Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

NACHRICHTEN 
LÄNDER 
ZEITUNG 2 5 MITTWOCH, 23. SEPTEMBER 2009 
Schaan: Neues Zuhause 
für Mittwochforum 
SCHAAN – Das Mittwochforum der Liech- 
tensteinischen Ärztekammer hat im Rat- 
haussaal der Gemeinde Schaan ein neues 
Zuhause gefunden. Ab dem 7. Oktober wid- 
men sich Experten wieder verschiedensten 
Themen rund um die Gesundheit. Die Er- 
folgsgeschichte «Mittwochforum» begann 
vor drei Jahren in Vaduz. Zusammen mit 
der tatkräftigen Unterstützung der Gemein- 
de Vaduz und der Liechtensteinischen Lan- 
desbank ist aus einem kleinen Anlass eine 
Veranstaltung gewachsen, die jeden Monat 
an die 300 Besucher anzieht. 
Bewährtes Konzept 
Dieses bewährte Konzept wird nun im 
Rathaussaal in Schaan fortgeführt. Dabei 
wird der mittelgrosse Rahmen erhalten blei- 
ben und die etwas grössere Räumlichkeit 
bietet mehr Annehmlichkeit für die Besu- 
cher. «Die Stärke des Mittwochforums ist 
die Nähe des Vortragenden zum Publikum 
und somit die Möglichkeit, Fragen zu stel- 
len oder das persönliche Gespräch mit dem 
Experten zu suchen», sagt Ruth Kranz- 
Candrian, Präsidentin der Liechtenstei- 
nischen Ärztekammer. 
Wissen kann vor Krankheiten schützen 
Am Mittwochforum greifen Experten aus 
dem nahen In- und Ausland Gesundheitsthe- 
men auf, die auf sachliche und verständliche 
Art und Weise ein breites Publikum anspre- 
chen. «Gerade in Zeiten steigender Gesund- 
heitskosten ist Informations- und Präventi- 
onsarbeit wichtiger den je», sagt Ruth Kranz- 
Candrian. Gemeindevorsteher Daniel Hilti 
zeigt sich zuversichtlich, die Erfolgsge- 
schichte «Mittwochforum» ab dem 7. Okto- 
ber in Schaan weiterführen zu können: «Wir 
freuen uns, dass wir dem Mittwochforum ei- 
ne neue Heimat geben können. Gemeinsam 
mit dem Hauptsponsor, der Liechtenstei- 
nischen Landesbank, unterstützen wir damit 
die Liechtensteinische Ärztekammer in ihrer 
wichtigen Arbeit.» (pd) 
ÄRZTEKAMMER 
Haus-Gutenberg-Workshop 
über Leben mit Humor 
BALZERS – Wie 
Humor sich selbst 
und die Welt verän- 
dert, zeigt Emil Her- 
zog in einem Inten- 
siv-Workshop auf 
dem Gutenberg in 
Balzers am Samstag, 
den 17. Oktober, von 
9 bis 16 Uhr. Die 
Reise geht dem Ge- 
heimnis des Humors 
auf den Grund und 
führt auf den Weg, 
dem Alltag gelas- 
sener begegnen zu können. Die Teilneh- 
menden kommen ihrem persönlichen Hu- 
mor auf die Spur und begreifen das Wesen 
von Humor und Komik. 
Produktive Allianz bilden 
Dazu wird mit dem eigenen Humor beigetra- 
gen, damit Arbeit und Spass eine produktive 
Allianz bilden. Mit dem Einsatz von Hu- 
morwerkzeugen werden neue Seiten erlebt 
und die eigene sympathische Seite mehr 
eingesetzt. Durch die neue Wahrnehmung 
wird der Nutzen für den Alltag und die 
Krise kennengelernt. Die Flexibilität erhöht 
sich durch   «Entstressen», den Perspekti- 
venwechsel und mit neu geschaffenem Kli- 
ma. Zur Teilnahme ist als Voraussetzung 
einzig Neugierde notwendig. 
Erfahrener Workshop-Leiter 
Den Workshop leitet Emil Herzog, ehe- 
mals 20 Jahre Marketing-Manager bei 
Nestle, Unilever, Globus-Warenhausgruppe 
und jetzt NLP-Lehrtrainer, Manager, Kaba- 
rettist und Humor-Trainer. Weitere Informa- 
tionen und Anmeldungen unter: Haus 
Gutenberg, Telefon 388 11 33 oder per E- 
Mail gutenberg@haus-gutenberg.li. (pd) 
Messen liegen 
absolut im Trend 
Positives Jahr für die Regionalmessen 
REGION – Die Messen trotzen der 
Wirtschaftskrise. Alle Messen der 
Region haben ein erfolgreiches 
Jahr 2009 hinter sich. Das Kauf- 
verhalten der Kunden überrascht. 
