Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

INLAND 
VOLKSBLATT 
7 FREITAG, 22. MAI 2009 
Süsse Früchtchen 
Erdbeersaison wieder in vollem Gange – Auch in Liechtenstein kann selbst gepflückt werden 
RUGGELL – Ab sofort können wie- 
der süsse und frische Erdbeeren 
aus der Region gekauft werden. 
Doch auch selber pflücken ist vor 
allem bei Familien sehr beliebt. 
• Julia Strauss 
Die heute allseits bekannte und be- 
liebte «Gartenerdbeere» wurde um 
1750 in Holland durch die Kreu- 
zung der «Chile-Erdbeere» und der 
Walderdbeere gezüchtet. Doch aus 
botanischer Sicht ist die Erdbeere 
eigentlich gar keine Beere, sondern 
eine Sammelnussfrucht. Ebenfalls 
isst man nicht nur eine Erdbeere, 
sondern gleich etwa 200 auf ein- 
mal, da die eigentlichen Früchte die 
kleinen, gelben Nüsschen auf der 
Oberfläche sind. Der saftige, rote 
Fruchtkörper ist nur eine «Schein- 
beere». 
Früher war die Erdbeere das 
Symbol für Demut und Beschei- 
denheit. 
Gesunde Scheinbeere 
Schon in der Steinzeit spielte die 
Erdbeere eine Rolle in der mensch- 
lichen Ernährung. Nicht nur wegen 
ihrer schönen Herzform und der 
knallroten Farbe wird sie von vie- 
len Leuten bis heute geliebt. Die 
Erdbeere ist eine wahre Vitamin-C- 
Bombe und enthält sogar mehr von 
diesem Powervitamin als Orangen 
oder Zitronen. Ausserdem sind sie 
mit nur 32 kcal pro 100 Gramm 
sehr figurfreundlich, da sie zu 90 
Prozent aus Wasser bestehen. Eben- 
falls ist die Erdbeere ein guter Ei- 
senlieferant. Doch immer mehr 
Menschen reagieren allergisch auf 
die roten Früchte. 
Importware verliert 
an Beliebtheit 
Durch Importe sind Erdbeeren 
in Liechtenstein   das ganze Jahr 
über bei uns erhältlich. Wegen der 
geringen Haltbarkeit und der lan- 
gen Transportwege werden Erd- 
beeren zwei bis drei Tage vor der 
optimalen Reife gepflückt. Des- 
halb ist es nicht verwunderlich, 
dass selber gepflückte Erdbeeren 
aromatischer schmecken.   Schon 
kurz nach der Ernte beginnt der 
Fäulnisprozess und der kann nur 
mit vielen Chemikalien verzögert 
werden. Deshalb warten Fein- 
schmecker sehnsüchtig auf die hei- 
mische Erdbeersaison und bevor- 
zugen das Selberpflücken der süs- 
sen Beeren. 
Norman Hasler vom Bangshof in 
Ruggell betreibt solch ein Selbst- 
pflück-Feld. «Die Saison startet 
dieses Wochenende und dauert un- 
gefähr einen Monat», erklärt er. Vor 
allem für Familien ist der Spassfak- 
tor hoch. Was gibt es Leckereres als 
frisch gepflückte Erdbeeren, die 
man mit gutem Gewissen essen 
kann? «Wir verzichten vollständig 
auf Spritz- und Düngemittel. Unse- 
re Erdbeeren sind absolut unbelas- 
tet», erzählt Hasler stolz. 
Ab heute können frische und saftige Erdbeeren selber auf dem Bangshof in Ruggell gepflückt werden. 
