Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

INLAND 
VOLKSBLATT 
4 MONTAG, 2. NOVEMBER 2009 
Fraua i dr Metzg Heute Abend 
um 19 Uhr eröffnen Eva Bargetze, Corina 
Marxer, Christl Frick, Barbara Isser-Bieder- 
mann und Karin Gross in der ehemaligen 
Metzgerei Hilti in Schaan die Ausstellung 
«Fraua i dr Metzg». Einen Monat lang stellt 
das Quintett selbst gemachte, originelle Kunst- 
werke aus Stoff, Ton und Filz aus. Statt 
Fleischkäsbrötle werden Stoffhasen, Handta- 
schen, Kleider, Gemälde, aber auch Töpferwa- 
ren angeboten. Die Öffnungszeiten sind Diens- 
tag bis Freitag 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18.30 
Uhr, samstags ist der Laden von 9 bis 14 Uhr 
geöffnet. Die Ausstellung läuft bis 30. No- 
vember. (red) 
Erfolg mit regionaler Qualität 
AU – Die 2. Rheintaler Herbstmäss konnte 
sehr positiv abgeschlossen werden. Ein Be- 
sucherzuwachs von über 20 Prozent, ein kul- 
turell ausgebautes Rahmenprogramm sowie 
viele regionale Aussteller mit qualitativ hoch- 
wertigen Messeständen konnten ein positives 
Echo auslösen. Die erstmals durchgeführte 
Moto&Fashion-Show war ein Publikums- 
magnet und wird an der nächsten Messe ein 
fester Bestandteil sein. Die Aussteller wie 
Besucher schätzten zudem den regionalen 
Charakter der Messe. Die Kaufkraft und das 
Interesse der Besucher wurden besonders am 
Sonntag als gut bis sehr gut beurteilt. Die 
nächste Rheintaler Herbstmäss wird vom 5. 
bis 7. November 2010 wiederum in Au/ 
Heerbrugg durchgeführt.   (pd) 
RHEINTALER HERBSTMÄSS 
Gemeinsam gegen Noma 
Piccard und Aeschbacher bei Benefizanlass der JCI 
TRIESEN – In Triesen findet am 
27. November 2009 in den Räum- 
lichkeiten der Garage Heidegger 
AG der 7. Benefiz-Anlass der JCI 
Liechtenstein Werdenberg (vor- 
mals Rheintaler Junge Wirt- 
schaftskammer) statt. 
Mit einer seit 2003 kumulierten 
Spendensumme von 1,66 Mio. 
Schweizer Franken gehört der Be- 
nefiz-Anlass der JCI Liechtenstein 
Werdenberg zu den erfolgreichsten 
Wohltätigkeitsveranstaltungen in 
der Schweiz und Liechtenstein. 
Noma trifft vor allem unterer- 
nährte Kinder im Alter von zwei bis 
sechs Jahren, welche unter 
schlechtesten hygienischen Bedin- 
gungen leben müssen. Die Krank- 
heit beginnt als offene Wunde am 
Mund und zerstört innert weniger 
Tage das umliegende Gewebe, so 
dass Teile des Kiefer- und Wangen- 
bereichs freigelegt werden. 80 Pro- 
zent der betroffenen Kinder ster- 
ben. Das restliche Fünftel überlebt 
– für immer entstellt und gehandi- 
capt. Wird die Krankheit früh ge- 
nug erkannt und medikamentös be- 
handelt, kann den betroffenen Kin- 
dern viel Leid erspart werden. Vo- 
raussetzung ist, dass die Menschen 
in den betroffenen Gebieten dank 
Aufklärungsarbeit die frühen An- 
zeichen der Krankheit erkennen 
und schnell reagieren. 
Die Stiftung «Winds of Hope» hat 
den Kampf gegen Noma aufgenom- 
men und finanziert sogenannte Ge- 
sundheitsbeamte, die mit jährlich 
100 Franken die Prävention und die 
Versorgung für eine ganze Dorfge- 
meinschaft sicherstellen. Dank des 
im letzten Jahr von der JCI Liech- 
tenstein Werdenberg überreichten 
Checks von 200 000 Franken, konn- 
te «Winds of Hope» ihre Arbeit im 
westafrikanischen Burkina Faso ein 
ganzes Jahr lang bestreiten. Mit dem 
diesjährigen Benefiz-Anlass soll 
wiederum die Stiftung «Winds of 
Hope» unterstützt werden. Mit den 
Einnahmen soll die Noma-Präventi- 
on in den Ländern Togo und Senegal 
unterstützt werden. 
