Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

GELD & BÖRSE 
VOLKSBLATT 
16 FREITAG, 4. DEZEMBER 2009 
US-Produktivität steigt 
weniger stark als erwartet 
WASHINGTON – Die Produktivität der 
US-Wirtschaft ist im dritten Quartal 2009 
nicht so stark gestiegen wie erwartet. Aufs 
Jahr hochgerechnet nahm die Produktivität 
der Firmen nach endgültigen Berechnungen 
vom Donnerstag aufs Jahr hochgerechnet 
um 8,1 Prozent zu, wie das Arbeitsministe- 
rium am Donnerstag mitteilte. Experten hat- 
ten dagegen mit einem stärkeren Anstieg 
von 8,5 Prozent gerechnet. In einer ersten 
Schätzung war sogar noch von einem Plus 
von 9,5 Prozent die Rede. Vor allem das 
Verarbeitende Gewerbe steigerte seine Wett- 
bewerbsfähigkeit kräftig. (reuters) 
Brauchen wir mehr Raum? 
Experten analysieren Spannungsfeld Wirtschaft und Raum 
VADUZ – Wünsche, Analysen und 
Prognosen über die künftige Ent- 
wicklung von Beschäftigung und 
Industriearealen in Liechtenstein 
wurden gestern in der Hochschu- 
le Liechtenstein zur Diskussion 
gestellt. 
• Reinhard Peter 
Wohin entwickelt sich die Wirt- 
schaft und welche Branchen sind 
zukunftstauglich? Welche Anforde- 
rungen ergeben sich für die Stand- 
ort- und Raumplanung und wie 
kann wirtschaftliche und räumliche 
Innovation zu einem intelligenten 
und nachhaltigen Liechtenstein bei- 
tragen? 
Diesen Fragen ging u.a. Carsten 
Schlag von der Konjunkturfor- 
schungsstelle Liechtenstein nach 
und wagte – gestützt auf Untersu- 
chungen und Prognosen – einen op- 
timistischen Ausblick. «Trotz kon- 
tinuierlicher Zunahme der Beschäf- 
tigung wird das Industrie- und Ge- 
werbeareal sich nicht weiter aus- 
dehnen, es wird eher die Dichte der 
Bodennutzung zunehmen», gibt 
sich Schlag überzeugt und prog- 
nostiziert trotz Wirtschaftskrise 
positive Zahlen für den Arbeits- 
markt. 
Von heute 32 000 Beschäftigten 
würden die Zahlen auf etwa 38 000 
bis 2014 und auf bis zu 43 000 bis 
Ende 2020 steigen. Trotzdem wer- 
de das Land seine landschaftlichen 
Ressourcen unversehrt behalten 
können. 
Brigitte Haas, stellvertretende 
Geschäftsführerin der LIHK, nann- 
te neben den harten Standortfak- 
toren wie Lohnkosten, Steuern und 
Verkehrsanbindung auch weiche 
Faktoren wie Lebens- Wohn- und 
Umweltqualität, die man bei der 
Planung und Gestaltung des Wirt- 
schaftsstandortes Liechtenstein ins 
Auge fassen müsse. «Wachstum 
wird primär durch Steigerung der 
Produktivität und Innovationskraft, 
nicht aber durch erhöhten Flächen- 
verbrauch oder intensiven Personal- 
einsatz stattfinden», zitierte Haas 
aus der «Vision 2020 Industrie- 
standort» der liechtensteinischen 
Industrie, die auf nachhaltiges 
Wachstum setzt und nannte Tech- 
nologiezentren oder Solarcluster 
als Beispiele. Zukunftsträchtige 
Branchen seien der Maschinenbau, 
die Elektronik, Medizintechnik 
oder die Produktionstechnologie. 
Wenig Nachhaltigkeit 
Kritische Worte fand der St. Gal- 
ler Wirtschaftsgeograf Martin 
Bösch für den Umgang mit dem 
Thema Nachhaltigkeit und stellte 
die Zukunftsfähigkeit der Gesell- 
schaft infrage. Als Beleg nannte 
Bösch das Unvermögen der Verant- 
wortungsträger in Politik und Wirt- 
schaft, in langfristigen Zeiträumen 
zu denken. Klimawandel oder die 
demografischen Veränderungen 
würden aber Denken und Handeln 
in Zeiträume von Jahrzehnten er- 
fordern. Energiefragen bildeten 
dann das Hauptthema der Publi- 
kumsdiskussion. 
Carsten-Henning Schlag von der Konjunkturforschungsstelle Liechtenstein. 