• Markus Roth 
Mit der Wiga in Buchs und der 
Gehla in Chur sind die letzten 
Regionalmessen zu Ende gegan- 
gen. Die wirtschaftlich schlechten 
Tendenzen sind im Messegeschäft 
nicht zu erkennen. Die Wiga 2009 
wurde analog der Vorjahre belegt 
und ebenso gut besucht. Die Aus- 
stellungsfläche war ausgebucht, 
aufgrund des Geländes kann die 
Wiga gemäss Messeleiter Patrick 
Wohlwend nicht grösser werden. 
Erfreulich auch die persönliche 
Umfrage des Messeleiters bei allen 
Ausstellern: «Die Geschäftsanbah- 
nungen und das Kaufinteresse über- 
trag die Vorjahre bei Weitem und 
eine Ausstellungsteilnahme an der 
Wiga 2011 wurde vielfach konkret 
in Erwägung gezogen.» 
Überregionale Besucher 
Die Higa 09 in Chur war die ers- 
te, welche statt zehn nur sechsein- 
halb Tage dauerte. Ein konkreter 
Vergleich ist deshalb nicht möglich. 
An mehreren Tagen hatte die Messe 
aber bis zu 20 Prozent mehr Besu- 
cher als in den Vorjahren. Die Higa 
zählt sich zu den überregionalen 
Ausstellungen, da Besucher aus der 
ganzen Ostschweiz, bis zum Kan- 
ton Zürich und dem Tessin nach 
Chur reisen. Gar eine der erfolg- 
reichsten Austragungen in 30 Jah- 
ren aus wirtschaftlicher Sicht war 
die diesjährige RhEMA. 
15 Millionen investiert 
Von den Ausstellungsmachern 
werden verschiedene Ursachen für 
den Erfolg ausgemacht. So hat die 
Higa bei den über 200 Ausstellern 
aus der Schweiz und dem Ausland 
einen festen Platz in der Jahres- 
planung. Catia Tschuor, zuständig 
für Marketing und Kommunikati- 
on: «Regionale Aussteller nehmen 
die Higa als Gelegenheit, sich bei 
einem breiten, interessierten Pu- 
blikum zu präsentieren. Gleich- 
zeitig können sie den Kontakt zu 
bestehenden Kunden pflegen und 
neue Produkte präsentieren.» Für 
Ralf Huber, Messeleiter der RhE- 
MA, dürfen sich Regionalmessen 
mit klarem Einzugsgebiet über ei- 
nen definierten Markt freuen. Stu- 
dien haben gezeigt, dass an einer 
RhEMA das fünf- bis siebenfache 
des Messebudgets über eine Mes- 
se investiert wird, was total über 
15 Millionen Franken bedeutet. 
Ralf Huber: «Unsere Messe ist so- 
mit ein sehr wichtiger Wirtschafts- 
motor.» 
Kundenkontakte wichtig 
Allgemein war erwartet worden, 
dass die Besucherinnen und Besu- 
cher auf Messen zurückhaltend 
beim Kaufen und Geldausgeben 
sind. Hier gibt es unterschiedliche 
Beobachtungen. Die Aussteller- 
Umfrage der Higa zeigt, dass die 
entstandenen Kundenkontakte eine 
sehr hohe Qualität aufweisen. 
An der Wiga 2009 waren die 
Aussteller eher skeptisch. Patrick 
Wohlwend stellt fest, dass mit dem 
Konzept, eine Messe für Aussteller 
zu haben, gut gefahren wurde. So 
konnte eine optimale Plattform ge- 
boten und Ausstellern ein Markt- 
vorteil geschaffen werden. Die Aus- 
steller wurden denn durch die gute 
Stimmung und das Kaufverhalten 
positiv überrascht. 
Patrick Wohlwend ist auch Mes- 
seleiter der Lihga in Schaan. Er 
zeigt sich überzeugt, dass die Ten- 
denz der Wiga 2009 auch für die 
Lihga 2010 mitgenommen wer- 
den kann: «Wir bieten eine gute 
Plattform, die Kaufinteressierten 
kommen voll auf ihre Kosten. Die 
Aussteller scheuen nämlich keine 
Kosten und Aufwendungen, um ih- 
re Produkte und Dienstleistungen 
zu präsentieren.» 
Messen wie Wiga, Lihga, Higa oder RhEMA erfreuen sich weiterhin gros- 
ser Beliebtheit und werden gut besucht. 
FOTO 
ZVG 
Früher «Wimmlet» 
Emsiges Treiben in den Rebbergen: Die ersten weissen Trauben sind geerntet 
SAX/VADUZ – Beim Gang durch 
den Wingert sehen die regio- 
nalen Winzer meist gesunde Trau- 
ben von guter Qualität. Rebstö- 
cke mit weissen Rebsorten sind 
zum Teil bereits gelesen. Es fällt 
eine frühe Traubenreifung auf. 
