Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2009)

SPORT 
VOLKSBLATT 
19 DONNERSTAG, 26. FEBRUAR 2009 
«Nichts hat sich geändert» 
GOLF – Die Golffans schauen seit gestern 
gespannt und erwartungsvoll nach Tucson 
im US-Bundesstaat Arizona. «Superman» 
Tiger Woods ist nach achtmonatiger Abwe- 
senheit wieder wettkampfbereit und gab 
sich vor dem Start der WGC-Accenture 
Match Play Championship selbstbewusst 
wie eh und je. «Nichts hat sich geändert. Ich 
gehe ins Turnier und will gewinnen. Ich bin 
absolut fit.» 253 Tage hatte der 33-Jährige 
seit seinem US-Open-Triumph unter 
grössten Schmerzen im Juni 2008 in San 
Diego gefehlt. In dieser Zeit hatte auch der 
von Sponsoren aus der Auto- und Finanzin- 
dustrie getragene Golfsport wegen der Welt- 
finanzkrise deutliche Dämpfer hinnehmen 
müssen. Die Zuschauerzahlen auf der US- 
PGA-Tour waren um 15 Prozent gesunken, 
die TV-Zahlen sogar um 50 Prozent einge- 
brochen. Die Rückkehr des 14-fachen Ma- 
jor-Siegers und bekanntesten Sportlers der 
Welt ist nun ein Signal, das von der Szene 
begeistert aufgenommen wurde. Sogar von 
der unmittelbaren Konkurrenz. (id) 
ITU lanciert Mixed-Team-WM 
TRIATHLON – Der Triathlon-Weltverband 
(ITU) trägt in diesem Jahr erstmals eine 
Team-WM im Mixed-Format aus. Austra- 
gungsort ist Des Moines im US-Bundesstaat 
Iowa am 28. Juni. Je zwei Männer und Frau- 
en pro Nation werden im Stafetten-Format 
einen Super-Sprint-Triathlon über 250 m 
Schwimmen, 7 km Radfahren und 1,8 km 
Laufen absolvieren. An Europameister- 
schaften werden die Mannschafts-Titelkämp- 
fe bereits seit Jahren nach getrennten Ge- 
schlechtern ausgetragen. Im Vorjahr in Lissa- 
bon holten die Schweizer sowohl bei den 
Männern als auch bei den Frauen den Titel. 
Die Schweizer wagen nun einen entspre- 
chenden Start an der Team-Mixed-WM. (si) 
1,5 Millionen für Swiss Houses 
ALLGEMEIN – Der Bund beteiligt sich 
mit 1,5 Millionen Franken an den für 2,2 
Millionen Franken veranschlagten Kosten 
der «Houses of Switzerland» an den Olym- 
pischen Spielen in Kanada im Februar 
2010. Dort soll sich die Schweiz darstellen. 
Der Bundesrat hat entschieden, dass die 
Landeskommunikation «Präsenz Schweiz» 
weiterhin sportliche Grossveranstaltungen 
zur Förderung und Pflege des Images der 
Schweiz im Ausland nutzt. Die Schweiz 
wird in den Austragungsorten Vancouver 
und Whistler mit je einem Schweizer Haus 
auftreten. Die «Houses of Switzerland», die 
zusammen mit SRG, Schweiz Tourismus, 
Swiss Olympic, Swiss Ski und Sponsoren 
realisiert werden, sollen «eine innovative 
und sympathische Schweiz zum Kennenler- 
nen und Anfassen» zeigen. (si) 
SPORT IN KÜRZE 
5. Rennen (Skier-Cross) 
Mädchen (Jahrgänge 2000/01): 1. Anna Banzer (Mauren) 
1.00,59; 2. Victoria Kindle (Triesen) 1.02,75; 3. Lea Beck 
(Planken) 1.04,11; 4. Rebecca Schädler (Triesen) 1.04,57; 5. 
Jessica Beck (Planken) 1.04,99; 6. Sabine Wolfinger (Balzers) 
1.06,36; 7. Michelle Tijkorte (Schaan) 1.07,29; 8. Valerie Nigg 
(Triesen) 1.07,79; 9. Johanna Stingl (Balzers) 1.08,08; 10. Sa- 
rina Rehak (Triesen) 1.08,93. – 17 Klassierte. 
Knaben (Jahrgänge 2000/01): 1. Gian Zech (Mauren) 56,00; 
2. Andreas Marxer (Schaanwald) 57,61; 3. Wenzel Tiefen- 
thaler (Triesenberg) 1.00,42; 4. Elias Stark (Balzers) 1.00,67; 
5. Luca Banzer (Balzers) 1.02,38; 6. Konstantin Alicke (Bal- 
zers) 1.03,15; 7. Kevin Verling (Triesen) 1.03,47; 8. Nicholas 
Meier (Triesen) 1.04,16; 9. Fabian Bargetze (Triesen) 1.05,13; 
10. Simeon Neukom (Schaan) 1.05,27. – 24 Klassierte. 
Mädchen (Jahrgänge 1998/99): 1. Milena Beck (Triesenberg) 
55,70; 2. Cecilia Marxer (Schaanwald) 59,96; 3. Selin Hart- 
mann (Vaduz) 1.00,06; 4. Valentina Banzer (Triesen) 1.00,52; 
5. Anna-Lena Stingl (Balzers) 1.00,65; 6. Laura Beck (Triesen- 
berg) 1.01,31; 7. Laura Roth (Triesenberg) 1.01,70; 8. Ladina 
Banzer (Triesen) 1.01,72; 9. Joelle Büchel (Vaduz) 1.02,09; 10. 
