Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

NACHRICHTEN 
LÄNDER 
ZEITUNG 2 5 MITTWOCH, 7. OKTOBER 2009 
67. Olma steht vor der Tür 
St. Gallen trifft Trentino und Südtirol – Olma in St. Gallen mit italienischen Ehrengästen 
ST. GALLEN – Die Olma öffnet mor- 
gen Donnerstag zum bereits 67. 
Mal die Pforten. Die Schweizer 
Messe für Landwirtschaft und Er- 
nährung wird bis 18. Oktober zum 
Treffpunkt für Menschen aus der 
Region Werdenberg, Sarganser- 
land, Liechtenstein und Rheintal.   
• Markus Roth 
Bereits die 67. Austragung der be- 
liebten Publikumsmesse findet in 
diesem Jahr statt. Von der Messelei- 
tung wird sie als attraktive Mischung 
aus Information, Unterhaltung und 
Wissensvermittlung bezeichnet. To- 
tal 659 Aussteller und 25 Sonder- 
schauen werden in St. Gallen vor 
Ort sein, alle zur Verfügung stehen- 
den Flächen von über 27 000 Qua- 
dratmeter Netto-Standfläche sind 
damit belegt. Damit wird auch die 
Anzahl der Aussteller aus dem Vor- 
jahr übertroffen. 
Die Olma gehört für viele Ost- 
schweizer und Liechtensteiner zum 
festen Jahresprogramm. Dies bestä- 
tigt auch der Appenzeller Bundes- 
präsident Hans-Rudolf Merz in sei- 
nem Grusswort: «Ihre eigenen Düf- 
te und die festliche Atmosphäre 
pflegen die altehrwürdige Vadian- 
stadt in den ersten Oktobertagen je- 
weils zur Hochburg ländlicher Un- 
beschwertheit zu verwandeln.» 
Festumzug am Samstag 
Ehrengäste der diesjährigen Ol- 
ma sind Südtirol und Trentino. In 
einer Sonderschau werden die Vor- 
züge der beiden italienischen Regi- 
onen gezeigt. Die Besucher sollen 
etwas über das Südtirol erfahren, 
die Verantwortlichen möchten aber 
im Gegenzug auch St. Gallen ken- 
nenlernen können. Trentino möchte 
sich mit seinen vielen Kontrasten 
dem Publikum zeigen. Eine Tieraus- 
stellung mit verschiedenen Arten 
und Rassen wie Grauvieh, Noriker- 
Pferde oder Tiroler Bergschafen 
wird auch zu sehen sein. Höhe- 
punkt ist der Festumzug durch die 
St. Galler Innenstadt am Samstag, 
den 10. Oktober. 
Tourismus und Landwirtschaft 
Zu den weiteren Sonderschauen 
gehört auch jene von Schweiz Tou- 
rismus in Partnerschaft mit dem 
Schweizerischen Bauernverband 
«Tourismus und Landwirtschaft 
Hand in Hand». Die Besucher sollen 
durch diese Sonderschau für die 
Agrotourismus-Angebote begeistert 
werden, die Ausstellung dient aber 
auch als Informations- und Inspirati- 
onsquelle für Landwirte, welche 
sich für die Diversifikation in ihrem 
Betrieb interessieren. Im Olma-Rah- 
menprogramm werden Musik, Kuli- 
narisches oder Sport im Mittelpunkt 
stehen. Nicht fehlen darf natürlich 
die Miss-Olma-Wahl oder das 
Schweinerennen. Aber auch die Alp- 
käse- und Honig-Prämierung erfreu- 
en sich immer grosser Beliebtheit. 
Schwinger kämpfen um Sieg 
Bereits zum 19. Mal treffen sich 
Schwinger des Nordostschweize- 
rischen Schwingerverbandes zum 
traditionellen Wettstreit auf dem 
Sägemehl in der Olma-Arena. Der 
19. Olma-Schwinget findet am 
Sonntag, den 18. Oktober, ab 9 
Uhr, statt. Wiederum als Gäste tre- 
ten je drei Spitzenschwinger aus 
den übrigen Teilverbänden der 
Schweiz (Berner Kantonaler 
Schwingerverband, Innerschweizer 
Schwingerverband, Nordwest- 
schweizer Schwingerverband und 
Südwestschweizer Schwingerver- 
band) zum Wettkampf an. 
Dank der Zusammenarbeit mit 
dem öffentlichen Verkehr sind ver- 
schiedene Angebote im Bereich 
RailAway möglich. 
Die Olma in St. Gallen ist seit Jahrzehnten ein beliebter Treffpunkt für viele Menschen aus der Region Werden- 
berg, Sarganserland, Liechtenstein und Rheintal. 
