Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

NACHRICHTEN 
LÄNDER 
ZEITUNG 2 4 MITTWOCH, 11. MÄRZ 2009 
Blaue Flecken vom Chef? 
Restaurantbesitzer soll Serviertochter tätlich bedroht haben 
VADUZ – Im Streit nach ihrer Kün- 
digung soll ein Restaurantbesit- 
zer aus dem Unterland eine Ser- 
viertochter bedroht und unsanft 
angefasst haben. Dafür stand er 
wegen gefährlicher Drohung und 
Körperverletzung vor Gericht. 
• Johannes Mattivi 
Vor dem Richter zeigte sich der 
beschuldigte Gastronom konster- 
niert über die Vorwürfe und wies 
jede Schuld von sich. «Eigentlich 
hat sie ja gut gearbeitet und wir 
waren zufrieden mit ihr», sagte der 
Gastronom über die Serviertoch- 
ter. «Aber dann hat es plötzlich 
nicht mehr funktioniert.» Erst 14 
Tage war die junge Dame aus Ost- 
deutschland im vergangenen 
Herbst im kleinen Restaurant des 
Beschuldigten beschäftigt gewe- 
sen, dann sei sie krank geworden 
und einfach nicht mehr zur Arbeit 
erschienen. Dabei habe er sich so 
entgegenkommend gezeigt, sagte 
der Beschuldigte, habe der Ange- 
stellten 1200 Franken Vorschuss 
für einen Wohnungsumzug in Ost- 
deutschland geliehen und sie auch 
einmal zum Arzt nach Buchs ge- 
fahren. Dann habe er erfahren, 
dass die junge Dame schon an- 
dernorts arbeiten würde, obwohl 
sie noch einen Vertrag mit ihm hat- 
te. Ein Grund zur fristlosen Kündi- 
gung und zu einem Viertel Lohn- 
abzug. 
Streit um Lohnabrechnung 
Beim Kündigungsgespräch mit 
der Ehefrau des Gastronomen war 
es dann zum Streit gekommen. «Ich 
wollte noch ein, zwei Sachen klä- 
ren, unter anderem wegen dem 
Geld», sagte die Serviertochter als 
Zeugin vor Gericht, «aber dann 
sind wir laut geworden und ich 
sagte, ich gehe jetzt und melde 
mich auf anderem Weg.» Beim Hi- 
nausgehen sei ihr der Restaurant- 
chef aus der Küche nachgelaufen, 
habe sie vor der Tür an den Ober- 
armen gepackt, gegen das Geländer 
gedrückt und gedroht: «Pass auf, 
mit wem du dich anlegst, ich bin 
Italiener.» Da habe sie gesagt: «Und 
ich bin eine Deutsche und gehe, 
wann ich will.» 
«Stimmt überhaupt nicht», sagte 
der Beschuldigte. Er habe die Ser- 
viertochter nur am Handgelenk ge- 
packt und gesagt, sie solle da blei- 
ben, um die Sache zu klären. Seine 
Frau habe ihm zuvor mitgeteilt, 
dass die gekündigte Angestellte 
noch Geld wolle, dabei habe sie 
wegen des Vorschusses eigentlich 
noch Geld geschuldet. Die blauen 
Flecken, die die Serviertochter be- 
haupteterweise an den Oberarmen 
erlitten habe und die sie durch ein 
Arztzeugnis vier Tage nach dem 
Vorfall belegte, würden nicht von 
ihm stammen. Die könnte sie sich 
woanders geholt haben. Darauf plä- 
dierte auch der Verteidiger des Be- 
schuldigten und verlangte, dass die 
Fotos von den blauen Flecken, die 
von der Polizei in Buchs gemacht 
wurden, als Beweis eingeholt wer- 
den. Ein Sachverständigengutach- 
ten solle zudem klären, ob die Ver- 
letzungen eine Gesundheitsstörung 
von mehr als drei Tagen verursacht 
hatten. 
Verhandlung vertagt 
Der Richter gab dem Antrag der 
Verteidigung statt. Beim hand- 
greiflichen Vorfall vor dem Re- 
staurant hatte es keine Zeugen ge- 
geben und vor Gericht stand es 
zwischen der gekündigten Servier- 
tochter und ihrem ehemaligen 
Chef Aussage gegen Aussage. Bis 
zur Vorlage der Beweise wurde die 
Verhandlung auf unbestimmte Zeit 
vertagt. 