Selina Girstmair (Triesen) 1.02,10. – 18 Klassierte. 
Knaben (Jahrgänge 1998/99): 1. Silvan Marxer (Nendeln) 
53,17; 2. Ludwig Luz 54,51; 3. Rafael Grünenfelder (Balzers) 
55,84; 4. Fabian Bühler (Triesenberg) 56,63; 5. Noah Stark 
(Balzers) 59,52; 6. Luca Real (Vaduz) 1.00,01; 7. Marco 
Eberle (Triesenberg) 1.00,68; 8. Noah Gross (Triesen) 1.00,88; 
9. Ruben Collini (Triesen) 1.01,29; 10. Benjamin Schurti 
(Triesen) 1.02,04. – 30 Klassierte. 
Cupwertung (5 von 5 Rennen) 
Mädchen (Jahrgänge 2000/01: 1. Anna Banzer (Mauren) 500 
Gesamtpunkte; 2. Jessica Beck (Planken) 315; 3. Victoria 
Kindle (Triesen) 277; 4. Lea Beck (Planken) 275; 5. Rebecca 
Schädler (Triesen) 240. 
Knaben (Jahrgänge 2000/01): 1. Gian Zech (Mauren) 440; 2. 
Andreas Marxer (Schaanwald) 404; 3. Wenzel Tiefenthaler 
(Triesenberg) 280; 4. Elias Stark (Balzers) 243; 5. Luca Ban- 
zer (Balzers) 240. 
Mädchen (Jahrgänge 1998/99): 1. Milena Beck (Triesen- 
berg) 480; 2. Cecilia Marxer (Schaanwald) 400; 3. Selin Hart- 
mann (Vaduz) 320; 4. Anna-Lena Stingl (Balzers) 225; 5. Va- 
lentina Banzer (Triesen) 217. 
Knaben (Jahrgänge 1998/99): 1. Silvan Marxer (Nendeln) 
500; 2. Nicolas Wohlwend (Schellenberg) 280; 3. Ludwig Luz 
(Vaduz) 250; 4. Rafael Grünenfelder (Balzers) 250; 5. Moritz 
Eidenbenz (Triesen) 245. 
TALENTE-CUP 2009 
Miller: «Niemand hat gefragt» 
Enfant terrible Bode Miller hat sich erstmals öffentlich über seine Tochter geäussert 
WASHINGTON – Bode Miller 
spricht in seinem Onlinetagebuch 
auf Universalsports.com erstmals 
öffentlich über seine Tochter 
Neesyn Dacey und die Beweg- 
gründe, eine Auszeit vom Alpinen 
Skiweltcup zu nehmen. 
Am 19. Februar wurde Neesyn 
Dacey ein Jahr alt, zur Feier des Ta- 
ges verbrachte die Jungfamilie die- 
sen Tag in Disneyland. Millers Ski- 
kollegen hatten sich zu diesem Zeit- 
punkt gerade auf der Anreise zum 
Weltcup in Sestriere befunden. 
«Dacey war definitiv ein grosser 
Faktor für meine Entscheidung, ei- 
ne Weltcupauszeit zu nehmen. Es 
ist hart, so weit von ihr entfernt zu 
sein. Es ist hart, fokussiert zu blei- 
ben und eine gute Leistung zu zei- 
gen, wenn man lieber woanders 
wäre», schrieb er. Als weiteren Be- 
weggrund für seine Auszeit gab 
Miller eine gewisse Rennmüdigkeit 
an. «Ich habe etwa 360 Weltcup- 
Rennen bestritten, das ist eine gan- 
ze Menge. Andere Leute absolvie- 
ren in ihrer gesamten Karriere gera- 
de einmal 100 Weltcuprennen. Ich 
bin schon ein wenig desensibili- 
siert, nach einer Weile lässt das 
Feuer nach. Manchmal möchte 
ich andere Sachen machen.» 
Rückkehr noch offen 
Millers aktueller Plan ist 
dennoch, mit den Rennen am 
Wochenende in Kranjska Go- 
ra (Riesenslalom und Slalom) 
in den Weltcup zurückzukeh- 
ren. «Aber die Dinge können 
sich auch ändern», so 
Miller, der auch 
Skitests absolvieren 
möchte. Sollten 
die Tests nicht 
die gewünsch- 
ten Ergebnisse 
bringen, wür- 
de Miller auch 
Kranjska Go- 
ra auslassen 
und erst in 
Kvitfjell (6. 
bis 8. März) 
wieder Rennen bestreiten. Über die 
Namenswahl seiner Tochter und 
sein aktuelles Verhältnis zur Mutter 
des Kindes meinte der 31-Jährige: 
«Meine Tochter heisst Neesyn 
Dacey. Ihre Mutter hat Neesyn ge- 
wählt, und ich habe Dacey gewählt. 
