Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

INLAND 
VOLKSBLATT 
4 DIENSTAG, 28. APRIL 2009 
60 miteinander gestaltete Jahre 
Wir gratulieren Walter und Anna Gerner, Eschen, zur diamantenen Hochzeit 
ESCHEN – Vor 60 Jahren haben 
sich Walter Gerner und Anna Fe- 
ger in der Wallfahrtskirche Ein- 
siedeln das Jawort gegeben. Heu- 
te feiern sie dankbar und zufrie- 
den ihre diamantene Hochzeit. 
• Theres Matt 
Zuversichtlich und dankbar schau- 
en Anna und Walter Gerner auf ih- 
ren miteinander begangenen Le- 
bensweg zurück, erzählen von ar- 
beitsam und auch gesellig ver- 
brachten Jahren. Sie schätzen die 
nunmehr ruhig verlaufenden Tage 
in ihrem gemütlichen Zuhause an 
der Haldengasse 6 in Eschen. 
Erinnerungen an «damals» 
«’S ischt alls noch anderscht gsi» 
– damals, als Walter Gerner mit 
dem Velo nach Triesen zur «Sto- 
berte» ging. Anna Feger, die im 
Gasthaus «Sonne» als allseits ge- 
schätzte Serviertochter arbeitete, 
war Grund genug, um den Weg 
Eschen-Triesen zu unternehmen. 
1949 haben Anna Feger und Walter 
Gerner in Einsiedeln «Hochzig 
ghalta», gemeinsam mit sechs wei- 
teren Paaren aus Liechtenstein. 
Lugano war Ziel der anschlies- 
senden Hochzeitsreise. Wohnung 
nahm das Ehepaar im Elternhaus 
von Walter Gerner. Die junge Frau 
half – neben dem Haushalt – ihrem 
Schwiegervater im Bauernbetrieb. 
Walter Gerner arbeitete im Bauge- 
schäft Ludwig Marok in Mauren, 
später fand er und auch seine Frau 
Beschäftigung in der Presta. 
Familiär und gesellig 
Lebhaft ging es «bis Gerners» zu 
und her mit den fünf heranwach- 
senden Kindern, der vielseitig ak- 
tiven Mama und dem in der Har- 
moniemusik mitwirkenden Vater. 
Neben der Landwirtschaft wurde 
ein grosser Garten und eine Viel- 
zahl an Obstbäumen gehegt und ge- 
pflegt. Auffallend, die Blumen- 
pracht ums Haus, die Geranien an 
den Fenstern; manchen Preis holte 
sich Anna Gerner beim Unterländer 
Blumenwettbewerb. Sie nahm sich 
auch Zeit für vielseitig guten Kon- 
takt mit Nachbarn, Bekannten und 
Verwandten, zum Jassen, zum The- 
aterspielen, zum Fasnachtstrubel 
und «Tüerka-Uszücha». Gerne be- 
diente sie bis ins hohe Alter Famili- 
enangehörige und Bekannte mit 
währschaftem Essen und Selbstge- 
backenem. Mit seinen Kindern und 
Bekannten machte das Ehepaar 
Ferien in südlichen Ländern, lernte 
auf Reisen viele europäische Ge- 
biete kennen. 
«Es ischt guat ganga» 
Zufrieden blicken Anna und Wal- 
ter Gerner zurück, freuen sich an 
den Familien ihrer Kinder mit den 
zehn Enkeln und zwei Urenkeln. 
Sie erzählen mit etwas Wehmut von 
den nunmehr in Neuseeland, Brasi- 
lien, England und in der Schweiz 
lebenden Enkeln, pflegen guten 
Kontakt. 
Zum heutigen Festtag spielt die 
Harmoniemusik Eschen ihrem Eh- 
renmitglied Walter Gerner, seiner 
Frau und den vielen Gästen ein 
Ständchen, gratuliert dem Jubel- 
paar zur diamantenen Hochzeit, 
wie auch die vielen Bekannten und 
Verwandten, die Anna und Walter 
Gerner weiterhin möglichst gesun- 
de und bestens ausgefüllte Jahre 
wünschen. Wir schliessen uns den 
Gratulanten mit herzlichen Glück- 
und Segenswünschen an. 
