Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

INLAND 
VOLKSBLATT 
4 FREITAG, 29. MAI 2009 
Projekt «LITHOPS» gewinnt 
Wettbewerb der LKW 
SCHAAN – Im Rahmen der not- 
wendigen technischen Erneue- 
rung hat der Verwaltungsrat der 
LKW entschieden, das Kraftwerk 
Samina in ein modernes Pump- 
speicherkraftwerk umzubauen. 
Die jetzige Zentrale im Gebiet 
Schwefel, Vaduz, wird durch ein 
neues Gebäude ersetzt. Um eine 
ansprechende Gestaltung zu er- 
halten, haben die LKW einen Pro- 
jektwettbewerb zur Ausarbeitung 
eines Vorschlags für ein neues Tur- 
binen- und Pumpenhaus mit den 
dazugehörenden Nebenräumen 
ausgeschrieben. Sechs einhei- 
mischen Architekten wurde die 
Gelegenheit gegeben, ein optima- 
les Layout dafür zu entwerfen. 
Die einzelnen Projekte wurden 
durch ein fach- und sachkompe- 
tentes Preisgericht nach fol- 
genden Aspekten beurteilt: Ge- 
samtlösung, Ortsbau, Funktionali- 
tät, Architektur, Erschliessung, 
Wirtschaftlichkeit, Energie/Ökolo- 
gie und Realisierung. 
Sieger der fünf eingereichten 
Projekte wurde nach einem um- 
fangreichen Auswahlverfahren: 
«LITHOPS» von den Architekten 
Keller und Brander, Egertastrasse 
4, 9490 Vaduz. 
Das Gebäudekonzept mit zwei 
kubischen Baukörpern bezieht 
die Landschaft ein, da sich die 
Baukörper an den Felsen zurück- 
ziehen und so den landschaft- 
lichen Aspekt akzentuieren. Be- 
sonders positiv wird die Etappier- 
barkeit und Trennbarkeit der un- 
terschiedlichen Funktionen her- 
vorgehoben. Das Ganze wirkt 
selbstständig und das Kraftwerk 
wird dadurch als Bestandteil der 
Siedlung wahrgenommen. Das 
Projekt konzentriert in einer Art 
Trichterwirkung «zweier Gebäu- 
de» auf den Stollen; dadurch wird 
die Kaverne als Tor im Felsen sicht- 
bar, wodurch das Pumpspeicher- 
kraftwerk thematisiert wird. 
Auf der Internetseite www.lkw.li 
wird eine Kurzfassung des Be- 
richtes des Preisgerichtes bezüg- 
lich Projektwettbewerb Kraft- 
werkszentrale Samina veröffent- 
licht. (Anzeige) 
LOGO 
ZVG 
Schlicht und ergreifend: Messe 
zu Pfingstsonntag in Vaduz 
VADUZ – Der von Pfarrer Markus Degen 
zelebrierte Hauptgottesdienst am kommen- 
den Pfingstsonntag, den 31. Mai, um 10 Uhr, 
wird musikalisch vom Kirchenchor zu St. 
Florin und dem Instrumentalensemble Raeti- 
ana mit der Deutschen Messe von Franz 
Schubert, und zwar in der Fassung für Chor 
und Blasorchester, gestaltet. Die Deutsche 
Messe von Franz Schubert ist eine der popu- 
lärsten kirchenmusikalischen Kompositi- 
onen. Vom Komponisten selbst stammen 
zwei Fassungen: jene für vierstimmig ge- 
mischten Chor mit Orgel und jene für ge- 
mischten Chor mit Blasorchester. Daneben 
gibt es eine Vielzahl weiterer Bearbeitungen. 
Musikalisch ist die Deutsche Messe von 
schlichter Melodik und gleichmässiger 
Rhythmik geprägt. Ihre Beliebtheit ist wahr- 
scheinlich auch darin begründet, dass die 
verschiedenen Teile in ihrer liedhaften Ge- 
staltung oft an den Gemeindegesang erin- 
nern. Die Texte sind keine wortgetreuen 
Übersetzungen der lateinischen Vorlage, son- 
dern rücken durch die sinngemässe, interpre- 
tierende Deutung den Menschen mit seinen 
irdischen Sorgen und Nöten in den Blick- 
punkt. Der Kirchenchor zu St. Florin reali- 
siert nun gemeinsam mit dem Instrumental- 
ensemble Raetiana aus Anlass des kommen- 
den Pfingstfestes die selten gehörte, aber 
nicht minder festliche und zugleich schlichte 
Fassung der Deutschen Messe mit Blasor- 
chester. (pd) 
Joseph Haydn im Dom 
FELDKIRCH – Am Pfingstsonntag, den 
31. Mai, jährt sich zum 200. Mal der Todes- 
tag des grossen Komponisten Joseph Haydn. 
