Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

U21 
VOLKSBLATT 
5 DIENSTAG, 28. JULI 2009 
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U21-News von www.volksblatt.li 
SCHAAN – Letze Woche hat das 
U21-Team des «Volksblatts» fleis- 
sig über das Geschehen in seiner 
Umgebung berichtet. Ob Barfuss- 
Schuhe oder Kino, alles fand sei- 
nen Platz. 
Der Barfuss-Schuh 
SCHAAN – Barfussgehen und 
-joggen wird immer beliebter. 
Auch die Sportindustrie ist auf 
den Trend aufgesprungen. 
Dass die Sache mit dem Barfuss- 
Jogging nicht ganz so einfach ist, 
macht sich die Sportartikelindustrie 
zunutze – und bringt den passenden 
Schuh dazu. Nike brachte den 
«Free» auf den Markt – einen Schuh, 
um das Barfusslaufen bei jedem Un- 
tergrund zu ermöglichen. Auch an- 
dere Hersteller sprangen auf den 
«Weniger-ist-mehr»-Trend auf und 
produzierten Schuhe zum Teil mit 
skurrilen Formen. 
Echt ist blank 
Echte Barfüsser ziehen es aber 
unabhängig von der Unterlage vor, 
auf eigenen Sohlen die Kilometer 
abzuspulen. Teer, steinige Wege, 
Kies – nach einer gewissen Trai- 
ningszeit ist beinahe kein Boden 
mehr ein Hindernis. Wer es sich 
nun überlegt, die Schuhe, aber nicht 
das Laufen an den Nagel zu hän- 
gen, sollte sich über den Umstieg 
vorher gut informieren. Dafür 
kommt der Jogger dann in den Ge- 
nuss eines erweiterten Naturerleb- 
nisses.   Stephanie Scherrer 
Paléo Festival 
NYON – Das grösste Schweizer 
Open Air ist vorbei. Die Organi- 
satoren des Paléo Festivals ziehen 
eine «himmelblaue» Bilanz 
«Fulminant» und «ohne eine falsche 
Note» ist das gestern zu Ende ge- 
gangene 34. Paléo Festival Nyon 
verlaufen. Zu gefallen vermochten 
insbesondere Tracy Chapman, Amy 
Macdonald, Franz Ferdinand, die 
Zürcherin Sophie Hunger und der 
Südfranzose Francis Cabrel. 
«Die Bilanz ist himmelblau», 
sagte Festivaldirektor Daniel Ros- 
sellat gestern vor den Medien. Ne- 
ben dem hochkarätigen Programm 
– laut dem dafür Verantwortlichen 
Jacques Monnier eine «musika- 
lische Traumwoche» – und der tra- 
ditionell vollen Auslastung mit 
230 000 Eintritten, klappt es auch 
immer besser mit der Ökologie. 
Weniger Müll 
Dank Pfand seien eine Million 
Wegwerfbecher eingespart worden; 
so sauber wie das diesjährige sei 
bisher noch kein Paléo Festival ge- 
wesen. Zudem wurden die Park- 
plätze weniger, dafür der öffent- 
liche Verkehr reger genutzt. Einige 
Details gebe es diesbezüglich aller- 
dings immer noch zu verbessern, so 
Rossellat. Waiana Holderer 
Zwitscher mir dein Leben 
SCHAAN – Ein Trend, der in den 
USA schon zum Alltagsleben ge- 
hört: Twitter. Ob Barack Obama 
oder Britney Spears – Twitter er- 
obert die Welt im Sturm. 
In den USA zwitschert (dt. für to 
twitter) man ein kurzes Sätzchen 
nach dem anderen in die Welt hi- 
naus und das so oft wie möglich. 
Ob es darum geht was man gerade 
tut, wie man sich gerade fühlt oder 
wenn man einfach mal was loswer- 
den muss – Twitter macht es mög- 
lich. Andreas Oesch, selbst seit drei 
Monaten unter dem Spitznamen 
«Liechtensteins» bei Twitter, bestä- 
tigt, dass der Trend auch in Liech- 
tenstein immer beliebter wird: 
«Mittlerweile ist Twitter dabei, den 
Mainstream zu erobern». 
