Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

INLAND 
VOLKSBLATT 
2 DIENSTAG, 10. FEBRUAR 2009 
Der Zöllner und die Malbunerin 
Elsi und Jakob Vögeli feiern heute ihre goldene Hochzeit 
MALBUN/SCHAAN – Heute vor 50 
Jahren gaben sich Elsi und Jakob 
Vögeli in der Klosterkirche in Ein- 
siedeln ihr Jawort. 
• Ursula Schlegel 
Sie würden es wieder tun, sagen die 
beiden Malbuner, deren gemein- 
sames Leben immer auch eng mit 
dem Hochtal am Fusse des Augs- 
tenbergs verbunden ist. 
«Schon als ich Köbi das erste 
Mal traf, war mein Interesse für 
den aparten Grenzwächter ge- 
weckt.» Elsi Vögeli erinnert sich an 
den Tag, als wäre es gestern gewe- 
sen. Mit ihrem voll beladenen VW 
Käfer fuhr sie kurz vor dem 1. Mai 
zur Saisoneröffnung des Kurhauses 
nach Malbun. In Steg stellte ihr 
Grenzwächter Alig seinen neuen 
Arbeitskollegen vor. Es war Jakob 
Vögeli aus dem Glarnerland. Die 
Funken sprangen bei der ersten Be- 
gegnung und Jakob Vögeli verband 
seine Grenzkontrollgänge in Mal- 
bun künftig immer auch mit einem 
Besuch im Kurhaus. 
Gastgeber aus Leidenschaft 
Das gemeinsame Leben des Ehe- 
paars Vögeli würde ein Buch füllen 
und auch da hätten die Gäste – un- 
ter ihnen viele Prominente aus aller 
Welt – wohl noch einiges zu ergän- 
zen. Sie sind die geborenen Gastge- 
ber und haben dieses besondere 
Flair an ihre Kinder Astrid, Karl- 
Heinz und Norman weitergegeben. 
Ganz in den Fussstapfen ihrer El- 
tern führen die beiden Söhne heute 
die familieneigenen Malbuner Ho- 
tels Alpenhotel und Galina. 
Der Spitzensportler 
und die Gastronomin 
Bis zum Tag ihrer Begegnung 
verlief das Leben des Ehepaars in 
unterschiedlichen Bahnen. Elsi Vö- 
geli, die im Kurhaus ihrer Eltern 
aufwuchs, erinnert sich: «Ich war 
das einzige Kind in Malbun und 
hatte hier eine besonders glück- 
liche Jugendzeit.» Ihre Spielgefähr- 
ten waren die Tiere, ihr bevorzugter 
Spielplatz war am Malbunbach. 
«Die schönste Zeit aber war dann, 
wenn die Triesenberger Bauern in 
die Maiensässe nach Malbun ka- 
men, und ich den langen Schulweg 
mit den Bauern gehen konnte», 
sagt Elsi Vögeli, die schon in ihrer 
Jugendzeit ihre kleinen Aufgaben 
im elterlichen Hotelbetrieb hatte. 
Dass sie das Kurhaus einmal über- 
nehmen würde, sei ganz selbstver- 
ständlich gewesen und die Vorbe- 
reitung auf diese Zeit habe sich 
Schritt für Schritt ergeben. Nach 
der Primarschule kam sie ins Klos- 
ter St. Elisabeth, machte dann einen 
Sprachaufenthalt in Lausanne und 
besuchte die Hotelfachschule in 
Luzern. 
Ganz anders verlief der beruf- 
liche Werdegang von Jakob Vögeli. 
Nach seiner Lehre als Mechaniker, 
dem Besuch der Rekruten- und Un- 
teroffiziersschule, absolvierte er die 
Grenzwachtschule. Für Schlagzei- 
len sorgte der Glarner damals als 
Spitzensportler. Nur zwei Tage vor 
der Hochzeit gewann er in Grindel- 
wald den dritten Schweizer Meis- 
terschaftstitel im Winterdreikampf 
und stand zudem in den Disziplinen 
Abfahrt, Langlauf und Schiessen 
zuoberst auf dem Podest. «Sport 
machte ich, solange ich ledig war», 
sagt Jakob Vögeli, «das heisst, mein 
letzter Renneinsatz war eigentlich 
am 16. März 1959 in Arosa, wo ich 
zum fünften Mal den Winterdrei- 
kampf gewann.» Nach seiner Um- 
schulung zum Koch und Gastro- 
nom in der Hotelfachschule in Lu- 
zern führten Jakob und Elsi Vögeli 
gemeinsam das Alpenhotel, bauten 
die Dependance und kauften das 
Hotel Galina. 
