Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

NACHRICHTEN 
LÄNDER 
ZEITUNG 2 8 MITTWOCH, 9. DEZEMBER 2009 
Liechtenstein an Klima- 
konferenz in Kopenhagen 
VADUZ – Bis zum 18. Dezember treffen 
sich in der dänischen Hauptstadt Kopenha- 
gen Vertreter von 192 Staaten zur 15. Welt- 
klimakonferenz (COP 15) der Vereinten 
Nationen. Ziel der Konferenz ist es, durch 
die Verabschiedung völkerrechtlich ver- 
bindlicher Regelungen, die weltweiten 
Treibhausgase so weit zu mindern, dass die 
Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius ge- 
genüber vorindustriellen Werten begrenzt 
bleibt. Auf diese Zielsetzung haben sich be- 
reits die Staaten mit den höchsten Treib- 
hausgasemissionen bei ihren Treffen in 
L’Aquila im Juli 2009 verständigt. Des Wei- 
teren soll ein Nachfolgeabkommen des 
2012 auslaufenden Kyoto-Protokolls verab- 
schiedet werden. 
Die Position Liechtensteins orientiert sich 
an den von der Europäischen Union und der 
Schweiz festgelegten Reduktionszielen. 
Liechtenstein hat seine offizielle Position 
bereits Anfang Juni beim Klimasekretariat 
der Vereinten Nationen eingereicht und da- 
bei eine Reduktion von Treibhausgasen um 
mindestens 20 % bis zum Jahr 2020 und 
50 % bis zum Jahr 2050 angekündigt. Ab- 
hängig vom Verlauf der Verhandlungen in 
Kopenhagen kann dieses Reduktionsange- 
bot noch erhöht werden. Neben der Frage, 
wie hoch die Reduktionsangebote einzelner 
Staaten ausfallen werden, sollen auch die 
Fragen zum Technologietransfer und seiner 
Finanzierung beantwortet werden. 
Liechtenstein ist an der Weltklimakonfe- 
renz durch Regierungsrätin Renate Müss- 
ner, Felix Näscher, Leiter des Amtes für 
Wald, Natur und Landschaft, sowie Patrick 
Insinna und Sven Braden, vom 
Amt für Umweltschutz, ver- 
treten. Als Mitglied der Envi- 
ronmental Integrity Group, in 
welcher auch die Schweiz, Me- 
xiko, Südkorea und Monaco 
vertreten sind, wird sich Liech- 
tenstein aktiv in der Konfe- 
renz einbringen. Regierungs- 
rätin Renate Müssner wird 
im Rahmen des Minister- 
segments am 17./18. De- 
zember nach Kopenhagen 
reisen und die Position 
Liechtensteins in den Ver- 
handlungsprozess offiziell 
einbringen. (pafl) 
KLIMA 
Liechtensteiner 
Wirtschaftskammer 
«Liechtenstein hat sich klar für die 
Mobilfunk-Initiative ausgespro- 
chen. 75 Prozent der Stimmbürger 
stimmten für die Initiative der Wirt- 
schaftsverbände.» Dies stand zu- 
mindest bis gestern Dienstag  auf 
der Internetseite der Liechtenstei- 
ner Wirtschaftskammer   http:// 
www.wirtschaftskammer.li/. Wie 
gut informiert die Liechtensteiner 
Wirtschaftskammer ist, wie gut 
man dort lesen und rechnen kann 
und wie man dort mit der Wahrheit 
umgeht, beweist sie damit einmal 
mehr auch nach der Volksabstim- 
mung. Klaus Schädler, Triesenberg 
Danke für 43 % 
Wirtschaftsminister Martin Mayer 
sprach beim «herzstark»-Film über 
die Wichtigkeit von «Pioniergeist, 
Einsatzbereitschaft und Durchhalte- 
willen». 43 % der Bevölkerung ha- 
ben diese Eigenschaften! Schade, 
dass einige der Landesführung und 
Wirtschaftskapitäne dies nicht ha- 
ben und sich lieber «im Schoss der 
Schweiz» wiegen und «in dessen 
Fussstapfen hinterherhinken». Zwei- 
mal waren wir meines Erachtens auf 
der Überholspur: Rauchergesetz und 
Mobilfunk.  Senti Heinrich, Mauren 
Den Giessen mit allen 
Sinnen erleben 
«Den Giessen mit allen Sinnen er- 
leben» – so lautet die Überschrift 
eines Beitrages Nr. 3 im «Einblick» 
der Gemeinde Vaduz. Am 20. Sep- 
tember 2008 wurden alle Einwoh- 
ner der Gemeinde Vaduz eingela- 
den. «die Schönheit des Giessen, 
näher kennenzulernen und mit allen 
Sinnen zu erleben». Dem kann man 
nur zustimmen. Weiter heisst es im 
Gemeindeblatt: «Wir wollen der 
Bevölkerung den Giessen als natur- 
nahes Gewässer näherbringen, als 
Ziel, den Giessen als Naherho- 
lungsgebiet, Fuss- und Radweg im 
Bewusstsein der Bewohner näher- 
zubringen.» Dafür ist der Gemein- 
de und der Umweltschutzkommis- 
sion zu danken, verbunden mit der 
Hoffnung, dass man annehmen 
kann, dass dies so bleibt. 