FOTO 
MICHAEL 
ZANGHELLINI 
Gafadurahütte: Brunch 
am Sonntag, den 24. Mai 
SCHAAN – Aus Anlass des 100-Jahr-Jubi- 
läums des LAV und zur offiziellen Begrüs- 
sung des neuen Wirteehepaares Elsbeth und 
Johann Ladner wird am kommenden Sonn- 
tag, den 24. Mai, von 9 bis 13 Uhr ein feiner 
Brunch auf Gafadura aufgetischt. Kosten pro 
Person: 23 Franken, Kinder bis 5 Jahre gra- 
tis, bis 6 Jahre 1 Franken und dann pro wei- 
teres Jahr 1 Franken mehr bis 13 Jahre, ab 13 
voller Preis. Jung und Alt sind herzlich will- 
kommen. Der Alpenverein und die Familie 
Ladner freuen sich über jeden Besucher. Das 
Wirteehepaar bietet neu jeden 2. Sonntag im 
Monat einen solchen Brunch an. 
Bergtouren 
Wanderung zur Gafadurahütte am Sonntag 
den 24. Mai: Aufgrund der offiziellen Be- 
grüssung der Wirtsleute auf Gafadura führt 
Michael Konzett anstatt der Figltour Schesa- 
plana eine Wanderung zur Hütte. Von Schaan- 
wald geht es hoch zur Paulahütte und weiter 
über den Alpzinken nach Gafadura. 940 Hö- 
henmeter, Gehzeit ca. 3 Stunden. Abfahrt mit 
dem Postauto ab Post Schaan um 7.20 Uhr, 
L13 oder Treffpunkt in Schaanwald Post 
7.40 Uhr. Auskunft erteilt der Tourenleiter 
am Samstagabend ab 18 Uhr unter der Tele- 
fonnummer 077 470 32 72. Die Figltour 
wird im Juni nachgeholt. 
Seniorenwanderungen 
1057. Dienstagswanderung am 26. Mai: 
Am Dienstag wandern wir ins Ruggeller 
Riet zur Irisblüte. Weiter geht’s ins Bangser 
Feld und über den Kanaldamm ins Rössli. 
Dort gibt’s eine Grillwurst mit Brot. Treff- 
punkt: Um 13.28 Uhr bei der Haltestelle 
Kirche Ruggell, (Schaan ab 13.10 Uhr). 
Wanderleiter: Gerhard Oehri, Telefonnum- 
mer 373 26 05. 
1224. Donnerstagswanderung am 28. 
Mai: Am nächsten Donnerstag wandern wir 
von Rizlina via Gnalp-Mitätschen-alte Si- 
lumstrassse-Silum zum unteren Ferchen- 
egg. Einkehr im Berggasthaus Matu. Dann 
wird weiter zum Aussichtsturm in Gaflei 
gewandert. Abstieg über Ob-Mitu-Foppa- 
Masescha zur Maseschakreuzung. Treff- 
punkt: Um 12.52 Uhr Haltestelle Rizlina, 
(Vaduz ab 12.33 Uhr). Wanderleiter: Alfons 
Schädler, Telefonnummer 262 44 21. 
814. Freitagswanderung am 29. Mai: Von 
der Haltestelle Vild wandern wir zur Sar- 
ganser Au, nach der Unterführung geht’s 
ein kurzes Stück durch den Wald zum 
Rheindamm. Auf diesem wandern wir bis 
nach Trübbach zur Einkehr im Restaurant 
Hirschen. Treffpunkt: Um 13.45 Uhr bei der 
Haltestelle Sargans Vild, (Schaan ab 13.10 
Uhr, L 12). Wanderleiter: Fredi Hutz, Tele- 
fonnummer 081 771 32 47. 
Liechtensteiner Alpenverein 
ALPENVEREIN 
RUGGELL – Ab sofort kön- 
nen auf dem Bangshof wieder 
frische Erdbeeren direkt vom 
Feld gepflückt werden. Dabei 
können auch eigene Gefässe 
mitgenommen werden. Die 
Erdbeeren werden direkt ab- 
gewogen und können beim 
Bangshof bezahlt werden. 
