Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

KULTURNEWS 
Dienstag, 19. Mai 2009 
Seite 21 
KULTURNACHRI CHTEN FÜR DAS RHEI NTAL 
Geigerin mit grosser Zukunft 
Rachel Wieser brillierte an Frühlingskonzerten des Orchesters Liechtenstein-Werdenberg 
BUCHS/ESCHEN – Die Frühjahrs- 
konzerte mit dem beliebten Or- 
chester Liechtenstein-Werden- 
berg fanden im Gemeindesaal 
von Eschen und in der Evange- 
lischen Kirche von Buchs statt. 
Die Frühjahrskonzerte mit dem in 
der ganzen Region geschätzten Or- 
chester Liechtenstein-Werdenberg 
boten ein abwechslungsreiches Pro- 
gramm mit Werken des liechtenstei- 
nischen Nationalkomponisten Josef 
Gabriel Rheinberger (1839-1901), 
des Polen Henri Wieniawski (1835- 
1880), des Basken Pablo de Sarasa- 
te (1844-1908) und des deutschen 
Operngrossmeisters Carl Maria von 
Weber (1786-1826), diesmal aber 
als Symphoniker. Der Vorarlberger 
Orchesterchef Stefan Susana diri- 
gierte sein beeindruckendes und 
klangvolles Orchester mit jugend- 
lichem Elan, die liechtensteinische 
Solistin Rachel Wieser (Violine) be- 
wies mit ihrer schon sehr reifen 
Kunst, dass sie zweifellos eine 
schöne Karriere vor sich hat. 
Virtuosität und Ausdruck 
Die Soiree am Sonntag in der 
Evangelischen Kirche in Buchs 
wurde mit einem Opus Rheinber- 
gers eröffnet – «Das Zauberwort», 
eine Ouvertüre alla Turca, von Josef 
Frommelt bearbeitet. Rassige 
Janitscharenklänge wechselten mit 
einem romantisch gefälligen Sei- 
tenthema. Dann betrat die hübsche 
junge Geigen-Lady Rachel Wieser 
das Konzertpodium und begeisterte 
dreimal das Publikum – mit «Polo- 
naise de Concert» für Violine und 
Orchester, D-Dur, op.4, und «Le- 
gende», g-Moll, op. 17, von Wieni- 
awski sowie mit den überaus popu- 
lären Zigeunerweisen, op. 20, von 
de Sarasate. Schwungvoll-tänze- 
risch gestaltete Rachel Wieser die 
«Polonaise», mit meditativem Atem 
stattete sie die «Legende» aus. Und 
das Orchester begleitete sie sensi- 
bel. Ebenso bei den Zigeunerwei- 
sen, welche Rachel zuerst mit fun- 
kelndem Sentiment und dann ra- 
santer Virtuosität interpretierte. Ra- 
chel Wieser war Schülerin von 
Konzertmeisterin Helga Frommelt- 
Torkos, studierte weiter in Basel 
und Bern und lebt heute in London 
als Studierende. Sie gewann zahl- 
reiche Preise und spielt auch inter- 
national oft mit prominenten Part- 
nern. Auch ist sie Preisträgerin bei 
einem Vaduzer Podium-Konzert im 
Jahre 2007 gewesen. 
Weber als Symphoniker 
Das gehaltvolle Konzert in der 
Evangelischen Kirche wurde mit 
der ersten Symphonie in C-Dur 
von Carl Maria von Weber, dem 
Meister des «Freischütz», beendet. 
Das leichtfüssige und hörgefällige 
Werk im lichten C-Dur machte 
klar, dass Weber nicht zu den gros- 
sen Symphonikern zählt. Allzu 
sehr schimmert in seiner Klangre- 
de noch die Wiener Klassik durch. 
Ein Lob vor allem den exquisiten 
Bläsern in Scherzo und Finale. 
Und Stefan Susana sorgte stets um- 
sichtig für freundliche «Frühlings- 
stimmung». (es) 
Bewies im Rahmen der Frühjahrskonzerte des OLW in Eschen und Buchs, dass sie eine schöne Karriere vor sich hat: Geigerin Rachel Wieser. 
FOTO 
MICHAEL 
ZANGHELLINI 
Was es heute 
Dienstag auf 
den diversen 
TV-Kanälen zu 
sehen gibt 
TV / 23 
Lars von Trier schockt mit «Antichrist» 
Letzte / 24 
«Ohne Rolf» Sie waren bereits im 
letzten Herbst im Vaduzer Schlösslekeller 
zu sehen. Nun kommen die beiden «stum- 
men» Komiker mit ihren tausend Plakaten 
und einem kleinen «Schreibhals» ins Schaa- 
ner TaK. Das Luzerner Duo «Ohne Rolf» 
zeigt heute Abend um 20.09 Uhr nochmals 
sein zweites abendfüllendes Programm in 
Liechtenstein. Kommen, sehen, lesen, und 
lachen! Weitere Infos und Karten: Tel. 237 
59 69 bzw. per E-Mail an vorverkauf@tak. 
