Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

SPORT 
LÄNDER 
ZEITUNG 2 18 MITTWOCH, 8. APRIL 2009 
Bühler knapp am Gesamtsieg vorbei 
Austria-Shortcarving-Cup in Strobl – Liechtensteiner in der Schlusswertung Zweiter 
STROBL – Das letzte Austria-Short- 
carving-Cuprennen auf der 
Postalm in Strobl am Wolfgangsee 
brachte für den FSCL noch einmal 
Podestplätze. Für Michael Bühler 
reichte es in der Schlussgesamt- 
wertung nicht nach ganz vorne. 
Letzten Sonntag standen die Ober- 
österreicher Firngleiter- und Short- 
carver-Landesmeisterschaften auf 
dem Programm. Am Vormittag stand 
der Vielseitigkeitsbewerb im Short- 
carving auf dem Programm und an- 
schliessend wurden noch die Figler 
auf einen Slalomkurs geschickt. Die 
Liechtensteiner Christof Nipp, Son- 
ja Schädler, Manuela Hoop und Mi- 
chael Bühler konnten ihre Erwar- 
tungen nicht ganz umsetzen, den- 
noch erreichten sie Podestplätze. 
Nach einer kurzen Wettkampf- 
pause stand Sonja Schädler wieder 
am Start eines Wettkampfes und 
fühlte sich sofort wieder wohl in 
den Toren und holte im Shortcar- 
verbewerb, wie auch im Figlbe- 
werb den tollen zweiten Rang. Ma- 
nuela Hoop mit zwei fünften Rän- 
gen und Christof Nipp mit Rang 
fünf und sechs reihten sich hinter 
den Podestplätzen ein. 
Für Michael Bühler war theore- 
tisch noch der Gesamtsieg in der 
Austria-Shortcarving-Cup-Wer- 
tung möglich. Der Führende der 
Klasse Jugend Herren, Fabian Erler 
aus Sistrans, musste aber legend- 
lich im Ziel ankommen, dann 
reichte Bühler selbst ein Sieg nicht 
mehr zum Gesamtsieg. Bühler 
setzte dennoch alles auf eine Karte 
und fuhr schnell und taktisch in den 
ersten Toren. Kurz vor dem Flach- 
stück war es dann passiert, Bühler 
blieb mit dem Aussenski hängen, 
konnte sich dennoch fangen, verlor 
dabei aber sehr viel Zeit und rettete 
sich noch auf den dritten Rang. 
Beim Figlbewerb ging es rein noch 
um ein gutes Resultat und auch hier 
patzte Bühler und es reichte ihm 
ebenfalls auf den dritten Schluss- 
rang. 
Der Austria-Shortcarving-Cup 
2009 mit seinen acht Rennen zeigte 
hohes Niveau in der vergangenen 
Saison und für nächstes Jahr kann 
man gespannt sein, wie sich Bühler 
revanchiert. Neben seinem zweiten 
Schlussrang belegte auch Manuela 
Hoop in der allgemeinen Damen- 
klasse den hervorragenden dritten 
Schlussrang. Am 19. April 2009 
steigt anlässlich der Tiroler Figl- 
Landesmeisterschaften in Hochfü- 
gen im Zillertal die grosse Schluss- 
siegerehrung im Austria-Cup. (pd) 
Sonja Schädler und Michael Bühler. 
FOTO 
ZVG 
Doppelgold für Jessica Hilzinger 
LES DIABLERETS – In Les Diablerets 
(Wallis) fand das grosse Finale des diesjäh- 
rigen Migros-Grand-Prix statt. Bei herr- 
lichem Wetter und 
guten Schneever- 
hältnissen waren 
insgesamt 650 der 
besten Ski-Nach- 
wuchstalente im 
Alter von 8 bis 15 
Jahren am Start. 
