Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

SPORT 
VOLKSBLATT 
11 MONTAG, 10. AUGUST 2009 
«Das Städtle gefüllt» 
Über 10 000 Zuschauer lockte die fünfte Auflage des CEV-Beachturniers nach Vaduz 
VADUZ – Unmittelbar nach dem 
CEV-Beachturnier zog das «Volks- 
blatt» mit OK-Präsident Patrick 
Schürmann eine erste Bilanz. 
• Christian Dreier 
«Volksblatt»: Herr Schürmann, 
die Stimmung sowie die sport- 
lichen Leistungen waren beein- 
druckend, und auch das Wetter 
spielte perfekt mit. Darf die fünf- 
te Auflage als die beste bezeich- 
net werden? 
Patrick Schürmann: Das kann 
man definitiv so sagen. Bis auf ein 
kleines heftiges Gewitter am Sams- 
tag war das Wetter ausgezeichnet. 
Es ist uns gelungen, einen neuen 
Zuschauerrekord von total über 
10 000 aufzustellen. Wir haben das 
Städtle Tag und Nacht gefüllt. 
Nach fünf Jahren ist das Turnier 
erwachsen geworden. Ist die Or- 
ganisation reine Routine, oder 
steckt doch mehr dahinter? 
Schön ist die Tatsache, dass viel 
Routine dabei ist. Die gesamte Or- 
ganisation ist jedoch mit Sicherheit 
mehr. Dank der Erfahrung verlief 
das Turnier reibungslos ohne ir- 
gendwelche Zwischenfälle oder 
Probleme, mit denen wir in den 
Vorjahren teilweise konfrontiert 
wurden. 
Beachvolleyball wird oft als Par- 
ty-Sportart abgestempelt. Wie 
stehen Sie zu solchen 
Aussagen? 
Ich kann nur sagen, dass im Sand 
zu spielen extrem streng ist. Auch 
wenn sich die Spieler nach aussen 
oftmals locker geben, ist es auf 
dem Spielfeld eine ganz harte Sa- 
che. Gemeinsame Partys gehören 
natürlich wie auch bei anderen 
Sportarten dazu. 
Speziell bei den Final- 
spielen platzte die Va- 
duzer «Sandkiste» aus 
allen Nähten. Was dür- 
fen sich die Liechten- 
steiner Fans von der 
Zukunft erwarten? 
Der besondere Reiz an 
unserem Turnier ist genau 
der, dass wir mitten im Vadu- 
zer Städtle spielen können. 
Hier haben wir im Moment nicht 
viele Möglichkeiten für einen Aus- 
bau. Mit der Gemeinde und un- 
seren Sponsoren haben wir lang- 
fristige Verträge, somit ist das 
Turnier für mindestens zwei Jah- 
re gesichert. 
Das CEV-Beachturnier im Vaduzer Städtle zog die Massen an. Über 10 000 Fans sorgten für einen neuen Zuschauerrekord. 
FOTOS 
MAURICE 
SHOUROT 
André Wille EM-30. 
OOSTENDE – Als einziger liechtenstei- 
nischer Inline-EM-Teilnehmer war André 
Wille (Foto) am Samstag im abschlies- 
senden Marathon-Bewerb gefordert. Der 
FL-Skater, versuchte sich in Oostende (Be) 
als Ein-Mann-Team nach Kräften gegen die 
jeweils mit mehreren Startern angetretenen 
Nationen zu wehren und belegte einen acht- 
baren 30. Schlussrang. Den Titel sicherte 
sich Bart Swings aus Belgien vor dem Itali- 
ener Fabio Francolini und Landsmann Fer- 
re Spruyt. Bei den Damen musste sich die 
Schweizerin Nadine Gloor zum Abschluss 
der Inline-EM im Marathon erneut mit dem 
vierten Rang zufrieden geben. Sie gehörte 
zum Spitzenquartett, das sich am Ende 
leicht absetzten konnte, unterlag aber wie 
schon im 10 000-m-Punkterennen auf der 
Bahn im Endspurt. Die Baselbieterin ge- 
wann in den letzten zwei Jahren je eine EM- 
Medaille. (bo) 
Oostende (Be). Inline-EM. Strasse. Männer. Marathon: 1. 
Bart Swings (Be). 2. Fabio Francolini (It). 3. Ferre Spruyt 
(Be). – Ferner: 10. Severin Widmer. 30. André Wille (Lie). 32. 
