Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

GELD & BÖRSE 
VOLKSBLATT 16 DONNERSTAG, 20. AUGUST 2009 
Zürcher Börse leicht im Plus – 
UBS mit hoher Volatilität 
ZÜRICH – Der Schweizer Aktienmarkt hat 
am Mittwoch nach einem über weite Stre- 
cken im Minus verlaufenen Handel mit einer 
festen Tendenz geschlossen. Der SMI ge- 
wann zum Handelsende 0,45 Prozent auf 
5980,79 Punkte. 
Der breite Swiss Performance Index (SPI) 
stieg 0,40 Prozent auf 5144,37 Punkte. Im 
Fokus der Anleger standen die Titel der 
UBS, die nach dem häppchenweise Be- 
kanntwerden von Details aus dem Vergleich 
der Schweizer Regierung mit den US-Steu- 
erbehörden IRS im Falle der UBS-Kunden- 
daten einen volatilen Kursverlauf aufwie- 
sen. Hohe Volatilität gab es vor allem in den 
Titeln von UBS. 
Bei Bekanntgabe der Details des Ver- 
gleichs im Steuerstreit mit den USA verlo- 
ren diese über 3 Prozent an Wert. Erst nach- 
dem gesagt worden war, dass das Abkom- 
men keine Busse für die UBS enthält, erhol- 
ten sich die Titel kontinuierlich und schaff- 
ten phasenweise den Sprung in die Pluszo- 
ne. Mit der Schlussauktion sanken die Titel 
jedoch wieder ins Minus (–0,9 Prozent). 
Credit-Suisse-Aktien billiger 
CS verbilligten sich unterdessen aber um 
1,3 Prozent. Als Stütze für den Markt erwie- 
sen sich die Schwergewichte Nestlé (+1,3 
Prozent) und Roche (+1,1 Prozent) sowie 
Novartis (+0,1 Prozeent). Die grössten Ge- 
winner waren jedoch Adecco (+1,7 Prozent) 
und Actelion (+2,7 Prozent). Holcim legten 
0,5 Prozent zu. Der Zementhersteller prä- 
sentiert heute die Halbjahreszahlen. (sda) 
BÖRSE 
USA verlieren Streit um 
Dumpingzölle vor der WTO 
GENF – Die USA haben in einem jahrelan- 
gen Streit um Importzölle eine Niederlage 
erlitten. Die oberste Instanz der Welthandels- 
organisation (WTO) lehnte am Dienstag 
einen Einspruch der grössten Volkswirt- 
schaft ab und machte den Weg für Japan 
frei, im Gegenzug Sanktionen zu erlassen. 
Die Regierung von Tokio droht, auf US-Im- 
porte nun Aufschläge von jährlich bis zu 
248 Mio. Dollar zu erheben. Ursprünglich 
ging es in dem Konflikt um US-Zölle auf 
japanische Kugellager. Im Zentrum des 
Streits steht die Politik der USA, bestimmte 
Importe als Dumpingeinfuhren zu klassifi- 
zieren und entsprechende Abgaben aufzu- 
schlagen. Die umstrittene Berechnungsme- 
thode dafür heisst «Zeroing». Die WTO hat 
die Vorgehensweise wiederholt verurteilt 
und Japan führt in der Doha-Runde zur Li- 
beralisierung des Welthandels den Kampf 
gegen die Methode an. Der Umfang der ja- 
panischen Strafmassnahmen soll nun in 
einem Schlichtungsverfahren geklärt wer- 
den. Zuvor muss aber noch der Allgemeine 
Rat der WTO die Entscheidung der Beru- 
fungsinstanz bestätigen. Dies wird am 31. 
August erwartet. (sda/reuters) 
USA 
  
Wechselkurse 19.08.2009 
Noten 
EUR *   1.4725 1.5625 
USD   1.0300 1.1200 
GBP   1.7040 1.8440 
CAD   0.9325 1.0325 
JPY   1.0775 1.1875 
Devisen 
EUR   1.5025 1.5325 
Aktuelle Devisenkurse, Telefon +423 236 86 90 
*LLB-Kunden beziehen Euronoten an den LLB-Bancomaten zum Devisenkurs 
Edelmetallkurse 19.08.2009 
KG Gold CHF 32.162.00 32.512.00 
Unze Gold USD 932.65 936.65 
KG Silber CHF 464.10 546.10 
Vreneli CHF 185.00 214.00 
Krüger CHF 998.00 1.096.00 
Festgeldsätze p.a. netto Valuta 21.08.2009 
Mindesteinlage: CHF 50‘000.--, EUR 25‘000.--, GBP / USD 40‘000.-- 
3 Monate 6 Monate 12 Monate 
CHF 0.125 % 0.125 % 0.125 % 
EUR 0.125 % 0.250 % 0.375 % 
GBP 0.125 % 0.250 % 0.625 % 
USD 0.125 % 0.125 % 0.375 % 
Weitere Währungen auf Anfrage. 