Malbuner Urgesteine 
Obwohl die Eltern von vier Kin- 
dern, Grosseltern von acht Enkeln 
und Urgrosseltern von vier Uren- 
keln vor einigen Jahren in ihr ge- 
mütliches Haus nach Schaan umge- 
zogen sind, trifft man Elsi und Ja- 
kob Vögeli weiterhin regelmässig 
in Malbun an. Ihre tiefe Verbunden- 
heit und das aktive Engagement für 
das kleine Hochtal ist Teil ihres Le- 
bens geblieben. 
Herzliche Gratulation 
Liebes Elsi, lieber Köbi, wir wün- 
schen euch einen schönen Festtag 
mit eurer Familie und für den wei- 
teren gemeinsamen Lebensweg al- 
les Gute, Gesundheit, Glück und 
Wohlergehen. 
Feiern heute ihre goldene Hochzeit: Elsi und Jakob Vögeli. 
FOTO 
URSULA 
SCHLEGEL 
Herzliche Glückwünsche 
unseren Jubilaren 
Wir gratulieren recht herzlich zum Geburts- 
tag und wünschen weiterhin alles Gute und 
Gottes Segen. 
Heute Dienstag 
Emil NIGG, Insel 5, Balzers, zum 87. Ge- 
burtstag 
Theresia GEIR, Ramschwagweg 26, Bal- 
zers, zum 83. Geburtstag 
Goldene Hochzeit in Vaduz 
Gestern feierten im Birkenweg 10 in Vaduz 
Irma und Angelo Dalla FAVERA-GASS- 
NER das Fest der goldenen Hochzeit. 
Wir gratulieren recht herzlich, wünschen 
alles Gute und Gottes Segen, Wohlergehen 
und noch viele schöne gemeinsame Jahre in 
Harmonie, Lebensfreude und Gesundheit. 
Dienstjubiläum in der Industrie 
Rainer BÜCHEL, Fürst-Franz-Josef-Stras- 
se 12, Vaduz, feiert heute sein beachtliches 
35-jähriges Dienstjubiläum bei der Hilti 
AG. Der Jubilar ist dort als Leiter Poststelle 
in der Konzernzentrale Schaan tätig. 
Der Gratulation der Firmenleitung schlies- 
sen sich die Liechtensteinische Industrie- 
und Handelskammer sowie das «Volks- 
blatt» gerne an. 
Dienstjubiläum bei der VP Bank 
Martha LITSCHER 
durfte am 1. Februar 
ihr 25-jähriges Dienst- 
jubiläum bei der VP 
Bank feiern. In ihrem 
ersten Tätigkeitsfeld 
war sie mit der Erledi- 
gung von verschie- 
denen administrativen 
Aufgaben betraut. Da- 
nach folgten Arbeiten auf den ersten Buch- 
haltungsmaschinen, welche sie immer sehr 
gewissenhaft erledigte. Nach einer längeren 
Familienpause trat Martha Litscher als Teil- 
zeitangestellte wieder in die VP Bank ein, 
wo sie seither im Wertschriften-Backoffice 
tätig ist. In dieser Funktion erledigt sie 
sämtliche Arbeiten im Zusammenhang mit 
der Wertschriften-Buchhaltung. Exaktheit 
und Zuverlässigkeit zeichnen unsere ge- 
schätzte Jubilarin aus. Wir gratulieren 
Martha Litscher herzlich zu ihrem 25-jäh- 
rigen Dienstjubiläum und bedanken uns für 
ihre langjährige Unternehmenstreue. Wir 
wünschen ihr weiterhin alles Gute, Gesund- 
heit und Zufriedenheit.   (Anzeige) 
PERSÖNLICH 
Notfallnummer Liechtenstein 230 30 30 
ARZT IM DIENST 
Findelkatze im Tierschutzhaus 
SCHAAN – Folgende Findelkatze befindet 
sich zurzeit im Tierschutzhaus in Schaan: 
Findelkatze: «Fischli»; rot getigert, aufge- 
funden in Balzers. Schon seit einiger Zeit 
wurde er dort gesichtet und nun zu uns ins 
Tierschutzhaus gebracht. 