Vom Blogger zum Twitterer 
Wo früher noch Blogs die Gedan- 
ken eines mitteilungsbedürftigen 
Menschen eröffneten, sind es heute 
bei Twitter nur noch kurze SMS-ar- 
tige Berichtchen. Es geht nicht 
mehr wirklich darum, die eigene 
Meinung über Gott und die Welt 
mitzuteilen, sondern das eigene Le- 
ben und Geistesgut darzustellen. 
Ob es ein fröhliches «guten Mor- 
gen» ist oder ein Link mit dem 
Lieblingslied – alles findet auf 
Twitter Gehör. Wie beim Blog kann 
man auch hier anderen Seiten fol- 
gen (dies sind dann die Followers) 
und Kommentare und Anmer- 
kungen hinterlassen. So kann man 
sein eigenes kleines Netzwerk spin- 
nen und Gleichgesinnte kennenler- 
nen. «Im Bezug auf die Profile de- 
nen ich selbst folge, versuche ich 
mich auf das zu konzentrieren, was 
mich wirklich betrifft, beziehungs- 
weise mich thematisch interes- 
siert», sagt Oesch. «So macht eben 
jeder das aus Twitter, was er für 
richtig hält und jeder Nutzer ent- 
scheidet selbst, wem er folgt und 
wem nicht». 
Als Intranet einer San Francisco- 
er Firma wurde Twitter im Jahr 
2006 von drei Mitarbeitern gegrün- 
det. Im selben Jahr noch wurde der 
Dienst aufgekauft und ins World 
Wide Web gestellt. Das Spezielle 
dabei ist, dass man sogar vom Han- 
dy aus eine Meldung an die eigene 
Twitter-Seite schicken kann. So hat 
man von überall aus die Möglich- 
keit, seine Followers auf dem Lau- 
fenden zu halten. Wohin der zwit- 
schernde Trend bei uns führt, ist al- 
lerdings noch ungewiss: «Es bleibt 
auf jeden Fall spannend, wie und 
wie schnell sich Twitter weiterent- 
wickeln wird. Während in den USA 
mittlere 5-stellige Followerzahlen 
bereits sehr häufig vorkommen, be- 
wegen wir uns noch im niedrigsten 
Bereich. Der Anstieg ist allerdings 
nicht von der Hand zu weisen», so 
Oesch.   Gabriella Hummel 
Couch statt Hotelbett 
SCHAAN – Jeder kennt das: man 
will in die Ferien, hat aber kein 
Geld. Backpacking auf die beson- 
dere Art ist gefragt: CouchSur- 
fing. Eine Online-Community, 
die Couches auf der ganzen Welt 
verbindet. 
Ob Hotel oder Camping, Ferien 
macht jeder gern. Oft hat man aber 
das Problem, dass man als Tourist 
nur einen bestimmten Teil einer 
Stadt oder eines Landes kennen- 
lernt. Wie toll wäre es, jemanden zu 
kennen, der einheimisch ist und da- 
zu noch die eigenen Interessen 
teilt? Mit CouchSurfing ist das 
möglich. Auch mit kleinem Reise- 
budget. Man braucht nur ein Profil 
bei CouchSurfing.com und einen 
grossen Rucksack. Auf der Seite 
kann man Profile der Personen die 
im Zielort leben anschauen und 
nach persönlichen Kriterien aus- 
wählen. «Man schaut, ob die Person 
die eigenen Interessen oder Cha- 
raktereigenschaften teilt und selek- 
tiert danach», erzählt ein Liechten- 
steiner. Wenn man jemanden ge- 
funden hat, meldet man sich bei der 
Person. Wenn diese Zeit, Platz und 
Lust hat, darf man wie abgemacht 
kostenlos in dem Zeitraum auf de- 
ren Couch übernachten. Auch hier 
wird das Surfen von Couch zu 
Couch immer beliebter. Waren es 
vor einem Jahr noch 7 Couches, die 
in Liechtenstein angeboten werden, 
sind es heute schon 34. 