Vor Gericht beteuerte der beschuldigte Gastronom seine Unschuld. Er habe die Serviertochter nur am Handge- 
lenk gepackt. 
FOTO 
PAUL 
TRUMMER 
Yves Eberle, Drogist 
HF und Naturheilmit- 
telspezialist aus Gams, 
befasst sich mit alter- 
nativer Medizin wie 
Heilkräutern, Tink- 
turen, Spagyrik und 
Schüssler-Salzen. 
«Im Haar liegt die Information» 
Bei vielen chronischen Beschwerden kann 
die Ursache nicht immer begründet werden 
und man steht ohne Therapiemöglichkeit 
da. Selten wird an eine ungünstige Ver- 
schiebung des Mineralienhaushaltes ge- 
dacht. Da Mineralstoffe und Spurenele- 
mente grundlegend wichtige Funktionen im 
Körper besitzen, können Zusammenhänge 
mit vorliegenden gesundheitlichen Proble- 
men hergestellt werden. Eine weitere Mög- 
lichkeit besteht darin, dass der Körper schä- 
digenden Elementen wie Quecksilber, Blei 
oder Kadmium ausgesetzt ist oder war. Be- 
lastungen mit solchen Schwermetallen kön- 
nen sich durch amalgamhaltige Zahnfül- 
lungen, Zigarettenrauch oder durch Um- 
welteinflüsse im Organismus manifestieren 
und verschiedene Stoffwechselvorgänge be- 
einflussen. 
Um eventuelle Ur- 
sachen herauszufin- 
den, kann ein Nach- 
weis über das Haar 
getätigt werden. 
Durch sein verhält- 
nismässig langsames 
Wachstum wird der 
Mineralstoff- und 
Spurenelement- 
Haushalt des Körpers 
über einen längeren 
Zeitraum im Haar ge- 
speichert und ermöglicht einen guten Ein- 
blick über die vorliegende Stoffwechsel-Si- 
tuation. Verschiebungen werden mittels der 
Haar-Mineral-Analyse frühzeitig erkannt, 
meist lange bevor es zum sichtbaren Aus- 
bruch von Beschwerden kommt. Daher ist 
diese Analysenmethode auch zur frühzei- 
tigen Prävention von Stoffwechsel-Erkran- 
kungen sehr gut geeignet. Aufgrund des Er- 
gebnisses ist es möglich, den Stoffwechsel 
mit einer definierten Einnahme von Nähr- 
stoffen wieder ins Gleichgewicht zu brin- 
gen. 
Was benötigen Sie für eine Probe und 
was ist zu beachten? 
Die Haar-Mineral-Analyse erfordert 
mindestens 2 Esslöffel Haare vom Nacken- 
bereich. 
Haare von verschiedenen Stellen mög- 
lichst nahe der Kopfhaut abschneiden. 
(evtl. beim Coiffeur schneiden lassen) 
Die Haarproben sollten maximal 5 cm 
lang sein. 
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Die Haare sollten nicht gefärbt, 
gebleicht, getönt oder einer Dauerwellen- 
behandlung unterzogen worden sein. 
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Geschädigte Seelen 
VADUZ – Zum zweiten Mal in- 
nerhalb einer Woche stand unter 
Ausschluss der Öffentlichkeit ein 
Mann vor Gericht, der Kinderpor- 
nografie aus dem Internet herun- 
tergeladen hatte. Diesmal war der 
Beschuldigte erst 22 Jahre alt, im 
Tatzeitraum vor zwei Jahren un- 
ter 21. Über mehrere Monate 
hinweg hatte der Beschuldigte 
über diverse Tauschbörsen min- 
destens 100 kinderpornogra- 
fische Bilder und 74 Videos auf 
seinen PC geladen. Während des 
Downloads standen die Bilder 
und Videos auch anderen Usern 
zur Verfügung, weshalb der Be- 
schuldigte die Machwerke ent- 
weder absichtlich oder zumindest 
billigend auch in Verkehr ge- 
bracht hatte. Richter Lothar 
Hagen verwies erneut auf 
die schwerwiegende Bedeutung 
der Kinderpornografie: «Diese 
Kinder aus zumeist untersten so- 
zialen Schichten, die für Porno- 
grafie missbraucht werden, wer- 
den fürs Leben kaputt gemacht.» 