li sowie im Internet unter www.tak.li. (pd) 
NEWSMIX 
«Andrea Chenier» kommt 
2011/12 auf die Seebühne 
BREGENZ – Die Bregenzer Festspiele ha- 
ben sich für die Jahre 2011 und 2012 festge- 
legt: Im Anschluss an Verdis «Aida» kommt 
auf der Seebühne das Revolutionsdrama 
«Andrea Chenier» des italienischen Kom- 
ponisten Umberto Giordano zur Auffüh- 
rung. Als Oper im Festspielhaus wird 2010 
Mieczyslaw Weinbergs «Die Passagierin» 
zu sehen sein, teilte Festspiel-Intendant Da- 
vid Pountney am Montag in einem Commu- 
niqué mit. «Andrea Chenier» ist das be- 
rühmteste Werk Giordanos. Die 1896 an der 
Mailänder Scala uraufgeführte Oper spielt 
vor dem Hintergrund der Französischen Re- 
volution. Im Zentrum der Handlung steht 
die historische Figur des Andrea Chenier, 
eines französischen Dichters, der in den 
Wirren der Revolution vom glühenden An- 
hänger zum gnadenlos Verfolgten wird und 
am Ende auf der Guillotine endet.(sda) 
Poetry-Slam in Schaan 
SCHAAN – Am Freitag, den 29. Mai, fin- 
det im TaK-Foyer ein Poetry Slam der Ex- 
traklasse statt: Ein offizieller Qualifikati- 
ons-Slam für die Deutschen Meisterschaften 
2009 in Düsseldorf – mit Liechtensteiner 
Beteiligung. Zusammen mit der Nachtbar 
präsentiert das Literaturhaus Beni Quaderer 
(FL), Manuel Bü- 
chel (FL), Stefan 
Abermann (A), Si- 
mon Chen (CH), 
Martin Fritz (A), 
Grohacke (D) und 
Harry Kienzler (D). 
Und es könnten noch 
mehr hochkarätige 
Slammer werden, die vom master of cere- 
mony und bekannten Slammer Richi Küttel 
(CH) präsentiert werden. Als Publikum mi- 
schen Sie mit, stimmen ab und sind hautnah 
dabei. Lassen Sie sich mitreissen von einem 
wortgewaltigen, bewegenden, berührenden 
Poetry Slam und küren Sie den Teilnehmer 
an den Deutschen Meisterschaften. Vorver- 
kauf: vorverkauf@tak.li oder unter der Tele- 
fonnummer 237 59 69. (pd) 
Podium-Konzert 5: Carole Marxer 
Letztes Konzert der Nachwuchsreihe präsentiert FL-Pianistin 
VADUZ – Beim fünften und letzten 
Konzert der beliebten Podium- 
Konzertreihe für junge Talente in 
dieser Saison wird am kommen- 
den Sonntag, den 24. Mai, die 18- 
jährige Pianistin Carole Marxer 
aus Eschen präsentiert. 
Sie spielt neben einem vielfältigen 
Programm mit Werken von Joseph 
Haydn, Erwin Schulhoff, Béla 
Bartók, Josef Gabriel Rheinberger 
und Felix Mendelssohn auch eine 
Eigenkomposition als Urauffüh- 
rung. Der Eintritt zu diesem Konzert 
im Vaduzer Rathaussaal, das um 11 
Uhr beginnt, ist wie immer frei. Das 
grosse Abschlusskonzert mit Preis- 
verleihung findet am 14. Juni statt. 
Carole Marxer wurde 1991 in Va- 
duz geboren und ist in Eschen auf- 
gewachsen. Derzeit bereitet sie sich 
am Liechtensteinischen Gymnasi- 
um auf ihre Matura vor. Bereits im 
Alter von sieben Jahren erhielt sie 
ersten Klavierunterricht bei Drazen 
Domjanic, der im liechtenstei- 
nischen Musikleben seit rund drei 
Jahrzehnten eine feste Grösse ist. 
Von 1999 bis 2007 wurde Carole 
Marxer von Monika Nachbaur an 
der Liechtensteinischen Musik- 
schule unterrichtet. Zusätzlich er- 
teilte ihr Enikö Nagy Stunden in 
Musiktheorie. Ein Semester bei 
Jacek Lukaszczyk (Landeskonser- 
vatorium für Vorarlberg in Feld- 
kirch) brachte weitere wichtige An- 
regungen. Mit 15 Jahren absol- 
vierte die junge Pianistin erfolg- 
reich die Aufnahmeprüfung des 
Feldkircher Landeskonservatori- 
ums. Hier wird sie seither von An- 
na Adamik unterrichtet. Mit sehr 
gutem und ausgezeichnetem Erfolg 
nahm Carole Marxer bereits an 
mehreren liechtensteinischen Nach- 
wuchswettbewerben teil, sowohl 
als Solistin als auch als Kammer- 
musikerin und Begleiterin. Zudem 
wirkte sie als Klavierbegleiterin so- 
wohl am Schweizerischen Musik- 
wettbewerb mit als auch am Vor- 
arlberger Landes- und österrei- 
chischen Bundeswettbewerb «Pri- 
ma la Musica». 
Preisverleihung im Juni 
Mit Carole Marxer endet die Po- 
dium-Konzertreihe in dieser Sai- 
son. Krönender Abschluss bildet 
am 14. Juni das Konzert mit den 
diesjährigen Podium-Preisträgern 
und -trägerinnen, bei dem I.K.H 
Erbprinzessin Sophie von und zu 
Liechtenstein, unter deren Patronat 
die Reihe steht, die Preise überge- 
ben wird. Die Auswahl trifft eine 
Fachjury unter der Leitung von 
Maestro Graziano Mandozzi, der 
auch künstlerischer Leiter der Po- 
dium-Konzerte ist. 
Weitere Infos gibts unter der Te- 
lefonnummer 237 59 69 bzw. per 
E-Mail an vorverkauf@tak.li sowie 
im Internet unter www.tak.li. (pd) 
Konzertiert am Sonntag in Vaduz: 
Carole Marxer. 
Weitere Fotos unter: 
www.volksblatt.li 
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Jetzt geht es 
um Millionen: 
Zwei deutsche 
Zoos streiten um 
Knut-Einnahmen 
Letzte / 24
	        

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