Wer «Fischli» kennt bzw. dessen Besitzer 
ist, melde sich bitte unter der Telefonnum- 
mer 239 65 65 beim Tierschutzhaus Liech- 
tenstein. (pd) 
WER VERMISST 
MICH? 
Nach seiner Ausbildung in Fri- 
bourg, Edinburgh und Zürich zog 
es Franz-Xaver Goop samt Fami- 
lie nach Kolumbien. Heute lehrt 
er am Gymnasium Vaduz, ist 
aber weiterhin rund um den 
Globus unterwegs. 
• Simon Vogt 
«Mir war klar, dass ich mich be- 
ruflich und persönlich weiterbil- 
den und verändern wollte, bevor 
ich mich endgültig für den Leh- 
rerberuf entscheiden konnte», be- 
schreibt Franz Goop den Anfang 
seiner Reise. Anstatt nach dem 
Englisch- und Deutschstudium zu 
doktorieren, entschied sich Franz 
Goop mit seiner Frau Teresa für 
einen Einsatz im südamerika- 
nischen Kolumbien. 
Abenteuer Kolumbien 
In der mittelgrossen Stadt Pasto 
erhielt Franz Goop über den LED 
eine Anstellung an einer kleinen 
Universität. Dort gründete er ein 
Erwachsenengymnasium, eine 
Kunstschule und ein Kleintheater. 
Währenddessen rief seine Frau 
Teresa ein Kinderdorf ins Leben, 
wo auch die Familie Goop wohnte. 
Die Verantwortung für dieses Dorf 
wog besonders schwer, als ein 
Ausbruch des nahe liegenden Vul- 
kans Galeras zu erwarten war: 
«Während sieben Wochen hatten 
wir selten fliessend Wasser und 
oft keinen Strom wegen einer an- 
haltenden Dürre, und das mit 40 
Kindern», schildert Franz Goop 
die heikle Situation. Nach sechs 
Jahren intensiver Arbeit ging es 
schliesslich zurück nach Liech- 
tenstein. 
Sondereinsätze im Ausland 
Gänzlich sesshaft sei er aber 
nicht geworden, schmunzelt der 
Weltenbummler. «Ich war später 
mehrmals für den LED in Afrika 
und Südamerika auf Projektrei- 
se.» Zudem arbeitet er seit zehn 
Jahren für den Europarat in Stras- 
bourg. Zum Schutz von Minder- 
heitssprachen reist Franz Goop 
quer durch Europa und lacht: 
«Man kann nur heimkommen, 
wenn man vorher weggeht!» Spä- 
ter meint er etwas nachdenklicher: 
«Wenn das Projekt Europa gelin- 
gen soll, ist die kulturelle Vielfalt 
in der Einheit nicht nur möglich, 
sondern notwendig.» 
Engagement in Liechtenstein 
Am Gymnasium Vaduz war der 
einsatzfreudige Lehrer lange Prä- 
sident des Lehrervereins und kur- 
ze Zeit auch Prorektor. Nebenbei 
leitet er seit über zehn Jahren ein 
Literaturcafé. Überhaupt könne er 
sich ein Leben ohne Literatur 
nicht vorstellen. So sei denn auch 
das Lesen eines seiner grössten 
Hobbys neben dem Kochen und 
seinen Reben und er meint: «Der 
Weinbau ist wunderbar, aber nur, 
wenn der Mehltau keine Streiche 
spielt!» 
Geboren: 25. 10. 1952 
Familie: Teresa mit Sebastian, 
Samuel, Dina und Juana 
Beruf: Lehrer 
Da bin ich daheim: Heimat hat 
keinen Ort, sie kann überall 
sein 
Auf das stehe ich: Irgendwo in 
einem tristen Bahnhofbuffet bei 
einer Flasche Rotwein Czechow 
lesen 
Ist nicht mein Ding: Schun- 
keln und Rasenmähen in Mal- 
bun 
An Liechtenstein schätze ich: 
Dass die Grenzen immer in un- 
serer Reichweite liegen 
Menschen in 
          Liechtenstein 
In der Welt zu 
HauseFranz-Xaver 
Goop, 
Lehrer, Mauren. 
FRANZ-XAVER GOOP 
FOTO ZVG
	        

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