Diesen einzigartigen Lebensraum, 
diese grüne Lunge im Zent rum von 
Vaduz zu erhalten, liegt im Interesse 
von Vaduz und ist für uns alle eine 
starke Motivation. Letztlich geht es 
um die Liebe zur Natur, um die 
Wahrung einer faszinierenden Oase, 
um eines der letzten Refugien in un- 
serer übernutzten, zersiedelten und 
teilweise schon geschundenen Land- 
schaft. Liebe Verantwortliche der 
Gemeinde Vaduz, die Schulkinder 
der Volksschule direkt am Giessen, 
die Kinder auf dem grossen Spiel- 
platz direkt am Giessen, die Anwoh- 
ner und ihre Kinder, die vielen Spa- 
ziergänger und Radfahrer, vor allem 
Kinder und unsere Nachkommen 
haben ein Anrecht darauf, dass der 
Giessen nicht mit Beton zugedeckt 
und als gefährliche und viel befah- 
rene Autostrasse verwendet wird. 
Sie werden der Gemeinde einmal 
dafür sehr dankbar sein und hohe 
Achtung entgegenbringen für die 
Bürgernähe, wenn sie dieses Juwel 
in der heutigen Form erhalten wür- 
den.   Adulf P. Goop, Vaduz 
Sanierung 
des Budgetdefizits 
Aufgrund der internationalen Fi- 
nanz- und Wirtschaftskrise sowie 
der Finanzplatzkrise wird die Fi- 
nanzlage von Staat und Gemeinden 
in Schieflage geraten. Nun muss in 
allen Bereichen gespart werden. 
Mit Sparen allein kann jedoch das 
Budgetdefizit nicht saniert werden. 
Die Erhöhung der Steuereinnah- 
men ist unabdingbar. 
Welche Möglichkeiten dazu gibt 
es in der Praxis: 
Erhöhung der Steuerprogressions- 
sätze für die Erwerbs- und Vermö- 
genssteuer: Die Spitzenverdiener und 
die Vermögensmillionäre müssen 
mehr Steuern zahlen. Wer sonst? 
Quellensteuer auf Lohn/Gehalt 
von CH-Grenzgängern: Warum 
wird keine Quellensteuer bei CH- 
Grenzgängern erhoben, z. B. 4 % 
wie bei österr. Grenzgängern? 
Besteuerung der Mieterträge 
durch die Vermieter: Die Immobili- 
eneigentümer und Immobilienspe- 
kulanten kassieren steuerfreie Miet- 
erträge. Dies auch vom Staat oder 
staatlichen Institutionen. Mieterträ- 
ge müssen versteuert werden. 
Vermögenserträge sind bisher 
steuerfrei und müssen neu besteuert 
werden: Wer wäre betroffen? Nicht 
der normale Bürger oder Rentner, 
sondern Vermögensmillionäre. 
Bewertung der Liegenschaften 
zum Ertragswert (siehe auch Miet- 
erträge oben): Die Besteuerung zum 
Steuerschätzwert ist ungerecht. 
Keine Abschaffung von Cou- 
ponssteuer, Erbschaftssteuer, Nach- 
lasssteuer, Schenkungssteuer, Ka- 
pitalgewinnsteuer, wie im neuen 
Steuergesetz vorgesehen. 
Das neue Steuergesetz (siehe Ver- 
nehmlassungsbericht) wurde vor 
der Krise in die Wege geleitet. Von 
Steuergerechtigkeit kann keine Re- 
de sein. Was bedeutet Steuerge- 
rechtigkeit? Ich verweise auf und 
empfehle die Webseite www.tax- 
justice.com. Fortsetzung folgt. 
 Pepi Schädler, Steg 175, T’berg 
In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meinem 
herzensguten Mann, meinem lieben Papa, Bruder, Schwager und 
Onkel 
Karl Armbrecht 
4. Juli 1936 – 6. Dezember 2009 
Nach bewundernswert ertragener Krankheit ist er, für uns alle viel zu 
früh, friedlich eingeschlafen. 