FOTO 
ZVG 
www.federerbuchs.ch 
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und informieren 
Tag des psychisch kranken Menschen 
PFÄFERS – Am Samstag wird der 
«Tag der psychisch kranken Men- 
schen und der psychischen Ge- 
sundheit» begangen. In der Regi- 
on sind die Sankt-Gallischen Psy- 
chiatrie-Dienste Süd für die Ver- 
sorgung der Menschen zustän- 
dig. 
• Markus Roth 
Am «Tag des psychisch kranken 
Menschen» soll die Öffentlichkeit 
dafür sensibilisiert werden, dass 
psychische Leiden und psychische 
Behinderungen zum Leben gehö- 
ren und in unserer hektischen Zeit 
zunehmen. Diese Leiden können 
wie andere Krankheiten auch, ärzt- 
lich behandelt und durch eigenes 
Bemühungen und Unterstützung 
der Mitmenschen günstig beein- 
flusst werden. 
Hilfe kann in der Familie, durch 
Angehörige, Freunde oder auch 
Selbsthilfegruppen geleistet wer- 
den. Dazu kommen professionelle 
Systeme wie Hausärzte, Psychiater 
und Psychologen sowie institutio- 
nelle Angebote wie Psychiatrische 
Kliniken, Ambulatorien, Krisenin- 
terventions-Stationen oder betreute 
Werkstätten. 
Die heutigen Erkenntnisse gehen 
davon aus, dass die beste Hilfe 
dann entsteht, wenn die Bedürf- 
nisse der Betroffenen im Zentrum 
stehen und sich die verschiedenen 
Akteure vernetzen. 
Nicht nur am «Tag der psychisch 
kranken Menschen» soll auf die Si- 
tuation von betroffenen Menschen 
aufmerksam gemacht werden. Wäh- 
rend des ganzen Jahres finden an 
den vier Standorten der Sankt-Gal- 
lischen Psychiatrie-Dienste Süd 
(Heerbrugg, Trübbach, Uznach, 
Pfäfers) regelmässig Informations- 
veranstaltungen zu psychiatrischen 
Themen statt. Mit Bezug zum «Tag 
des psychisch Kranken und der 
psychischen Gesundheit» ist in die- 
sem Jahr in Uznach eine Abendver- 
anstaltung mit Podiumsdiskussion 
geplant. 
Neuausrichtung seit 2006 
Im Jahr 2006 haben sich die Psy- 
chiatrie-Dienste Süd für eine Neu- 
ausrichtung in der Umsetzung ihres 
Versorgungsauftrages entschieden: 
Die regionalen Versorgungszentren 
erbringen eine möglichst gemeinde- 
nahe und umfassende Patientenbe- 
handlung und -betreuung, die Kli- 
nik St. Pirminsberg ist die regionen- 
übergreifende stationäre Einrich- 
tung. Das Versorgungsprinzip lautet 
denn: «patientenorientiert – vor Ort 
– integrierend – vernetzt». Konkret 
geht es um Früherfassung von 
Krankheiten, Frührehabilitation sowie 
die Nachbetreuung und Angebote 
im Bereich Arbeiten und Wohnen. 
Nach wie vor werden Menschen 
mit psychischen Leiden stigmati- 
siert. Dies bestätigt auch Viola Kru- 
cker, Leiterin Unternehmenskom- 
munikation der Psychiatrie-Dienste 
Süd: «Themen der Psychiatrie kön- 
nen nach wie vor Unbehagen und 
Angst auslösen. Um Angst und 
Vorurteile abzubauen, werden Be- 
troffene, Angehörige, die interes- 
sierte Öffentlichkeit, aber auch In- 
stitutionen und Arbeitgeber gezielt 
und kontinuierlich informiert und 
für die Bedürfnisse von Menschen 
mit psychischer Krankheit sensibi- 
lisiert.» Dies durch jährliche Infor- 
mationsveranstaltungen an den vier 
Standorten für die Öffentlichkeit, 
Angehörigenberatungen sowie Ver- 
netzungs- und Informationsveran- 
staltungen mit Leistungspartnern. 
Aber auch die Beratung von Arbeit- 
gebern gehört dazu. 
Mit dem Tag des psychisch kranken Menschen soll die Bevölkerung für 
psychische Leiden sensibilisiert werden. Ein Standort der Psychiatrie- 
Dienste Süd ist die Klinik St. Pirminsberg in Pfäfers. 