Die Dommusik St. Nikolaus Feldkirch 
nimmt dies erneut zum Anlass, eine Messe 
von Joseph Haydn zum feierlichen Bi- 
schofshochamt um 9.30 Uhr zu musizieren. 
Nachdem an Ostern die «Theresien-Messe» 
und zum Fidelis-Sonntag die «Kleine Or- 
gelsolo-Messe» zur Aufführung kamen, 
wird nun zu Pfingsten die «Mariazeller- 
Messe» musiziert. Die Messe entstand als 
Auftrag von Anton Liebe, der sie als Dank- 
opfer dem gnadenreichen Wallfahrtsort Ma- 
riazell, dessen 850-jähriges Bestehen vor 
zwei Jahren feierlich gedacht wurde, stiften 
wollte. Dies geschah am Anfang des Jahres 
1782. Zahlreiche Abschriften der Messe, 
schon in früher Zeit, zeugen von ihrer gros- 
sen Beliebtheit. Neben schlichter, volks- 
tümlicher Melodik stehen grossartige sym- 
phonische Steigerungen und virtuose Fu- 
gen. Die Mariazeller-Messe ist die erste 
grossangelegte Messe Haydns, sie bildet 
den Abschluss seiner ersten acht Messe- 
Kompositionen. Es musizieren der Dom- 
chor St. Nikolaus, das Domorchester mit 
seinem Konzertmeister Markus Kessler, die 
Vokalsolisten Birgit Plankel, Sopran; Vero- 
nika Dünser, Alt; Christoph Gabathuler, Te- 
nor und Retus Pfister, Bass. Es spielt Dom- 
organist Johannes Hämmerle. Die Leitung 
obliegt DKM Benjamin Lack. (pd) 
PFINGSTMESSEN 
Apple Macintosh OS X 
«Leopard» 10.5 
NENDELN – Für alle Neueinsteiger oder 
Umsteiger auf Apple-Macintosh Computer, 
die die fantastischen Programme nutzen wol- 
len und Viren sowie Abstürze anderen über- 
lassen möchten, ist dieser Kurs besuchens- 
wert. Nach diesem Kurs können die Teilneh- 
menden ohne Probleme den Apple Macint- 
osh Computer bedienen und dessen beein- 
druckenden Möglichkeiten nutzen. Der Kurs 
500 beginnt am Freitag, den 5. Juni, um 19 
Uhr und findet in der Kunstschule in Nen- 
deln statt, dauert drei Freitagabende und 
steht unter der Leitung von Claudio Jäger. Er 
ist diplomierter PC- und Macintosh-Spezia- 
list mit langjähriger Erfahrung in den Be- 
reichen Erwachsenenbildung, Informatik und 
Internet. Mit Voranmeldung. Informationen 
und Anmeldungen bei der Erwachsenenbil- 
dung Stein-Egerta, Telefon 232 48 22 oder 
per E-Mail an info@steinegerta.li. (pd) 
LESERMEINUNG 
Die Mobilfunkindustrie 
und die Freizeitvereine 
Die Mobilfunkanbieter äusserten 
sich in ihrer Zeitungsmitteilung 
vom 26. Mai wie folgt: «Wir spre- 
chen allen Freizeitvereinen wie 
dem VGM, Gigaherz und ähnlichen 
die Kompetenz ab, in dieser Dis- 
kussion (gemeint ist die Gesund- 
heitsdiskussion Mobilfunk) sach- 
lich und fachlich auf Expertenebe- 
ne zu diskutieren.» Das ist ja eine 
tolle Einstellung zur Vereinsarbeit! 
Ohne die vielen Vereine und die 
Freiwilligenarbeit würde in der 
heutigen Zeit unsere Gesellschaft 
sowie Volkswirtschaft gar nicht 
funktionieren. Menschen mit sehr 
verschieden Lebensläufen sind die 
Stärke eines Vereins. In jedem Ver- 
ein engagieren sich also Experten 
aus den unterschiedlichsten Fach- 
gebieten für eine bestimmte Aufga- 
be und investieren ihre Freizeit; ob 
das ein Sportverein, ein Hilfswerk, 
eine freiwillige Feuerwehr oder ein 
anderer Verein ist. Freiwillige er- 
halten weder «Managerlöhne» noch 
Bonuszahlungen, sondern ver- 
schenken ihre Arbeitskraft und Wis- 
sen. Am Ende spielt es keine Rolle, 
ob die Berufsfeuerwehr oder die 
freiwillige Feuerwehr den Brand 
löscht. Das Feuer wurde kompetent 
gelöscht. Der Unterschied liegt 
schlussendlich nur im Preis für die 
erbrachte Leistung. 