Kurt Aeschbacher konnte bereits 
zum dritten Mal in Folge für den 
traditionsreichen Benefiz-Anlass in 
Triesen gewonnen werden. Er wird 
in seiner souveränen und gewin- 
nenden Art wiederum durch das 
bunte Abendprogramm führen. So 
wird beispielsweise der anwesende 
Bertrand Piccard über den aktu- 
ellen Stand im Kampf gegen Noma 
berichten. Der Flugpionier und 
Psychiater aus Lausanne wird si- 
cherlich auch über seine künftigen 
Projekte viel Interessantes zu be- 
richten wissen. 
Zauberhafte Showeinlagen 
Für ein «verzauberndes» Show- 
Highlight sorgt der durch die «The 
Next Uri Geller Show» bekannt ge- 
wordene Mentalist Gabriel Palacios 
aus Bern. Musikalische Leckerbis- 
sen bieten die sechs Männer der A- 
cappella-Formation Bliss mit ihren 
Interpretationen von Spitzenbands 
wie U2 oder Prince. Pünktlich um 
Mitternacht versprühen dann Patric 
Scott & Friends mit bekannten Mu- 
sical-Hits einen Hauch von Broad- 
way auf der Showbühne in Trie- 
sen. 
Nebst dem Eintritt zu dem reich- 
haltigen Programm sind auch kuli- 
narische Highlights im Ticketpreis 
von 190 Franken inbegriffen. Min- 
destens 50 Prozent gehen als direkte 
Spende zur Stiftung «Winds of Ho- 
pe». Tickets sind im Internet unter 
www.benefiz.li erhältlich. (pd) 
Bertrand Piccard und Kurt Aeschbacher werden in Triesen wiederum viel 
Interessantes zu erzählen haben. 
Die Junior Chamber Interna- 
tional JCI ist in über 120 Län- 
dern auf fünf Kontinenten ak- 
tiv und umfasst 8000 lokale 
Kammern mit rund 200 000 
Mitgliedern. Diese Mitglieder 
sind zwischen 18 und 40 Jah- 
re alt. In der Schweiz und 
Liechtenstein gibt es 75 loka- 
le Kammern, eine davon ist 
die JCI Liechtenstein Wer- 
denberg. Politisch und kon- 
fessionell ist die RJW neutral. 
Die Mitglieder tragen im 
Rahmen privater oder öffent- 
licher Funktionen berufliche 
oder soziale Verantwortung. 
JCI 
«Zwischen Himmel und Hölle» 
Herbstkonzert des M.G.V. Sängerbunds Vaduz: Begeistertes Publikum im Vaduzer Saal 
VADUZ – Das Herbstkonzert des 
M.G.V. Sängerbunds Vaduz war 
für Freunde der Chorliteratur ein 
besonderes Erlebnis. Die von 
Marlene Boss dirigierten Sänger 
konnten die Erwartungen des Pu- 
blikums voll und ganz erfüllen. 
• Reinold Tavernaro 
Schon das Thema des Konzertes, 
«Zwischen Himmel und Hölle», 
machte den Abend spannend, die 
Dekoration der Bühne weckte eini- 
ge Erwartungen. Da gab es Lianen, 
auf denen sich Äffchen herum- 
schwangen, eine Schlange kletterte 
in die Höhe, seitlich hatten sich 
zahlreiche grosse und kleine Bär- 
chen niedergelasssen und zu Beginn 
des Konzertes wurde die Bühne in 
geisterhaften Rauch gehüllt. Kurz 
und bündig begrüsste Vereinspräsi- 
dent Meier Thomas den bis auf den 
letzten Platz gefüllten Vaduzer Saal. 
Unter den zahlreichen Gästen waren 
LSB-Chef Hans Nigg, Bürgermeis- 
ter Ewald Ospelt und Pfarrer Mar- 
kus Degen zu sehen. 
Gesang und Handharmonica 
Die Sänger hatten sich zu ihrem 
Konzert den Schaaner Handharmo- 
nicaclub eingeladen, der zwischen- 
durch mit einem eigenen Programm 
das Publikum erfreute und gleich- 
zeitig auf das eigene Konzert am 
kommenden Samstag hinwies. 