Kassenobligationen gültig ab   12.08.2009 
  CHF EUR 
2 Jahre   0.500 % 1.250 % 
3 Jahre   0.750 % 1.625 % 
4 Jahre   1.125 % 
5 Jahre   1.375 % 
6 Jahre   1.625 % 
7 Jahre   1.875 % 
8 Jahre   2.000 % 
Inhaberaktie 19.08.2009 
LLB-Inhaberaktie   CHF 65.00 
Aktienfonds NAV 18.08.2009 Valoren-Nummer Preis YtD Perf. 
LLB Aktien Schweiz (CHF) 1'325'570 152.55 * 13.94 % 
LLB Aktien Europa (EUR) 1'325'564 64.99 * 16.99 % 
LLB Aktien Nordamerika (USD) 1'325'563 130.32 * 10.96 % 
LLB Aktien Japan (JPY)   1'325'561 7.526.00 * 10.84 % 
LLB Liechtenstein Banken (CHF)   512'970   173.25 * 24.79 % 
LLB Aktien 50 Leaders (CHF)   847'513 84.85 * 11.72 % 
LLB Aktien Regio Bodensee (CHF) 945'366 169.10 * 18.62 % 
LLB Aktien Fit for Life (CHF) 434'215 77.85 * 16.72 % 
LLB Aktien High Tech (CHF) 1'098'757 33.10 * 21.42 % 
LLB Aktien Global Trend (CHF) 1'798'671 100.75 * 1.32 % 
LLB Aktien Immobilien Global (CHF) Klasse P 2'861'494 49.95 * 19.70 % 
Obligationenfonds NAV 18.08.2009 Valoren-Nummer Preis YtD Perf. 
LLB Obligationen CHF Klasse T 1'325'569 130.45 * 6.43 % 
LLB Obligationen CHF Klasse A 3'254'330 130.45 * 6.43 % 
LLB Obligationen EUR Klasse T 1'325'568 81.73 * 4.37 % 
LLB Obligationen EUR Klasse A 3'255'064 81.73 * 4.37 % 
LLB Obligationen USD   1'325'567 179.89 * 1.23 % 
LLB Obligationen Euro Alternativ (CHF) Klasse T 
  
674'526 108.20 * 6.05 % 
LLB Obligationen Euro Alternativ (CHF) Klasse A  3'257'003 108.20 * 6.05 % 
LLB Obligationen Global (EUR) Klasse P 916'371 60.23 * 3.12 % 
LLB Obligationen Inflation Linked (USD) Klasse P 2'861'487 109.97 * 6.66 % 
Strategiefonds NAV 18.08.2009 Valoren-Nummer Preis YtD Perf. 
LLB Strategie Zuwachs (CHF) 812'751 88.70 * 12.42 % 
LLB Strategie Ertrag (CHF) 812'745 104.40 * 9.55 % 
LLB Strategie Zuwachs (EUR) 812'755 93.14 * 12.19 % 
LLB Strategie Ertrag (EUR) 812'750 111.21 * 8.49 % 
LLB Strategie BPVV (CHF) 3'261'934 103.65 * 13.16 % 
Spezialfonds NAV 18.08.2009 Valoren-Nummer Preis YtD Perf. 
LLB Wandelanleihen TOPportunities (EUR) 1'162'861 112.64 * 18.22 % 
LLB Defensive (EUR) 2'153'524 108.08 * 2.56 % 
LLB Defensive (USD) 2'153'526 114.19 * 2.63 % 
LLB Wandelanleihen (EUR) Klasse P 2'861'470 81.40 * 6.67 % 
LLB Geldmarkt CHF 3'257'583 100.33 * 0.33 % 
* +/- Ausgabe-/Rücknahmekommission.                            Alle Angaben ohne Gewähr. 
Telefon +423 236 93 00 ab 17.30 Uhr 
Telefon +423 236 88 11 
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Gnade für Birkenfeld 
Amerikanisches Justizministerium bittet um Strafreduzierung für Birkenfeld 
NEW YORK/MIAMI – Das ameri- 
kanische Justizministerium er- 
sucht ein Gericht in Florida, die 
Strafe für den UBS-Banker Brad- 
ley Birkenfeld wegen Beihilfe zum 
Steuerbetrug zu reduzieren. 
Birkenfeld habe den Behörden in 
der Untersuchung der UBS-Affäre 
wichtige Informationen gegeben. 