• Hildegard Bickel 
Wenn Otto Rohner vom gleichna- 
migen Weingut in Sax auf die ver- 
gangenen Monate zurückblickt, 
spricht er von einem witterungsbe- 
dingt schwierigen Jahr. Zwar gab 
es bereits im April warme Tage, 
doch der Sommer brachte viel Nie- 
derschlag. Der heisse August wie- 
derum holte im Winzerfahrplan 
auf. Gemäss Rohner sei man nun 
« 10 bis 14 Tage früher dran» mit 
der Weinlese als üblich. Bereits 
am 31. August konnten die ersten 
weissen Trauben – Müller Thur- 
gau – gewimmlet werden. Gemäss 
Rohner bestätigt sich hiermit der 
in den letzten Jahren auffällige 
Trend, dass die Alpennordseite 
von der Klimaverschiebung profi- 
tiert. Dies sei zwar eine Hypothe- 
se, längerfristige Erfahrungswerte 
fehlen, doch würden die Beobach- 
tungen durch die frühe Trauben- 
reifung unterstrichen. 
Reifen in der Herbstsonne 
Auch diese Woche herrscht in 
den Rebbergen emsiges Treiben. 
Bei Otto Rohner werden weitere 
Parzellen mit weissen Trauben ge- 
erntet. Die blauen Rebsorten hin- 
gegen brauchen länger, bis sie die 
gewünschten Öchslegrade und die 
optimale Säure enthalten. Die spät- 
reifenden Sorten sind in der Ost- 
schweiz die Blauburgunder, «Köni- 
gin der roten Traubensorten». Otto 
Rohner setzt auf prognostizierte 
milde, sonnige Herbsttage, damit 
die «Blauen» in den kommenden 
Tagen und Wochen zur Vollreife 
gelangen. Das Laub in den Reben 
ist noch meist grün, doch sieht man 
es stellenweise herbstlich verfär- 
ben. Fachmann Rohner erwähnt bei 
jungem Laub etwas Pilzbefall, da 
es im Sommer wegen Pilzdruck ge- 
litten hat. Doch das schadet nicht, 
auf den Reifeprozess habe dies kei- 
nen Einfluss, so Rohner. 
Erntehelfer auf Abruf 
Der «Wimmlet» wird besonders 
in der ersten Oktoberhälfte zahl- 
reiche fleissige Hände fordern. Ot- 
to Rohner kann vor allem auf pen- 
sionierte Helfer zählen. «Sie ma- 
chen die Arbeit gerne und haben 
Zeit dafür.» Wenn es die Situation 
erfordert, stehen sie von einem 
Tag auf den anderen zur Verfü- 
gung. Es werden dann aber nicht 
nur sorgfältig Trauben gelesen. 
«Es ist auch die Zeit, um miteinan- 
der einen ganz besonderen Tag zu 
erleben.» Es heisst beteiligt zu 
sein, wenn die Trauben geschnit- 
ten, in Kisten gesammelt, abtrans- 
portiert und sogleich im Saxer 
Torkel zu einem verheissungs- 
vollen neuen Jahrgang weiterver- 
arbeitet werden. Nach Ende eines 
strengen Tages pflegen die Wimm- 
lerleute die Geselligkeit bei einem 
Imbiss und einem Glas Wein. Trotz 
der traditionellen Arbeit verhehlt 
Rohner nicht die Probleme um den 
Nachwuchs. Wenn jemand von den 
erfahrenen Wimmlerleuten aus- 
fällt, muss er sich nach neuen Leu- 
ten umschauen. Jedoch wächst In- 
teresse in der eigenen Familie 
nach, die älteste Tochter von Otto 
Rohner ist im zweiten Jahr der 
Winzerlehre. Am Sonntag, den 27. 
September, findet das Winzerfest 
statt, am Trübliweg Sax-Frümsen 
mit offenen Torkel, Verpflegung, 
Musik und Gratisbus. Von 10 bis 
18 Uhr. 
Goldene Herbsttage sind Balsam für die Reifung der Trauben. 
FOTO 
HILDEGARD 
BICKEL 
Hofkellerei zuversichtlich 
In der Hofkellerei des Fürsten 
von Liechtenstein in Vaduz ist 
die Freude über das schöne 
Wetter riesig. «Die Reben sind 
in einem wunderbaren Zustand 
und sehr gesund», so Geschäfts- 
führer Erwin Gisler. Sollte das 
warme Wetter auch über das 
Wochenende anhalten, so 
könnte die Weinlese früher als 
geplant angegangen werden. 
«Wenn es so bleibt, könnten wir 
schon Mitte nächster Woche be- 
ginnen», erklärt Erwin Gisler. 
Der tolle August konnte viel 
vom bescheidenen Juli wettma- 
chen, sodass fast schon ähn- 
liche Voraussetzungen wie 2003 
herrschen. Erwartet wird denn 
in der Hofkellerei Vaduz ein 
sehr schöner und guter Jahr- 
gang 2009.
	        

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