Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

SPORT 
LÄNDER 
ZEITUNG 2 21 MITTWOCH, 19. AUGUST 2009 
Starkes Lindi-Bike-Race-Team 
GRINDELWALD – Die WM-Hauptprobe 
an der Eiger-Bike-Challenge in Grindel- 
wald ist für Christoph Sauser nicht nach 
Wunsch gelaufen. Bei heissem Wetter muss- 
te der Cross-Country-Weltmeister die Co- 
favoriten Alexandre Moos, Urs Huber und 
Lukas Buchli früh ziehen lassen und er- 
reichte das Ziel lediglich als Vierter mit 
über 15 Minuten Rückstand. Den Sieg si- 
cherte sich mit neuem Streckenrekord Ma- 
rathon-Schweizermeister Alexandre Moos 
vor Vorjahressieger Urs Huber und Lukas 
Buchli. Bei den Frauen unterbot Esther 
Süss bei ihrer Siegfahrt die bisherige Re- 
kordmarke gleich um eine Viertelstunde. 
Eine starke Teamleistung zeigte einmal 
mehr das Lindi-Bike-Race-Team. Walter 
Bernold (Gams) startete hervorragend in 
das Rennen. Der Langdistanzen-Spezialist 
zog mit den Elitefahren mit und fuhr die 17. 
beste Zeit aller Fahrer in der Langdistanz. 
In seiner Kategorie H2 belegte Bernold mit 
einer Zeit von 5:17.28 den 2. Rang. In der 
Gesamtwertung liegt er nun auf Rang 6 von 
962 klassierten. Corina Jörg (Chur) fuhr nur 
knapp am Podest vorbei. Mit einer Zeit von 
4:03.45 belegte sie den 4.Rang bei den Da- 
men 1. Jörg fehlten lediglich 15,5 Sekunden 
auf das Podest. Sie belegt in der Gesamt- 
wertung Rang 2 von 213 Klassierten und 
hat grosse Chancen auf den Gesamtsieg. 
Stefan Dütschler (Buchs), der zurzeit im 
Militärdienst ist und deshalb mit Trainings- 
rückstand zu kämpfen hat, belegte den gu- 
ten 10. Rang in der Kategorie H1 mit einer 
Zeit von 3:16.12. In der Gesamtwertung 
steht Dütschler auf Rang 12 von 1909 Klas- 
sierten. (pd) 
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Top oder Flop in Cincinnati 
Tennis: Für Roger Federer beginnt US-Open-Hauptprobe heute Mittwoch 
CINCINNATI – Roger Federer greift 
gegen José Acasuso (Arg) erst 
heute Mittwoch ins Masters- 
1000-Turnier in Cincinnati ein. 
Gegen Acasuso spielte er letzt- 
mals im Mai in der 2. Runde in 
Roland Garros. 
Unter Druck setzt sich Federer vor 
dem zweiten Turnier innerhalb einer 
Woche aber nicht, obwohl er natür- 
lich auch auf Hartplatz gerne mal 
wieder triumphieren würde. Letzte 
Woche in Montreal kassierte er nach 
21 Siegen hintereinander im Viertel- 
final eine unnötige Niederlage gegen 
Jo-Wilfried Tsonga (6:7, 6:1, 6:7 
nach 5:1-Führung im dritten Satz). 
Federer: «Es wäre schön, in Cincin- 
nati sehr weit zu 
kommen. 
Aber wirklich wichtig ist das mit 
Blick auf das US Open nicht.» Die 
Begründung liefert Federer gleich 
nach: «Cincinnati war für mich im- 
mer ein heikles Turnier. Entweder 
gewann ich hier oder schied ganz 
früh aus.» Aber egal, wie der 28- 
jährige Basler in Cincinnati auch 
abschnitt, am eine Woche später 
beginnenden US Open in Flushing 
Meadows stimmte die Form stets. 
Beim letzten Grand-Slam-Turnier 
der Saison strebt Federer den sechs- 
ten Triumph (in Folge) an, was 
noch keiner geschafft hat. 