Das Urteil: Eine Geldstrafe von 
5000 Franken, davon die Hälfte 
auf drei Jahre Bewährung ausge- 
setzt. Zudem erhielt der Beschul- 
digte für den Besitz und Konsum 
von zehn Gramm Haschisch und 
Marijuana eine Busse von 300 
Franken. Die Gerichtskosten von 
500 Franken muss er ebenfalls 
tragen. (jm) 
AUS DEM GERICHT 
Hugo Quaderer an Al- 
penkonferenz in Evian 
VADUZ – Regierungsrat Hugo 
Quaderer wird am 12. März an der 
zehnten Alpenkonferenz im fran- 
zösischen Evian teilnehmen. Er 
wird sich dafür einsetzen, dass auf 
den Aktionsplan Klima konkrete 
Projekte folgen. Umweltminister 
Quaderer wird an der Alpenkonfe- 
renz deshalb die Ausschreibung 
eines alpenweiten Architektur- 
Preises im Bereich des öko-effizi- 
enten Bauens vorschlagen. Auf- 
grund der Tatsache, dass die Al- 
pen besonders empfindlich auf 
den Klimawandel reagieren, legt 
Frankreich als Vorsitzland der Al- 
penkonferenz gemäss einem Be- 
schluss der letzten Vertragsstaa- 
tenkonferenz, anlässlich welcher 
eine Deklaration zum Klimawan- 
del in den Alpen verabschiedet 
wurde, nun einen Aktionsplan 
zum Klimawandel in den Alpen 
zur Annahme vor. Dieser Aktions- 
plan wurde allerdings von der 
Mehrheit der Vertragsparteien und 
Beobachter als zu wenig alpen- 
spezifisch und konkret beurteilt. 
So hat auch CIPRA International 
(«Commission Internationale pour 
la Protection des Alpes») mit 
einem Schreiben an alle Umwelt- 
minister der Vertragsstaaten auf 
die Schwachstellen dieses Akti- 
onsplans hingewiesen und die Mi- 
nister gleichzeitig aufgefordert, 
die nötigen Weichen zu stellen, 
damit einige konkrete und kurz- 
fristig realisierbare Massnahmen 
beschlossen werden. Da Liechten- 
stein seit Jahren CIPRA-Projekte 
im Bereich des energieeffizienten 
Bauens unterstützt, liegt eine 
kurzfristig realisierbare und kon- 
krete Massnahme in der Weiter- 
entwicklung dieses Bereiches auf 
der Hand. Aus diesem Grund wird 
Umweltminister Hugo Quaderer 
an der Alpenkonferenz in Evian 
den Vorschlag unterbreiten, dass 
Liechtenstein einen alpenweiten 
Architektur-Preis im Bereich des 
energieeffizienten Bauens aus- 
schreiben wird. «Das massgeb- 
liche Ziel dieses Architektur- 
Preises liegt darin, gute Praxis- 
Beispiele zu sammeln, zu bewer- 
ten und zur breiteren Anwendung 
zu empfehlen sowie gleichzeitig 
Grundlagen für die Überprüfung 
bestehender und die Festlegung 
zukünftiger Bauvorschriften im 
Alpenraum zu sammeln», begrün- 
det Umweltminister Quaderer die 
Wahl dieser konkreten Massnah- 
me. (pafl) 
Ja zu SPES 
Ja zu einer gerechten Schule 
– Wahr ist, dass eine Eintei- 
lung in Leistungszüge nicht 
die gleiche Bedeutung hat 
wie die Einteilung in eine 
Schulart. Die Einteilung in 
Leistungszüge ist gerechter, 
da sie allein aufgrund der 
Leistungsfähigkeit in einem 
speziellen Fach erfolgt. Hin- 
zu kommt, dass eine Anpas- 
sung halbjährlich ohne gros- 
sen Aufwand und ohne büro- 
kratische Quoten möglich 
ist.   
Die Schulleitungen des 
Schulzentrums Unterland, 
Carolin Meier, Sascha 
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