Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

INLAND 
VOLKSBLATT 
3 MONTAG, 7. SEPTEMBER 2009 
Auf dem Markt Ab heute sind 
die Selbstklebemarken aus Liechtenstein 
mit vier unterschiedlichen Schmetterlings- 
motiven erhältlich. Bereits im Juli wurden 
die ersten selbstklebenden Briefmarken mit 
echter Lochperforation und geschlitzter Vor- 
derseite bei einer Pressekonferenz im Hause 
der Gutenberg AG angekündigt. (db) 
Ausgabe 7. und 16. September 2009 
Simulation: 
Aufprall mit 14 km/h 
VADUZ  – Im Rahmen einer gesamteuro- 
päischen Gurtenkontrolle wird die Landes- 
polizei in der Woche von heute Montag, den 
7. September 2009, Kontrollen mit Präven- 
tion kombinieren. Aufgrund der immer noch 
hohen Anzahl Fahrzeuginsassen, welche 
während der Fahrt keine Sicherheitsgurte 
tragen, werden in dieser Woche an mehre- 
ren Standpunkten in Liechtenstein Gurten- 
kontrollen durchgeführt. Dabei soll vor 
allem der präventive Gedanke im Vorder- 
grund stehen, weshalb bei den Kontrollen 
ein Gurtenschlitten bereitstehen wird. Mit 
diesem Gerät kann ein Aufprall mit 14 km/ 
h simuliert und die Auswirkungen bei einer 
Kollision mit bereits minimaler Geschwin- 
digkeit erlebt werden. Jeder ist herzlich ein- 
geladen, den Gurtenschlitten an den Kon- 
trollstellen auszuprobieren.   (pd) 
NACHRICHTEN 
Erfolgreich führen 
SCHAAN – Im zweitägigen Seminar (Kurs 
573) erhalten die Teilnehmenden einen Über- 
blick über alle wesentlichen Führungsfragen. 
Sie lernen moderne Führungswerkzeuge und 
-methoden kennen und wenden diese erfolg- 
reich an. In Praxisworkshops finden Sie Lö- 
sungen für Ihre konkreten Fragen und Pro- 
bleme. In den zwei Tagen werden folgende 
Themen behandelt: Standortbestimmung als 
Führungskraft, situativ richtig führen, mit 
Zielen führen, Personalgespräche bewusst 
gestalten, erfolgreich Feedback geben. In 
Praxisworkshops geht es um konkrete Fälle 
der Teilnehmenden, die bearbeitet und gelöst 
werden: Wie entwickle ich meine Abteilung 
weiter? Wie gewinne ich Mitarbeitende und 
Kollegen und Kolleginnen für meine Ziele? 
Wie kann das Gelernte in den Führungsalltag 
übertragen werden? Das Seminar (Kurs 573) 
findet Mittwoch, den 30. September, und 
Donnerstag, den 1. Oktober, jeweils ganztags 
statt. Das Seminar richtet sich an Führungs- 
kräfte in Betrieben, Organisationen und Ver- 
waltungen, die neu eine Führungsaufgabe 
übernommen haben, und erfahrene Füh- 
rungspersonen, die Impulse für ihre Weiter- 
entwicklung wünschen. Geleitet wird der 
Kurs von Christian Mugrauer, dipl. Wirt- 
schaftsingenieur und systemischer Coach, er 
hat langjährige Führungserfahrung und ist 
selbstständiger Unternehmensberater. Aus- 
kunft und Voranmeldung bei der Erwachse- 
nenbildung Stein Egerta, Telefon 232 48 22 
oder per E-Mail info@steinegerta.li. (pd) 
KURS 
Geschichte mit Power 
Europatag des Denkmals im Lawenawerk Triesen 
TRIESEN – «Da ist Power drin», 
lautete das Motto des diesjäh- 
rigen Denkmaltages, zu dem am 
Samstag das Amt für Denkmal- 
pflege und die Liechtensteinischen 
Kraftwerke in den rüstigen «Kraft- 
werksoldie» Lawenawerk in Trie- 
sen eingeladen hatten. 
• Reinhard Peter 
«Die Pflege kulturellen Erbes und 
das Sensibilisieren für unsere Ver- 
gangenheit sind wichtig, um das 
Heute zu entwickeln», umriss Kul- 
turministerin Aurelia Frick die In- 
tention des vom Europarat initiier- 
ten, von der EU unterstützten und 
inzwischen in 50 Ländern abgehal- 
tenen Europatag des Denkmals. 
Seit 1993 beteiligt sich Liechten- 
stein an dieser Initiative. «Es ist mir 
ein grosses Anliegen, die Jugend 
mit Kulturgütern unserer Heimat 
vertraut zu machen», sagte Frick 
bei der im Lawenawerk vorgenom- 
menen Auszeichnung und Di- 
plomüberreichung für die beiden 
liechtensteinischen Siegerinnen des 
vom Europarat getragenen Interna- 
tionalen Jugendwettbewerbes «In- 
ternational Heritage Photographic 
Experience». 
Technikdenkmal Lawena 
Unter dem Motto «Gesucht: Alte 
Häuser» hatten die erst 12-jährige 
Caroline Benz aus Eschen und die 
14-jährige Ulrike Senti aus Schaan 
mit ihren Fotokameras zwei histo- 
rische Bauten eingefangen. Ihre 
von einer Jury ausgewählten Fo- 
tografien des altehrwürdigen 
Eschener «Widum-Stalls» sowie ein 
farbenprächtiges Wohnhaus in der 
Eschener Heragass prangen nun in 
jenem Katalog, in dem die Sieger- 
fotos aller Länder abgedruckt sind. 
