
Die Bürger sind empört 
Wo Rindfleisch draufsteht, sollte 
auch Rindfleisch drin sein. Die Kon- 
sumenten sollten sich auf die Etiket- 
tierung der Lebensmittel verlassen 
können. Die Bürger in Liechtenstein 
sind entsetzt über das Pferdefleisch- 
Debakel. «Ich finde es sehr kritisch, 
dass man der Deklarierung nicht 
glauben kann», sagt Manuela Hald- 
ner-Schierscher. Empört ist sie auch 
über die verworrenen Lebensmittel- 
wege. «Wir haben keine Ahnung, mit 
welchen Lebensmitteln wir uns er- 
nähren. Wenn Pferdefleisch über 
zehn Länder importiert wird, frage 
ich mich, was ist dort wirklich drin?» 
Das Vertrauen der Konsumenten 
wurde die vergangenen Wochen 
massiv in Mitleidenschaft gezogen. 
Dem will die Firma Hilcona künftig 
aktiv entgegen treten, indem sie nur 
noch Schweizer Rindfleisch verarbei- 
tet. Mark Vogelgsang, Marketinglei- 
ter der Hilcona: «Wir haben für die 
Markenprodukte ganz konsequent 
entschieden, auf 100 Prozent Schwei- 
zer Rindfleisch umzustellen. Hier 
sind die Beschaffungswege kurz und 
überschaubar.» Der grösste Schaden 
für das Unternehmen wäre der Ver- 
trauensverlust der Konsumenten. 
Daher wurde die sofortige Umstel- 
lung veranlasst und ab Donnerstag 
sei das erste Produkt mit 100 Prozent 
Schweizer Rindfleisch im Handel er- 
hältlich. Für die Konsumenten be- 
deutet dies jedoch auch, dass die 
Produkte teuerer werden. «Mit der 
Umstellung sind erhebliche Mehrkos- 
ten verbunden, die wir im Sinne vol- 
ler Transparenz in unsere Marken- 
produkte investieren», bestätigt Vo- 
gelgsang. Die Vorfälle haben aber 
nicht nur Auswirkungen auf die Kon- 
sumenten, sondern auch ein gericht- 
liches Nachspiel für Hilcona. Das 
Liechtensteiner Amt für Lebensmit- 
telkontrolle schliesst eine Anzeige 
gegen den Lebensmittelbetrieb nicht 
aus. 
Graue Tage für die Hilcona: Das Unternehmen kämpft mit dem Vertrauensbruch der Konsumenten sowie einer möglichen 
Anzeige durch das Amt für Lebensmittelkontrolle. (Foto: Paul Trummer) 
Umfrage 
«Ich kaufe regional ein 
und das Fleisch oft in 
einem Betrieb, den ich 
kenne.» 
MANUELA HALDNER-SCHIERSCHER 
SCHAAN 
Der Pferdefleisch- 
Eklat erregt die 
Gemüter. Das 
«Volksblatt» fragte 
deshalb: Wird sich 
Ihr Konsumverhal- 
ten künftig ändern? 
«Ich esse keine Fertig- 
gerichte und brauche 
daher nichts an meinem 
Verhalten zu ändern.» 
OLIVER DRESSEL 
HILDESHEIM 
«Man wird sicher sen- 
sibilisiert und schaut 
wieder mehr darauf was 
man kauft.» 
JOSEF NACHBAUR 
FELDKIRCH 
«Ich war immer schon 
sehr kritisch beim Ein- 
kauf und esse wenig 
Fleisch.» 
TINE WOHLWEND 
SCHAAN 
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