FOTO 
MICHAEL 
ZANGHELLINI 
  
Wechselkurse 03.12.2009 
Noten 
EUR *   1.4630 1.5530 
USD   0.9525 1.0425 
GBP   1.5965 1.7365 
CAD   0.9125 1.0125 
JPY   1.0725 1.1825 
Devisen 
EUR   1.4930 1.5230 
Aktuelle Devisenkurse, Telefon +423 236 86 90 
*LLB-Kunden beziehen Euronoten an den LLB-Bancomaten zum Devisenkurs 
Edelmetallkurse 03.12.2009 
KG Gold CHF 38.898.00 39.248.00 
Unze Gold USD 1.214.75 1.218.75 
KG Silber CHF 607.40 689.40 
Vreneli CHF 224.00 257.00 
Krüger CHF 1.194.00 1.317.00 
Festgeldsätze p.a. netto Valuta 07.12.2009 
Mindesteinlage: CHF 50‘000.--, EUR 25‘000.--, GBP / USD 40‘000.-- 
3 Monate 6 Monate 12 Monate 
CHF 0.125 % 0.125 % 0.250 % 
EUR 0.125 % 0.125 % 0.250 % 
USD 0.125 % 0.125 % 0.250 % 
Weitere Währungen auf Anfrage. 
Kassenobligationen gültig ab   10.09.2009 
  CHF EUR 
2 Jahre   0.500 % 0.875 % 
3 Jahre   0.750 % 1.375 % 
4 Jahre   1.000 % 
5 Jahre   1.375 % 
6 Jahre   1.500 % 
7 Jahre   1.750 % 
8 Jahre   1.875 % 
Inhaberaktie 03.12.2009 
LLB-Inhaberaktie   CHF 63.95 
Aktienfonds NAV 02.12.2009 Valoren-Nummer Preis YtD Perf. 
LLB Aktien Schweiz (CHF) 1'325'570 164.10 * 22.56 % 
LLB Aktien Europa (EUR) 1'325'564 71.21 * 28.19 % 
LLB Aktien Nordamerika (USD) 1'325'563 145.78 * 24.12 % 
LLB Aktien Japan (JPY)   1'325'561 6.739.00 * -0.75 % 
LLB Liechtenstein Banken (CHF)   512'970   158.65 * 14.28 % 
LLB Aktien 50 Leaders (CHF)   847'513 90.95 * 19.75 % 
LLB Aktien Regio Bodensee (CHF) 945'366 183.65 * 28.82 % 
LLB Aktien Fit for Life (CHF) 434'215 82.05 * 23.01 % 
LLB Aktien High Tech (CHF) 1'098'757 34.50 * 26.56 % 
LLB Aktien Global Trend (CHF) 1'798'671 107.15 * 7.75 % 
LLB Aktien Immobilien Global (CHF) Klasse P 2'861'494 51.55 * 23.53 % 
Obligationenfonds NAV 02.12.2009 Valoren-Nummer Preis YtD Perf. 
LLB Obligationen CHF Klasse T 1'325'569 132.20 * 7.86 % 
LLB Obligationen CHF Klasse A 3'254'330 132.20 * 7.86 % 
LLB Obligationen EUR Klasse T 1'325'568 83.75 * 6.95 % 
LLB Obligationen EUR Klasse A 3'255'064 83.75 * 6.95 % 
LLB Obligationen USD   1'325'567 185.82 * 4.56 % 
LLB Obligationen Euro Alternativ (CHF) Klasse T 
  
674'526 107.90 * 5.75 % 
LLB Obligationen Euro Alternativ (CHF) Klasse A  3'257'003 107.90 * 5.75 % 
LLB Obligationen Global (EUR) Klasse P 916'371 60.83 * 4.14 % 
LLB Obligationen Inflation Linked (USD) Klasse P 2'861'487 117.79 * 14.25 % 
Strategiefonds NAV 02.12.2009 Valoren-Nummer Preis YtD Perf. 
LLB Strategie Zuwachs (CHF) 812'751 92.90 * 17.74 % 
LLB Strategie Ertrag (CHF) 812'745 108.10 * 13.43 % 
LLB Strategie Zuwachs (EUR) 812'755 98.38 * 18.50 % 
LLB Strategie Ertrag (EUR) 812'750 115.61 * 12.78 % 
LLB Strategie BPVV (CHF) 3'261'934 106.55 * 16.32 % 
Spezialfonds NAV 02.12.2009 Valoren-Nummer Preis YtD Perf. 
LLB Wandelanleihen TOPportunities (EUR) 1'162'861 120.93 * 26.92 % 
LLB Defensive (EUR) 2'153'524 109.16 * 3.59 % 
LLB Defensive (USD) 2'153'526 115.13 * 3.48 % 
LLB Wandelanleihen (EUR) Klasse P 2'861'470 86.82 * 13.77 % 
LLB Geldmarkt CHF 3'257'583 100.44 * 0.44 % 
* +/- Ausgabe-/Rücknahmekommission.                            Alle Angaben ohne Gewähr. 
Telefon +423 236 93 00 ab 17.30 Uhr 
Telefon +423 236 88 11 
Internet www.llb.li       
E-Mail llb@llb.li 
Fago – Café, Restaurant 
und Apéro-Bar in Eschen 
ESCHEN – Am 1. November eröff- 
nete das Fago an der St. Luzistrasse 
in Eschen. Die ersten Gäste liessen 
nicht lange auf sich warten und ge- 
nossen die Atmosphäre des neuen, 
stilvoll eingerichteten Gastbetriebs. 