Feiern heute ihre diamantene Hochzeit: Walter und Anna Gerner. 
FOTO 
ZVG 
Notfallnummer Liechtenstein 230 30 30 
ARZT IM DIENST 
Herzliche Glückwünsche 
unseren Jubilaren 
Wir gratulieren recht herzlich zum Geburts- 
tag und wünschen weiterhin alles Gute und 
Gottes Segen. 
Heute Dienstag 
Viktoria VOGT, Unterm Schloss 58, Bal- 
zers, zum 87. Geburtstag 
Charlotte LUDWIG, Jägerweg 7, Vaduz, 
zum 83. Geburtstag 
Adrian FRICK, Prafatell 23, Balzers, zum 
83. Geburtstag 
Diamantene Hochzeit 
in Triesenberg 
Am 28. April 1949 
gaben sich Vikto- 
ria HILBE und 
Magnus SCHÄD- 
LER aus Triesen- 
berg (Foto) in Ein- 
siedeln das Ehe- 
versprechen. Heute blicken sie auf 60 ge- 
meinsame und glückliche Jahre zurück und 
feiern bei bester Gesundheit im Kreise ihrer 
drei Kinder und deren Familien, mit sieben 
Enkelkindern, vier Urenkelkindern und mit 
Verwandten und Freunden das diamantene 
Hochzeitsfest. 
Wir schliessen uns den Gratulationen an 
und wünschen Dorli und Magnus Schädler 
viele weitere, zufriedene und gesunde Jahre 
in trauter Zweisamkeit. 
Dienstjubiläen in der Industrie 
Auf stolze 40 Dienstjahre dürfen heute zu- 
rückblicken: 
Antonio SGRO, Rupplis 3, Azmoos. Der 
Jubilar arbeitet bei der Oerlikon Mechatro- 
nics AG als Fertigungsspezialist. 
Herbert FRICK, Bim Flugplatz 3, Schaan. 
Der Jubilar ist als Leiter Training Technical 
bei der Ivoclar Vivadent AG tätig. 
Den Gratulationen der Firmenleitungen 
schliessen sich die Liechtensteinische In- 
dustrie- und Handelskammer sowie das 
«Volksblatt» gerne an. 
Dienstjubiläum in Vaduz 
Dieser Tage wer- 
den es genau 30 
Jahre, seit Josef 
STALDER (Foto) 
den Bereich Ar- 
chitektur des Va- 
duzer Immobili- 
enunternehmens 
Refida AG als Geschäftsführer verantwort- 
lich leitet. Zahlreiche Überbauungen im 
Lande tragen die Handschrift des inzwi- 
schen 58-jährigen Architekten, der mit sei- 
ner Frau Hedwig (geb. Hasler) in Eschen 
wohnt. Josef Stalder hat in den letzten drei 
Jahrzehnten den öffentlichen Raum in prak- 
tisch allen Gemeinden unseres Landes mit 
Geschäfts- und Privatbauten, die auf seinem 
Reissbrett entworfen und unter seiner Bau- 
leitung entstanden sind, wesentlich mitge- 
staltet. Als einige wenige Beispiele seien 
hier die Bürohaus-Überbauung an der Va- 
duzer Neugasse/Landstrasse, Ein- und 
Mehrfamilienhäuser in anderen Gemein- 
den, eine Überbauung in Planken oder 
das Bürohaus Manioca in der Eschner In- 
dustriezone erwähnt. 