Aus Liechtenstei- 
ner Sicht sorgte 
einmal mehr Jessi- 
ca Hilzinger (Foto) 
aus Schaan (Jahr- 
gang 1997), als 
einzige liechten- 
steinische Finalis- 
tin, für Spitzenergebnisse. Sie holte sich 
Gold beim anspruchsvollen Combi-Race und 
doppelte mit einer weiteren Goldmedaille im 
Riesenslalom nach. Bei den Knaben lief es 
leider nicht ganz so gut. Für die besten Plat- 
zierungen sorgten Gordian Banzer mit einem 
7., Nico Gauer mit einem 8. und Manuel Hug 
mit einem 10. Rang. Yanick Büchel, Valentin 
Oehri, Marco Pfiffner und Tino Real kamen 
nicht unter die ersten 10. Weitere Informati- 
on und die vollständigen Ranglisten unter 
www.gp-migros.ch. (pd) 
SKI ALPIN 
FL-Spieler in Kriens im Einsatz 
KRIENS – Am Mannschaftsturnier in Kri- 
ens (Pilatus-Cup) waren zwei Liechtenstei- 
ner Tischtennis-Akteure im Einsatz. Simon 
Öhri, welcher zusammen mit der NLA-Ak- 
teurin Katja Marthaler eine Mannschaft bil- 
dete sowie der aktuelle Landesmeister Phi- 
lipp Pfeiffer zusammen mit seinem Flumser 
Partner Christian Ackermann. Beide Duos 
wurden dabei in dieselbe Vorrundengruppe 
gelost. In der Direktbegegnung konnte Phi- 
lipp Pfeiffer die Partien für sich entschei- 
den, jedoch setzen sich sowohl Öhri als 
auch Marthaler klar gegen Ackermann 
durch. Im entscheidenden Doppel wiesen 
Öhri/Marthaler ihre Gegner deutlich in die 
Schranken und gewannen diskussionslos 
mit 3:0. Somit endete das «Derby» mit 3:2 
für das erstmals zusammen agierende Duo 
Simon Öhri/Katja Marthaler. Auch in den 
restlichen Gruppenspielen ging es spannend 
zu, zumal Simon Öhri gegen die höher klas- 
sierten gegnerischen Nummer 1 eifrig Wi- 
derstand leistete und sich erst in Extremis 
geschlagen geben musste. In den Individu- 
albewerben war nur Philipp Pfeiffer im Ein- 
satz. Der Akteur des TTC Triesen schied al- 
lerdings im Doppel (zusammen mit dem 
Basler Werner Ruder) in der ersten Runde 
aus, dafür kämpfte er sich im Einzelbewerb 
bis ins Viertelfinale vor. (pd) 
TISCHTENNIS 
Starke Stephanie Quaderer-Döring 
Strassenrennen in Fully mit unterschiedlichen Liechtensteiner Resultaten 
FULLY – In Fully fand das traditio- 
nelle Radrennen «Prix des Vins 
Vallot» statt. Mit am Start waren 
die beiden RV-Schaan-Radsport- 
ler Stephanie Quaderer-Döring 
und Marco Lippuner. 
Die Damen hatten 66 km zu bewäl- 
tigen. Stephanie Quaderer-Döring 
gelang es, diesem Rennen ihren 
Stempel aufzudrücken. «In der 
zweiten Runde konnte sich eine 
Gruppe vom Feld absetzen, zu wel- 
cher auch mit Andrea Wolfer eine 
Teamkollegin von mir gehörte. Des- 
halb war meine Aufgabe, das Feld 
zu kontrollieren, damit die Führen- 
den nicht eingeholt werden», so 
Quaderer-Döring. In der Folge 
konnte sie mit einer weiteren Team- 
kollegin das Feld unter Kontrolle 
halten. Sämtliche Ausreissversuche 
wurden von ihr neutralisiert, sodass 
die Spitzengruppe geschlossen das 
Ziel erreichte. Dabei bewährte sich 
die Arbeit von Stephanie Quaderer- 
Döring gleich doppelt, konnte ihre 
Teamkollegin doch das Rennen ge- 
winnen. Sie selbst vermochte sich 
im Sprint des Verfolgerfeldes eben- 
falls vorne zu platzieren und belegte 
schlussendlich den elften Rang. «Es 
war eine super Teamleistung. Ich 
bin vollauf zufrieden», so ihr ab- 
schliessendes Statement. 
Unzufriedener Marco Lippuner 
Weniger positiv verlief dieses 
Rennen für Marco Lippuner. Die 
U23/Elite hatte 171 km zu bewälti- 
gen, womit dieses Rennen zu den 
längsten der Saison zählt. «Ich 
setzte mir als Ziel, ohne Probleme 
über diese Distanz zu kommen und 
sicher in die Top 20 zu fahren», so 
Lippuner, der jedoch seine Zielset- 
zung nicht umsetzen konnte. Das 
Hauptfeld fuhr jede Runde ge- 
schlossen in den Berg. Während 
des Aufstiegs versuchten die stärks- 
ten Fahrer das Feld auseinanderzu- 
fahren. Erstmals Probleme mit dem 
Tempo bekundete er in der zweit- 
letzten Runde. Er konnte jedoch 
mit anderen Fahrern den Anschluss 
auf den Flachstücken wiederher- 
stellen. Am letzten Aufstieg war es 
dann um ihn geschehen. « Ich konn- 
te leider das Tempo der Spitzenfah- 
rer am Aufstieg nicht mehr mitge- 
hen und musste mich mit einer hin- 
teren Gruppe anfreunden. So kam 
ich mit einem kleinen Rückstand 
ins Ziel. Zufrieden bin ich mit 
meinem Resultat sicherlich nicht. 