An zentraler Lage in der Nähe 
von Post und Gemeinde, hat das 
Fago am 1. November seinen Be- 
trieb unter der Leitung von Ale- 
xandra Goop aufgenommen. Die 
junge Geschäftsführerin hat schon 
früh Erfahrungen im Gastgewerbe 
gesammelt und wusste, dass sie 
die Chance eines eigenen Betriebs 
nutzen würde, wenn sich etwas er- 
gibt. Mit dem neuen Gebäude an 
der St. Luzistrasse, das ihrer Fami- 
lie gehört, erhielt sie diese Chance. 
«Wir wollten sowieso ein Restau- 
rant unterbringen und so über- 
nahm ich dieses mit Freuden», so 
Goop. Um sich auf diese Aufgabe 
vorzubereiten, absolvierte sie ei- 
nen KMU-Management-Lehrgang, 
den sie mit einem Businessplan 
für das Restaurant abschloss und 
schliesslich meldete sie sich auch 
zur Gastwirteprüfung an und ar- 
beitete in einem Restaurant. 
Im Fago, der Name ist eine Ab- 
kürzung von «Familie Goop», bie- 
tet sie gutbürgerliche Küche und 
viel Hausgemachtes wie Rösti, Ku- 
chen und Brot an. Mittags kann 
man zwischen zwei Menüs wäh- 
len oder à la Carte essen, abends 
ebenfalls à la Carte. Dazu gibt es 
eine grosse Weinkarte. «Wir möch- 
ten von allem etwas bieten», so 
Alexandra Goop. Zusammen mit 
ihr arbeiten sechs Personen im 
neuen Betrieb. (Anzeige) 
Am 1. November eröffnete das Fago an der St. Luzistrasse in Eschen 
seine Pforten. 
FOTO 
ZVG 
Kontaktdaten 
Fago, St. Luzistr. 22, Eschen. Telefon- 
nummer: +423 371 14 14, Internet- 
seite: www.fago.li. Öffnungszeiten: 
Montag bis Freitag von 8.30 bis 23 
Uhr. 
Deutliche Gewinne 
an der Börse in Zürich 
ZÜRICH – Der Schweizer Aktienmarkt hat 
den Handelstag am Donnerstag deutlich im 
Plus beschlossen, die Höchststände bei 
nachgebender US-Börse aber nicht halten 
können. Am Nachmittag hatte der SMI mit 
6482,08 Punkten das bisherige Jahreshöchst 
vom Oktober überflügelt. 
Bei Börsenschluss lag der SMI mit 
6444,08 Punkten um 0,9% im Plus. Der 30 
Titel umfassende, gekappte Swiss Leader 
Index (SLI) gewann 0,72% auf 984,35 
Punkte dazu; der breite Swiss Performance 
Index (SPI) legte am Ende 0,85% auf 
5537,08 Punkte zu. 
Über dem Marktdurchschnitt legten die 
Finanztitel zu. Stützend war dabei vor allem 
die Ankündigung der Bank of America, 
staatliche Hilfsgelder an die US-Regierung 
zurückzuzahlen. An der Spitze des SMI- 
Kurstableaus konnten sich Julius Bär 
(+5,3%) behaupten. Auch CS (+2,3%) und 
UBS (+1,3%) gehören zu den Gewinnern. 
Im Plus hielten sich auch die Versiche- 
rungswerte, wobei vor allem Swiss Re 
(+1,8%) zulegen konnte. Aber auch Swiss 
Life (+0,5%) und ZFS (+0,8%) schlossen 
deutlich im Plus. Zu den Tagesgewinnern 
gehörten ausserdem die Nestlé (1,6%). Nur 
leicht stiegen Novartis (+0,1). Am Tabellen- 
ende im SMI finden sich Syngenta 
(–1,4%), die allerdings am Vortag noch über 
die bisherigen Jahreshöchstkurse von Mitte 
Juni gestiegen waren. 
Positive Prognosen für den Transport- 
und Logistiksektor der Bank Nomura ver- 
halfen Logistiktiteln wie Kühne+Nagel 
(+2,7%) und Panalpina (+4,4%) zu deut- 
lichen Avancen. 
Die Titel von Clariant (–1,2%) blieben 
nach den Kursfortschritten vom Vortag im 
Minus. Auch Logitech (–0,9%) fanden sich 
wegen der verhaltenen Weihnachtsverkäufe 
in den USA auf der Verliererseite. Deutlich 
ins Minus fielen Nobel Biocare (–2,4%). Im 
Handel waren unter anderem Gerüchte über 
eine mögliche Gewinnwarnung für das 
vierte Quartal aufgekommen. 
Im breiten Markt gab es verschiedene Un- 
ternehmensnachrichten. Cham Paper Group 
(+5,8%) konnten nach Vorlage der Neun- 
monatszahlen zulegen. Meyer Burger 
(+2,2%) und OC Oerlikon (+3,8%) kündig- 
ten eine strategische Kooperation in Bezug 
auf das von Oerlikon stammende Solaris- 
System an. (sda) SCHWEIZ
	        

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