Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

INLAND 
VOLKSBLATT 
5 DIENSTAG, 20. OKTOBER 2009 
Heisse Phase beginnt 
Mobilfunkabstimmung: Initianten vertreten ihren Standpunkt 
VADUZ – Anfang Dezember ent- 
scheiden die Stimmbürger, wel- 
cher Grenzwert in Sachen Mobil- 
funk künftig gelten soll. Grund 
genug für das Initiativkomitee, 
noch einmal vor den Medien sei- 
nen Standpunkt zu vertreten. 
• Holger Franke 
«Liechtenstein darf keine Experi- 
mente und keinen Alleingang ma- 
chen, das können wir uns nicht 
leisten», erklärte Josef Beck, Ge- 
schäftsführer der Liechtenstei- 
nischen Industrie- und Handelskam- 
mer, gestern vor den Medien. Ge- 
meinsam mit dem  Bankenverband, 
der Treuhändervereinigung und der 
Wirtschaftskammer soll erreicht 
werden, dass in Liechtenstein der 
gleiche Vorsorgegrenzwert von 6 V/ 
m wie in der Schweiz erhalten bleibt. 
Ziel der Initiative ist die ersatzlose 
Streichung jener Bestimmungen im 
neuen Umweltschutzgesetz, die bis 
Ende 2012 eine Senkung der Feld- 
stärke beim Mobilfunk auf 0,6 V/m 
verlangen (das «Volksblatt» berich- 
tete in den vergangenen Monaten 
mehrfach ausführlich). 
Neues war gestern nicht zu ver- 
nehmen, stattdessen nutzten die 
Wirtschaftsverbände noch einmal 
die Gelegenheit, ihre Argumente 
für die Beibehaltung des Mobil- 
funkgrenzwertes zu verkünden: 
Liechtenstein könne als Kleinstaat 
mit einem kleinen Markt beim Mo- 
bilfunk keinen Alleingang wagen, 
sondern müsse die Vorsorgegrenz- 
werte in Übereinstimmung mit der 
Schweiz festlegen. Experimente 
seien daher fehl am Platze, Versor- 
gungslücken im Mobilfunknetz 
seien nicht hinnehmbar, damit die 
Wettbewerbsfähigkeit nicht gefähr- 
det werde. 
Gesundheit nicht gefährdet 
Auch im Hinblick auf die gesund- 
heitlichen Bedenken der Mobil- 
funkkritiker bleibt es beim be- 
kannten Standpunkt: Man nehme 
diese Bedenken sehr ernst. Betont 
wird in diesem Zusammenhang, 
dass international die Weltgesund- 
heitsorganisation (WHO) einen 
Grenzwert von 60 V/m empfohlen 
hat und sich die Schweiz mit 6 V/m 
für einen Vorsorgegrenzwert ent- 
schieden hat, der um das Zehnfache 
tiefer liegt. Eine gesundheitsver- 
trägliche Mobilfunkversorgung mit 
dem tiefen Vorsorgegrenzwert von 6 
V/m – wie in der Schweiz – sei ge- 
währleistet, betonten die Initianten. 
Vertraten ihren Standpunkt, von links: Jürgen Nigg (Wirtschaftskammer), 
Josef Beck (LIHK), Clemens Laternser (Treuhändervereinigung und Chris- 
toph Weder (Bankenverband). 
FOTO 
ZANGHELLINI 
«Musik zu Allerheiligen» mit 
dem Duo Brandstätter/Arnold 
SCHAAN – Bereits zum achten Mal veran- 
staltet die Hospizbewegung Liechtenstein 
am kommenden Sonntag, den 25. Oktober, 
um 17 Uhr in der St. Josefskirche in Vaduz- 
Ebenholz ihr traditionelles Benefizkonzert 
unter dem Motto «Musik zu Allerheiligen». 
