Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

INLAND 
VOLKSBLATT 
2 DIENSTAG, 6. OKTOBER 2009 
Blick in die Zukunft 
Wissenschaft und Forschung in der Medizin: Perspektiven aufzeigen 
TRIESEN – Bei einem Vortrag über 
Rückenmarks- und Gehirnverlet- 
zungen haben die Zuhörer Gele- 
genheit, mehr über die Fort- 
schritte in der Medizin zu erfah- 
ren. Damit wird die Reihe mit 
Themen über Forschung und Wis- 
senschaft fortgesetzt. 
• Hubert Hasler 
Mit seinem Beitrag «Regeneration 
und Rehabilitation bei Rücken- 
marks- und Gehirnverletzungen» 
möchte der anerkannte Professor 
Schwab den Zuhörern den Stand 
der Forschung und die zu erwar- 
tenden Verbesserungen in der Hei- 
lung näherbringen. «Wenn das Rü- 
ckenmark durchtrennt ist, finden die 
Nerven keinen Weg mehr. Der Vor- 
trag wird aufzeigen, was man in Zu- 
kunft alles unternehmen kann, dass 
diese Nerven sich wieder regenerie- 
ren können», sagt Heinz Drexel, 
Fachbereich Medizinische Wissen- 
schaft und Studiengangsleiter an der 
Privaten Universität im Fürstentum 
Liechtenstein (UFL). Auch die wei- 
teren Vorträge, die von der UFL zu- 
sammen mit «bewusst(er)leben» or- 
ganisiert werden, versprechen einige 
Spannung. So werden die Besucher 
über Gene, moderne Labormedizin, 
die Gründe von Alzheimer und De- 
menz im Alter und über die aktuelle 
Krebsmedizin informiert. 
Hörernah aufklären 
Dem Veranstalter von der UFL 
ist es wichtig, dass die Vorträge pu- 
blikumsnah und verständlich ge- 
halten werden. «Die interessanten 
Themen müssen in einfacher Spra- 
che gehalten werden», sagt Heinz 
Drexel. «Wir wollen den Leuten 
aufzeigen, wohin der Weg in der 
Medizin geht und was man in den 
nächsten fünf bis zehn Jahren an 
Erneuerungen  erwarten kann.» Die 
Vortragsreihe sei in der Vergangen- 
heit sehr gut bei den Leuten ange- 
kommen. «Wir hatten jeweils 100 
und mehr Besucher.» Der Drang 
der Menschen nach mehr Informa- 
tionen sei beträchtlich. 
Bekannte Wissenschaftler 
Um den Beiträgen der Profes- 
soren mehr Gewicht zu geben, war 
die Universität von Beginn weg be- 
müht, anerkannte Dozenten zu re- 
krutieren. So konnte für die letzte 
Vortragsreihe etwa Nobelpreisträger 
Richard Ernst gewonnen werden. 
«Das ist manchmal sehr schwierig. 
Nicht, dass sie nicht wollen, aber die 
Terminkalender sind meistens über- 
voll», sagt Christoph Säly vom Uni- 
versitären Lehrkrankenhaus Feld- 
kirch. «Deshalb muss man immer 
sehr früh anfragen und die Termine 
fixieren. Derzeit planen wir bereits 
das übernächste Semester.» Die 
Fachleute bekommen zwar eine Ga- 
ge, trotzdem gibt es aber auch wel- 
che, die «verlangen nur einen Unter- 
stützungsbeitrag für Institutionen 
und nichts für sich selbst». 
Heinz Drexel, Christoph Säly und Karl Sudi, Rektor der UFL, (v. l.) freuen sich auf die Vorträge. 
FOTO 
PAUL 
TRUMMER 
Seminar: Mind Maps 
SCHAAN – Dieses Halbtagsseminar zeigt 
den Teilnehmenden die verschiedenen Ein- 
satzmöglichkeiten von Mind Maps. Sie kön- 
nen Mind Maps passend zur Gelegenheit 
selbstständig erstellen und kennen elektro- 
nische Mind Map Tools (auch Gratissoft- 
ware).  Das Seminar (555) findet am Don- 
nerstagnachmittag, den 8. Oktober, 13.30 
Uhr unter der Leitung von Arno Brändle, Pä- 
dagoge und  Experte für Neues Lernen, im 
Seminarzentrum Stein Egerta in Schaan statt. 