Mario Schädler, 
Lowal 33, Balzers 
Ausstellung Die Füh- 
rung durch die Ausstellung 
«Frauenstimmrecht: 100 Jahre in 
Europa – 25 Jahre in Liechten- 
stein» gibt einen Einblick in die 
bewegte Geschichte der Einfüh- 
rung des Frauenstimmrechtes in 
Europa. Während in Finnland 
das allgemeine Frauenwahlrecht 
bereits 1906 eingeführt wurde, 
erhielten die Liechtensteine- 
rinnen das Stimmrecht erst 1984. 
Als letztes Land Europas hat 
Liechtenstein 1984 das Frauen- 
stimmrecht eingeführt. Es wurde 
von Männern über die Einfüh- 
rung des Frauenstimmrechts ab- 
gestimmt – und gelang im drit- 
ten Wahldurchgang. Mit der 
Wanderausstellung des Frauen- 
museums Bonn «Mit der Macht 
zur Wahl» wurde erstmals ver- 
sucht, die Geschichte der Ein- 
führung des Frauenstimmrechts 
im europäischen Vergleich dar- 
zustellen. Im Foyer des Land- 
tagsgebäudes in Vaduz wird ein 
repräsentativer Querschnitt 
durch die Ausstellung gezeigt. 
Besonders spannend ist der Aus- 
stellungsteil über Liechtenstein. 
Vor der Führung besteht die 
Möglichkeit, in der Besucherzo- 
ne des Landtagssaales die Land- 
tagssitzung zu verfolgen. Die 
Veranstaltung 537 findet am 
Mittwoch, den 24. Juni, von 18 
bis 19.30 Uhr im Landtagsge- 
bäude in Vaduz statt. Durch die 
Ausstellung führt Bernadette 
Kubik-Risch, Leiterin der Stabs- 
stelle für Chancengleichheit. Als 
Zeitzeugen berichten Helen 
Marxer-Bulloni und Josef Bie- 
dermann. Helen Marxer-Bulloni 
engagierte sich damals an vor- 
derster Frauenfront und Josef 
Biedermann war als Fraktions- 
sprecher der FBP intensiv mit 
dem Thema befasst. Der Eintritt 
beträgt 10 Franken – mit Voran- 
meldung. Auskunft bei der Er- 
wachsenenbildung Stein-Egerta 
in Schaan, Telefon 232 48 22 
oder per E-Mail an info@steine- 
gerta.li. (pd) 
FOTO 
ZVG 
KURSE 
Das Mohr-Programm 
zur Wunschfigur 
SCHAAN – Übergewicht ist in der 
Regel das Ergebnis von zu viel und 
falschem Essen und von zu wenig 
Bewegung. Dies ist den meisten 
Menschen bekannt, aber dennoch 
schaffen es viele nicht, ihr Ernäh- 
rungsverhalten langfristig zu verän- 
dern und mehr Aktivität in ihr Leben 
zu bringen. Der Grund dafür ist, dass 
diese Verhaltensweisen unterbewusst 
gesteuert sind. In diesem Seminar 
werden die mentalen Ursachen des 
Übergewichts erkannt, die falschen 
Programme verändert, neue Ziele im 
Unterbewusstsein verankert und die 
Lust auf dickmachende Lebensmit- 
tel eliminiert. Ein «Fahrplan» für die 
Zeit nach dem Seminar komplettiert 
das Programm, damit die Teilneh- 
menden ihren ganz persönlichen 
Weg finden, um sicher ihre Wunsch- 
figur zu erreichen. Der von Mental- 
trainer und Persönlichkeitsentwick- 
ler Clemens Maria Mohr («Die 
Mohr-Methode») geleitete Kurs fin- 
det am Samstag, den 6. Juni, von 9 
bis 17 Uhr im Seminarzentrum Stein- 
Egerta in Schaan statt.  Mit Voran- 
meldung. Anmeldung und Auskunft: 
Tel. 232 48 22 oder per E-Mail an in- 
fo@steinegerta.li. (pd) 
Trommelkurs in Schaan 
SCHAAN – In diesem Tagesseminar 
erlernen die Teilnehmenden die 
grundlegende Schlagtechnik, ein- 
fache Rhythmen und Stärkung des 
Rhythmusgefühls. Körperrhythmus, 
Rhythmusübungen und Trommeln 
unterstützen unsere Körperwahrneh- 
mung und unser Wohlbefinden ganz- 
heitlich. Die Referentin, Ingrid Frank, 
ist seit vielen Jahren freischaffende 
Trommelfrau (Musikerin) und arbei- 
tet mit Rhythmus und Trommeln im 
therapeutischen Bereich. Der Kurs 
116 beginnt am Sonntag, den 7. Juni, 
um 10 Uhr im Seminarzentrum 
Stein-Egerta, Schaan. Mit Voranmel- 
dung. Infos und Anmeldungen: Tel. 
232 48 22 oder per E-Mail an info@ 
steinegerta.li. (pd)
	        

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