Saskia Gauer 
Eine Schlammschlacht konnten die Besucher der Paléo Festivals auch ohne Regen machen. 
FOTO 
ZVG 
«The Hangover» 
BUCHS – Wenn man einen Kater hat, er- 
fährt man oft peinliche Dinge über den 
Vorabend, die man nicht mehr weiss. 
Das geschah einer Männerclique bei 
einem Junggesellenabschied in der Sün- 
denstadt Las Vegas. Ein absoluter Voll- 
treffer. 
Zwei Tage vor seiner Hochzeit fährt Doug 
(Justin Bartha) mit seinen Freunden Phil 
und Stu (Bradley Cooper, Ed Helms) und 
seinem zukünftigen Schwager Alan (Zach 
Galifianakis) nach Las Vegas, um nochmals 
so richtig einen draufzumachen: Diese 
Junggesellenparty wollen sie ihr Leben lang 
nicht vergessen. 
Was ist denn hier los? 
Doch als die drei Trauzeugen am nächs- 
ten Morgen mit dröhnendem Schädel auf- 
wachen, erinnern sie sich an nichts mehr. 
Ihre Luxushotelsuite ist ein ein ziger Trüm- 
merhaufen und der Bräutigam spurlos ver- 
schwunden. 
Weil die drei Jungs den totalen Filmriss 
haben und die Zeit knapp wird, versuchen 
sie die Ereignisse der vergangenen Nacht zu 
rekonstruieren: Irgend etwas ist fürchterlich 
schiefgelaufen. Jedenfalls muss Doug 
schleunigst zurück nach L.A., wenn der 
Hochzeitstermin nicht platzen soll. Doch 
mit jedem Puzzleteil, das sie finden, wird 
deutlicher, wie tief die drei wirklich im 
Schlamassel stecken. 
Ein absoluter Brüller 
Im Gegensatz zu vielen Bachelor- 
Party- und Jetzt-hauen-wir-auf-den-Putz- 
Komödien zelebriert Todd Phillips’ Come- 
dy-Volltreffer «The Hangover» nicht das 
Partytreiben selbst, sondern vielmehr den 
Tag danach: Wie zum Teufel kommt ein Ti- 
ger ins Badezimmer der Suite eines Luxus- 
hotels in Las Vegas? Und was hat ein Baby 
im Schrank zu suchen? Und wie passt Mike 
Tyson ins ganze Fiasko hinein? Antworten 
auf diese Fragen gibts in der zweiten Film- 
hälfte, bis dann während des Titelabspanns 
die letzten Geheimnisse der Vegas-Höllen- 
nacht gelüftet werden. Die spielfreudige 
Besetzung, aber auch viel vulgäre Situati- 
onskomik machen diesen Streifen nebst 
dem Doku-Fake «Brüno» zum Brüller der 
Saison, den man sich in der Männerrunde 
am besten nach einem verdienten Feier- 
abendbier reinziehen sollte. 
Bei uns ist der Streifen in nahezu jedem 
Kino zu sehen. 
Gabriella Hummel 
WAS LÄUFT IM KINO? 
Wenn du zwischen 15 und 21 Jahre alt bis 
und gerne deine eigenen Geschichten 
schreibst, bist du hier genau richtig! Egal ob 
ihr über eine Buchpräsentation, ein Konzert 
oder sonstige Ereignisse in eurem und rund 
um euer Leben schreiben wollt, meldet euch 
unter der E-Mail: verlag@volksblatt.li. 
Das U21-Team würde sich über neue 
Mitglieder, welche das journalistische Inte- 
resse teilen, sehr freuen. 
JUNGJOURNALISTEN GESUCHT! 
Weitere Infos unter: 
www.volksblatt.li ➲
	        

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