Meine Form am Berg stimmt ein- 
fach noch nicht, das ist zurzeit 
mein grösstes Problem», so sein 
Resümee. 
Trotzdem blickt er optimistisch 
in die Zukunft, steht für ihn doch 
nächstes Wochenende ein Höhe- 
punkt der Saison bevor. Er wird mit 
der Nationalmannschaft die 
Flandern-Rundfahrt der U23 und 
anschliessend die Côte Piccardie 
bestreiten. Beide Rennen zählen 
zum U23-Nationencup. (pd) 
Stephanie Quaderer-Döring fuhr 
ein starkes Rennen. 
FOTO 
ZVG 
Wichtigste WM-Fahrer 
MotoGP (800 ccm): 3 Dani Pedrosa (Sp), Honda. 4 Andrea 
Dovizioso (It), Honda. 5 Colin Edwards (USA), Yamaha. 7 
Chris Vermeulen (Au), Suzuki. 14 Randy de Puniet (Fr), Hon- 
da. 15 Alex De Angelis (San Marino), Honda. 24 Toni Elias 
(Sp), Honda. 27 Casey Stoner (Au), Ducati. 33 Marco Meland- 
ri (It), Kawasaki. 36 Mika Kallio (Fi), Ducati. 46 Valentino 
Rossi (It/Weltmeister), Yamaha. 52 James Toseland (Gb), Ya- 
maha. 59 Sete Gibernau (Sp), Ducati. 65 Loris Capirossi (It), 
Suzuki. 69 Nicky Hayden (USA), Ducati. 72 Yuki Takahashi 
(Jap), Honda. 88 Niccolo Canepa (It), Ducati. 99 Jorge Loren- 
zo (Sp), Yamaha. – 18 Fahrer. 
250 ccm: 4 Hiroshi Aoyama (Jap), Honda. 6 Alex Debon (Sp), 
Aprilia. 8 Bastien Chesaux (Sz), Honda. 12 Thomas Lüthi 
(Sz), Aprilia. 19 Alvaro Bautista (Sp), Aprilia. 28 Gabor Tal- 
macsi (Un), Aprilia. 40 Hector Barbera (Sp), Aprilia. 52 Lukas 
Pesek (Tsch), Aprilia. 58 Marco Simoncelli (It/Weltmeister), 
Gilera. 63 Mike Di Meglio (Fr/125-ccm-Weltmeister), Aprilia. 
75 Mattia Pasini (It), Aprilia. – Insgesamt 24 Fahrer. 
125 ccm: 11 Sandro Cortese (De), Derbi. 17 Stefan Bradl 
(De), Aprilia. 24 Simone Corsi (It), Aprilia. 29 Andrea Ianno- 
ne (It), Aprilia. 33 Sergio Gadea (Sp), Aprilia. 35 Randy 
Krummenacher (Sz), Aprilia. 38 Bradley Smith (Gb), Aprilia. 
44 Pol Espargaro (Sp), Derbi. 60 Julian Simon (Sp), Aprilia. 77 
Dominique Aegerter (Sz), Derbi. 93 Marc Marquez (Sp), 
KTM. – Insgesamt 31 Fahrer. 
Termine 
12. April: GP Katar in Losail (Nachtrennen). 
26. April: GP Japan in Motegi. 
3. Mai: GP Spanien in Jerez. 
17. Mai: GP Frankreich in Le Mans. 
31. Mai: GP Italien in Mugello. 
14. Juni: GP Katalonien in Montmeló. 
27. Juni: GP Holland in Assen (Samstagsrennen). 
5. Juli: GP USA in Laguna Seca (nur MotoGP-Klasse). 
19. Juli: GP Deutschland auf dem Sachsenring. 
26. Juli: GP Grossbritannien in Donington. 
16. August: GP Tschechien in Brünn. 
30. August: GP Indianapolis in Indianapolis. 
6. September: GP San Marino in Misano (It). 
4. Oktober: GP Portugal in Estoril. 
18. Oktober: GP Australien auf Phillip Island. 
25. Oktober: GP Malaysia in Sepang. 
8. November: GP Valencia in Valencia. 
MOTORRAD-WM 
➲www.fscl.li 
Ein Fehlstart ist verboten 
Motorrad-WM startet am Wochenende – Wegweisende Saison für Tom Lüthi 
LOSAIL – Am Sonntag erfolgt in 
Losail mit dem Nacht-GP von Ka- 
tar der Auftakt zur Strassen-WM- 
Saison 2009 – eine wegweisende 
aus Sicht von Tom Lüthi. Neben 
dem 22-jährigen Emmentaler ist 
mit Bastien Chesaux ein zweiter 
Schweizer für die 250-ccm-Klas- 
se gemeldet. 
