Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

INTERNATIONAL 
VOLKSBLATT 
20 MONTAG, 4. MAI 2009 
Piraten kapern 
griechischen Frachter 
Überfall auf norwegischen Tanker verhindert 
NAIROBI – Somalische Piraten ha- 
ben den unter Flagge Maltas fah- 
renden griechischen Frachter «Ari- 
ana» etwa 250 Seemeilen süd- 
westlich der Seychellen gekapert. 
Von der aus 24 Ukrainern bestehen- 
den Mannschaft des mit 35 000 
Tonnen Lebensmitteln beladenen 
Schiffes wurde nach den vorlie- 
genden Informationen niemand 
verletzt. Die griechischen Eigentü- 
mer erhielten zunächst keine Löse- 
geldforderung. Das Schiff sollte 
aus Brasilien kommend Soja in den 
Iran liefern. 
Unterdessen vereitelte die Besat- 
zung einer portugiesischen Fregatte 
im Golf von Aden einen Piraten- 
überfall auf einen norwegischen 
Öltanker. Die Soldaten nahmen 19 
Männer fest und stellten nach 
NATO-Angaben Sprengstoff, 
Schnellfeuergewehre und Panzer- 
abwehrgranaten sicher. Die Piraten 
wurden aber wieder freigelassen. 
Gute Figur machen 
die Bikinis von Swim Group 
Collection. 
FOTO 
EPA 
Bauer steckt Schweine an 
Erstmals wurde der Erreger von einem Menschen auf Schweine übertragen 
OTTAWA – Ein beunruhigendes 
Zeichen für die Wandlungsfähig- 
keit des Erregers kam jetzt aus 
Kanada: Erstmals wurde das Vi- 
rus von einem Menschen auf 
Schweine übertragen. 
In Kanada hat ein mit der Schwei- 
negrippe H1N1 infizierter Mann ei- 
ne Schweineherde mit 220 Tieren 
infiziert, berichtete die kanadische 
Lebensmittelbehörde. Die Sicher- 
heit der Lebensmittelversorgung 
sei  dadurch aber nicht gefährdet, 
teilte die Canadian Food Inspection 
Agency in Ottawa mit. 
Es sei «sehr wahrscheinlich», 
dass das Virus in der Provinz Alber- 
ta von einem Mann auf die Tiere 
übergegangen sein der kürzlich aus 
dem besonders stark betroffenen 
Mexiko zurückgekehrt war und 
Symptome der weltweit grassie- 
renden Grippe zeigte. Auch an den 
Tieren hätten sich daraufhin Zei- 
chen der Krankheit gezeigt. Sowohl 
der Farmer als auch die Tiere hätten 
sich bereits erholt oder erholten 
sich noch, ergänzte die Behörde. 
Die Herde steht unter Quarantäne. 
Weltweit wurden inzwischen 
mehr als 800 Infektionen bestätigt, 
die meisten in Mexiko. Auch in 
Deutschland wurden zehn neue Fäl- 
le registriert, sieben in Spanien, ei- 
ner in Irland und der erste Fall in 
Italien. Neun neue Verdachtsfälle 
werden aus Grossbritannien, ein 
weiterer aus Portugal gemeldet. 
Die Zahl der bestätigten Todesop- 
fer in Mexiko stieg auf 19. 
In den USA gab es vor allem in 
den Bundesstaaten New York, Texas 
und Kalifornien bestätigte Infekti- 
onen, zumeist bei Urlaubsrückkeh- 
rern aus Mexiko. Nach dem ersten 
Schweinegrippe-Fall in China wur- 
den alle Flüge aus Mexiko ausge- 
setzt. Das Hotel, in dem der er- 
krankte Tourist aus Mexiko in Hong- 
kong abgestiegen war, wurde mit 
seinen 350 Gästen für sieben Tage 
unter Quarantäne gestellt. Die rund 
130 Passagiere, die im gleichen Flug 
wie der Grippepatient nach China 
gekommen waren, wurden ebenfalls 
für eine Woche isoliert. Singapur be- 
schloss, alle aus Mexiko ankom- 
menden Passagiere für eine Woche 
unter Quarantäne zu stellen. 
Die Schweinegrippe weitet sich aus – Weltweit wurden mehr als 800 In- 
fektionen bestätigt. 
FOTO 
KEYSTONE 
Nachwuchs in Knies Kinderzoo in 
Rapperswil. Giraffenmama Mara brachte 
vor drei Tagen ein Junges zur Welt. 
Und da war noch ... ein Einbruch in eine 
Fabrik im australischen Staat New South 
Wales, der offenbar völlig schiefgegangen 
war. Die Polizei brauchte drei Stunden, um 
den mutmasslichen Täter vom Dach des Ge- 
bäudes zu bergen. Der 53-Jährige sass dort 
fest und konnte sich, weil das Dach zu steil 
und zu rutschig war, weder vorwärts, noch 
zurückbewegen, wie die Polizei am Sonntag 
mitteilte. Nach mehreren vergeblichen Ver- 
suchen, den Mann vom Dach zu holen, wur- 
de schliesslich die Feuerwehr gerufen. Bei 
dem Mann wurden Einbruchswerkzeuge, 
eine kleine Leiter und Seile gefunden. 
