Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

SPORTNEWS 
SPORTNACHRI CHTEN FÜR DAS RHEI NTAL 
Mittwoch, 23. Dezember 2009 Seite 17 
Woods ohne Ehefrau Elin in den Ferien 
Sport / 19 
NEWSMIX 
Dopingrazzien im Athletendorf 
OLYMPIA – Die kanadischen Behörden 
dürfen bei den Winterspielen in Vancouver 
(12. bis 28. Februar) auch im Olympischen 
Dorf Dopingrazzien durchführen. Dabei wer- 
de die Privatsphäre der Athleten gewahrt. Al- 
lerdings geniessen die Sportler im Dorf keine 
Immunität. Zuvor hatten sich das IOC, das 
Organisationskomitee VANOC und die kana- 
dischen Behörden auf ein Vorgehen im Kampf 
gegen Doping geeinigt. Kanada hat keine 
spezielle allgemeine Gesetzgebung, die Do- 
pingmissbrauch sanktioniert. Vor rund vier 
Jahren hatten die italienischen Behörden auf 
der Grundlage eines strengen nationalen An- 
ti-Doping-Gesetzes im Privatquartier der ös- 
terreichischen Biathleten und Langläufer eine 
Razzia durchgeführt. (si) 
Hecking zum 1. FC Nürnberg 
FUSSBALL – Nicht Marcel Koller, sondern 
Dieter Hecking (45) wird beim 1. FC Nürnberg 
Nachfolger des am Montag entlassenen Trai- 
ners Michael Oenning und damit neuer Chef 
der beiden Schweizer Albert Bunjaku und Da- 
niel Gygax. Der im August bei Hannover zu- 
rückgetretene Hecking unterzeichnete vorerst 
nur einen Vertrag bis Ende Saison. Dieser wür- 
de sich im Falle des Klassenerhalts automatisch 
um ein Jahr verlängern. (si) 
Sacramento mit grösster 
NBA-Aufholjagd seit 1996 
BASKETBALL – Den Sacramento Kings 
ist im mit 102:98 gewonnenen Spiel bei den 
Chicago Bulls die grösste Aufholjagd in der 
NBA seit 13 Jahren geglückt. Die Kalifor- 
nier hatten zu Beginn des dritten Viertels 
44:79 im Rückstand gelegen, ehe die Gast- 
geber regelrecht einbrachen. (si) 
Neuer Trainer für Inler 
FUSSBALL – Gökhan Inler erhält bei Udi- 
nese einen neuen Trainer. Der Tabellen- 
Vierzehnte der Serie A entliess Pasquale 
Marino, der im Juni 2007 übernommen hat- 
te, und stellte Gianni de Biasi (53) als Nach- 
folger ein. Seit Saisonbeginn wurden in der 
höchsten Liga Italiens bereits neun Trainer 
ausgewechselt. (si) 
REKORDBRECHER 
Brodeur Shutout-Rekordhalter 
EISHOCKEY – In 
der National Hockey 
League hat Martin 
Brodeur den legendär- 
en Shutout-Rekord von 
Terry Sawchuk über- 
troffen. Der kanadische 
Torhüter der New Jer- 
sey Devils blieb ausge- 
rechnet beim Stanley-Cup-Champion Pitts- 
burgh Penguins ohne Gegentreffer. Die De- 
vils siegten 4:0. Brodeur stoppte 35 Schüs- 
se und feierte den 104. NHL-Shutout. Er 
liess damit Sawchuk hinter sich, der in sei- 
ner NHL-Karriere zwischen 1949 und 1970 
103 Mal keinen Gegentreffer kassiert hatte. 
In der laufenden Saison hat Brodeur drei 
Shutouts realisiert und bloss 2,1 Gegentore 
pro Partie zugelassen. (si) 
Federer zum Spieler des Jahres gewählt 
Sport / 19 
LSV-Nachwuchs mit erfolgreichem Start 
Sport / 18 
Stein vom Herzen gefallen 
Steffi Vogt startete 2009 wieder auf dem Tenniscourt durch – Noch keine hundert Prozent 
BALZERS – Das Jahr 2009 behält 
Liechtensteins Tennisass Steffi 
Vogt in guter Erinnerung. Das En- 
de ihrer Leidenszeit, ihre Rück- 
kehr in die Weltrangliste und der 
Schweizer Vizemeistertitel lassen 
für die Zukunft hoffen. 
• Tobias Hämmerle 
13 Monate stand Steffi Vogt völlig 
im Ungewissen, ob, wie und wann 
sie ihr Comeback werde geben kön- 
nen. Eine Zeit, in der für die Balz- 
nerin alles zu langsam ging. Die 
Heilung der Patellaluxuation und 
des Knorpelschadens verlief zu- 
nächst nach Plan, bis eine Entzün- 
dung im Knie die Comeback-Träu- 
me Vogts wieder platzen liess. 
Während ihr Weg zurück ins Spit- 
zentennis eher im Schneckentempo 
verlief, spielte sich Vogt vom Zeit- 
punkt ihres Comebacks auf der 
WTA-Tour, in Pörtschach am 24. 
August, im Eilzugtempo zurück in 
die Weltrangliste. Dafür muss man 
ab dem Comeback innert eines Jah- 
res mindestens dreimal gepunktet 
haben, das ist im WTA-Reglement 
festgelegt. Steffi Vogt erledigte diese 
Pflichtaufgabe gleich bei ihren ers- 
ten drei Turnieren. Benötigte dafür 
gerade einmal knapp zwei Monate. 