Die Saison startet heute, Frei- 
tag, den 22. Mai und dauert 
noch bis circa Ende Juni. (js) 
ERDBEEREN PFLÜCKEN 
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Erasmus von Rotterdam – 
Das Lob der Torheit 
SCHAAN – In dieser Veranstaltung wird 
der Inhalt des Buches von Erasmus vorge- 
stellt und der Frage nachgegangen, was Tor- 
heit bedeutet und warum sie manchmal im 
Leben und Denken notwendig ist. Im Jahre 
1509, vor genau 500 Jahren, schrieb Eras- 
mus von Rotterdam die kleine Abhandlung 
«Das Lob der Torheit». Innerhalb einer Wo- 
che soll er dieses philosophische Meister- 
werk verfasst haben, das bis heute gerne ge- 
lesen wird. Erasmus zeigt mit viel Ironie an 
konkreten Beispielen nicht nur auf, wie Tor- 
heit das Denken und Handeln der Menschen 
mitbestimmt, er macht uns zugleich mit 
dem Gedanken vertraut, warum ein be- 
stimmtes Quantum an Torheit für unser Le- 
ben nötig ist. Der Referent Stefan Hirsch- 
lehner leitet schon seit vielen Jahren die 
Philosophieabende der Stein-Egerta. Der 
Vortrag findet am Donnerstag, den 28. Mai, 
um 18 Uhr im Seminarzentrum Stein-Eger- 
ta, Schaan, statt. Mit Voranmeldung. Infos/ 
Anmeldungen: Telefon 232 48 22 oder per 
E-Mail an info@steinegerta.li. (pd) 
Starkbierfest Das «3. 
Schellenberger Salvator-Stark- 
bierfest» startete am Mittwoch- 
abend mit begeistertem Publi- 
kum und dem Starkbier-Fassan- 
stich durch den Gemeinde- 
obersten der Gastgemeinde 
Gamprin, Vorsteher Donath 
Oehri (links) und Regierungs- 
chef-Stellvertreter Martin 
Meyer (rechts). Kaum war das 
Zelt bei der Jägerstube Zum 
Kreuz in Schellenberg geöffnet, 
trafen Hunderte von Gästen aus 
nah und fern ein. Dies freute 
den Initiator des Salvator-Stark- 
bierfestes, Kreuzwirt Daniel 
Bargetze (Mitte). Gestern nahm 
das Salvator-Starkbierfest mit 
einem 6-stündigen Frühschop- 
pen seine Fortsetzung. Heute 
Abend stehen Tanz und Unter- 
haltung mit Martin Kofler auf 
dem Programm, ehe am Sams- 
tagnachmittag die Liebhaber 
des Hefesaftes in die Kunst der 
Bierbrauerei eingeführt werden 
(Anmeldung sind möglich unter 
www.starkbierfest.li). Das «3. 
Schellenberger Salvator-Stark- 
bierfest» wird am Samstag- 
abend mit dem Dämmerschop- 
pen, an dem der Musikverein 
aus Gamprin nochmals alles 
gibt und zum Finale aufspielt, 
abgerundet. 
Weitere Fotos gibt es im Inter- 
net unter www.volksblatt.li. (pd) 
FOTO 
MICHAEL 
ZANGHELLINI 
SCHAAN – Vor gut einem 
Jahr wurde die Stiftung Agrar- 
marketing Liechtenstein aus 
der Taufe gehoben. Ziel der 
von Staat, Wirtschaftskammer, 
VBO (Vereinigung Bäuer- 
licher Organisationen) und 
dem Milchverband getragenen 
Stiftung ist, die Wirtschaft- 
lichkeit, Marktkoordination 
und die Öffentlichkeitsarbeit 
der Liechtensteiner Bauern zu 
fördern und ihnen damit unter 
die Arme zu greifen. 
Neue Absatzkanäle 
Dabei stellt auch die Er- 
schliessung neuer Absatzka- 
näle eine grosse Herausforde- 
rung dar. (js) AGRARMARKETING
	        

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