Wir vermissen Dich sehr. 
Triesenberg, den 6. Dezember 2009 
In stiller Trauer: 
Irmgard Armbrecht-Beduwé 
Kornelia Armbrecht und Florian Arensmeyer 
Eva und Franz Steinborn-Armbrecht 
Bärbel und Dieter Schmitz-Steinborn 
Utz Steinborn und Ofelia Gonzalez Santana 
und Anverwandte 
Der liebe Verstorbene ist in der Friedhofskapelle in Triesenberg aufgebahrt. 
Den Seelenrosenkranz beten wir heute Mittwoch, den 9. Dezember 2009, um 
18 Uhr in der Pfarrkirche Triesenberg. 
Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. 
Den Siebten halten wir für ihn am 13. Dezember 2009 um 19.15 Uhr und den 
Dreissigsten am 6. Januar 2010 um 19.15 Uhr. 
TODESANZEIGE 
Du bist nicht mehr da, 
doch werden wir Dir täglich begegnen und Dich grüssen, 
denn Dein Lächeln, das Du schenktest, 
Deine helfenden Worte und alles, 
was Du für uns getan hast, 
wird uns immer begleiten. 
LESERMEINUNGEN 
Tipps für den Christbaumkauf 
Wir geben vertrauensvoll aus unseren Händen in die gütigen 
Vaterhände Gottes unsere liebe Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter 
und Tante 
Hedwig Nigg-Nipp 
25. April 1930 – 8. Dezember 2009 
Sie ist heute, für uns alle völlig unerwartet, nach einem reich erfüllten 
Leben, wohlversehen mit den heiligen Sterbesakramenten, von uns 
gegangen. 
Balzers, Gamprin, Shanghai, den 8. Dezember 2009 
In stiller Trauer: 
Hanspeter und Hedy Nigg 
Marlies und Roman Zeller 
Ernst und Lusane Nigg 
Hedy Nigg 
Theresia und Anton Marxer 
Albertina und Adolf Lampert 
Silvio und Marinela Nigg 
Christel Nigg 
Enkel: Marco, Philipp, Manuela, Patrick, Nadja, Etienne, 
Lukas, Emmanuel, Stefanie, Tim, Mark, Elias, Sophia und Tamara 
Anverwandte und Freunde 
Die liebe Verstorbene ist ab Donnerstagabend in der Friedhofskapelle in 
Balzers aufgebahrt. 
Den Seelenrosenkranz beten wir am Donnerstag, den 10. Dezember 2009, und 
am Freitag, den 11. Dezember 2009, jeweils um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche 
Balzers. 
Der Trauergottesdienst mit anschliessender Beerdigung findet am Samstag, 
den 12. Dezember 2009, um 9 Uhr in Balzers statt. 
TODESANZEIGE 
Nun ruhe aus und schlaf in Frieden, 
hab’ tausend Dank für Deine Müh’. 
Wenn Du auch bist von uns geschieden, 
in unserem Herzen stirbst Du nie. 
Mit grosser Trauer haben meine Familie und ich persönlich von der 
Nachricht des allzu frühen Todes unseres langjährigen Küchenchefs 
Karl Armbrecht 
Kenntnis genommen. Karl Armbrecht trat Anfang des Jahres 1959 als 
Koch in unser Haus ein und wurde Küchenchef, meine rechte Hand 
und für Jahrzehnte die unbestrittene Seele unseres Betriebes. Für 
mich war Karl nicht nur ein begnadeter Küchenchef, sondern auch 
ein lebenslanger Freund, dem ich (und das «Real») viel zu verdanken 
haben. 
Der Familie des nun Heimgegangenen, allen seinen Freunden 
und weiteren Angehörigen gilt in diesen Stunden der Trauer unser 
aufrichtiges Mitgefühl. Ich selbst, meine Familie und das Team vom 
Hotel-Restaurant Real werden dem nun Verstorbenen stets ein 
ehrendes Andenken bewahren. 
Vaduz, im Dezember 2009 Felix Real 
Hotel-Restaurant Real, Vaduz 
TODESANZEIGE 
Vogel-Winterfütterung 
BALZERS – Die Futterklötze und Futter- 
kästen, hergestellt vom Ornithologischen 
Verein Balzers, Abteilung Natur- und Vogel- 
schutz, können wie folgt bezogen werden: 
Blumenwerk, Arinette Hasler, Fürsten- 
strasse 39, Balzers 
Landi Wartau, Trübbach 
Georg Brunhart, Insel 12, Balzers 
Hans Peter Frick, Alte Churerstrasse 30, 
Balzers   (pd)
	        

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