Starke Konkurrenz wartet 
Die Konkurrenz ist indessen 
gross – sowohl in Cincinanti wie 
am US Open. «Montreal hat es ge- 
zeigt. Extrem viele Spieler sind im 
Moment ähnlich stark», sagt Fe- 
derer. «(Andy) Murray hat in den 
letzten zwölf Monaten auf Hart- 
platz fast alles gewonnen, was man 
gewinnen kann. Aber Del Potro war 
im Final von Montreal ganz nah 
dran, ihn zu schlagen. Rafa Nadal 
ist auch wieder da. Ich bin sicher, 
wenn er wirklich fit und gesund ist, 
dann wird er schnell wieder mindes- 
tens so stark sein wie vorher.» 
Auch Nadal bestreitet sein Start- 
spiel erst heute Mittwoch. Der 23- 
jährige Spanier räumte ein, er be- 
nötige noch einige Trainings und 
Ernstkämpfe, bis er wieder so wie 
im letzten Jahr spielen könne. Na- 
dal: «Es ist nicht möglich, von null 
gleich auf hundert hochzufahren. 
Ich trainierte heute eindreiviertel 
Stunden, dann musste ich aufhören. 
Normalerweise stehe ich an einem 
spielfreien Tag mindestens zwei- 
einhalb Stunden lang auf dem 
Platz.» (si) 
Roger Federer hat sich in Cincinnati viel vorgenommen. 
FOTO 
KEYSTONE 
Schwitzen für den Winter 
Konditionskurs des Nachwuchs- und Jugendkaders des Liechtensteinischen Skiverbandes 
SCHAAN – Der Nachwuchs- und 
Jugendkader des LSV führte kurz 
vor Schulanfang einen viertä- 
gigen Konditionskurs in Liechten- 
stein und Umgebung durch. 
Neben den Grundelementen Kraft, 
Ausdauer und Schnelligkeit organi- 
sierten die Trainer auch ein Triath- 
lon. Unter der Leitung von Hannes 
Kummer galt es zuerst die Distanz 
von 100 m zu schwimmen, an- 
schliessend 12 km zu radeln und 
zum Schluss 3 km zu laufen. Die 
jungen Athleten suchten zuerst 
nach der passenden Strategie in den 
Wechselzonen, legten sich dann 
mächtig ins Zeug und zeigten gute 
Leistungen. Bei den Knaben gab es 
einen Doppelsieg durch Manuel 
Hug und Fabio Rutz, bei den Mäd- 
chen siegte Jessica Hilzinger. 
Highlight der besonderen Art 
Am letzten Tag des Konditions- 
kurses galt es sich dann noch ein- 
mal besonders zu überwinden, die 
abschliessende Radtour führte über 
55 km und 1000 Höhenmeter nach 
Schwarzenberg im Bregenzerwald. 
Am Ziel angekommen, wartete 
mit dem Hochseilgarten zum Ab- 
schluss ein Highlight der besonde- 
ren Art. Der Hochseilgarten befin- 
det sich in einer engen Schlucht 
und es erforderte von den jungen 
Athleten einiges an Mut. Gleich 
zum Einstieg galt es, sich 30 m von 
einer Brücke abzuseilen. In der 
Schlucht galt es dann, als Team ge- 
meinsam zu fungieren und sämt- 
liche Stationen zu durchlaufen. 
Mehrere Stationen verliefen in eini- 
gen Metern Höhe quer über den 
Fluss und erforderten daher Schwin- 
delfreiheit und Gleichgewichtssinn. 
Zusätzlich waren alle mit einem 
Neoprenanzug ausgestattet, um 
sich hin und wieder durch einen 
Sprung aus verschiedenen Höhen 
in den Fluss abzukühlen. Die LSV- 
Athleten des Nachwuchs- und Ju- 
gendkaders waren mit vollem En- 
gagement bei der Sache und die 
Vorbereitung auf die kommende 
Saison läuft auf Hochtouren. 
Die nächsten Wochen liegt das 
Hauptaugenmerk noch einmal im 
konditionellen Bereich, bevor es 
dann Ende September auf den 
Skiern weitergeht. (pd) 
Der Nachwuchs- und Jugendkader des LSV mit den Trainern Hannes Kummer und Burkhard Bär im Hochseilgarten. 
