Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

INTERNATIONAL 
VOLKSBLATT 
24 DIENSTAG, 15. SEPTEMBER 2009 
BERN – Die Schweinegrippe ver- 
drängt in mehreren Weltgegenden 
bereits die «normale» saisonale In- 
fluenza. Sie verläuft oft mild, doch 
40 Prozent der schweren Erkran- 
kungen und Todesfälle treten bei 
sonst gesunden Menschen auf. 
15 bis 30 Prozent der hospitali- 
sierten Erkrankten müssen auf In- 
tensivstationen betreut werden. 
Am meisten gefährdet sind jün- 
gere Erwachsene. So fasste beim 
Europäischen Lungenkongress 
WHO-Experte Sin Lun Tam die 
Situation rund um die Schweine- 
grippe weltweit zusammen. Sin 
Lun Tam: «Die Todesrate selbst ist 
am höchsten in den Altersgruppen 
zwischen 25 und 49 und knapp da- 
rüber.» 
H1N1 auf Vormarsch 
Fürsorglich wacht die chilenische 
Pink-Flamingo-Mutter über ihr zwei Wo- 
chen altes Küken, das schon auf einem Bein 
stehen kann. 
Ein australisches Pärchen ist beim Sex in 
einem gestohlenen Auto an einer Tankstel- 
le in Australien erwischt worden. Das Paar 
wurde beobachtet, wie es sich auf dem 
Beifahrersitz eines an der Zapfsäule hal- 
tenden Geländewagens vergnügte, wie ein 
Polizeisprecher sagt. Die Polizei hat beide 
aufgefordert, «damit aufzuhören. Sie 
schienen nicht sehr bereit dazu, aber 
schliesslich haben sie aufgehört», erzählt 
Polizist Bob Harrison. Beiden wird Erre- 
gung öffentlichen Ärgernisses vorgewor- 
fen, dem Fahrer des Wagens zudem Trun- 
kenheit am Steuer, Fahren ohne Führer- 
schein und unberechtigtes Inbetriebneh- 
men eines Fahrzeugs. 
ZU GUTER LETZT 
Harte Geste als 
Dank für Rettung 
PARIS – Ein riskantes Plätz- 
chen hat sich ein junger Fran- 
zose ausgesucht, um seinen 
Rausch auszuschlafen: Der 
19-Jährige machte es sich 
zwischen den Gleisen des 
Hochgeschwindigkeitszugs 
TGV bequem. Der Zugführer 
konnte gerade noch rechtzei- 
tig anhalten. Den Schlaf des 
jungen Mannes störte das zu- 
nächst nicht, der Zugführer 
musste den Burschen erst 
wachrütteln. Als Dank für die 
Lebensrettung erntete er je- 
doch nur einen entgegenge- 
streckten Mittelfinger. 
Frau will 
100 Männer küssen 
TAIPEH – Mit dem Plan, in 
Paris 100 Männer zu küssen, 
ist eine Taiwanerin zu Be- 
rühmtheit im Internet gekom- 
men. Die in Paris lebende 
Studentin Yang Ya-Ching hat 
bisher bereits 54 Küsse ge- 
sammelt, wie sie in ihrem 
viel beachteten Internet-Blog 
berichtet. Einige der Küsse 
belegt sie mit Beweisfotos. 
Zu den Kuss-Partnern gehö- 
ren bisher ein Fabrikarbeiter, 
ein Model, ein italienischer 
Tourist und ein Soldat aber 
auch einige, «dahergelaufe- 
ne» Passanten. 
Letzte Hand legt ein Künstler an der hinduistischen Gott- 
heit Durga an. In Allahabad in Indien findet derzeit das zehntägige 
Durga-Puja-Fest statt. 
FOTO 
AP 
Harte Strafen gefordert 
München: Tatverdächtiger Jugendlicher entschuldigt sich bei der Familie des Opfers 
MÜNCHEN – Zwei Tage nach der 
Tötung eines 50-jährigen S-Bahn- 
Fahrgasts hat sich einer der bei- 
den Schläger bei der Familie des 
Opfers entschuldigt. 
«Ich wollte nicht, dass der Mann 
stirbt», zitiert der Anwalt Gregor 
Rose seinen 18-jährigen Mandanten 
Markus S. «Er bedauert seine Tat 
zutiefst und kann sich nicht erklä- 
ren, wie es zu diesem Blackout 
kommen konnte», sagte Rose. 
«Es war Mord» 
Während Staatsanwaltschaft und 
Ermittlungsrichter die Tat als Mord 
bewerten, sieht der Verteidiger sie 
nur als Körperverletzung mit To- 
desfolge. Zunächst solle ein psy- 
chologisches Gutachten erstellt 
werden, sagte der Anwalt. 