FOTO 
ZVG 
➲www.psych.ch 
Ziel ist Re-Integration 
Die Sankt-Gallischen Psychiat- 
rie-Dienste Süd behandeln, 
beraten und begleiten Men- 
schen an vier Standorten: In 
den Regionalen Psychiatrie- 
Zentren Rheintal in Heer- 
brugg, Werdenberg-Sargan- 
serland in Trübbach, Linthge- 
biet in Uznach sowie der Kli- 
nik St. Pirminsberg in Pfä- 
fers. Im stationären Bereich 
sind die Psychiatrie-Dienste 
Süd Partner Liechtensteins. 
Angestrebt wird die Re-Inte- 
gration von psychisch kran- 
ken Menschen in Gesellschaft 
und Arbeit. 
Heute Abend: «Apéritif 
informativ» im Landesmuseum 
VADUZ – Haben Sie 
sich schon einmal ge- 
fragt, warum Kaminfeger 
eigentlich als Glücks- 
bringer gelten? Und wie 
viele Stationen vom Hy- 
pokaust zum Hovalkessel 
liegen? Schon gehört, 
dass sich die Queen mit 
einer Heizung made in 
Liechtenstein warm hält? 
Neugierig? Dann auf ins Landesmuseum 
zum Apéritif-Informativ «Warm, wärmer, 
am wärmsten» mit Albert Kindle. Der Ka- 
minfeger und Fachmann in Sachen Brand- 
schutz geht heute Mittwoch Geschichten 
rund ums Heizen im Liechtensteinischen 
Landesmuseum um 18 Uhr auf die Spur. In- 
fos: www.landesmuseum.li. (pd) 
Autofahrerin rammt Eisenpfähle 
BUCHS – Eine 56-jährige Frau hat in der 
Nacht auf Dienstag in Buchs mit ihrem Au- 
to einige Eisenpfähle gerammt. Sie fuhr 
weiter, konnte aber wenig später von der 
Polizei angehalten werden. Der Frau wurde 
wegen Alkoholverdachts eine Blutprobe an- 
geordnet. Den Führerausweis musste sie auf 
der Stelle abgeben. (red) 
Missbrauch: Vorarlberger zu 
sieben Jahren Haft verurteilt 
FELDKIRCH – Wegen sexueller Hand- 
lungen mit seinen Kindern ist ein 47-jäh- 
riger Familienvater am Montag vom Lan- 
desgericht Feldkirch zu einer Freiheitsstrafe 
von sieben Jahren verurteilt worden. Der 
geständige Mann muss seinen drei Kindern 
35 000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Zu- 
erst hatte sich der Mann an seiner sechsjäh- 
rigen Stieftochter vergriffen. Danach be- 
drängte der Angeschuldigte seine leibliche 
Tochter, die zum Zeitpunkt der Taten ein 
Teenager war. Zuletzt vergriff sich der 
Mann an seinem sechs Jahre alten Sohn. 
Dieser wandte sich an eine Jugendschutzein- 
richtung, die Anzeige erstattete. Der Mann 
weinte vor Gericht und sagte, er wisse, was 
er seinen Kindern angetan habe. Der Fami- 
lienvater akzeptierte das Urteil umgehend. 
Es ist aber noch nicht rechtskräftig, weil die 
Staatsanwaltschaft sich noch nicht zum Ge- 
richtsurteil äusserte. (sda) 
Mit Tempo 219 geblitzt 
BREGENZ – Ein 23-jähriger Autofahrer ist 
am Montag auf der Rheintal-Autobahn in 
Vorarlberg mit Tempo 219 «geblitzt» wor- 
den. Erlaubt sind auf den Autobahnen in Ös- 
terreich 130 Stundenkilometer. Der Mann 
sagte gegenüber der Polizei, er sei wegen 
eines Gerichtstermins in Eile gewesen. (sda) 
Diebe beuten Hilfsbereite aus 
FRAUENFELD – Mindestens 26-mal haben 
im Thurgau im letzten Halbjahr Trickdiebe 
zugeschlagen. Sie hatten es meist auf äl- 
tere Menschen abgesehen: Sie gaben vor, 
sich Geld wechseln lassen zu wollen und 
griffen dann ins Portemonnaie. Insgesamt 
seien in den letzten Monaten mehrere tau- 
send Franken auf diese Art erbeutet worden. 
Die Polizei rät deshalb vor allem älteren 
Menschen, auf die freundliche Geste zu ver- 
zichten und Unbekannten kein Geld zu wech- 
seln. Einige Trickdiebstähle gingen auf das 
Konto von drei rumänischen Touristen im 
Alter von 24 bis 41 Jahren. Sie konnten in 
Kreuzlingen kurz nach den Straftaten festge- 
nommen werden. Andere Täter sind aber 
noch im Kanton unterwegs. (sda) 
AUS DER REGION
	        

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