FOTO 
ZVG 
➲www.lsv.li 
Schumacher als 
Berater nach Valencia 
VALENCIA – Trotz seines ab- 
geblasenen Comebacks wird Re- 
kordweltmeister Michael Schu- 
macher am Wochenende beim 
Grand Prix von Europa in Valen- 
cia dabei sein. 
Die 40-jährige deutsche For- 
mel-1-Legende reist in seiner 
Funktion als Ferrari-Berater 
nach Spanien. «Michael wird in 
Valencia sein, um das Team und 
Luca (Badoer) zu unterstützen», 
bestätigte Schumacher-Spreche- 
rin Sabine Kehm gestern Diens- 
tag. 
Badoer wird in Valencia den 
Ende Juli in Ungarn schwer ver- 
unfallten Brasilianer Felipe Mas- 
sa im Ferrari ersetzen. Der 38- 
jährige Italiener hat in 50 Grand- 
Prix-Starts bisher allerdings 
noch keinen einzigen WM-Punkt 
geholt. Ursprünglich war Schu- 
macher als Massa-Ersatz vorge- 
sehen gewesen, der Superstar 
musste seine Comeback-Pläne 
aber wegen Nackenproblemen 
als Folge eines Motorradsturzes 
im Februar ad acta legen. (id) 
FORMEL 1 
Patty Schnyder 
imposant gestartet 
TORONTO – Patty Schnyder 
(WTA 20) legte am WTA- 
Turnier in Toronto einen 
Blitzstart hin. Sie besiegte ih- 
re Ranglisten-Nachbarin Ana- 
bel Medina Garrigues (Sp/ 
WTA 21) in 68 Minuten 6:2, 
6:1. Die Partie verlief unge- 
wöhnlich. Medina Garrigues 
gewann während der gesam- 
ten Partie bloss zwei Punkte 
(!), wenn sie ihren ersten Auf- 
schlag ins Spiel brachte. Pat- 
ty Schnyder machte mit dem 
ersten Service der Spanierin, 
was sie wollte. Mit dem lang- 
sameren zweiten Aufschlag 
bekundete Schnyder hinge- 
gen viel mehr Probleme. 
Auch Medina Garrigues er- 
spielte sich Chancen. 
Schnyder wehrte aber sechs 
Breakmöglichkeiten ab. 
Nun wartet auf Patty 
Schnyder am Mittwoch mit 
Jelena Jankovic (WTA 4) ein 
ganz harter Brocken. (si) 
Marco Lippuner 
im Dienst der Mannschaft 
REMIREMONT – Der RV-Schaan-Athlet 
Marco Lippuner (Foto) startete beim GP 
Remiremont in Frankreich. Zu absolvieren 
hatte er eine Totaldistanz von 150 km, wel- 
che sich durch zwei Bergpreise auszeichne- 
te, die fünf Mal zu bewältigen waren. «Wie 
üblich in Frankreich wurde sehr schnell ge- 
startet und es folgte eine Attacke nach der 
anderen. Es gab dann auch schon nach zehn 
km die erste Spitzengruppe, zu welcher von 
unserem Team zwei Fahrer gehörten», so 
Lippuner. 
Er versuchte im Feld bei einer Konteratta- 
cke dabei zu sein. Dies gelang ihm sehr gut, 
jedoch vermochte sich keine ernst zu neh- 
mende Verfolgergruppe zu bilden. Nach den 
ersten beiden Aufstiegen kam es zum Zu- 
sammenschluss, auf welchen jedoch so- 
gleich wieder die nächste Attacke gestartet 
wurde. Diese hatte Erfolg und erneut waren 
zwei Fahrer seines Teams mit dabei. Da- 
durch waren ihm die Hände gebunden, in 
der Folge des Rennen selbst aktiv zu wer- 
den. Trotzdem gelang es ihm, sich in einer 
Verfolgergruppe zu platzieren. 
Die Spitzengruppe erreichte das Ziel aber 
alleine, wodurch für die Verfolgergruppe 
nur die Ehrenplätze blieben. Marco Lippu- 
ner überquerte die Ziellinie als 15. «Mit 
diesem Rennen kann ich sicher zufrieden 
sein, die Form ist da und ich bin zuversicht- 
lich für die nächsten Einsätze.» (pd) 
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