Andreas Beetschen. 50. Janick Schalch. 61. Marc Russheim. 
Frauen. Marathon: 1. Sabine Berg (De). 2. Elma De Vries 
(Be). 3. Simona De Eugenio (It). 4. Nadine Gloor (Sz). – Fer- 
ner: 21. Flurina Heim. 24. Livia Meier. 38. Nadja Wenger. 
INLINESKATING 
Vogt zielt genau 
MAIENFELD – Spannung pur bot am Wo- 
chenende die liechtensteinische Landes- 
meisterschaft im Jagdschiessen auf der 
Schiessanlage St. Luzisteig. Arnold Vogt 
setzte sich am Ende knapp vor Chris- 
tian Beck durch. Bapitist Beck eroberte 
Bronze. 
Im Rahmen einer Kombinationswertung 
aus den Kugeldisziplinen (Reh 100 m ste- 
hend angestrichen, Gams 150 m angestri- 
chen und Keiler 60 m stehend frei) sowie 
den ersten zehn Schrotschüssen (Hase 35 m 
stehend frei) wurden am Wochenende auf 
der Schiessanlage St. Luzisteig der beste 
Jagdschütze Liechtensteins ermittelt. Neun 
Kontrahenten stellten sich dem Kampf um 
Gold. Als zielsicherster Schütze erwies sich 
am Ende eines spannenden Wettkampftags 
Arnold Vogt aus Eschen, der in der Gesamt- 
wertung stolze 299 Punkte erreichte und mit 
274 Zählern auch das beste Kugel-Resultat 
realisieren konnte. Mit nur sieben Punkten 
weniger auf dem Konto erreichte Christian 
Beck (Triesenberg) den zweiten Platz. Rang 
drei ging mit Baptist Beck ebenfalls an ei- 
nen Triesenberger. Er kam in der Kombina- 
tionswertung auf ein Punktetotal von (286 
Zähler). Das beste Resultat in der Kategorie 
Schrot glückte Thomas Bargetze aus Trie- 
sen mit 52 Punkten. Weil er in der Kugel- 
Rangliste allerdings nur Platz acht belegte, 
kam er in der LM-Wertung nicht über Rang 
sechs hinaus. (bo) 
Liechtensteinische Landesmeisterschaft im Jagdschiessen 
(Kombination Kugel und die ersten zehn Schrotschüsse): 1. 
Arnold Vogt (Eschen) 299 (Punkte). 2. Christian Beck (Trie- 
senberg) 292. 3. Baptist Beck (Triesenberg) 286. 4. Jürgen 
Bobner (Balzers) 272. 5. Bruno Büchel (Triesen) 259. 6. Tho- 
mas Bargetze (Triesen) 257. 7. Fredi Aebi (Triesen) 257. 8. 
Markus Meier (Vaduz) 243. 9. Karlheinz Stingl (Balzers) 
241. 
Rangliste «Kugel»: 1. Vogt 274. 2. Christian Beck 271. 3. 
Baptist Beck 263. 4. Bobner 253. 5. Büchel 245. 6. Aebi 238. 
7. Stingl 230. 8. Bargetze 228. 9. Meier 222. 
Rangliste «Schrot»: 1. Bargetze 52. 2. Baptist Beck 49. 3. 
Christian Beck 47. 4. Vogt 46. 5. Aebi 43. 6. Meier 40. 7. Bob- 
ner 38. 8. Büchel 30. 9. Stingl 21. 
JAGDSCHIESSEN 
Bei den Promis wurde 
ordentlich gebaggert 
VADUZ – Anlässlich des CEV- 
Beachturniers warf sich auch ei- 
ne Schar Promis in den heissen 
Vaduzer Sand. Andy Wenzel und 
Johannes Wohlwend behielten 
dabei gekonnt die Überhand. 
Mit akkrobatischen Einlagen 
und ehrgeizigem Willen be- 
geisterten vier Prominenten- 
teams das Publikum im Vaduzer 
Städtle, sorgten für beste Unter- 
haltung auf dem Centre Court. 
Das Duo Andy Wenzel/Johannes 
Wohlwend hielt sich schadlos, 
gewann souverän vor Marco Bü- 
chel und Rafaela Maldonado. 