Den musikalischen Teil gestaltet das Duo 
Annelies Brandstätter und Günther Arnold 
(Foto) mit Harfenklängen und Maultrom- 
mel. Sie sind in Liechtenstein durch ihre 
Lehr- und Konzerttätigkeit bekannt. An die- 
sem Benefizkonzert spielen sie sowohl Ei- 
genkompositionen als auch Stücke von Su- 
sato, Delmas, Heller und Woods. Zwischen 
den einzelnen Musikstücken werden traditi- 
onell besinnliche Texte rund um das Thema 
Sterben, Tod und Trauer vorgelesen. Die 
Kollekte am Ende des Konzertes geht auch 
in diesem Jahr an das Partnerhospiz Helder- 
berg in Somerset/Südafrika. Der LED wird 
den gespendeten Betrag verdoppeln. Alle 
Freunde der Hospizbewegung Liechtenstein 
sind zu dieser besinnlichen Stunde rund um 
Allerheiligen eingeladen. (pd) 
BENEFIZKONERT 
«S’Huus goes Blues» 
BALZERS – Kommenden Sonntag heisst 
es im Haus Gutenberg in Balzers einmal 
mehr «s’Huus goes Blues – Ohne Stecker 
aber mit viel Power» geht es in den Herbst. 
Ab 17 Uhr werden drei Bands aus Liechten- 
stein unplugged zu hören sein. Seit Anbe- 
ginn der «Huus goes Blues»-Zeiten mit da- 
bei: The Guitar Kindley Weeps. Einmal 
mehr zelebrieren die Jünger rund um Gitar- 
renpapst Christian Kindle drei Jahrzehnte 
Rockgeschichte. Von den Beatles über Ufo 
bis zu Incubus. An den Gitarren sind Maria 
Schweizer, Michael Fasel, Dominik Schäd- 
ler, Kontrabassist Clemens Kaufmann und 
Percussionist Simon Kindle. Verstärkt wird 
die Haus- und Hofband des Hauses Guten- 
berg von Sänger Kussi Beck. So ist eigent- 
liche Lagerfeuerromantik, bei der jeder mit- 
singen und mitklatschen kann, garantiert. 
Kids on Rock ist eine Musikschulband und 
spielt seit 2006 zusammen. Die Mitglieder 
machen Cover-Acoustics mit Leib und See- 
le und sind das Bindeglied zwischen Lernen 
und Praxis. Tobias Negele, Magdalena Hil- 
be, Theresa Goop, Moritz Schweizer, Sales 
Kindle, Chris Grebhart, u. a. m. zeigen, wie 
man sich heutzutage mit Musik beschäfti- 
gen kann. Gesang getragen auf Gitarre, das 
ist Jimirimood, bestehend aus Miriam Sut- 
ter (Vocals) und Jim Vincenzo Gulli (Gitar- 
re). Sie zelebrieren Lovesongs verpackt in 
federleichtem Jazz, souligem Pop bis hin zu 
leicht rockig groovenden Gitarrenriffs. Ro- 
mantische Musik für jeden. «S’Huus goes 
Blues» – vorbeikommen, geniessen und ei- 
nen gemütlichen Abend unter Freunden ver- 
bringen am Sonntag, den 25. Oktober, ab 17 
Uhr im Haus Gutenberg. Der Eintritt ist 
frei, die Bewirtung charmant und vom 
Feinsten. Eine Anmeldung nicht erforder- 
lich. (pd) 
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Häfele-Vortrag am Mittwoch 
im Küefer-Martis-Huus 
RUGGELL – «Zur Kulturgeschichte der 
Kartoffel und ihres Anbaus in Vorarlberg 
und Liechtenstein» spricht kommenden 
Mittwoch um 20 Uhr Burghart Häfele im 
Rahmen des Begleitprogramms zur Küefer- 
Martis-Huus-Ausstellung «Vom Mangel 
zum Überfluss». Infos: www.kmh.li. (pd) 
2008 und 2009 
Die Wirtschaftsverbände sind 
besorgt über die Entscheidung 
des Landtags, den Grenzwert für 
Mobilfunk um das Zehnfache 
unter den in Liechtenstein und in 
der Schweiz geltenden Vorsorge- 
grenzwert zu senken. Nachdem 
die Regierung den Fortschritts- 
bericht über den Mobilfunk ver- 
öffentlicht hat, steht für die Wirt- 
schaftsverbände Handlungsbe- 
darf fest: Liechtenstein darf kei- 
nen Alleingang wagen, sondern 
muss sich an den Vorsorgegrenz- 
wert der Schweiz halten. 