Josef Stalder erfreut sich trotz seines kon- 
sequenten Durchsetzungsvermögens in bau- 
herrschaftlichen Anliegen bei allen Unter- 
nehmern und Mitarbeitern des Bauhaupt- 
und -nebengewerbes im Lande grosser Be- 
liebtheit und fachlicher Anerkennung. Zu 
seinem 30-jährigen Dienstjubiläum über- 
mitteln wir Josef Stalder herzliche Glück- 
wünsche! (pd) 
PERSÖNLICH 
Zitherklänge zum 90. Wiegenfest 
Herzlichen Glückwunsch ins Rütelti 370 
TRIESENBERG – Die lieblichen Zi- 
therklänge der Triesenbergerin Ir- 
ma Beck berühren tief. Vor allem 
in besinnlichen Momenten spiele 
sie auf ihrem Saiteninstrument, 
sagt die musikalische Jubilarin, die 
heute ihr 90. Wiegenfest feiert. 
• Ursula Schlegel 
Den besonderen Anlass nutzen wir 
zu einem Gespräch mit der jung ge- 
bliebenen Jubilarin. Dieses wird 
zur spannenden Zeitreise über neun 
bewegte Jahrzehnte. 
«Über Gefühle sprach man nicht» 
«Natürlich war früher alles an- 
ders als es heute ist», sagt Irma 
Beck bei der Frage nach ihrer Ju- 
gendzeit in Triesenberg. Sie ge- 
hört zur Generation, welche die 
Auswirkungen der beiden Welt- 
kriege hautnah zu spüren bekam 
und später den Aufstieg vom 
Agrar- zum Industrie- und Dienst- 
leistungsstaat miterlebte. Entspre- 
chend spannend sind denn auch 
die Erzählungen der heute 90-Jäh- 
rigen. 
«Bis zu meinem 11. Lebensjahr 
war ich bei der Ahna und bei 
meinem Vetter im Rietli 71», erin- 
nert sich Irma Beck an unvergess- 
liche Jugendjahre. Als ihr jüngster 
Bruder geboren wurde, kam sie 
als Kindsmagd ins Elternhaus «uf 
Leitawis 49». Über Gefühle habe 
man damals nicht gesprochen, 
sagt Irma Beck in Erinnerung an 
den Abschied vom Rietli. Im letz- 
ten Schuljahr arbeitete sie an den 
freien Tagen als «Mädchen für al- 
les» im damaligen Café Real, spä- 
ter ihr erster fester Arbeitsplatz. 
Dann führten sie die Wanderjahre 
in den Gasthof «Drei König» nach 
Richterswil und nach Siebnen, wo 
sie im Service arbeitete. In dieser 
Zeit lernte die Musikbegeisterte 
ihren späteren Ehemann Johann 
Beck – er war ebenfalls ein lei- 
denschaftlicher Musikant – ken- 
nen. 
Die starke Frau 
an der Seite des Ehemannes 
Nach ihrer Heirat war es für Irma 
Beck eine Selbstverständlichkeit, 
den Platz an der Seite ihres aktiven 
Ehemannes einzunehmen und ihm 
den Rücken zu stärken. «Es waren 
erlebnisreiche Jahre», erinnert sich 
die Ehefrau des einstigen Präsi- 
denten des Liechtensteiner Arbeit- 
nehmerverbandes, des Politikers – 
Johann Beck war von 1953–1978 
Mitglied des Landstags –, des Chro- 
nisten, Mundartdichters, des Korre- 
spondenten und Musikers. Stets of- 
fen für Neues, nahm sie aktiv am 
Leben ihres Mannes teil, begleitete 
ihn an Anlässe und auf Reisen und 
lernte dabei viele wertvolle Men- 
schen kennen. Ein grosser Schick- 
salsschlag war für sie der Hinschied 
ihres Ehemannes Johann im Jahre 
1997. In ihrem Reich im Rütelti 
fühlt sich die begabte Hausfrau und 
Näherin, die leidenschaftliche Hand- 
arbeiterin, Musikerin und Alterstur- 
nerin rundum wohl und zufrieden. 
Sie wohnt mit Tochter Maria unter 
demselben Dach, freut sich über die 
Besuche ihrer Enkel und Urenkel, 
geniesst kleine Ausflüge und inte- 
ressante Diskussionen. 