Einen Einblick in das Ursprungs- 
kraftwerk der heutigen Liechten- 
steiner Kraftwerke (LKW) samt 
wirtschaftsgeschichtlichem Hinter- 
grund über die Elektrifizierung 
Liechtensteins gab Patrik Birrer 
vom Amt für Denkmalpflege. Den 
Übergang vom landwirtschaftlich 
geprägten Land zu einem industri- 
ell geprägten Wirtschaftsstandort 
wäre ohne Strom und eigener 
Stromerzeugung nicht denkbar ge- 
wesen, sagte Birrer. Nach den Müh- 
len und Sägen mit Wasserantrieb 
sei es am Ausgang des 19. Jahr- 
hunderts die Textilindustrie gewe- 
sen, die erstmals Strom produ- 
zierte. Das 1927 in Betrieb genom- 
mene und 1985 bis 1988 letztmals 
erweiterte Lawenawerk stand am 
Beginn der öffentlichen Stromver- 
sorgung Liechtensteins. Heute pro- 
duziert das Lawenawerk 3% des 
landesweiten Strombedarfs, der 
seinerseits zu 18% aus heimischer 
Wasserkraft gedeckt wird, wie Ar- 
mand Jehle, Technischer Leiter der 
LKW, bei der Begrüssung der 
Gäste sagte. Nach dem offiziellen 
Festakt gab es dann bis in den 
späten Nachmittag hinein Füh- 
rungen durch das Kraftwerk, den 
Maschinenraum und das Museum. 
Aurelia Frick mit den Gewinnerinnen des Fotowettbewerbs, Caroline 
Benz und Ulrike Senti, sowie Patrik Birrer, Denkmalpfleger. 
17. Europatag des Denkmals: In Liechtenstein wurde dazu eine Führung durch das Lawenawerk geboten. 
FOTOS 
MICHAEL 
ZANGHELLINI 
www.volksblatt.li 
Mit 100 auf den Naafkopf 
Einweihung des neuen Weges auf den Naafkopf – Gipfelkreuz – Klettergarten 
VADUZ – Der Liechtensteiner Al- 
penverein konnte sich am gestri- 
gen Sonntag nicht über Besu- 
chermangel beklagen. 
Zur Einweihung des neu hergerich- 
teten Weges auf den Naafkopf so- 
wie dem neuen Gipfelkreuzes war 
anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums 
des Vereins geplant, mindestens 
100 Personen zur Einweihung auf 
dem Gipfel begrüssen zu dürfen. 
Gekommen sind weit mehr. 
Drei verschiedene Routen 
Auf drei verschiedenen Routen 
zum Gipfel fanden über 200 Per- 
sonen den Weg auf den 2570 Meter 
hohen Berg. Das grandiose Berg- 
wetter tat seines dazu, dass pünkt- 
lich um 12.30 Uhr die Einweihung 
mit Gipfelmesse begonnen werden 
konnte. Aufgrund des Platzmangels 
auf dem Gipfel traten einige Besu- 
cher den Rückweg Richtung Pfäl- 
zerhütte bereits vor dem Ende der 
Einweihung, welche durch Pfarrer 
Georg Hirsch aus Triesenberg ge- 
staltet wurde, an. In einer würdigen 
Einweihungsfeier wurde der neue 
Weg, das neue Gipfelkreuz sowie 
der Klettergarten am Fusse des 
Berges feierlich eingeweiht. 
Die Erneuerung des Weges auf 
den Naafkopf war ein Jubiläums- 
projekt des Alpenvereins, bei wel- 
chem mit Fronarbeit oder dem Kauf 
von Wegstücken teilgenommen 
werden konnte. Das neue Gipfel- 
kreuz wurde von der Bergrettung 
errichtet und am Vortag von der 
Pfälzerhütte auf den Gipfel getra- 
gen und dort montiert. Der neue 
Klettergarten bietet den Besuchern 
20 Kletterrouten mit verschiedenen 
Schwierigkeitsgraden an. 
Zufriedener Präsident 
Nach Gipfelschnaps und Eintra- 
gung ins neue Gipfelbuch machte 
sich die Menschenmasse auf zur 
am Fusse des Naafkopfs gelegenen 
Pfälzerhütte, auf welcher der Jubilä- 
umsanlass fortgesetzt wurde. Musi- 
kalische Unterhaltung, feines Essen 
und Trinken und eine wahrlich herr- 
liche Sonnenterrasse liess die Be- 
sucher schwärmen. Präsident Dani- 
el Schierscher dankte den vielen 
Helferinnen und Helfern für ihr En- 
gagement und freute sich über die 
grosse Anzahl Besucher, die den 
Anlass begleiteten und ihm einen 
würdigen Rahmen verliehen. Eine 
Wertschätzung für das Geleistete. 
Ein besonderes Dankeschön ging 
auch an das Amt für Wald, Natur 
und Landschaft (AWNL), welches 
das Projekt stark unterstützte. Der 
Gipfel des Naafkopf ist im Übrigen 
etwas Besonderes, da sich dort die 
Grenzen dreier Länder treffen. 
Liechtenstein, Schweiz und Öster- 
reich. Zudem fungiert der Gipfel 
als Vermessungspunkt.   (pd) 
Auf der Besucherterrasse der Pfälzerhütte wurde der Jubiläumsanlass gebührend gefeiert. 
FOTO 
ZVG 
Der letzte offizielle Jubiläums- 
anlass des LAV zum 100-jäh- 
rigen Bestehen findet am 3. 
Oktober 2009 im Triesenber- 
ger Dorfsaal statt: das offizi- 
elle Jubiläumsfest. Interes- 
sierte Mitglieder können sich 
noch bis zum 17. September 
bei der Geschäftsstelle an- 
melden. 
ALPENVEREIN ➲www.alpenverein.li
	        

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