15. Juni 2009 – Anmeldung 
der Volksinitiative 
Vier Wirtschaftsverbände – 
Liechtensteinischer Bankenver- 
band, Liechtensteinische Indus- 
trie- und Handelskammer, Liech- 
tensteinische Treuhändervereini- 
gung und Wirtschaftskammer 
Liechtenstein – melden am 15. 
Juni 2009 gemeinsam eine 
Volksinitiative zur Abänderung 
des Umweltschutzgesetzes an. 
Ziel der Gesetzesinitiative ist die 
ersatzlose Streichung des Art. 34 
Abs. 4 sowie Art. 71 Abs. 5 des 
Umweltschutzgesetzes, die in- 
haltlich Folgendes vorsehen: Die 
Inhaber von Mobilfunkanlagen 
sind verpflichtet, mithilfe geeig- 
neter Massnahmen die tatsäch- 
liche elektrische Feldstärke auf 
den niedrigsten technisch mach- 
baren Wert zu senken und bis 
Ende 2012 im Mittel eine tat- 
sächliche elektrische Feldstärke 
von 0,6 V/m zu erreichen. 
16. Juni 2009 – Vorprüfung 
durch die Regierung 
Die Regierung nimmt die Ini- 
tiative entgegen und führt eine 
Vorprüfung durch. Mit Bericht 
vom 16. Juni 2009 an den Land- 
tag anerkennt die Regierung die 
Berechtigung für die Volksinitia- 
tive. «Zusammenfassend kann 
somit festgehalten werden, dass 
gegen das vorliegende Initiativ- 
begehren zur Abänderung des 
Umweltschutzgesetzes weder 
verfassungsrechtliche noch in 
Bezug auf bestehende Staatsver- 
träge Bedenken bestehen. Aus 
diesem Grund kommt die Regie- 
rung unter Abwägung aller Um- 
stände zum Schluss, dass die 
Gesetzesinitiative zur Unter- 
schriftensammlung und zu einer 
allfälligen späteren Volksabstim- 
mung zugelassen werden kann.» 
13. August 2009 – Einrei- 
chung der Unterschriften 
Nach der Vorprüfung durch 
die Regierung beginnen die 
Wirtschaftsverbände mit der Un- 
terschriftensammlung. Am 13. 
August werden auf 605 Unter- 
schriftenbogen total 2088 von 
den Gemeindevorstehungen be- 
scheinigte Unterschriften einge- 
reicht. 
18. August 2009 – 
Volksinitiative ist gültig 
Die Regierung stellt am 18. 
August fest, dass das Initiativbe- 
gehren mit der erforderlichen 
Unterschriftenzahl gültig zustan- 
de gekommen ist. 
16. September 2009 – 
Landtag behandelt Initiative 
Der Landtag nimmt den Be- 
richt der Regierung (52/2009) 
zur Kenntnis. Es gibt keine Zu- 
stimmung des Landtags zur Volks- 
initiative: 14 Abgeordnete votie- 
ren mit Nein, 11 Abgeordnete 
stimmen zu. Damit wird die Volks- 
initiative automatisch an die 
Volksabstimmung übergeben. 
22. September – Regierung 
legt Abstimmungstermin fest 
Die Regierung nimmt die Ab- 
lehnung durch eine Mehrheit im 
Landtag zur Kenntnis und legt 
den Termin für die Volksabstim- 
mung fest. Die Abstimmung fin- 
det am Freitag, den 4. Dezember 
und am Sonntag, den 6. Dezem- 
ber 2009, statt.   (pd) 
DATEN UND FAKTEN ZUR VOLKSABSTIMMUNG www.volksblatt.li
	        

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