Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

INTERNATIONAL 
VOLKSBLATT 
32 DONNERSTAG, 17. SEPTEMBER 2009 
NEW YORK – Die Stadtbehörden 
arbeiten an einem Rauchverbot für 
Parks, Gärten, Strände und öffent- 
liche Plätze. Bereits seit 1995 müs- 
sen Besucher fast aller New Yorker 
Bars und Restaurants zum Rauchen 
vor die Tür gehen, seit 2003 ist das 
Qualmen auch am Arbeitsplatz, auf 
Bahnhöfen und in öffentlichen Ge- 
bäuden verboten. Allerdings zeigten 
die bisherigen Verbote bereits Wir- 
kung. Rauchten 2002 noch 21,5 
Prozent aller Stadtbewohner, sind 
es jetzt nur noch 6,9 Prozent aller 
Erwachsenen – rund eine Million 
Menschen. 
New York: Rauchverbot 
für Parks und Strände 
Obama nennt West «Idioten» 
Barack Obama äussert sich «Off the Record» zu Kanye West – Äusserung verbreitet 
WASHINGTON – Nach seinem Ek- 
lat bei den MTV Video Music 
Awards hat sich Kanye West 
Schelte von ganz oben eingefan- 
gen: Bei einem Vorgespräch zu 
einem Interview nannte US-Prä- 
sident Barack Obama den US- 
Rapper einen «Vollidioten». 
Der Ausspruch sorgte für Furore im 
Internet – jetzt entschuldigte sich 
der Sender ABC dafür, dass die 
vertraulichen Bemerkungen über- 
haupt im Netz gelandet sind. Bei 
dem Vorgespräch zu einem Inter- 
view mit dem Wirtschaftssender 
CNBC war Obama zur Reaktion 
seiner Töchter auf Wests Störaktion 
bei der MTV-Preisverleihung be- 
fragt worden. West sei ein «Vollidi- 
ot», antwortete der Präsident. Er 
ahnte nicht, dass der Sender ABC 
die flapsige Bemerkung zufällig 
mithörte und Starmoderator Terry 
Mohan sie dann über Twitter weiter 
verbreitete. ABC-Vizechef Jeffrey 
Schneider erklärte am Dienstag, 
der Sender habe sich beim Weissen 
Haus und CNBC für den «Fehler» 
entschuldigt. Beide Sender verfü- 
gen laut Schneider über dieselben 
Übertragungswege – deshalb hät- 
ten ABC-Mitarbeiter die Bemer- 
kungen mitgehört und ins Intranet 
gestellt, ohne zu wissen, dass diese 
vertraulich gewesen seien. Moran 
habe sie dann über Twitter weiter- 
gegeben. Dort wurden sie zwar in- 
zwischen gelöscht; doch ihre Ver- 
breitung im Internet war nicht mehr 
zu stoppen. 
West entschuldigt sich 
West hat sich inzwischen für sein 
Verhalten entschuldigt. Während 
der Preisverleihung für das beste 
Video einer weiblichen Künstlerin 
war der Rapper am Sonntag auf die 
Bühne gestürmt, hatte der 19-jäh- 
rigen Siegerin Taylor Swift das Mi- 
krofon aus der Hand genommen 
und dem Saal verkündet, dass Be- 
yoncés Video den Preis eher ver- 
dient hätte. 
Der Stein des Anstosses: Kanye West entreisst Taylor Swift das Mikrofon 
und verkündet, dass Beyoncés Video den Preis verdient hätte. 
FOTOS 
REUTERS 
S-Bahn-Mord: Zeugen 
sahen tatlos zu 
Täter waren vor der Tat amtsbekannt 
MÜNCHEN – Zwei junge Männer 
prügelten ihr Opfer am helllichten 
Tag auf einem Bahnsteig zu Tode – 
doch trotz ausdrücklicher Auffor- 
derung soll keiner der Zeugen ein- 
gegriffen haben. Vier Tage nach der 
tödlichen Attacke auf einen Ge- 
schäftsmann in München will sich 
die Polizei nicht auf solche Speku- 
lationen über angeblich feige Beo- 
bachter einlassen. Derzeit werde 
nicht wegen unterlassener Hilfeleis- 
tung ermittelt, sagte eine Polizei- 
sprecherin. Bereits am Montag hat- 
te die Polizei von 15 Zeugen ge- 
sprochen. 
Zwei der drei Münchner S-Bahn- 
Schläger haben wenige Tage vor 
dem tödlichen Angriff einen Rent- 
ner bedroht. Die beiden 17-Jährigen 
hätten von dem Mann Geld ver- 
langt, bestätigte Oberstaatsanwältin 
Barbara Stockinger einen Bericht 
der «Bild»-Zeitung. Sie wies aber 
die Darstellung zurück, die beiden 
Jugendlichen seien einfach laufen 
gelassen worden. Die Polizei habe 
ermittelt, jedoch habe es keine 
Handhabe für einen Haftbefehl ge- 
geben, da die beiden von sich aus 
von dem Rentner abliessen. Die 
Staatsanwaltschaft sei deshalb auch 
nicht eingeschaltet worden. 
