Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

SPORT 
LÄNDER 
ZEITUNG 2 17 MITTWOCH, 4. MÄRZ 2009 
Keine Lust auf Vancouver 
Bode Miller ist noch bis 2012 an Head ge- 
bunden, spricht aber seit Jahren vom Karri- 
ereende und hat auch bereits angekündigt, 
derzeit keine Lust an der Teilnahme an den 
Olympischen Spielen 2010 in Vancouver zu 
haben. Vertraglich sei aber alles geregelt, 
versicherte Head-Rennchef Rainer Salzge- 
ber. Auch für den Fall, dass Miller weiter 
Rennen auslässt oder seine Karriere tat- 
sächlich demnächst beendet. «Es ist für je- 
de Möglichkeit vorgesorgt. Ich würde es ex- 
trem bedauern. Aber so genial Bode beim 
Skifahren ist, so extrem ist er auf der ande- 
ren Seite mit seinen Entscheidungen», so 
Salzgeber. (id) 
Rücktritt von Joël Chenal 
Im Alter von 35 Jahren hat der Franzose 
Joël Chenal seinen Rücktritt bekannt gege- 
ben. Seinen grössten Erfolg feierte er 2006 
in Sestriere, als er im Riesenslalom Olym- 
pia-Silber holte. Im Weltcup triumphierte 
der Riesenslalom-Spezialist einmal, 1999 in 
Alta Badia. (si) 
SKI ALPIN 
Bernd Walser startet 
am 19. April in die Saison 
Bernd Walser (Foto), der 
vor Jahresfrist von St. 
Gallen zum Schwing- 
club Chur wechselte, 
steht voll in der Vorbe- 
reitung. «In Chur 
wird viel professi- 
oneller und in- 
tensiver trai- 
niert», so 
Walser, der sich 
mit fünf bis 
sechs Ein- 
h e i t e n 
(Schwingen, 
Kraftraum, 
Kondition und neu auch im mentalen Be- 
reich) für die neue Saison in Schwung 
bringt. Der grosse Aufwand hat einen 
Grund. «Mein ganz grosses Ziel heisst, in 
den nächsten zwei Jahren einen Kranz zu 
gewinnen. Wenn es schon diese Saison 
klappt, umso besser», so der Vaduzer. Sei- 
nen ersten Einsatz 2009 hat das Liechten- 
steiner Aushängeschild in Sachen 
Schwingsport nun auch festgelegt. Am 19. 
April startet Walser beim Frühjahrsschwing- 
fest Fideris seine «Kranz-Mission». Der 
weitere Saisonfahrplan ist noch nicht defi- 
nitiv festgelegt. (rob) 
SCHWINGEN 
Surfen statt carven 
Grosses Rätselraten um Bode Miller – Start am Speed-Wochenende in Kvitfjell ungewiss 
KVITFJELL – Auch vor dem Speed- 
Wochenende in Kvitfjell geht 
das Rätselraten über Bode 
Miller weiter. Gestern war 
aus dem Umfeld des Welt- 
cup-Titelverteidigers aus 
den USA zu vernehmen, 
dass Miller auch in Nor- 
wegen nicht an den Start 
gehen würde. 
Damit würde der US-Star 
auch auf den möglichen 
Gewinn des Abfahrtswelt- 
cups und damit das letzte 
noch verbliebene Saison- 
ziel verzichten. Miller 
hatte einen Gross- 
teil der laufenden 
Saison mit ei- 
ner schmer- 
zenden Syndesmosebandverletzung 
im linken Knöchel bestritten, die er 
sich schon im Dezember in Beaver 
Creek zugezogen hatte. Dennoch 
fuhr der 31-Jährige alle Rennen, ehe 
er sich nach der völlig verpatzten 
WM in Val d’Isere vor zwei Wochen 
in die USA verabschiedete und auf 
die Technikrennen in Sestriere und 
Kranjska Gora verzichtete. Head- 
Fahrer Miller gab zuletzt aber auch 
offen zu, mit seinen Slalom- und 
Riesenslalom-Skiern derzeit nicht 
besonders glücklich zu sein. 
Schlagzeilen abseits der Pisten 
Stattdessen überraschte Miller 
mit der Nachricht, dass er Vater ei- 
ner aus einer Beziehung mit einer 
Cheerleaderin des Football-Clubs 
San Diego Chargers entstammen- 
den einjährigen Tochter sei. Zuletzt 
schaltete der von der Ostküste (New 
Hampshire) stammende Miller zu- 
sammen mit seiner texanischen 
Freundin Montana beim Wellenrei- 
ten auf Hawaii ab und regenerierte 
sein verletztes Bein. 