Am 19. Oktober erschien die Num- 
mer eins des Liechtensteiner Da- 
men-Tennis wieder im WTA-Ran- 
king an 816. Position. «Das Come- 
back verlief völlig über meinen Er- 
wartungen», gibt Vogt zu. In ihrer 
Leidenszeit habe sie auch viel mit 
erfahrenen Leuten gesprochen, die 
ihr sagten, dass sie nicht mit solch 
einem Erfolg rechnen dürfe. «Wie 
dieses Jahr verlaufen ist, macht mir 
auf jeden Fall viel Mut für die 
nächste Saison», meinte die 19-Jäh- 
rige. Das Jahr wird die Rechtshän- 
derin auf Rang 806 beenden. 
Von Budapest nach Biel 
Ihr Comeback mitgeprägt hat 
auch ihr Wechsel von Ungarn in die 
Schweiz. Sie verlegte ihren Stütz- 
punkt von Budapest zur Swiss-Ten- 
nis-Akademie nach Biel. Die Grün- 
de dafür? «Ich habe mich in Buda- 
pest auf jeden Fall wohlgefühlt. 
Wir hatten ein sehr kleines Team, 
wodurch sehr individuell gearbeitet 
wurde», erklärt Vogt und weiter: 
«Aber im Fokus stand bei mir die 
physiotherapeutische und ärztliche 
Betreuung, und das ist in Biel top.» 
Mit ihrem Chef-Trainer Jens Ger- 
lach will Vogt in der nächsten Zeit 
die Saisonplanung für 2010 unter- 
nehmen. Eines ist jedoch klar: Es 
soll rankingmässig wieder dort hin- 
gehen, wo sie vor ihrer Verletzung 
stand, unter die Top 300. 
Alles unter einem Hut 
Bis nächstes Jahr will 
sie auch wieder an ihre 
Leistungsgrenzen he- 
rankommen. Bei hun- 
dert Prozent nämlich ist 
sie noch immer nicht. «Es 
gibt schon einige Situati- 
onen, wo mir das Knie zu 
schaffen macht. Aber 
ich mache von Trai- 
ning zu Training Fort- 
schritte», sagt die Balz- 
nerin, die seit dem 
Sommer wieder fünf Stunden täg- 
lich auf dem Tenniscourt steht. 
Mit ihrer Doppelbelastung, näm- 
lich Tenniskarriere und Schule, 
kommt Vogt ganz gut zurecht. 
Im Sportgymnasium Dornbirn 
geniesse sie die nötige Frei- 
heit, um ihre Profikarriere 
weiter voranzutreiben. «Und 
da ich den Lernstoff leicht und 
schnell aufnehme, klappt das 
ganz gut», meint Vogt mit 
einem Augenzwinkern ab- 
schliessend. 
Steffi Vogt hat nach ihrem erfolg- 
reichen Comeback und der damit 
verbundenen Wiederaufnahme in 
die WTA-Weltrangliste allen Grund 
zum Strahlen. 
FOTO 
SHOUROT 
FL-Olympiateam für Vancouver 
Olympiaausschuss nominierte Büchel, Nigg und Weirather sowie Bobteam 
SCHAAN – Der Olympiaausschuss 
hat in einem ersten Schritt einen 
Grossteil des Olympiateams für 
Vancouver (12. bis 28. Februar) 
bereits fix nominieren können. 
Klar erfüllt haben die Limiten die 
Alpinen Marina Nigg, Tina Wei- 
rather und Marco Büchel, die alle 
in dieser Saison schon in die Welt- 
cuppunkte-Ränge fuhren. 
Aufhorchen liess in den letzten 
Tagen das Bobteam rund um Steu- 
ermann Michael Klinger durch sei- 
ne ausgezeichneten Ergebnisse bei 
den Rennen in Übersee. Mit diesen 
Resultaten hat es die Vorausset- 
zungen, die der Weltverband des 
Bobsports (FIBT) setzte, erfüllt: 
Nämlich dass die besten 30 Teams 
aus 17 Nationen zugelassen sind. 
Im Zweierbob liegt das FL-Team 
im Moment auf dem 15. Rang, im 
Viererbob auf dem 17. Rang. 
Der Olympiaausschuss hat des- 
halb Michael Klingler, Jürgen Ber- 
ginz, Thomas Dürr, Richard Wunder 
und Ersatzmann Jonas Gantenbein 
ebenfalls nominiert. Allerdings mit 
dem Vorbehalt, dass sie bis zum 17. 
Januar – dem vom FIBT festgesetz- 
tem Stichdatum – in der Rangierung 
nicht hinter diesen 17. Rang zurück- 
fallen. Der Bob- und Skeletonclub 
Liechtenstein geht allerdings davon 
aus, wie er mitteilt, dass sich daran 
nichts mehr ändern wird. 
Geplatzt ist der Olympiatraum für 
Sarah Schädler. Die Skicrosserin zog 
sich am Sonntag bei einem Sturz 
beim Weltcuprennen in Innichen (It) 
einen Kreuzbandriss, einen Seiten- 
bandanriss und eine Schienbeinfrak- 
tur zu. Sie wurde bereits operiert 
(«Volksblatt» berichtete). 
Mit Philipp Hälg, Markus Hasler 
(beide Langlauf), Rebecca Bühler 
und Vanessa Schädler (beide Ski al- 
pin) sind noch weitere vier Kandi- 
daten im Pre-Olympic-Team. (pd) 
Der Olympiaausschuss hat in einem ersten Schritt Marco Büchel, Marina 
Nigg, Tina Weirather und das Bobteam für Vancouver nominiert. 
➲www.losv.li 
FOTOS 
ZANGHELLINI 
/ ZVG
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.