Infos und Anmeldungen bei der Erwachse- 
nenbildung Stein Egerta, Telefon: 232 48 22 
oder per E-Mail an info@steinegerta.li. (pd) 
KURS 
Christian Wenaweser ist stän- 
diger Botschafter für Liechten- 
stein in New York. Einen grös- 
seren Kulturunterschied kann 
man sich kaum vorstellen. Er 
aber lebt gerne in der internati- 
onalsten aller Metropolen. 
• Gabriella Hummel 
Im 27. Stock eines Gebäudes in 
der 3rd Avenue befindet sich die 
Liechtensteinische Botschaft in 
New York. Seit dem 1. Oktober 
2002 lebt und arbeitet Christian 
Wenaweser dort. Ein Ende ist vor- 
erst nicht in Sicht. «Man ist dort, 
wo es einem gerade am besten ge- 
fällt. So sollte es zumindest sein», 
sagt Wenaweser und ist glücklich 
mit seiner Entscheidung, in New 
York zu leben. 
«Die Unterschiede zwischen 
New York und Liechtenstein sind 
enorm gross. Das eine ist halt 
Grossstadt- und das andere Land- 
leben», erklärt der Botschafter. 
Grösser könnte der Unterschied 
wohl gar nicht sein. 
Kulturschock? 
Die Menschen, die Kultur, der 
Alltag sind so verschieden wie 
Heidi von der Alp und Heidi 
Klum. Wenaweser sieht den 
grössten Unterschied in der Le- 
bensqualität. Liechtenstein hat ei- 
nen so hohen Standart wie sonst 
kaum ein Land. Infrastruktur und 
die Nähe zur Natur seien massge- 
bend. Amerika hingegen sei eben 
eine Dienstleistungsgesellschaft. 
«Hier findet man für jeden Job je- 
manden», so Wenaweser. Dem- 
entsprechend seien die Löhne 
auch tiefer und es entsteht eine In- 
ternationalität wie sonst kaum ir- 
gendwo. Was natürlich auch einer 
der Reize ist, in New York zu le- 
ben. Dort läuft einfach was. 
Ruhe in New York 
«Wenn ich mal Zeit habe, dann 
bin ich am liebsten daheim. Dort 
habe ich meine Ruhe», erzählt der 
45-Jährige. Und wenn es ihn in 
seiner Freizeit doch rauszieht, 
dann fährt er gerne Velo, «ab und 
zu auch im Central Park». 
Aber warum gerade New York? 
«An meiner Arbeit hier reizt mich, 
dass ich unser Land in einer der 
internationalsten Städte vertreten 
kann und darf», sagt Wenaweser, 
«ich kann unser Land positiv dar- 
stellen.» Liechtenstein überhaupt 
darzustellen ist wichtig. Denn 
viele wissen ja überhaupt nicht, 
dass es dieses kleine, unschein- 
bare Land zwischen der Schweiz 
und Österreich gibt. 
CHRISTIAN WENAWESER 
Da bin ich daheim: New York 
Geboren: 16. November 1963 
Studium: Lateinische und grie- 
chische Literatur, Sprachwis- 
senschaften und Philosophie 
(Zürich) 
Auf das stehe ich: Velo fahren 
An Liechtenstein schätze ich:   
Die Natur und den hohen Stan- 
dard 
Menschen in 
         Liechtenstein 
New York, New York 
Christian Wenaweser, 
Botschafter, New York. 
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ZVG 
Der Trick mit 
dem Trickfilm 
SCHAAN – Experimentieren, entwerfen, 
kreieren: Ein Workshop bietet Gelegenheit, 
in das Medium Trickfilm einzutauchen. 