Miller hat Weltcup abgehakt 
Miller hat mit seiner Rennpause 
praktisch bereits den Kampf um ei- 
ne erfolgreiche Titelverteidigung 
aufgegeben. Sieben Rennen vor 
Schluss liegt der Allrounder mit 
über 300 Punkten Rückstand nur 
auf Platz acht. Mit einem Verzicht 
auf Kvitfjell (zwei Abfahrten und 
ein Super-G) würde der vierfache 
Weltmeister aber auch den durch- 
aus noch möglichen Gewinn des 
Abfahrtsweltcups sausenlassen. 
Denn dort rangiert Miller nur 35 
Punkte hinter Leader Michael 
Walchhofer auf Platz drei, drei Ab- 
fahrten stehen noch auf dem Pro- 
gramm. 
Auch Millers Head-Rennchef 
Rainer Salzgeber bedauert das. 
«Der Gewinn der Abfahrtskugel 
war Bodes Minimalziel für diese 
Saison, und Kvitfjell, das ist seine 
Strecke.» Den definitiven Verzicht 
Millers konnte Salzgeber nach ei- 
ner unbeantwortet gebliebenen E- 
Mail am Dienstag zwar nicht bestä- 
tigen. «Ich vermute es aber auch. 
Alle Anzeichen weisen darauf hin. 
Es wäre extrem schade, wenn er 
wirklich den Abfahrtsweltcup weg- 
wirft», so der Vorarlberger. 
Zeichen stehen auf Startverzicht 
Miller hätte gestern in Oslo lan- 
den sollen, zu diesem Zeitpunkt 
packte aber ein Gros der privaten 
Miller-Coaches in Österreich of- 
fensichtlich schon die Sachen. 
Noch am 24. Februar hatte Miller 
in seinem Blog auf Universalsports. 
com gemeint, dass er zuletzt sehr 
wohl gestartet wäre, wenn Ab- 
fahrtsrennen auf dem Programm 
gestanden wären. 
Millers Coach Forest Carey in- 
tensivierte das Verwirrspiel, indem 
er am Dienstag ebenfalls auf Uni- 
versalsports.com berichtete, dass 
sich das «Team America» nach 
einem Kurzurlaub nun auf die letz- 
ten sieben Saisonrennen vorberei- 
ten werde. (id) Die Frage: Wird Bode Miller nochmals in den Weltcupzirkus 
einsteigen?FOTO 
ZVG 
Doppelter WM-Einsatz für LSV-Junioren 
Gestern abgesagte Abfahrt wird heute nachgeholt – Auch Super-G auf dem Programm 
GARMISCH – Der männliche Nach- 
wuchs muss an der Junioren-WM 
in Garmisch-Partenkirchen (De) 
weiter auf seinen ersten Ernst- 
kampf warten. Die Abfahrt muss- 
te gestern abgesagt werden. 
Hartnäckiger Nebel und Regen 
machten den Organisatoren einen 
Strich durch die Rechnung. «Die 
Piste ist in einem erstklassigen Zu- 
stand, aber die Sichtverhältnisse 
waren einfach zu schlecht für ein 
Rennen», sagte LSV-Herrentrainer 
Ralf Jegler. 
Heute soll auf der Kandahar- 
Strecke Hochbetrieb herrschen – 
wenn es das Wetter denn erlaubt. 
Für die Junioren stehen am Morgen 
die Abfahrt und nach der Mittags- 
pause der Super-G im Programm. 
Liechtensteins Farben werden bei 
der Abfahrt durch Nicola Kindle 
und Nicolas Schäfer vertreten. Den 
Super-G werden neben Kindle und 
Schäfer auch Simon Heeb und Josef 
Oehri in Angriff nehmen. 
Super-G ohne LSV-Girls 
Zwischen den Herrenrennen ist 
der Super-G der Juniorinnen mit 
der Schweizer Topfavoritin Lara 
Gut vorgesehen. Dieser Bewerb 
wird ohne FL-Girls über die Bühne 
gehen. Vanessa Schädler, die ei- 
gentlich noch an den Speedbewer- 
ben hätte teilnehmen sollen, wird 
diese auslassen. «Sie hat selbst ge- 
sagt, dass ihr momentan einfach 
das Selbstvertrauen fehlt», führt 
LSV-Damentrainer Pascal Hasler 
aus. 
Die frischgebackene Riesensla- 
lom-Vizeweltmeisterin Tina Wei- 
rather sowie Rebecca Bühler und 
Barbara Hoob waren für die schnel- 
len Disziplinen ohnehin nicht vor- 
gesehen. (rob) Auf Nicolas Schäfer wartet heute ein volles Speedprogramm. 
