Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

SPORT 
LÄNDER 
ZEITUNG 2 21 MITTWOCH, 25. NOVEMBER 2009 
Büxi startet in Top-Form 
LSV-Superstar ist vor seiner letzten Saison heiss – Ehefrau Doris mit in Nordamerika 
LAKE LOUISE – Am Samstag (19.30 
Uhr, live auf SF2 und ORF1) geht 
der Ski-alpin-Weltcup auch für 
die Speedspezialisten endlich los. 
Auftakt ist wieder in Lake Louise 
in Kanada mit einer Abfahrt und 
einem Super-G für Büchel & Co. 
Und: Büxi ist in Top-Form! 
• Jan Stärker 
«Ich bin in Form, das Material 
passt und es kribbelt schon gewal- 
tig bei mir, dass es endlich los 
geht», so LSV-Superstar Marco 
Büchel vor dem für ihn eigent- 
lichen Saisonauftakt in Kanada. 
Deswegen hat der «Tüftler aus 
Balzers» auch in den letzten Tagen 
sein Hauptaugenmerk im Training 
mehr auf die Technik gelegt. «Und 
die passt ebenfalls», ist der 38-Jäh- 
rige happy. Auch wenn die «Piste 
nicht weltcuphart, sondern zu 
weich war». 
«Gleich einen raushauen» 
Für heute Vormittag 
(Ortszeit) ist das erste 
Abfahrtstraining in 
Lake Louise ange- 
setzt. Und Büchel 
hat moralische Un- 
terstützung von 
Ehefrau Doris be- 
kommen, die in Nordamerika erst- 
mals dabei ist. 
Gestern hatte Büxi einen Ruhe- 
tag, nachdem der Skitross von 
Swiss-Ski am 
Montagmittag vom Trainingsort 
Nakiska nach Lake Louise fuhr. Al- 
lerdings mit einem «Shopping- 
Stop» in Banff – sehr zum Unwil- 
len des Balzners. «Einige aus der 
Mannschaft wollten da noch ein- 
kaufen. Für mich war das aber un- 
interessant, da ich eh schon zu viele 
Sachen dabei habe», so Büchel 
schulterzuckend. 
Umso mehr freut sich Büxi auf 
seinen letzten Winter als aktiver 
Sportler. «Lake Loui- 
se ist mir immer gut 
gelegen als Strecke. 
Allerdings herrschen 
dort immer sehr ver- 
schiedene Winde, was das 
Rennen dann doch zu 
einer Lotterie machen 
kann», weiss Büchel. 
«Aber ich habe das 
Ziel, gleich einen 
rauszuhauen, um den 
anderen Fahrern da draussen so- 
fort zu zeigen: Hey, der Büxi ist 
auch noch da!» 
Marco Büchel freut sich auf den 
Auftakt für die Speedspezialisten 
am Wochenende in Lake Louise. 
FOTO KEYSTONE 
Weltcup-Programm Herren in Lake Louise (Kanada) 
Mittwoch: Training Abfahrt 
Donnerstag: Training Abfahrt 
Freitag: Training Abfahrt 
Samstag: Abfahrt 
Sonntag: Super-G 
Weltcup-Programm Frauen in Aspen (USA) 
Samtag: Riesenslalom 
Sonntag: Slalom 
SKI ALPIN 
Starker SRCV-Nachwuchs 
BASEL – Der Nachwuchs des Squash Ra- 
ckets Club Vaduz konnte sich beim zur 
«Squash-It»-Serie zählenden Turnier in 
Weil am Rhein bei Basel einmal mehr bes- 
tens in Szene setzen. Kategoriensiege gabs 
durch Martina Kobelt (Mädchen B), Chiara 
Schober (Mädchen C) und David Maier 
(U11). Fabio Schober und Patrick Maier 
mussten im A-Feld antreten und bekamen 
es zum Teil mit viel älteren Konkurrenten 
zu tun. Beide haben sich aber achtbar ge- 
schlagen und belegten die Plätze 10 (Scho- 
ber) und 15 (Maier). Weiter rangierten Yan- 
nick Wilhelmi in der Kategorie U11 auf 
Rang 4 und Luca Wilhelmi auf Platz 9 der 
Kategorie Knaben C. Krankheitsbedingt 
passen mussten in Basel Finlay Davey und 
Sergio Grigis. «Mit den gezeigten 
Leistungen und den daraus resultierenden 
guten Platzierungen sind wir natürlich sehr 
zufrieden», so SRCV-Nachwuchstrainer Pe- 
ter Maier. (rob) 
SQUASH 
UHC Schaan: Ausser Spesen nichts gewesen 
Unihockey: Erstliga-Frauen unterlagen bei Lok Reinach nach 2:0-Führung noch 2:4 
OBERSEEN – Die Schaaner Uniho- 
ckey-Frauen haben gegen Lok 
Reinach unglücklich 2:4 verloren. 