Der Einführungskurs findet von Freitag, den 
16., bis Sonntag, den 18. Oktober, im Takino 
in Schaan statt und steht unter der Leitung 
von Tom Seger, Screenlounge AG, und  Tan- 
ja Katrin Huber, selbst Animationsfilmerin 
und Mitarbeiterin des Fantoche-Festivals. 
Der dreitägige Kurs bietet die perfekte 
Gelegenheit, in das Medium Trickfilm ein- 
zutauchen. Nach einer Einführung in die 
Geschichte des Animationsfilms und seiner 
Vorläufer, den «optischen Spielzeugen», 
werden die Teilnehmenden mit den Grund- 
prinzipien der Animation vertraut gemacht. 
Nach ersten Experimenten mit der zwei- 
dimensionalen Technik der Legeanimation, 
auch «Cutouts» genannt, werden eigene 
Ideen entworfen. Fotos oder aus Papier kre- 
ierte Figuren werden in einzigartigen Ge- 
schichten zum Leben erweckt. Der Kurs 
richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, 
eine Teilnahme ist ohne besondere Vor- 
kenntnisse möglich. 
Anmeldung und Information beim Film- 
club im Takino, Tel. +423 233 21 66 oder 
administration@filmclub.li. Mehr Informa- 
tionen unter 
www.filmclub.li. 
(pd) 
Notfallnummer Liechtenstein 230 30 30 
ARZT IM DIENST 
Gschichtlitag für Gross und Klein 
im Schulzentrum Unterland 
ESCHEN – Ein sinnvolles Leben ist ein 
sinnliches Leben, welches mit allen Sinnen 
als geglückt erfahren wird. Unsere Sinne 
sind nicht gleichmässig ausgebildet und wir 
entwickeln den einen oder anderen Sinn do- 
minanter. Deshalb lernen Kinder auf unter- 
schiedliche Arten. Das Ziel idealen Lernens 
umfasst die sinnliche Wahrnehmung mit al- 
len unseren Sinnen; die Kunst des Lehrers 
besteht darin, allen Kindern ein ganzheit- 
liches, sinnlich wahrnehmbares Lernen zu 
ermöglichen. Eltern können diesen Prozess 
fördern, indem sie selbst ihre eigenen Wahr- 
nehmungen auf alle Sinne ausdehnen und 
Kinder Gleiches lehren. Das Kommunikati- 
onsmodell NLP leistet im Bereich Aufmerk- 
samkeit und Wahrnehmung ausgezeichnete 
Dienste. Entwickelt wurde es von R. Band- 
ler bei seinen Studien über erfolgreiche Psy- 
chotherapeuten. Er entdeckte die Grundzüge 
der Kommunikation: Die sinnliche, bewusste 
und unbewusste Wahrnehmungsfähigkeit ist 
entscheidend und bestimmt unsere sprach- 
lichen Fähigkeiten. Bandlers Modell hat 
weltweite Verbreitung erreicht und wird von 
Therapeuten, Lehren und Führungskräften 
erfolgreich angewendet. Der Berufsverband 
der NLP-Anwender in der Schweiz und 
Liechtenstein veranstaltet einen gratis 
«Gschichtlitag» im Schulzenturm Unterland 
in Eschen, am 10. Oktober, von 14 bis 17 
Uhr. Eltern und Kinder jeden Alters sind 
zum Spielnachmittag eingeladen. (pd) 
8. Oktober 2009: «Regenerati- 
on und Rehabilitation nach Rü- 
ckenmarksverletzungen» 
29. Oktober 2009: «Was wissen 
Sie, wenn Sie Ihre Gene ken- 
nen» 
10. Dezember 2009: «Moderne 
Labormedizin – der lange Weg 
zur Anwendung» 
21. Januar 2010: «Alzheimer: 
Warum wir im Alter dement 
werden» 
25. Februar 2010: «Personali- 
sierte Krebsmedizin: Status quo 
und Perspektive» 
Die Veranstaltungen finden je- 
weils in der Liechtensteinischen 
Musikschule in Triesen statt. So- 
wohl der Eintritt wie das Buffet 
sind kostenlos. VERANSTALTUNGSTERMINE
	        

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