Tom Lüthi, der 125-ccm-Weltmeis- 
ter von 2005, nimmt bereits seine 
dritte Saison in der Viertelliterklas- 
se in Angriff, wobei es im letzten 
Jahr (WM–11./108 Punkte) im Ver- 
gleich mit der Debütsaison 2007 
(8./133) einen deutlichen Rück- 
schritt zu verzeichnen gab. Der 
Fehlstart beim Eröffnungs-GP in 
Katar sollte sich als sinnbildlich für 
die ganze Saison erweisen. Den 
WM-Titel konnte sich Lüthi schon 
nach den ersten fünf Rennen, in 
welchen er sich nur einmal in den 
Top 10 klassierte, abschminken. 
Immerhin gabs danach für Lüthi 
in Mugello (3.) und Assen (2.) noch 
die ersten Podestplätze in dieser 
Kategorie. Doch ab Juli zeigte die 
Formkurve des Berners wieder 
deutlich nach unten, nie mehr kam 
er über den 7. Rang hinaus. Wegen 
eines Trainingssturzes in Indiana- 
polis verpasste Lüthi sogar drei 
Rennen. In der langen Winterpause 
arbeitete Lüthi mit einem neuen 
Fitnesstrainer, dem Schwyzer Ot- 
mar Keller, zusammen, um die kör- 
perlichen Defizite zu beheben. «Ich 
bin topfit», konnte der – auch men- 
tal – erholte Lüthi schon im Febru- 
ar vermelden. 
Eine Sekunde hinter der Spitze 
Doch verbesserte Ausdauer- und 
Kraftwerte haben keinen direkten 
Zusammenhang mit besseren Run- 
denzeiten. In den vorsaisonalen 
Tests reihte sich Lüthi ungewohnt 
weit hinten ein, es gab selten einen 
Testtag, an dem er weniger als eine 
Sekunde pro Runde auf die Spitze 
einbüsste. «Klar muss ich noch 
schneller werden und auch mal auf 
einer einzelnen Runde eine Topzeit 
herauswürgen können. Über län- 
gere Distanzen siehts allerdings 
besser aus. Für die Rennen habe ich 
ein gutes Gefühl, wir sind auf dem 
richtigen Weg», verrät Lüthi, der 
«die Spitzengruppe und Podestplät- 
ze» anstrebt. 
Im Gegensatz zur Konkurrenz ist 
Lüthi ein Fahrer, der verhältnismäs- 
sig lange braucht, um die richtige 
Fahrwerk-Abstimmung zu finden. 
Deshalb kommt dem Berner nicht 
entgegen, dass neu nur noch drei 
statt vier Trainings stattfinden und 
die Startaufstellung in einem (statt 
zwei) Qualifying bestimmt wird. 
«Nun muss ich mich halt noch mehr 
beeilen», so Lüthi. «Aber letztlich 
geht es ja allen Fahrern so.» 
«Bis auf die fehlenden, ganz 
schnellen Runden, lief in der Vorbe- 
reitung alles nach Plan. Ich traue 
Tom regelmässige Spitzen- 
klassierungen zu», 
gibt sich auch Em- 
mi-Teamchef Da- 
niel Epp trotz des 
(zu) grossen 
Rückstands auf 
die Titelfavoriten 
Marco Simoncelli 
(It) und Alvaro 
Bautista (Sp) zuver- 
sichtlich. 
Zwei Schweizer 
bei den 125ern 
Mit Dominique Aeger- 
ter und Randy Krum- 
menacher kommen zwei 
der 31 gemeldeten Fahrer 
in der 125-ccm-Kategorie 
aus der Schweiz. Die beiden 
19-Jährigen, die vor ihrer je- 
weils dritten kompletten 
WM-Saison stehen, verfü- 
gen über die bestmöglichen 
(Werk-)Motorräder – wie aller- 
dings mehr als die Hälfte des Fah- 
rerfeldes auch. 
Nach zweijähriger «Durststrecke» 
ohne WM-Titel sicherte sich Valen- 
tino Rossi im letzten Jahr hochüber- 
legen den Gesamtsieg in der Kö- 
nigsklasse. Nach den MotoGP-Test- 
fahrten in Malaysia, Katar und Jerez 
spricht vieles für eine Titelverteidi- 
gung des Italieners. (si) 
Tom Lüthi 
muss Gas 
geben. 
FOTO KEYSTONE
	        

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