Jetzt nennt sie aber jeder Dacey. 
Die Mutter ist eine gute Freundin 
von mir, mit der ich aber nicht 
mehr zusammen bin. Wir hatten 
uns eigentlich schon so gut wie ge- 
trennt, als sie herausfand, dass sie 
schwanger war.» 
Miller geniesst Vaterrolle 
«Wir sind sehr gute Freunde und 
probieren, gute Eltern zu sein. Ich 
hätte mir natürlich eine ideale Situa- 
tion gewünscht, in der alles perfekt 
und geplant gewesen wäre, aber so 
ist es eben nicht. Aber jetzt bin ich 
auch mit der aktuellen Situation 
glücklich», so der US-Amerikaner. 
Miller geniesst die Vaterrolle offen- 
sichtlich in vollen Zügen: «Es macht 
sehr viel Spass, mit Dacey Zeit zu 
verbringen. In diesem Alter haben 
Kinder ein spezielles Verhältnis zu 
ihren Eltern, die im Grunde ihre ge- 
samte Welt darstellen. Wenn sie hin- 
gegen einmal 13 Jahre alt ist, will sie 
vielleicht gar nichts mehr mit mir zu 
tun haben.» (id) Geniesst die Vaterrolle: Bode Miller lässt seine Rückkehr in den alpinen Weltcup noch offen. 
FOTO 
ZVG 
Traumhafter Abschluss 
Anna Banzer und Silvan Marxer gewannen beim Talente-Cup in Malbun alle fünf Rennen 
MALBUN – Der 16. «Schreiber & 
Maron»-Talente-Cup wurde vom 
Montag bis Mittwoch in Malbun 
ausgetragen. Nach den tollen 
Rennen gab es bei der Siegereh- 
rung beste Stimmung unter den 
alpinen Nachwuchstalenten. 
• Elred Faisst 
Zwei herausragende Läufer prägten 
den Talente-Cup 2009 in Malbun: 
Anna Banzer (Mauren/Mädchen 
2000/01) gewann ebenso alle fünf 
Rennen wie auch Silvan Marxer 
aus Nendeln (Knaben 1998/99). 
Beide distanzierten ihre Konkur- 
renten in der Gesamtwertung um 
Längen. Milena Beck aus Triesen- 
berg (Mädchen 1998/99) brachte 
mit vier Siegen und einem zweiten 
Platz den Gesamtsieg ebenfalls si- 
cher nach Hause. 
Knappe Entscheidung 
Denkbar knapp fiel hingegen die 
Entscheidung bei den Knaben 
20000/01 aus: Gian Zech (Mauren) 
sicherte sich die Gesamtwertung 
mit zwei Rennsiegen und drei zwei- 
ten Plätzen (440 Punkte) vor An- 
dreas Marxer (Schaanwald), dem 
nach dem verpatzten ersten Rennen 
drei Rennsiege und ein zweiter 
Platz nicht mehr zum Gesamtsieg 
reichten (404 Punkte). 
Die Stars von morgen 
«Der Talente-Cup ist praktisch 
eine Schülermeisterschaft in Liech- 
tenstein, in dem schon heutige Ski- 
grössen wie Tina Weirather und 
Marina Nigg ihre ersten Rennerfah- 
rungen gesammelt haben», hofft 
Konrad Schädler vom LSV natür- 
lich auf ähnliche Talente aus den 
Reihen der jetztigen Talente-Cup- 
Läufer. Die Besten des Talente- 
Cups werden vom LSV natürlich 
unter Beobachtung genommen, 
«vorerst bleiben die Skiläufer und 
Skiläuferinnen aber bei ihren Verei- 
nen und haben die nächsten Be- 
währungsmöglichkeiten beim Bril- 
len-Federer-Cup. Nur Ausnahmeta- 
lente rücken sofort in den Landes- 
kader auf», ergänzt Schädler, der 
zusammen mit Johannes Frick, Jan 
Alicke und Adi Näscher zu den Or- 
ganisatoren der jährlichen Rennse- 
rie zählt. 
Es gab keine Verletzungen 
Neben den tollen Leistungen gab 
es während der fünf Rennen in 
Malbun keine einzige ernsthafte 
Verletzung zu notieren, «das ist ei- 
gentlich das Wichtigste», meinte 
Schädler abschliessend. 
Die vier Kategorien-Gesamtsieger: Anna Banzer, Silvan Marxer, Gian Zech und Milena Beck (von links). 
FOTOS 
ZANGHELLINI/FAISST 
➲www.talente-cup.li 
www.sctriesenberg.li 
Weitere Fotos unter: 
www.volksblatt.li 
➲ 
Voller Einsatz: Milena Beck gewann bei den Mädchen 1998/99.
	        

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