Nach der tödlichen Attacke der 
Jugendlichen will die CSU Mass- 
nahmen gegen jugendliche Gewalt- 
täter prüfen. CSU-Chef Horst See- 
hofer betont, er wolle die Gewalttat 
aber nicht zum Wahlkampfthema 
machen. Man müsse alle Möglich- 
keiten zur Vermeidung solcher Ge- 
walttaten «ohne Wahlkampf ab- 
klopfen». Die Massnahmen müssten 
«seriös und wirksam» sein, erklärt 
der CSU-Chef. Der CSU-Vorstand 
hat sich dafür ausgesprochen, eine 
verstärkte Videoüberwachung und 
mehr Polizeipräsenz auf Bahnhö- 
fen zu überdenken. Auch strafrecht- 
liche Verschärfungen müssten «in 
den Blick genommen und verfolgt 
werden». Dabei geht es um Forde- 
rungen der CSU, bei Straftätern 
über 18 Jahren Erwachsenenstraf- 
recht anzuwenden und die Höchst- 
strafe bei Jugendlichen von 10 auf 
15 Jahre zu erhöhen. Zugleich be- 
tont Seehofer, auch präventive 
Massnahmen müssten erörtert wer- 
den. 
Am Tatort legen Betroffene Blumen und Kerzen nieder. 
FOTOS 
DPA 
Kein Einzelfall 
Attacke erinnert an andere 
Fälle in Münchner S- und U- 
Bahnen. 
Januar 2009: 70-Jähriger 
stösst Schülerin gegen fah- 
rende U-Bahn. 
November 2008: Mordver- 
such eines 65-Jährigen an 
einem Studenten im U- 
Bahnhof 
Oktober 2008: 23-Jähriger 
verprügelt und verletzt 43- 
Jährigen schwer 
Dezember 2007: Jugendli- 
che verprügeln 73-Jährigen 
schwer. 
STICHWORT 
Flugzeug legte 
Bauchlandung hin 
Notlandung in Stuttgart – SPD-Chef an Bord 
STUTTGART – Auf dem Flugha- 
fen Stuttgart ist am Montagvormit- 
tag eine Maschine mit 73 Passagie- 
ren und 5 Besatzungsmitgliedern 
notgelandet. Ein Passagier und eine 
Flugbegleiterin wurden leicht ver- 
letzt. Mehrere Fluggäste erlitten ei- 
nen Schock. Bei der Landung der 
Fokker 100 aus Berlin-Tegel sei es 
zu Fahrwerksproblemen gekom- 
men. Nach Angaben der Flugge- 
sellschaft Contact Air liess sich das 
Hauptfahrwerk nur teilweise aus- 
fahren. Daraufhin wurde Gross- 
alarm ausgelöst. Unter den Pasagie- 
ren war   SPD-Chef Müntefering. 
«Es war eine ernste, sehr ernste Si- 
tuation», sagte der 69-Jährige. «Wir 
sind lange gekreist und mussten 
dann notlanden.» 
Die Fokker 100 nach der Notlandung in Stuttgart. 
FOTO 
REUTERS 
NEWSMIX 
Mord auf offener Strasse 
WIEN – Nach dem Mord an einer Frau auf 
offener Strasse in Wien-Penzing, ermittelt 
die Polizei weiterhin in alle Richtungen. 
Gerüchten, denen zufolge es sich bei der 
Bluttat um eine Racheaktion des Rotlicht- 
milieus handeln könnte, steht die Exekuti- 
ve skeptisch gegenüber. Zwar war das 28- 
jährige Opfer seit einigen Wochen mit 
einem Leibwächter eines «Rotlicht-Kö- 
nigs» liiert, sie selbst war aber nicht in die 
Szene involviert, so Polizeisprecher Ro- 
man Hahslinger. 
Cryo-Sat muss warten 
MÜNCHEN – Der 
Start des Erdbeob- 
achtungssatelliten 
CryoSat-2 verzö- 
gert sich bis Febru- 
ar 2010. Ursprüng- 
lich sollte   Cyro- 
Sat-2 im Dezember 
von Kasachstan ins 
All geschossen 
werden, wie die 
Europäische Welt- 
raumorganisation 
ESA mitteilte. Grund seien begrenzten Ka- 
pazitäten in Baikonur. Er vermisst Fläche 
und Dicke der Eismassen an den Polen. 
Vergesslicher Schmuckhändler 
MÜNCHEN – Ein Schmuckhändler hat an 
einer bayerischen Autobahnraststätte einen 
Rucksack mit Edelsteinen im Wert von 
200 000 Euro vergessen. 
FOTO 
REUTERS 
Fransen sind der 
Hingucker auf der Show 
von Custo Barcelona in 
New York.
	        

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