S-Bahn-Mord in München löst De- 
batten aus. 
Ein Päuschen macht Seelöwe Le- 
on nach seiner täglichen Show im Zoo von 
Nyiregyhaza in Ungarn. 
Eine alte Dame aus Frankreich hat ihr ge- 
samtes Vermögen rund zweihundert Leuten 
vermacht, die sie teils nur vom Sehen kann- 
te – unter anderem den Busfahrern aus ihrer 
Stadt. Jeannine Vromant, die vor eineinhalb 
Jahren im Alter von 86 Jahren gestorben 
war, habe keinen Mann, keine Kinder und 
keine Geschwister gehabt, sagte ihr Notar 
Francis Bécu. Statt ihr Vermögen von rund 
280 000 Euro einer Vereinigung zu verer- 
ben, habe sie es lieber den Menschen schen- 
ken wollen, die nett zu ihr gewesen seien. 
Vromant habe deshalb ihre Krankenschwes- 
tern und Pflegerinnen sowie Verwaltungs- 
angestellte und die Busfahrer von Dieppe 
bedacht. 
ZU GUTER LETZT 
NEWSMIX 
Strafe auf Bewährung 
ANTALYA – 
Ein türkisches 
Gericht hat den 
Deutschen Mar- 
co Weiss am 
Mittwoch wegen 
sexuellen Miss- 
brauchs eines 
13-jährigen bri- 
tischen Mäd- 
chens zu über 
zwei Jahren Haft 
auf Bewährung verurteilt. Er bleibt somit auf 
freiem Fuss. Sollte er sich jedoch in den kom- 
menden fünf Jahren in der Türkei etwas zu- 
schulden kommen lassen, müsste er seine 
verbleibende Haftstrafe absitzen. Weiss versi- 
cherte stets, das Mädchen für 15 gehalten und 
mit ihm nur einvernehmlich Zärtlichkeiten 
ausgetauscht zu haben. 
Exekution gestoppt: 
Keine Vene gefunden 
LUCASVILLE – Eine Hinrichtung im US- 
Staat Ohio ist verschoben worden, nachdem 
das Exekutionsteam bei dem zum Tode ver- 
urteilten Romell Broom zwei Stunden lang 
vergeblich nach einer Vene für die Giftsprit- 
ze gesucht hatte. Nächste Woche soll erneut 
versucht werden, den Häftling mit einer In- 
jektion hinzurichten. Der heute 53-jährige 
Broom war wegen Entführung, Vergewalti- 
gung und Ermordung eines 14-jährigen Mäd- 
chens 1984 zum Tode verurteilt worden. 
Unwetter auf Sizilien 
PALERMO – Stürme richteten schwere 
Schäden an zahlreichen Häusern in Agri- 
gent auf Sizilien an. In Ribera musste sich 
eine Familie mit einem Schlauchboot aus 
ihrem überschwemmten Haus retten. 
Zweimal gleiche 
Lottozahlen 
SOFIA – Manipulation oder 
Zufall? In Bulgarien sind in- 
nerhalb weniger Tage zwei- 
mal die gleichen Lottozah- 
len gezogen worden. Jetzt 
wurde eine Überprüfung 
durch Experten angeordnet. 
Sie sollen feststellen, ob die 
sechs identischen Zahlen bei 
den Ziehungen vom 6. und 
10. September tatsächlich 
Zufall waren oder nicht. Die 
Wahrscheinlichkeit, dass die 
6 aus 42 in so kurzem Ab- 
stand gezogen werden, sei 
eins zu 4,2 Millionen, erläu- 
terte Bulgariens promi- 
nentester Mathematiker 
Michail Konstantinow. 
Gully-Verbrechen: 
Polizei vor Rätsel 
METTMANN – Nach der 
Rettung einer schwerverletz- 
ten Neunjährigen aus einem 
Gully-Schacht in Velbert steht 
die Polizei vor einem Rätsel. 
«Wir haben weder eine Täter- 
spur noch wissen wir, was ei- 
gentlich mit dem Kind pas- 
siert ist», sagte der Leiter der 
Mordkommission, Wolfgang 
Siegmund. Hinweise auf ein 
Sexualdelikt gebe es nicht. 
Die Ermittler hoffen nun auf 
die Aussage von Kassandra 
S., die jedoch weiter mit 
einem schweren Schädel- 
Hirn-Trauma und zahlreichen 
inneren Verletzungen im 
künstlichen Koma liegt. 
Für Aufsehen sorgten die Models von Agent Provocateur 
bei der Präsentation der neuen Lingerie-Kollektion «The New World 
Order» in London. 
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AP 
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EPA 
Badetrends 
für den Sommer 2010 
präsentierte «Baby 
Phat» in New York.  
	        

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