Ralf Wenaweser und Farzad 
Gaibe vom Sponsor First Advi- 
sory Group belegte den dritten 
Rang. Der ehemalige Aussenmi- 
nister Ernst Walch, der gemein- 
sam mit Mountainbiker Marc 
Ruhe sein Können zeigte, glänzte 
trotz sportlichem Misserfolg in 
einer für ausgelassene Stim- 
mung sorgenden Zusatzwertung. 
Walch brachte das Publikum mit 
einer Luftgitarreneinlage zum 
Kochen. 
Sand ist in seinen Eigen- 
schaften mit Schnee zwar nur 
am Rande vergleichbar, den- 
noch fühlte sich der Liechten- 
steiner Ski-Star Marco Büchel 
(Foto) auf dem heissen Unter- 
grund wahrlich wohl. «Ich war 
das letzte halbe Jahr im Urlaub. 
Den Sand kenne ich gut», be- 
richtete Büchel nach dem Tur- 
nier von seinen geheimen «Trai- 
ningsferien».  (cd) 
CEC-BEACHTURNIER IN VADUZ 
Rundum zufrieden: OK-Präsident Schürmann zog eine positive Bilanz. 
Zwei Podestplätze 
Reiten: Starke Schweizer beim CSIO Dublin 
DUBLIN – Die Schweizer Springrei- 
ter befinden sich weiter in Hoch- 
form. Nach dem zweiten Platz im 
Nationenpreis des CSIO Dublin 
am Freitag sprangen im Grand 
Prix mit Pius Schwizer und Beat 
Mändli gleich zwei Schweizer 
aufs Podest. 
Hinter dem Deutschen Toni Hass- 
mann auf Lolita klassierte sich 
Schweizer Meister und Cupsieger 
Pius Schwizer mit der erst achtjäh- 
rigen Holsteiner-Stute Carlina und 
der ehemalige Weltcupsieger Beat 
Mändli mit dem unerfahrenen, 
neunjährigen Oldenburger Louis 
im zweiten und dritten Rang. 
Schwizer wurde mit 42 000 Euro 
belohnt, Mändli mit 26 000 Euro. 
Niklaus Schurtenberger scheiterte 
auf Cantus im Normalparcours an 
einer Planke und wurde zudem mit 
einem Zeitfehler bestraft. 
Elf Paare ereichten im mit 
200 000 Euro dotierten Hauptevent 
das Stechen. Schwizer, der zudem 
mit dem «Prix d’Elegance» von 
Longines und einem Check von 
20 000 Franken geehrt wurde, hat 
zum dritten Mal in dieser Saison ei- 
nen Podestplatz in einem Grand- 
Prix an einem der acht Turniere des 
FEI Nations Cup erreicht. Nach 
dem Sieg auf Ulysse in Falsterbo, 
dem zweiten Rang mit Unique CH 
hinter Steve Guerdat in Rotterdam, 
vermochte der Luzerner Stilist mit 
der äusserst vielseitigen Carlina ein 
weiteres absolutes Spitzenergebnis 
zu erzielen. Drei Podestplätze mit 
drei verschiedenen Pferden an Tur- 
nieren der Eliteliga – Schwizer rei- 
tet auf einer Erfolgswelle. 
Mändli im EM-Gespräch 
Mit dem dritten Platz auf Louis 
brachte sich Beat Mändli ins Ge- 
spräch um den vakanten vierten 
Platz im Schweizer EM-Team, der 
schon an Clarissa Crotta und West- 
side vergeben schien. Routinier 
Mändli hat seine einjährige Durst- 
strecke nach dem Transfer von Rolf 
Theiler zu Paul Bücheler beendet, 
hat im GP von San Patrignano 
PLatz zwei belegt und mit Louis 
auch im Nationenpreis von Dublin 
(4+0 Punkte) überzeugt. Er ist eine 
veritable Option für die Europa- 
meisterschaften Ende August in 
Windsor. «Ich muss nun wieder 
über die Bücher. Beat ist in aufstei- 
gender Form. Ich habe tatsächlich 
die Qual der Wahl. Wir müssen uns 
bis zum 14. August entscheiden», 
meinte Equipenchef Rolf Grass, 
der die erfolgreichste Schweizer 
Delegation aller Zeiten in Irlands 
Hauptstadt anführte. «Die Spitzen- 
resultate in Dublin geben zusätz- 
lich Selbstvertrauen und Zuversicht 
für die EM. Und dabei fehlten die 
Championatspferde von Steve 
Guerdat, Pius Schwizer und Daniel 
Etter.» (si)
	        

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