Diese substanzielle Hilfe sei zeitge- 
recht, bedeutend, wahr, komplett 
und verlässlich gewesen, schreiben 
die amerikanischen Anwälte in der 
Eingabe an das Gericht vom Diens- 
tag, die der Nachrichtenagentur 
SDA vorliegt. Am Freitag wird der 
Richter das Strafmass für Birkenfeld 
verkünden. Maximal fünf Jahre 
Freiheitsentzug stehen auf die Ver- 
gehen, die der 44-jährige Banker be- 
gang. Das US-Justizministerium bit- 
tet den Richter im fünfseitigen 
Schreiben, Birkenfeld angesichts 
der guten Kooperation zu höchstens 
30 Monaten Haft zu verurteilen. 
Ermittlungen gegen UBS-Kunden 
Aus dem Schreiben des Justiz- 
minsteriums an das Gericht geht 
auch hervor, dass die US-Behörden 
Ermittlungen gegen über 150 US- 
Kunden der Schweizer Grossbank 
UBS ermitteln. Die Behörden ver- 
dächtigen sie der Steuerhinterzie- 
hung. Die Untersuchungen gegen 
die UBS-Kunden erfolgten in den 
gesamten USA. Die über 150 Per- 
sonen stünden im Verdacht, ihr Ein- 
kommen und ihr Vermögen auf 
UBS-Konten vor dem Fiskus ver- 
steckt zu haben und damit gegen 
US-Gesetze verstossen zu haben, 
heisst es. 
Birkenfelds Festnahme 
Die Festnahme von Birkenfeld 
hat den Stein im Steuerstreit zwi- 
schen der Schweiz und der USA ins 
Rollen gebracht. Die Anklage legte 
dar, wie der UBS-Banker und der 
Milliardär Igor Olenicoff in Südflo- 
rida Steuerhinterziehung planten. 
Birkenfeld gestand und arbeitete 
mit den Behörden zusammen. Die- 
sen gingen in der Folge auch die 
beiden Floridianer Robert Moran, 
Steven Rubinstein und der New 
Yorker Jeffrey Chernick ins Netz. 
Um das Ausmass der unsauberen 
Geschäfte zu erfahren, die die UBS 
mit Bankern wie Birkenfeld in den 
USA tätigte, forderte der IRS in 
einem Gerichtsverfahren die He- 
rausgabe der Daten von 52 000 
amerikanischen UBS-Kunden. (sda) 
Der ehemalige UBS-Banker Bradley Birkenfeld (kleines Foto) soll nach dem Willen der USA ein bisschen Gnade erfahren. 
FOTO KEYSTONE 
Air France-KLM macht bei 
Czech Airlines Rückzieher 
PARIS – Air France-KLM will nun doch 
nicht mehr bei der staatlichen tschechischen 
Fluggesellschaft Czech Airlines (CSA) ein- 
steigen. Der tschechische Finanzminister sei 
darüber informiert worden, dass Air France- 
KLM sich aus dem Privatisierungsverfahren 
zurückziehe. Das teilte der grösste europä- 
ische Luftfahrtkonzern mit. Als Grund nann- 
te das Unternehmen die offensichtlich 
schwierige Situation von Czech Airlines. 
Angesichts der Krise könnte CSA gezwun- 
gen sein, sich auf einen unabhängigen Sanie- 
rungsplan zu konzentrieren, um wieder ren- 
tabel arbeiten zu können. Die tschechische 
Regierung will 91,5 Prozent Staatsanteile an 
CSA veräussern und erhofft sich dadurch 
Einnahmen von rund 5 Mrd. tschechischen 
Kronen (rund 296 Mio. Franken). (sda/dpa) 
Sinkende Nachfrage 
Rezession verpasst Goldschmuck Dämpfer 
LONDON – Angesichts der Wirt- 
schaftskrise können sich weltweit 
immer weniger Menschen Gold- 
schmuck leisten. In Indien, seit 
Langem das Land mit den höchsten 
Goldverkäufen, brach der Absatz 
im vergangenen Vierteljahr auch 
wegen hoher Preise um fast ein 
Drittel ein. Einzig in China – be- 
reits im vergangenen Jahr der zweit- 
wichtigste Absatzmarkt – zog die 
Goldnachfrage im Vergleich zum 
Vorjahr noch einmal an, wie der 
World Gold Council (WGC) am 
Mittwoch in London mitteilte. 
«Wirtschaftlicher Abschwung» 
Die globale Goldnachfrage sank 
im zweiten Quartal um neun Pro- 
zent auf 719,5 Tonnen, die Nach- 
frage nach Schmuck brach sogar 
um 22 Prozent auf 404,1 Tonnen 
ein, erklärte der WGC. «Der globa- 
le wirtschaftliche Abschwung hatte 
mit Sicherheit starke Auswirkungen 
auf die Kaufkraft der Goldverbrau- 
cher», erklärte WGC-Chef Aram 
Shishmanian. Im Gegensatz zu den 
sinkenden Verkäufen von Gold- 
schmuck nahm die Nachfrage nach 
Gold als Finanzinvestition deutlich 
zu, weil Anleger in der Finanzkrise 
auf das vermeintlich krisensichere 
Gold zurückgriffen. So stieg welt- 
weit die Nachfrage nach Goldbar- 
ren und Münzen um zwölf Prozent 
auf 165,7 Tonnen. (sda/reuters)
	        

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