Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

INLAND 
VOLKSBLATT 
6 FREITAG, 13. FEBRUAR 2009 
«Eine Partei im Abseits» 
Ich finde es amüsant, wenn eine Partei sich 
selber lächerlich macht, ja sogar ins Abseits 
stellt. 
Werner Hauck, Peter und Paulstr. 79, 
Mauren 
Ja zu SPES I ... 
denn wir wollen keinen Stillstand in Bil- 
dungsfragen, sondern Weiterentwicklung 
zum Wohle einer ganzen Gesellschaft. 
Herzlichen Dank all jenen, die sich auf 
der Homepage www.schulemitzukunft.li 
schon eingetragen haben oder dies noch 
tun werden. 
Doris Gstöhl-Brunhart,Balzers 
Hinweis zu Leserbriefen 
und Forumsbeiträgen 
Da auch unsere Rubrik «Leserbriefe» einer 
Planung bedarf, bitten wir unsere Lese- 
rinnen und Leser, sich möglichst kurz zu 
halten und als Limite eine maximale Anzahl 
von 2500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) zu 
respektieren. Die Redaktion behält es sich 
vor, zu lange Leserbriefe abzulehnen. Eben- 
falls abgelehnt werden Leserbriefe mit ehr- 
verletzendem Inhalt. Überdies bitten wir, 
uns die Leserbriefe bis spätestens 16 Uhr 
zukommen zu lassen. Für die Rubrik «Fo- 
rum» bitten wir, die 3000-Zeichen-Marke 
nicht zu überschreiten. 
redaktion@volksblatt.li 
LESERMEINUNGEN 
«Bis di nögschd Ziitig kunt 
kann i mi uf volksblatt.li informiera» 
Auf zur Energiewende! 
Sehr geehrte Herren Vorsteher, sehr 
geehrte Gemeinderätinnen und Ge- 
meinderäte, 
lange genug wurde darüber dis- 
kutiert, ob die Klimaveränderung 
erst komme oder schon da sei und 
welche Folgen für unser Leben 
sich daraus ergeben. Inzwischen 
sind sich fast alle Wissenschaftler/ 
-innen und Fachleute einig: Die 
Klimaveränderung ist in vollem 
Gange und bereits sind negative 
Folgen auch bei uns im Alpenraum 
spürbar. Gerade Gebirgsregionen 
reagieren auf die Folgen des Kli- 
mawandels besonders sensibel. Es 
ist vermehrt mit   intensiven Nie- 
derschlägen, verbunden mit Über- 
schwemmungen zu rechnen. Der 
Permafrost taut auf und bringt Ge- 
steinsmassen ins Rutschen. Stürme 
werden häufiger und intensiver und 
alpine Landschaften trocknen aus. 
Die Folgen der Klimaerwärmung 
können für unseren Lebensraum 
noch nicht in voller Tragweite er- 
fasst werden. Aber eines ist sicher, 
nur durch ein radikales Umdenken 
kann das Schlimmste verhindert 
werden. 
Einige Gemeinden haben das La- 
bel Energiestadt erreicht und sich 
verpflichtet, ihre Energiepolitik 
und ihren Energiehaushalt zu über- 
denken und Sparmassnahmen zu 
treffen. Das sind lobenswerte Initi- 
ativen, zu denen wir den Gemein- 
den gratulieren. 
Wir möchten Sie aber auch daran 
erinnern, dass die Gemeinde im 
Bau- bzw. im Liegenschaftsbereich 
eine Vorbildfunktion inne hat. Noch 
werden viele neue Gebäude errich- 
tet und ältere Liegenschaften reno- 
viert, ohne die Erneuerbaren Ener- 
gien zu berücksichtigen. Auch gibt 
es eine grosse Anzahl von Häusern, 
die kaum isoliert sind und mit ver- 
alteten Systemen beheizt werden. 
Wir ersuchen alle Gemeinden, 
sich noch konsequenter für eine 
nachhaltige Energiepolitik mit grif- 
figen Massnahmen einzusetzen und 
ihre Liegenschaften energieeffizi- 
ent zu renovieren, die drohende 
Klimakatastrophe lässt uns keine 
Wahl. Auch in den Nachbarländern 
haben sich Gemeinden zusammen- 
geschlossen, um eine eigenständige 
Energiepolitik zu formulieren und 
gemeinsam ehrgeizige Ziele zu er- 
reichen. 
Wir rufen die Gemeinden auf, 
jetzt die Bemühungen in den Be- 
reichen Energieeffizienz und För- 
derung der Erneuerbaren Energien 
zu intensivieren und die folgenden 
Anregungen zu prüfen: 
Erhebung des Energieflusses, al- 
so: wo wieviel Energie in der Ge- 
meinde verbraucht wird. 
Ziel formulieren, ab wann die 
Gemeinde unabhängig von Öl und 
Gas, aber auch von Atomstrom 
werden will. 
Keine Investitionen in Energie- 
gewinnungsanlagen tätigen, die mit 
fossilen Energieträgern betrieben 
werden. 
Erhebung des Energie-Einspar- 
potenzials. 
  Die Bevölkerung bei der Umset- 
zung der Energiesparmassnahmen 
durch verstärkte Öffentlichkeitsar- 
beit einbeziehen. 
Abgabe von Beratungsgutschei- 
nen für eine erste Analyse des Ener- 
gieverbrauchs 
  Schaffung einer Energiefachstel- 
le, die Massnahmen in die Wege 
leitet. 
  Alle umweltfreundlichen Alter- 
nativen der Stromproduktion wie 
Geothermie, Windenergie, Biogas- 
anlagen und Kleinwasserkraft- 
werke auf dem Gemeindegebiet 
prüfen. 
Auf allen Dächern der Gemein- 
deliegenschaften Photovoltaikanla- 
gen installieren. 
Für alle, die bei sich zu Hause 
keine Photovoltaikanlage realisie- 
ren können, Dächer auf Gemeinde- 
bauten zur Verfügung stellen. 
  Keine gemeindeeigenen Neu- 
bauten ohne 100%ige Ausnützung 
der solaren Energieproduktion 
mehr erstellen. 
Nahwärmeversorgungsnetze in 
Quartieren prüfen. 
  Stromsparende Beleuchtungs- 
konzepte für Durchgangsstrassen, 
Quartierstrassen und Gehwege er- 
stellen. 
Wir ersuchen die Verantwort- 
lichen in den Gemeinden, dem Ge- 
bot der Stunde zu folgen, keine Zeit 
zu verlieren und radikale Verände- 
rungen in der Energieversorgung 
einzuleiten. Unsere Nachkommen 
werden uns an den heute getrof- 
fenen Massnahmen messen. 
 Die Vorstandsmitglieder der So- 
largenossenschaft: Martin Beck, 
Dr. Bruno Dürr, Silvy Frick-Tan- 
ner, Hans Frommelt, Michael 
Goop, Helmuth Marxer, Walter 
Schädler und Reto Schurte 
OFFENER BRIEF AN ALLE GEMEINDEN 
FOTO ZVG
	        

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