Die Schaanerinnen gaben dabei 
einen Zweitore-Vorsprung preis. 
Frühmorgens kurz nach 10 Uhr war 
die Welt in Winterthur noch in Ord- 
nung. Jedenfalls die der Schaane- 
rinnen. Nach einem von Andrea 
Dietrich abgelenkten Weitschuss 
von Manuela Regli und einer blitz- 
sauberen Doppelpasskombination 
zwischen Marina Lufi und Nadja 
De Coi führte der UHC Schaan 
nach 13 Minuten gegen Lok Rei- 
nach mit 2:0. Alles schien nach 
Plan zu laufen, flott rollten weitere 
Angriffe auf das Aargauer Tor und 
die siebte Erstliga-Partie der Liech- 
tensteinerinnen schien frühzeitig 
entschieden. 
Reinach gleicht aus 
An dieser Stelle trat aber Kollege 
Konjunktiv ins Spiel. Das dritte Tor 
wollte den Schaanerinnen nicht 
mehr gelingen, dafür fand kurz vor 
Drittelsende ein abgelenkter Rei- 
nacher Weitschuss den Weg zum 
2:1 ins UHCS-Gehäuse. Dieser 
Treffer brachte die Reinacher Lok 
wieder zum Dampfen. Mehr und 
mehr drängten sie den UHC Schaan 
in dessen eigene Hälfte. Ein Miss- 
verständnis in der Abwehr führte 
dann auch bei Spielhälfte zum 2:2- 
Ausgleich. 
Mit dem Vorsatz, wieder ans ers- 
te Drittel anzuknüpfen, gingen die 
Schaanerinnen den letzten Ab- 
schnitt an. Das Reinacher Gehäuse 
blieb aber wie vernagelt, dafür tra- 
fen die Aargauerinnen nach einem 
Freischlag kurz nach Wiederanpfiff 
zur erstmaligen Führung. Und mit 
einem Konter in der 53. Minute er- 
höhten sie gar auf 2:4. Und trotz 
Timeout und verstärkter Offensive 
blieb es beim für die Schaanerinnen 
ernüchternden Resultat. Ernüch- 
ternd deshalb, weil der Abstand auf 
den vierten Rang nun auf vier 
Punkte angestiegen ist. (rv) 
Kritische Blicke auf der Schaaner Bank, die 2:0-Führung wurde vergeigt. 
FOTO 
ZVG 
Autogramme Skifans in der Re- 
gion kommen am Sonntag, den 29. Novem- 
ber, in einen speziellen Genuss. Das grosse 
Schweizer Skitalent Lara Gut kommt nach 
Bad Ragaz. Von 14 bis 15 Uhr gibt die Tes- 
sinerin in der Eingangshalle der neuen Ta- 
mina-Therme eine Autogrammstunde. (rob) 
Reinach – Schaan 4:2 (1:2, 1:0, 2:0) 
Oberseen Winterthur. 40 Zuschauer. SR 
Egger/Rohrer. 
Schaan: Putzi; Fritsche, Regli; Tschirky, 
Moritzi; Siegenthaler, Dietrich, Doka; Ar- 
nold, Borghi, Camenisch; De Coi, Lufi, 
Riesen; Ackermann. 
Tore:  10. Dietrich (Regli) 0:1. 13. Lufi (De 
Coi) 0:2. 18. 1:2. 31. 2:2. 45. 3:2.  53. 4:2. 
Strafen: keine. 
Bemerkungen: Schaan ohne Aeschli- 
mann (Ausland), Felix, Lier, Niederer 
(alle verletzt) und Manz (krank). 53. 
Timeout Schaan. 
Druck lastet auf der Konkurrenz 
Schweizer Top-Skispringer Ammann und Küttel gehen gelassen in den Olympiawinter 
KUUSAMO – Weltmeister Andreas 
Küttel und Salt-Lake-City-Star Si- 
mon Ammann steigen ab Don- 
nerstag in Kuusamo (Fi) gelassen 
in den Olympiawinter. Das Schwei- 
zer Top-Duo hat an Grossanlässen 
bereits Gold eingeflogen, der 
Druck lastet auf der Konkurrenz. 