Zum heutigen Geburtstag gratu- 
lieren wir Irma Beck ganz herzlich, 
und wir wünschen ihr auch weiter- 
hin alles Liebe und Gute, Gesund- 
heit, Glück und Lebensfreude. 
Feiert heute ihren 90. Geburtstag: 
Irma Beck. 
FOTO 
U. 
SCHLEGEL 
Vorfreude auf Tuass ist gross 
Richard Banzer: Ein Helikopterflug zum 85. Geburtstag 
TRIESEN – An der Römerstrasse 6 
feierte Richard Banzer gestern sei- 
nen 85. Geburtstag. Zu diesem An- 
lass gratulieren wir herzlich, und 
wir wünschen dem Jubilar auch 
weiterhin alles Gute, Gesundheit, 
Glück und Wohlergehen. 
• Ursula Schlegel 
Das Leben von Richard Banzer 
war schon in den Jugendjahren 
von einer besonderen Vielfalt ge- 
prägt. «1930 zwang die Arbeitslo- 
sigkeit unsere Familie, die damals 
in Vorarlberg wohnte, zur Über- 
siedlung ins Elsass», erinnert sich 
der gebürtige Triesner. Der Um- 
zug nach Frankreich bedeutete für 
ihn und seine Geschwister nicht 
nur einen Abschied von Freunden 
und der gewohnten Umgebung, 
sondern gleichzeitig einen Wech- 
sel in eine andere Sprachkultur. 
Als 1935 auch im Elsass die Ar- 
beit knapp wurde, zogen die 
Banzer’s in ihren Heimatort 
Triesen. 
Keine Zeit für Langeweile und 
ein zweites Fest auf Tuass 
Wenn Richard Banzer über die 
vergangenen Jahre spricht, verwun- 
dert die grosse Lebensfülle. So hat- 
te der gelernte Schreiner und eins- 
tige Triesner Schulabwart neben 
den beruflichen Aufgaben immer 
auch seine Hobbys, die er mit einer 
besonderen Liebe pflegte. Er war 
ein aktiver Turner und Berggänger, 
ein leidenschaftlicher Krippenbau- 
er und ein passionierter Blumen- 
und Landschaftsfotograf. Ein be- 
sonderes Faible hatte er für die 
Bauernmalerei sowie für Musik 
und Gesang. Heute ist es im Leben 
von Richard Banzer ruhiger gewor- 
den. Für Langeweile ist in seinem 
Leben aber nach wie vor kein Platz. 
Dafür sorgen seine lebhaften Uren- 
kel, die Enkel und Kinder, die ihren 
Urgrossvater, Grossvater und Vater 
aktiv in ihr Leben einschliessen. 
Sie sind es auch, die Richard Ban- 
zer über den schweren Verlust des 
Todes von Ehefrau Zita im ver- 
gangenen Jahr hinweghelfen. Auf 
seinen grössten Wunsch angespro- 
chen, sagte Richard Banzer einige 
Tage vor seinem 85. Geburtstags- 
fest: «Nach Tuass hinauf möchte 
ich wieder einmal.» Noch wusste er 
damals nicht, mit welch freudiger 
Mitteilung ihn seine Lieben am Ge- 
burtstag überraschen würden. «Die 
Familie hat bereits vor einiger Zeit 
beschlossen, unserem Vater ein 
Wiedersehen mit seinem geliebten 
Tuass zu ermöglichen. In nächster 
Zeit wird er mit dem Helikopter ab- 
geholt und zu einem zweiten gros- 
sen Fest zu unserer Hütte hinaufge- 
flogen», verrät uns Tochter Ruth in 
einem Gespräch. 
So wünschen wir Richard Banzer 
weiterhin alles Liebe und Gute so- 
wie einen wunderbaren Helikopter- 
flug hinauf in die Bergwelt, die ihm 
ganz besonders nah am Herzen 
liegt. 
Feierte gestern seinen 85. Geburts- 
tag: Richard Banzer. 
FOTO 
U. SCHLEGEL
	        

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