ZU GUTER LETZT 
NEWSMIX 
Nach Erdbeben: Hälfte der 
Häuser wieder bewohnbar 
L’AQUILA – Über die Hälfte aller Häuser 
im italienischen Erdbebengebiet rund um 
L’Aquila sind nach Worten von Ministerprä- 
sident Silvio Berlusconi wieder bewohnbar. 
Viele Bürger zögern aber noch aus Furcht vor 
den andauernden Nachbeben, in ihre Woh- 
nungen zurückzukehren. Berlusconi zufolge 
wurden 53 Prozent der Häuser und Woh- 
nungen überprüft und für sicher befunden. 
Maddie vor zwei Jahren entführt 
LONDON – Zum 
zweiten Jahrestag des 
mysteriösen Ver- 
schwindens von Ma- 
deleine McCann 
setzten die Eltern des 
britischen Mädchens 
ihre Hoffnungen auf 
ein neu veröffent- 
lichtes Foto. Mithilfe 
eines speziellen Computerprogramms hat 
ein Gerichtsmediziner ein Bild entworfen, 
das zeigt, wie sich Maddies Gesicht in den 
vergangenen beiden Jahren verändert haben 
könnte. Das Bild soll mit Postern auf der 
ganzen Welt ausgehängt werden. 
Vergiftete Drinks in Wien 
WIEN – Nach dem Genuss von heimlich 
vergifteten Drinks sind in Wien am Sonntag 
fünf Menschen lebensgefährlich erkrankt. 
Die Polizei nahm am Abend einen Tatver- 
dächtigen fest. Nach Angaben der Polizei 
hatte der Täter die Getränke in einer be- 
liebten Bar im Wiener Bezirk Alsergrund 
mit einer noch nicht bekannten Substanz 
vergiftet. Die drei Männer und zwei Frauen 
im Alter zwischen 20 und 30 Jahren wurden 
sofort mit schweren Vergiftungserschei- 
nungen in Krankenhäuser gebracht. 
Lawine tötet sechs Menschen 
INNSBRUCK – Eine Lawine hat am Wo- 
chenende in Österreich sechs Menschen in 
den Tod gerissen. Die offenbar aus Tsche- 
chien stammenden Urlauber wurden am 
Samstagnachmittag im Gebiet des Skiortes 
Sölden in Tirol verschüttet. Ein Rettungs- 
einsatz am Berg Schalfkogel in rund 3000 
Metern Höhe musste wegen schlechten Wet- 
ters abgebrochen werden, und die Opfer 
konnten erst am Sonntag geborgen werden. 
WHO gibt keine Entwarnung 
NEW YORK – Angesichts der 
weiteren Ausbreitung der Schwei- 
negrippe hat die Weltgesund- 
heitsorganisation (WHO) zu an- 
haltender Wachsamkeit aufgeru- 
fen. Es wäre unvorsichtig, sich 
bei dem schnell mutierenden Er- 
reger von der bisher geringen 
Zahl der Todesopfer beruhigen 
zu lassen, so der WHO-Direktor 
für das globale Warnsystem, 
Mike Ryan. «Es gibt keinen 
Grund zur Entwarnung», sagte 
auch der Präsident des Robert- 
Koch-Instituts, Jörg Hacker. Es 
sei ein «Unsicherheitsfaktor», 
dass das Virus offensichtlich gut 
übertragbar sei und sein Erbgut 
verändern könne. 
Proteste wegen 
Massenschlachtung 
KAIRO – Wegen der um- 
strittenen Massenschlachtung 
von Schweinen ist es am 
Sonntag in Ägypten zu ge- 
walttätigen Protesten wü- 
tender Schweinezüchter ge- 
kommen. Die ägyptischen 
Behörden hatten am Samstag 
mit der Massenschlachtung 
von Schweinen begonnen. In 
Kairo wurden allein am Sonn- 
tag 28 000 Schweine zu 
Schlachthöfen gefahren. 
Die etwa 250 000 Schweine 
in Ägypten werden vor allem 
von Christen gezüchtet und 
verspeist. Im Islam gelten 
Schweine als unrein. 
Dembinski flog zwei Stunden in einer Höhe von rund 1000 Metern. 
WALLDORF – Kunstflug-Pilot 
Uli Dembinski (50) hat mit 333 
Loopings am Stück einen neuen 
Rekord aufgestellt und sich somit 
einen Eintrag ins Guinnessbuch 
der Rekorde gesichert. 
Neuer Rekord: 333 Loopings
	        

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