«Ich kann nur hoffen, dass die Ver- 
gangenheit positiven Einfluss auf 
die Zukunft hat.» Mit dieser wohl- 
klingenden Formulierung speist 
Ammann derzeit fast jeden ab, der 
ihm eine Prognose zum Saisonhö- 
hepunkt an den Olympischen Spie- 
len im Februar in Vancouver entlo- 
cken will. Vor knapp acht Jahren 
war der Toggenburger in Anleh- 
nung an die populäre Romanfigur 
zum Flying Harry Potter und Star 
der Spiele aufgestiegen. Nach dem 
letztjährigen Winter mit nicht we- 
niger als 17 (!) Weltcup-Podestplät- 
zen und einem Gesamtsieg im Som- 
mer-Grand-Prix befindet sich Am- 
mann erneut in einer idealen Aus- 
gangslage, um zum ganz grossen 
Schlag auszuholen. 
Ein guter Saisonstart in Kuusamo 
wäre bereits die halbe Miete für 
den Olympiawinter und würde die 
Konkurrenten zusätzlich nervös 
machen. «Ich bin relaxed, verspüre 
keinen Druck», betont die Schwei- 
zer Nummer 1. «Mir gefällt es, wie 
es läuft. Ich bin gesund und fühle 
mich als Olympiasieger im Vor- 
teil.» Die tolle Ausgangslage ver- 
sucht Ammann auch zu nützen, um 
zwei Lücken in seinem bereits 
hochkarätigen Palmarès zu schlies- 
sen. Letzten Winter verwiesen ihn 
die Österreicher Wolfgang Loitzl in 
der Vierschanzentournee und Gre- 
gor Schlierenzauer im Gesamt- 
Weltcup auf den zweiten Rang. 
«Das ist ein sehr starker Reiz. Ich 
bin top motiviert.» 
Küttel wird Vater 
Letzten Winter rettete Andreas 
Küttel seine durchzogene Saison 
mit einem einzigen Super-Sprung, 
der ihn gleich zum Weltmeister 
machte. Analog zu Ammann hat 
der Einsiedler beim Eintages-Event 
somit schon grosse Kasse gemacht. 
«Alles, was kommt, ist Zugabe. 
Primär bin ich stolz, einen Bestäti- 
gungsdruck fühle ich kaum», erläu- 
terte der Schwyzer seine Ausgangs- 
lage. Das Jahr 2009 dürfte in Küt- 
tels Leben nicht bloss wegen des 
Weltmeistertitels eine besondere 
Bedeutung erhalten. Im Sommer 
gaben sich Andreas und Freundin 
Dorota das Jawort. Der Spitzen- 
sportler und die polnische Ärztin 
blicken nun Vater- bzw. Mutterfreu- 
den entgegen und erwarten um die 
Weihnachtszeit Familienzuwachs. 
Kandidaten für Teamwettkampf 
Der Ende Saison abtretende Ski- 
sprung-Verantwortliche Gary Fur- 
rer hat sich auch zum Ziel gesetzt, 
in Vancouer am Teamwettkampf 
teilzunehmen. Die aussichts- 
reichsten Kandidaten, neben Am- 
mann und Küttel, sind Marco Gri- 
goli und Pascal Egloff. Beide 
schafften im Alpencup schon den 
Sprung aufs Podest. Zum Team- 
springen nach Kuusamo werden 
Pascal Egloff und Rémi Français 
anreisen, da Grigoli Rückenpro- 
bleme plagen. (si) 
Comeback von Ahonen 
KUUSAMO – Überflieger Gregor Schlie- 
renzauer gilt auch diesen Winter als aus- 
sichtsreichster Kandidat auf die grosse Kris- 
tallkugel. Die Prognosen zum Saisonstart in 
Kuusamo (Fi) sind aber schwierig, da Ver- 
gleiche fehlen. Neben den Österreichern 
und Simon Ammann werden insbesondere 
der Finne Hari Olli oder die Norweger als 
stark eingestuft. Einen letzten Angriff wird 
der Pole Adam Malysz lancieren. Im Fokus 
steht auch der Finne Janne Ahonen. Er will 
sich anderthalb Jahre nach seinem wegen 
Motivationsproblemen erfolgten Rücktritt 
für die Olympischen Spiele qualifizieren. 
Ahonen hatte zwischen 1999 und 2008 als 
erster und bislang einziger Skispringer fünf- 
mal die Vierschanzentournee gewonnen, im 
Weltcup siegte er 36-mal. Bei Olympischen 
Spielen aber war der zweifache Einzel- 
Weltmeister und Gewinner von 19 Medail- 
len bei Grossereignissen nicht sonderlich 
erfolgreich; er musste sich mit zweimal Sil- 
ber im Teamspringen begnügen. (si) 
SKI NORDISCH
	        

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