Wilfried Bertsch hatte sein Or- 
chester bestens vorbereitet. Die 
Chorsänger eröffneten das Herbst- 
konzert mit dem «Hymnus» von 
Friedrich Silcher (1860) und er- 
füllten den Saal mit mächtig abge- 
rundeter Akkustik. In allen Regi- 
stern war volle Konzentration auf 
die Dirigentin Marlene Boss ange- 
sagt. Mit ihrer exakten Zeichenge- 
bung und der genauen Beachtung 
der Stimmung sorgte die Dirigentin 
für entsprechende Aufmerksamkeit. 
Die Programmwahl kam dem Zu- 
hörer sehr entgegen, man durfte 
sich vieler bekannter Lieder erfreu- 
en. «My Lord what a Mornin’ (R. 
Li. Gilligan)», ein Spiritual, leitete 
zu «Siyahamba», einem typischen 
Lied der Zulus über. Es folgte «Le 
vieux chalet» von Josef Bovet 
(1952). Hier zeichneten sich die Te- 
nöre durch ihren sehr feinen, stim- 
migen Klang im Piano aus. Nach 
«Dorma bain», dem berühmten rä- 
toromanischen Lied von A. Bezzo- 
la, ging es mit «Denn jeder braucht 
mal eine Pause» tatsächlich in die 
Pause. 
Auf hoher See 
Der zweite Konzertteil war See- 
mannsliedern gewidmet, die sehr 
harmonisch gestaltet wurden. An 
Flügel und Akkordeon begleitete 
Stefan Frommelt. «Willkommen an 
Bord», «Seemann,» «Heut geht es 
an Bord», «Rolling home» folgten, 
dann gab es den zweiten Konzert- 
teil des Handharmonicaclubs. 
Ein besonderer Leckerbissen war 
schliesslich ein Medley aus dem 
Dschungelbuch, wunderbar unter- 
malt mit Ausschnitten aus Walt 
Disneys Film. Gemeinsam wurde 
man mit dem Schlager «Wahnsinn» 
(Hölle, Hölle, Hölle) dem Thema 
des Konzertabends gerecht und 
«Ein Stern, der deinen Namen 
trägt» (Nik P.) war ein weiterer 
Blick in die Schlagerwelt. Mit dem 
berühmten «Bajazzo», einem sehr 
emotionalen Lied aus Ostdeutsch- 
land (E. Braun), ging ein sehr er- 
baulicher Konzertabend zu Ende. 
Der Chor und seine Dirigentin ha- 
ben einen nachhaltigen Eindruck 
hinterlassen und dafür Lob und An- 
erkennung verdient. Die Draufga- 
ben liessen das Publikum nochmals 
begeistert mitklatschen. 
Der M.G.V. Sängerbund Vaduz verzückte unter der Leitung von Dirigentin Marlene Boss das Publikum. 
FOTOS 
TAVERNARO 
Der Handharmonicaclub Schaan war zum Konzert eingeladen. 
➲www.windsofhope.org 
FOTO 
ALBERT 
MENNEL/EXCLUSIV 
Anhänger überschlagen 
BUCHS – Ein betrunkener Autofahrer hat 
am Samstagabend auf der Autobahn 13 
mit seinem Anhänger-Zug einen Unfall ge- 
baut. Kurz nach der Einfahrt Buchs SG war 
seine Fahrzeugkombination ins Schleudern 
geraten und frontal gegen die rechtsseite 
Leitplanke geprallt. Der Anhänger über- 
schlug sich und kam anschliessend in Sei- 
tenlage zum Stillstand, wie die Kantonspo- 
lizei St. Gallen mitteilte. Die Polizei ord- 
nete eine Blutprobe an und nahmen dem 55- 
jährigen Mann den Führerschein ab. Die 
Autobahn war während rund eineinhalb 
Stunden nur einspurig befahrbar. (sda) 
Mit 512 PS ins Bachbett 
HOHENWEILER – Gleich mehrere 
Schutzengel dürfte ein 52-jähriger Lochau- 
er am Samstagvormittag gehabt haben. Der 
Lochauer war mit seinem Sohn auf der Ho- 
henweilerstrasse in Richtung Hohenweiler 
unterwegs, als er mit seiner 512 PS starken 
Corvette in einer Linkskurve ins Schleudern 
geriet und in ein Bachbett stürzte. Der Sohn 
des Lenkers wurde vom Roten Kreuz mit 
leichten Verletzungen ins LKH Bregenz ge- 
bracht. Der Fahrer blieb unverletzt.   (vol) 
AUS DER REGION
	        

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