FOTO 
ZVG 
Cup-Viertelfinale startet 
Der erste Viertelfinal im Schweizer Cup 
bringt die beiden formstärksten Teams der 
Axpo Super League zusammen. Heute Mitt- 
woch (20.15 Uhr/SF2) empfängt YB, in die- 
sem Jahr noch ohne Verlustpunkte, das 2009 
ebenfalls noch ungeschlagene GC. (si) 
Rücktritt von Raphaël Wicky 
Raphaël Wicky (31) hat seine Profikarriere 
beendet. Der 75-fache Internationale, der 
zuletzt in der Major League Soccer (MLS) 
für Chivas USA spielte, macht «persönliche 
und gesundheitliche Gründe» für diesen 
Schritt geltend. (si) 
Herzog nicht mehr Co-Trainer 
Andreas Herzog ist nach dem Abgang von 
Coach Karel Brückner als Assistenztrainer 
der österreichischen Nationalmannschaft 
zurückgetreten. Der ehemalige National- 
spieler strebt einen Job als Cheftrainer an. 
Möglicherweise übernimmt Herzog ab 
Sommer die neue U16-Auswahl Öster- 
reichs. Der Entscheid soll in den nächsten 
Tagen fallen. (si) 
Deutschland, Cup, Viertelfinal 
Deutschland. Cup. Erster Viertelfinal: Mainz (2.) – Schalke 
1:0 (0:0). 
Restliche Viertelfinals heute (Mittwoch): Wolfsburg – Wer- 
der Bremen. Hamburger SV – Wehen Wiesbaden (2.). Lever- 
kusen – Bayern München. 
FUSSBALL 
Titelverteidiger und Finalist vor Aus 
Eishockey: ZSC Lions und Genève-Servette mit 0:3 in Rücklage 
ZÜRICH – Mit den ZSC Lions und 
Genève-Servette stehen der Titel- 
verteidiger und der Herausforde- 
rer des letzten Play-off-Finals heu- 
er schon in der ersten K.-o.-Runde 
vor dem Out. Beide Teams verloren 
auch ihr drittes Viertelfinalspiel. 
Ist für die ZSC Lions nach dem tri- 
umphalen Gewinn der Champion 
League das Saisonende nicht mehr 
abzuwenden? Diese Frage stellt 
sich nach der dritten Viertelfinal- 
Runde von gestern Abend unwei- 
gerlich. Die Zürcher verloren ge- 
gen Fribourg auch das zweite Heim- 
spiel (1:2) und sind am Donnerstag 
ultimativ gefordert. Wie am letzten 
Samstag konnte der ZSC nach dem 
Anschlusstor, diesmal durch einen 
Shorthander von Domenico Pittis, 
nicht mehr nachsetzen. 
Auch für Servette ist der unge- 
wollt frühe Ferienbeginn nach dem 
1:4 in Kloten nur noch durch einen 
Effort abzuwenden. (si) 
Fribourg gewann auch die dritte 
Partie gegen die ZSC Lions. 
VEU im Halbfinale 
Die VEU Feldkirch hat in der 
österreichischen Nationalliga 
gestern in der «Best-of-5»- 
Viertelfinalserie gegen Zelt- 
weg den entscheidenden drit- 
ten Sieg eingefahren. Die 
VEU setzte sich auswärts 4:1 
durch und gewinnt die Serie 
mit 3:1. Im Halbfinale trifft 
Feldkirch auf Lustenau, das 
den Bregenzerwald mit 3:0 
aus dem Bewerb warf. Heute 
kann Dornbirn mit einem 
Auswärtssieg in Kapfenberg 
ebenfalls ins Halbfinale vor- 
stossen. Gleiches gilt für Zell 
am See gegen Salzburg. (rob) 
EISHOCKEY 
Play-off-Viertelfinals (best of 7) 
Kloten Flyers – Genève-Servette 
4:1 (1:1, 2:0, 1:0); Stand 3:0 
ZSC Lions – Fribourg 
1:2 (0:2, 0:0, 1:0); Stand 0:3 
Bern – Zug 
3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 1:0) n.V.; Stand 2:1 
Davos – Lugano 
3:2 (0:1, 1:1, 2:1, 1:0) n.V.; Stand 2:1 
Play-out-Halbfinals (best of 7) 
SCL Tigers – Biel 
3:4 (3:0, 0:4, 0:0); Stand 1:2 
Rapperswil-Jona – Ambri-Piotta 
2:1 (0:1, 2:0, 0:0); Stand 2:1
	        

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